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Unlock Europe!

Unlock Europe!

Unter diesem Titel fand am 10.07.2023 Unterricht der etwas anderen Art statt. Anders als sonst durften die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10b das Klassenzimmer tatsächlich erst um kurz nach 8.00 Uhr mit dem Lehrer betreten, denn übers Wochenende hatte sich der Raum in einen Konferenzsaal aus Brüssel verwandelt.

Tatsächlich wurde das Klassenzimmer mithilfe eines Escape-Game-Koffers der Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung aus Hamburg zu einem vollwertigen Escape-Room verwandelt. So fanden alle Lernenden einen Konferenztisch, Flaggen, Mikrofone, Tagesordnung, aber auch diverse Hinweise, Rätsel und Tresore vor.

Das Szenario lautete: Die Regierungschefs der Länder der Europäischen Union sitzen eine Stunde vor der angesetzten Pressekonferenz über die Zukunft Europas in vier Politikbereichen im Aufzug fest. Nur die Besuchergruppe aus Schülerinnen und Schülern kann nun noch Entscheidungen rechtzeitig fällen. Allerdings müssen die Dokumente, die Grundlage ihrer Entscheidungen sein sollen, erst noch dechiffriert oder aus den dazugehörigen Tresoren befreit werden.

Und so beschäftigten sich alle Anwesenden im Raum mit europäischer Grenzsicherung, Ökologie, Lieferketten und Regelungen zur Sicherheit in Sozialen Netzwerken. Soll man lieber in erneuerbare Technologien in Europa setzen oder das Geld dem Globalen Süden für nachhaltige Infrastruktur überweisen? Ist der Grenzkonflikt um eine Insel in der Nordsee ein Fall für geschickte Diplomatie oder knallharte militärische Friedenssicherung? Kann Engpässen in der Antibiotika-Produktion durch europäische Firmengründungen begegnet werden oder stellt das Handelsabkommen mit China den richtigen Weg dar? Wie sehr bedrohen Hate-Speech und Filterblasen die politische Stabilität?
Nach 60 Minuten Spiel und anschließender Reflexion konnten dann alle mit neuem Input wieder in den Schulalltag entlassen werden.

Das Spiel selbst ist ein Kooperationsprojekt der BKHS in zusammenarbeit mit dem Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg und wird von der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius gefördert.
Ein herzlicher Dank geht an die BKHS, die dem CEG als erster süddeutscher Schule das Spiel zur Erprobung überlassen hat, um aus einer Testphase heraus die praktische Umsetzung ohne Begleitung durch Teamerinnen und Teamer mit uns zu erproben.

W. Dorn

Simulation-Planspiel Europäisches Parlament 2023

Simulation-Planspiel Europäisches Parlament 2023

„Dieses Europa-Projekt wird nur dann weiterbestehen, wenn die junge Generation das auch will“

Henrike Hahn

Dank des herausragenden Engagements aus der Schülerschaft, konnten wir am 30.06.2023 mit einer Gruppe von 12 10.-Klässlerinnen und 10.-Klässlern an einer Simulation des Europäischen Parlaments in Nürnberg teilnehmen. Das Planspiel wurde initiiert von den Jungen europäischen Föderalist:innen (JEF) in Bayern und gefördert von der Staatskanzlei des Freistaats Bayern. Es fand in Zusammenarbeit mit dem Nürnberger Büro Europe Direct statt.

Als Thema für die Simulation wurde „Flucht und Migration“ angeboten – brandaktuell und im Vorgriff auf die kommende Europawahl auch äußerst gewinnbringend für die Schülerinnen und Schüler, die dann das erste Mal in ihrem Leben auch als echte Wählerinnen und Wähler nicht nur Politik wahrnehmen, sondern mitbestimmen.
Einleitend gab es eine Begrüßung durch Dr. Michael Fraas (CSU), dem Wirtschafts- und Wissenschaftsreferent der Stadt Nürnberg, im Sitzungssaal des Alten Rathauses. Auch Frau Henrike Hahn (B’90 die Grünen, industriepolitische Fraktionssprecherin im Europäischen Parlament) konnte in einem Grußwort etwas von ihrer Begeisterung für Demokratie und insbesondere für die Parlamente als „Tempel der Demokratie“ überspringen lassen.

Nach einer ersten Erklärung zur Arbeitsweise des europäischen Parlaments und Hintergurndinformationen zur europäischen Flucht- und Migrationspolitik seit 2015 wurden die Schülerinnen und Schüler dann mitten ins Geschehen geworfen. Jeder und jede von ihnen wurde zu einem Fraktionsmitglied und gleichzeitig Vertreter oder Vertreterin für eines der Mitgliedsländer der EU. Wie im echten Leben erhielten alle Simulationsteilnehmerinnen und -teilnehmer dann von der „Kommission“ – gebildet von den Teamerinnen und Teamern der JEF – einen Gesetzesentwurf für ein neues Asyl- und Migrationspaket, das es nun abzustimmen, zu ergänzen oder zu ändern galt. Wie sollte es weitergehen mit Dublin II, Verteilungsschlüssel, Frontex oder Migrationsfond?

Nach aufregenden Fraktionssitzungen und hitzigen Diskussionen in den Ausschüssen war es dann zum Ende so weit: In einer abschließenden Lesung wurden die Änderungsanträge abgestimmt und schlussendlich tatsächlich ein neues gesamteuropäisches Asylsystem verabschiedet. Damit hatten die Schülerinnen und Schüler dem echten Europäischen Parlament sogar etwas voraus: am Abend des gleichen Tages scheiterte dort nämlich der bis dato jüngste Vorschlag für eine Gesamteuropäisches Asylsystem (GEAS) an internen Widerständen. Dieses Debatte dürften nach dem Tag so einige der Teilnehmerinnen und Teilnehmer gespannt verfolgt haben.

Wir freuen uns, wenn wir auch in Zukunft weiterhin an solchen großartigen Simulationen teilnehmen können.

W. Dorn – Fachschaft Politik und Gesellschaft

Identität

Identität

Die Klassen 9a und 10a haben sich im Kunstunterricht mit Fragen der Identität auseinandergesetzt.

Nach dem Vorbild des Streetart-Künstlers Slinkachu wurden kleine Szenerien geschaffen und fotografisch eingefangen, die spielerisch Fragen der Identität aufwerfen, wie beispielsweise:

  • Wer bin ich?
  • Wer soll/muss/kann/darf ich sein?
  • Wer oder was definiert, wer ich bin?
  • Welche Rolle spielen Geschlecht, sozialer Status oder sexuelle Orientierung in Bezug auf Identität?
  • Wie bayrisch muss oder will ich sein?
  • Was soll das heißen?
  • Welche Rolle sieht die Gesellschaft für mich vor?
  • Muss/will ich diese erfüllen?

 

Rundgang über das HuPfla-Gelände mit der Stadtarchivarin Frau Rettig

Rundgang über das HuPfla-Gelände mit der Stadtarchivarin Frau Rettig

Weniger als einen Kilometer von der Schule entfernt ist die sogenannte HuPfla, die Heil- und Pflegeanstalt, die von 1940 bis 1945 an der Euthanasie, der planmäßigen Tötung von psychisch Kranken beteiligt war. Frau Rettig, Mitarbeiterin im Stadtarchiv Erlangen und am Forschungsschwerpunkt NS Medizinverbrechen in Zusammenarbeit mit der FAU, führte die Teilnehmer des W-Seminars „Euthanasie in Erlangen“ über das ehemalige HuPfla-Gelände.

Während Erlangen bis August 1941 als Zwischenanstalt bis zum Transport in die Tötungsanstalten fungierte, fanden in der Phase der dezentralen Euthanasie im Anschluss über 1000 Patientinnen und Patienten den Tod durch Verhungern. Auch vor Kindern machten die Täter nicht Halt. Schnell wurde in der Stadt die Erinnerung an diese Gräueltaten verdrängt, obwohl viele Bescheid gewusst haben mussten: Die Klinikgebäude lagen und liegen mitten in der Stadt, Abtransporte erfolgten über den Güterbahnhof mitten in der Stadt, Gerichte, Frauen- und Kinderklinik waren beteiligt und Pfarrer hatten als Seelsorger Zugang zu den Patientinnen und Patienten. Erst die Pläne, auf dem Gelände Forschungseinrichtungen für die Uni und das Max-Planck-Institut zu bauen, belebten die Diskussion über den Umgang mit dem schwierigen Erlanger Erbe.

Was in Erlangen und im Reich geschah und wie wir damit in Zukunft vor Ort, aber auch in ethischen Diskussionen umgehen können, damit beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler des W-Seminars.

Monika Winterstein

Extremismus-Workshop der 9. Klassen im März 2023

Extremismus-Workshop der 9. Klassen im März 2023

Passend zu den im Unterricht behandelten Themen fand am 29.03.2023 ein Extremismus-Workshop für die 9. Jahrgangsstufe statt. Unsere Klasse, die 9b, hatte in den ersten drei Stunden das Vergnügen mehr über Demokratie, Links- und Rechtsextremismus zu erfahren.

Dabei hat ein Film nähere Einblicke in die verschiedenen Arten des Extremismus gegeben. Eine gelungene Präsentation hat uns den versteckten Extremismus beispielsweise durch Bilder veranschaulicht.

Im Allgemeinen war der Workshop eine gute Möglichkeit, mehr über diese Themen zu erfahren. Auch blieb Zeit, Fragen und Anmerkungen zu stellen, nicht aus, dies hat uns persönlich sehr gefallen. Drei Stunden waren zwar fast ein bisschen knapp, allerdings konnten wir viel aus dieser Zeit mitnehmen.

Mia Banski und Maja Lührmann, 9b

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