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Auf dem Weg zur “Umweltschule”

Pariser Klimagipfel, Volksbegehren „Artenvielfalt“, Schülerproteste, Atomausstieg, Ausstieg aus der Kohle, kaum ein Thema scheint politisch in der letzten Zeit so präsent und brisant wie das Thema des Umweltschutzes. Was hat das mit Schule zu tun?

Spätestens seit den Schülerprotesten unter dem Motto „FridaysForFuture“, die im skandinavischen Raum ihren Ursprung haben, sind auch die Schüler stark an dem Thema interessiert. Dabei wurde in der Presse und auch in der Öffentlichkeit heiß diskutiert, ob das unerlaubte Fernbleiben von der Schule, um Aufmerksamkeit für Umweltschutz zu generieren, wirklich die erhofften Effekte erzielen kann.
Auch wenn Aufmerksamkeit an und für sich zunächst der Ursprung jedes politischen Diskurses ist, sind wir am CEG der Meinung, dass Schule einen großen Beitrag für den Schutz der Umwelt leisten kann – und zwar sowohl theoretisch als auch praktisch. Ein Fernbleiben widerspricht also geradezu dem eigentlich gewünschten Engagement, das an der Schule offene Türen einrennt. Angefangen bei Diskussionen über Ressourcennutzung, fairen Handel, CO2-Fußabdruck und Plastikmüll über konkretere Recherche zu bundes-, landes- und lokalpolitischen Themen, die sich mit Ökologie beschäftigen, bis hin zu konkreten Schulprojekten – Schule hat eine äußerst große Bandbreite, um das Thema überlegt, Fakten-geleitet und nachhaltig anzugehen.

Auswirkungen dieses Umweltdiskurses bemerkt man momentan sehr stark unter der Schülerschaft des CEG. Hier interessieren sich zunehmend einzelne Jugendliche, aber auch Klassenverbände dafür, die Umwelt zu schützen, und bringen ihre Ideen im Unterrichtsgeschehen oder über die SMV und andere Gruppen ein.

Als Schule streben wir in den nächsten Wochen, Monaten und Jahren verstärkt an, eine Umweltschule zu werden und diesen Titel anschließend kontinuierlich auch zu leben. In vielen Bereichen arbeiten wir hier bereits ökologisch. Erste zusätzliche Projekte zum Thema Müllvermeidung, Mülltrennung, bewusster Umgang mit Ressourcen und eine allgemeine Sensibilisierung für das Thema Ökologie und Umweltschutz wurden in den Klassen bereits angestoßen und eine schnelle Koordinierung und Planung weiterer Aktionen, die uns den Titel „Umweltschule“ bringen können, steht bereits in den Startlöchern. Somit hoffen wir als „Fairtrade-Schule“, den Aspekt der Nachhaltigkeit auch weiterhin fördern zu können und auf eine breitere Basis zu stellen.

Auf dieser Seite können Sie sich über einige dieser Aktivitäten informieren.

i.A. Wolfgang Dorn

Berichte

Fridays for Future 15.03.2019

Nachdem die Diskussionen um die Proteste von Schülern während der Schulzeit am Freitag spätestens im Gange sind, seit auch bayerische Schülerinnen und Schüler freitags streiken, haben wir uns entschlossen, ebenfalls einen Freitag Nachmittag zu nutzen, um nicht nur zu demonstrieren, sondern aktiv zu werden.

Immer stärker kristallisiert sich heraus, dass es sehr viele Schülerinnen und Schüler an unserer Schule gibt, die sich aktiv in den Umweltschutz einbringen wollen oder dies bereits tun. Aus diesem Grund laden Lehrerinnen und Lehrer am Freitag, den 15.03.2019 zu einer schulinternen Veranstaltung ein, auf der in einem basisdemokratischen Dialog zwischen Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern Möglichkeiten des Umweltschutzes an unserer Schule diskutiert und Projekte angestoßen und geplant werden sollen. Gerade beim Thema der Ökologie gilt nach wie vor das Motto „think global – act local“. Wir freuen uns auf eine rege Diskussion zwischen allen Teilnehmern und noch mehr auf entstehende Projekte. Schließlich sitzen wir alle im selben Boot.

i.A. W. Dorn

Fastenzeit – Zeit zum Handeln

Während auf nationaler und internationaler Ebene das Thema der Eindämmung von Müll und besonders das Thema des Plastikmülls immer stärker angegangen wird (EU-Verordnungen, Aktionen der Umweltschutzverbände wie BUND oder DUH, Diskussionen auf allen Ebenen), haben wir uns dazu entschlossen, die Fastenzeit für uns fruchtbar zu machen. In dieser Zeit der Besinnung geraten viele Menschen ins Grübeln, wie sie durch ein „Weniger-ist-mehr“ etwas Gutes tun können. Wir möchten gerade Schülerinnen und Schüler dabei begleiten und das Umweltthema ein weiteres Mal ins Bewusstsein rufen.

Aus diesem Anlass arbeiten verschiedene Klassen und Schülergruppen an Themen zu Müllvermeidung, Ressourcenschonung und Umweltbewusstheit. Die ganze Aktion dauert bis zu den Osterferien an und steht unter anderem unter dem großen Motto „Plastikfasten“. Dass das momentan auch von vielen Gesellschaftsschichten mitgetragen wird, erkennt man schnell, wenn man die Aufrufe von Umweltverbänden und Kirchen sieht, die genau die gleiche Idee hatten.

Zu Beginn gestalteten Schülerinnen und Schüler ein Informationsplakat, auf dem sie darstellten, was die Fastenzeit überhaupt mit Umweltschutz zu tun haben könnte.

i.A. W. Dorn

“Mottowoche Mülltrennung”

In der Woche vom 11.02.-15.02. fand eine Mottowoche unter dem Thema “Mülltrennung” am CEG statt. Hierzu arbeiteten Schüler, Lehrer und Reinigungskräfte eng zusammen. Um eine Sensibilisierung für die Wichtigkeit von Mülltrennung zu schaffen, wurden nur Mülleimer in den Klassenzimmern geleert, die auch korrekt getrennt waren.

Früher wurden falsch getrennte Mülleimer einfach in den Restmüll “zusammengeschmissen”, was natürlich im Recycling-System zu Ressourcenverlust führte, da verwertbare Wertstoffe nicht in ihren Wertstoffkreislauf überführt werden konnten. Ein kleiner Brief mit der Aufschrift “Euer Müll wurde nicht abgeholt, da er nicht ordentlich getrennt wurde”, regte einige Klassen zu Diskussionen an, die den Schülerinnen und Schülern das System und die Wichtigkeit von Recycling näherbringen konnten. Bereits in der Wochenmitte bestätigte der Hausmeister, Herr Seidl, dass bereits ein deutlicher Rückgang in der Füllhöhe der schwarzen Tonne zu bemerken war – die Aktion war also vorerst von Erfolg gekrönt und hat hoffentlich auch einen Langzeiteffekt.

Nach der Sensibilisierung für die richtige Trennung von Müll, ist bereits ein nächster Schritt in Aussicht: mit einer weiteren Aktion in der Fastenzeit möchte sich das CEG mit dem Thema „Reduktion von Plastikmüll – Plastikfasten“ beschäftigen.

i.A. Wolfgang Dorn

Mottotag und Mottowoche: “Wir brauchen keine Coffee-to-go-Becher”

Wenn man die Umwelt schützen will, dann sollte man bei sich selbst anfangen und reflektieren, wo man dies ohne Probleme umsetzen kann. Schnell kamen in den Klassen bei den Diskussionen zu den erfolgten Demonstrationen unter dem Motto “fridaysforfuture” einige Ideen zusammen.

Die SMV nahm dies zum Anlass, einen Mottotag und eine ganze Mottowoche den Coffee-to-go-Bechern des Kaffee/Kakao-Automaten in der Schulmensa zu widmen. Da der Automat auch die Möglichkeit besitzt, eine eigene Tasse unterzustellen, fand am Montag, den 04.02., in der ersten Pause eine Aktion “Kaffeekränzchen” statt. Schülerinnen und Schüler sollten demonstrativ ihre eigenen Tassen oder Becher mitbringen und im Pausenhof ein Teekränzchen organisieren, um dadurch darauf aufmerksam zu machen, dass die Plastik-beschichteten Becher des Automaten nicht genutzt werden müssen, um Ressourcen zu sparen und Müll zu vermeiden.

Die ganze Schulwoche stand zudem unter dem Motto „#BringYourOwnTasse“. Es war spürbar, dass der gewünschte Effekt bald eintrat. So klopften einige der Schüler sogar in den Pausen am Lehrerzimmer, weil sie ihre Tassen im Klassenzimmer vergessen hatten und die aus dem Automaten nicht mehr nutzen wollten. Dass solche Ansätze einen Dominoeffekt auslösen können, merkten einzelne Lehrer schnell. Mittlerweile wird diskutiert, ob eigene Schultassen mit Schullogo über den Fairtrade-Handel (z.B. faircups) angeschafft werden können. Zudem soll das Format der Mottowochen weiterhin den Schulalltag begleiten, wenn es beispielsweise um eine Aktion zur Mülltrennung in der Woche vom 11.02.-15.02. geht.

i.A. Wolfgang Dorn