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Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage

Seit 2011 ist das Christian-Ernst-Gymnasium Mitglied im bundesweiten Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Unsere SMV bewies dabei einen langen Atem. auf dem Weg, das CEG in das bundesweite Netzwerk aufnehmen zu lassen. Nicht nur die Initiative ging dabei allein von den Schüler/-innen aus, sondern auch die lange Phase der inhaltlichen Arbeit, der Information der Mitschüler/-innen und der Auseinandersetzung mit dem Thema Rassismus und Zivilcourage, bevor im Juni 2011 mit einem schulweiten Projekttag dem CEG der „offizielle“ Titel verliehen wurde.

 

Selbstverständnis einer „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“

Die von der Organisation „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ verlangte Voraussetzung für die Aufnahme in das bundesweite Schulnetzwerk ist die, dass mindestens 70 % der Schulgemeinschaft folgende Grundsätze unterschreiben:

  1. Ich werde mich dafür einsetzen, dass es zu einer zentralen Aufgabe meiner Schule wird, nachhaltige und langfristige Projekte, Aktivitäten und Initiativen zu entwickeln, um Diskriminierungen, insbesondere Rassismus, zu überwinden.
  2. Wenn an meiner Schule Gewalt, diskriminierende Äußerungen oder Handlungen ausgeübt werden, wende ich mich dagegen und setze mich dafür ein, dass wir in einer offenen Auseinandersetzung mit diesem Problem gemeinsam Wege finden, zukünftig einander zu achten.
  3. Ich setze mich dafür ein, dass an meiner Schule einmal pro Jahr ein Projekt zum Thema Diskriminierungen durchgeführt wird, um langfristig gegen jegliche Form von Diskriminierung, insbesondere Rassismus, vorzugehen.

 

Unser Ansatz

Der Begriff Rassismus bezeichnet die Diskriminierung von Menschen anderer Hautfarbe, Herkunft, Religion, Weltanschauung, Geschlecht etc. Diskriminierung ist aber ein viel weitreichenderer Begriff, er beschreibt die kategorische Benachteiligung bestimmter Menschen aufgrund einer negativen Beurteilung. Wir wollen uns gegen genau diese aussprechen und deswegen ist es uns wichtig, Diskriminierung als gesellschaftliches Problem in den Vordergrund zu stellen. „Schule ohne Rassismus“ sehen wir als Möglichkeit, unser Schulklima weiter zu verbessern. Im Rahmen der gemeinsamen Aktionen und Projekte soll die Akzeptanz der Schüler untereinander sowie das Verhältnis zwischen Lehrer/-innen und Schüler/-innen gestärkt werden.

Sich nur gegen Diskriminierung und Rassismus auszusprechen ist die eine Sache, etwas zu tun die andere. Ein wichtiger Ansatz ist für uns das generelle „sich-informieren“: Was meinen die Lehrer/-innen, die Erwachsenen, die Nachrichtensprecher wenn sie von Diskriminierung und rassistischer Gewalt sprechen? Immer wieder versuchen wir mit einer Klasse oder einer Gruppe an Schüler/-innen in Kooperation mit mehreren Lehrer/-innen und der SMV, Gedanken aufzugreifen wie: Was ist Rassismus? Wo finden wir ihn heutzutage in den Medien? Was versteht man unter den Weltreligionen? Durch solche Projekte wollen wir der Schule Informationsmaterial geben; über Hintergründe von Gewalt, Kulturen, Religionen etc. und dabei den Gedanken im Hinterkopf behalten: Wenn wir verstehen, warum die „Anderen“ „anders“ sind, sind sie dann noch so „anders“?
 

Etappen auf dem Weg zur „SoR-SmC“-Schule

Oktober 2009
SMV-Seminar: An einem gemütlichen Abend wird der Entschluss gefasst, sich um den Titel „Schule ohne Rassismus“ zu bewerben. Man befasst sich mit den Voraussetzungen und den notwendigen organisatorischen Schritten, ehe es unter der Koordination von Nadine Müller und Simon Steinberger in die weitere Planung geht. Wieder in Erlangen stellen die Schüler das Projekt der Schulleitung vor. Der Vorschlag wird angenommen und schon geht es mit dem Elan der Klassensprecherfahrt an die Arbeit.

November und Dezember 2009
Den Klassen wird das Projekt einzeln vorgestellt und die Unterschriftenlisten werden ausgegeben, auf denen die Schüler die Grundsätze einer „Schule ohne Rassismus“ akzeptieren. Weiterhin erhalten Lehrerkollegium und Elternbeirat Listen.

Februar 2010
Nachdem auch die letzten Listen eingesammelt worden sind, wurde ausgewertet: Trotz „Neuer Grippe“-Welle haben sich mit 90 % der Schulgemeinschaft weitaus mehr als die geforderte Marke (70 %) in die Listen eingetragen.

Juni 2010
Erster inhaltlicher Vorstoß: Die Mittelstufentheatergruppe führt das Stück „Die Welle“ auf. Aus diesem Anlass befasst sich die damalige Klasse 9c, die das Buch dazu gelesen hat, eine Woche intensiv mit den Parallelen dieses Experiments zum Nationalsozialismus und hält die Ergebnisse auf Plakaten fest.

Juli 2010
Schulintern sind alle Voraussetzungen erfüllt; doch ein Pate wird noch gesucht. In gegenseitigem Einvernehmen einigen sich Schulleitung und Schülervertretung, eine überregional bekannte Persönlichkeit anzuschreiben: Die Sportmoderatorin Katrin Müller-Hohenstein, die aus Erlangen stammt und bei den Schüler/-innen aufgrund ihrer Authentizität hohe Sympathie genießt. In der Nacht vor dem Sommerfest wird der spontane Entschluss, dem Anschreiben seitens der Schüler/-innen einen gebastelten Fußball mit Unterschriften beizulegen, getroffen.

Oktober 2010
Ein Jahr nachdem die Initialzündung auf dem SMV-Seminar erfolgt ist, erarbeiten die Klassensprecher auf der jährlichen Klassensprecherfahrt eine Plakatserie, in der sie sich mit der Frage beschäftigen, wo sich Rassismus in der heutigen Gesellschaft im öffentlichen Bereich finden lässt.

November 2010
In der sprichwörtlich letzten Sekunde erreicht das CEG eine Mail von Frau Müller-Hohenstein, in der sie generelle Bereitschaft zu einer Patenschaft zusagt.

Dezember 2010 Auf der internen Weihnachtsfeier der Schule wird ein „SoR“-Raum eingerichtet: Neben der Möglichkeit, Buttons zu gestalten und am „Quiz der Weltreligionen“ (zu denen eine 7. Klasse eine Plakatserie erstellt hat) teilzunehmen, wurde ein großes Laken mit den Handabdrücken von Schülern und Lehrern gestaltet.

Januar 2011
Erstes Planungstreffen für den Projekttag: Schulleitung, Elternbeiratsvorsitzende und Schülersprecher leiten gemeinsam einen großen Projekttag zum Thema „Diskriminierung/Rassismus“ in die Wege. Das Konzept sieht zwei Projekteinheiten (externe Referenten, Projekte, Aktionen etc.) für die Jahrgangsstufenpaarungen 5/6, 7/8, 9/10/11 vor, nach einer gemeinschaftlichen Sportaktion soll der Tag in der offiziellen Verleihungsfeier enden.

6. Juni 2011
Nach intensiver Vorbereitung kann endlich unser Aktionstag stattfinden: Neben mehr als 30 thematisch äußerst gehaltvollen Workshops, die von zahlreichen außerschulischen Partnern, Eltern und Lehrkräften angeboten wurden und inhaltlich in einem breiten Themenspektrum auf verschiedenste Formen von Diskriminierung bzw. Integration eingehen, wartet der Tag mit weiteren Highlights auf: Ein Fußballspiel „Lehrerinnen vs. Schülerinnen“ sowie die Halbzeitgestaltung der Lehrer-Cheerleader wird von den Schüler/-innen auf den vollbesetzten Rängen ebenso begeistert angenommen wie die gelungene Abendveranstaltung: Im Beisein unserer Patin Katrin Müller-Hohenstein wird der Schule feierlich der Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ offiziell verliehen.

 

MUTWERK courage erLANGEN

Mutwerk CourageDie Vereinigung einiger Organisationen und Schulen aus Erlangen hat es sich zum Ziel gesetzt, für gelebte Zivilcourage einzutreten. Mit Veranstaltungen wie der „MUTnacht“ wollen wir mit dem Team um Pfarrer Mann Zeichen setzen gegen die Un-Kultur des Wegschauens. Ein jährliches Schwerpunktthema sowie interessante Hinweise auf der Homepage des MUTWERKs sind die Eckpfeiler des Programms.

SoR-Aktivitäten

Internationale Wochen gegen Rassismus 2016: „Koch mal über den Tellerrand“

In diesem Jahr finden vom 7.3. – 18.3. die internationalen Wochen gegen Rassismus statt. Auch das CEG beteiligt sich mit einer Veranstaltung: am 8. März 2016 findet um 19.00 Uhr in der CEG-Mensa ein kultureller und kulinarischer Abend unter dem Motto „Koch mal über den Tellerrand!“ statt.

Essen verbindet alle Länder und Kulturen und ist gleichzeitig die ursprünglichste Situation sozialer Begegnung. Deshalb soll an diesem Abend der kulinarische Dialog im Mittelpunkt stehen. Die Schülerinnen und Schüler bereiten internationales Fingerfood zu und werden dabei von internationalen Gästen unterstützt. Interessierte Besucher sind herzlich eingeladen, die wunderbare Essensvielfalt unseres Planeten zu entdecken und sich beim gemeinsamen Essen sowohl kulinarisch als auch kulturell auszutauschen. Wir laden Sie dazu herzlich ein und freuen uns, Sie an dem Abend möglichst zahlreich begrüßen zu dürfen!

Den offiziellen Flyer der Stadt Erlangen zu den internationalen Wochen gegen Rassismus in Erlangen können Sie hier als PDF herunterladen.

Nachlese Internationales Fußballturnier

_DSC4275Am 8. Juli 2015 veranstaltete der SoR-Arbeitskreis zusammen mit der SMV das 1. Internationale Fußballturnier des CEG, zu dem alle Kinder und Jugendlichen eingeladen waren, die derzeit in  Erlanger Asylbewerberheimen wohnen. Dank der großartigen Unterstützung durch Schülerinnen und Schüler vor allem aus der Mittel- und der Oberstufe, durch Eltern, externe Partner sowie nicht zuletzt unserer SoR-Schulpatin Katrin Müller-Hohenstein wurde das Turnier zu einem wunderbaren Fest der Begegnung.

ift2015-32Bei idealem Fußballwetter spielten je vier alters-, geschlechter- und nationengemischten „Juniormannschaften“ (ca. 7-15 Jahre) und drei „Seniorteams“ (ca. 16-21 Jahre) im Turniermodus gegeneinander und hatten dabei jede Menge Spaß. Bei allem sportlichen Ehrgeiz wurde nie verbissen gekämpft, sondern jederzeit stand die Fairness im Mittelpunkt. Wo sprachliche Verständigung nicht möglich war, klappte das Zusammenspiel einfach intuitiv. Fußball verbindet!

ift2015-18Auch für die Ausstattung der Teams mit Trikots und Sportschuhen und die Verköstigung der Spieler/innen war dank der großzügigen Spenden von Eltern und Sponsoren gesorgt. Im Vorfeld hatten Schüler/innen, Eltern und Lehrkräfte die Kinder und Jugendlichen per Auto, Bus und zu Fuß persönlich abgeholt und begleiteten sie nach dem Turnier wieder in ihre Unterkünfte. Schüler/innen der Übergangsklassen aus der Eichendorffschule kamen zusammen mit ihren Lehrerinnen Frau Huprich und Frau Helmrich. Am Ende überreichte Frau Müller-Hohenstein den Spieler/innen der Juniorteams persönliche Urkunden und den Kindern aus den Asylbewerberheimen kleine Preise, damit sie auch künftig sportlich vergnügen können. Es wird auch nicht bei dieser einmaligen Begegnung bleiben: Für das kommende Schuljahr plant der SoR-Arbeitskreis regelmäßige Sporttreffs mit den Kindern und Jugendlichen aus den Erlanger Flüchtlingsunterkünften.

Das Organisationsteam, bestehend aus der SMV, dem Arbeitskreis „Schule ohne Rassismus“, vielen freiwilligen Schülerinnen und Schülern sowie einigen Lehrkräften, bedankt sich ausdrücklich für die überwältigende Unterstützung

  • ift2015-04durch unsere Sponsoren: die Sparkasse Erlangen, die Firma Sport Eisert, den Bayerischen Landessportverband, die Bäckerei Mörtel, die Erlanger Stadtwerke, die Firma Christian OHG, die Firmgruppe der Pfarrei „Unsere liebe Frau“ Dechsendorf sowie private Spender,
  • durch die Sportvereine 1. FC Eschenau und SC Eckenhaid,
  • durch die AWO Flüchtlingsberatung und die Ehrenamtliche Flüchtlingsinitiative Erlangen (EFIE),
  • durch das Klezmertrio „Swinging KlezMen“,
  • durch unser Mensateam von „Access“,
  • durch unsere Hausverwalter Herrn Kamp und Herrn Winkler,
  • durch unseren Schulsanitätsdienst und unsere Technikgruppe,
  • durch den Elternbeirat und zahlreiche Eltern (Spender von Sportkleidung und Kuchen),

Nicht zuletzt danken wir Frau Birgitt Aßmus, dass sie sich als Vertreterin der Stadt Erlangen für uns Zeit genommen hat, und insbesondere  Frau Katrin Müller-Hohenstein dafür, dass sie extra für diesen Nachmittag aus München zu uns gekommen ist und durch  ihre professionelle, spontane und vor allem herzliche Moderation dem Turnier eine besondere Ausstrahlung verliehen hat.

Einen Eindruck von dem rundum gelungenen Ereignis vermitteln die Bilder, die dankenswerterweise Annika Schlager (Q11) und Herr Götzelmann zur Verfügung gestellt haben. (G. Kuen)

Internationales Fußballturnier und Klezmer-Abend

sor-fussballturnierAls „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ unterstützen wir aus Überzeugung die Erlanger Willkommenskultur gegenüber ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern und dabei speziell gegenüber den asylsuchenden Flüchtlingen, die derzeit in unserer Stadt leben.

Um das gegenseitige Kennenlernen zwischen den einheimischen und den zugezogenen Kindern und Jugendlichen zu fördern, veranstaltet unser SoR-Arbeitskreis zusammen mit der SMV am Mittwoch, dem 8. Juli 2015, ab 15.00 Uhr auf unserem Schulgelände ein Internationales Fußballturnier mit  Mädchen und Jungen, die Erlanger Asylbewerberunterkünften wohnen, und Schüler/innen des CEG. Es sind alle eingeladen – nicht nur die, die gern mit Fußball spielen, sondern auch diejenigen, die anfeuern wollen oder sich einfach bei Getränken, Kuchen und belegten Brötchen mit anderen unterhalten und neue Leute kennenlernen möchten.

kmhSchirmherrin unserer Veranstaltung ist unsere Schulpatin Katrin Müller-Hohenstein vom ZDF, die ihr Kommen zugesagt hat und sicher auch das ein oder andere Spieler/innen-LIVE-Interview führen wird.

Am Abend beehren uns die „Swinging KlezMen“ um 19.30 Uhr wieder mit ihrem (fast schon) traditionellen Open-Air-Konzert im Schulhof des CEG. Sebastian Geyer, Simon Steinberger und Leo Breuer – alle drei ehemalige Schüler unserer Schule – bieten eine unterhaltsame und musikalisch anspruchsvolle Mischung aus Klezmermusik, Swing und Jazz. Das Kommen lohnt sich!klezmen

Die beiden Veranstaltungen bilden an diesem Tag nicht zuletzt deshalb eine Einheit, da Simon Steinberger 2011 mit dem ersten Arbeitskreis die SoR-SmC-Tradition am CEG mit begründet, Kontakt zu unserer Schulpatin hergestellt und in den ersten Jahren unser „SoR-Leben“ maßgeblich mitgestaltet  hat.

Wir freuen uns auf Euer/Ihr zahlreiches Erscheinen bei beiden Veranstaltungen! (Für den AK „Schule ohne Rassismus- Schule mit Courage“: J. Götzelmann, C. Corpus, M. Herrmannsdörfer, G. Kuen)

Internationale Wochen gegen Rassismus – Beteiligung des CEG

geistBereits zum fünften Mal beteiligt sich das Christian-Ernst-Gymnasium in diesem Jahr wieder aktiv an den „Internationalen Wochen gegen Rassismus“, die vom 16. bis zum 28. März 2015 auch in Erlangen stattfinden.

Sie wurden am Montag, dem 16. März 2015, um 9.30 Uhr auf unserem Schulhof durch die Erlanger Bürgermeisterin Susanne Lender-Cassens und den Organisator Till Fichtner vom Ausländer- und Integrationsbeirat offiziell eröffnet.  Bei dieser Gelegenheit wurde auch ein großes Comic-Plakat des Berliner Künstlers Flix präsentiert, das im Rahmen des Projekts „Kommunikation für Vielfalt – Gemeinsam gegen Vorurteile“ entstanden ist und – wie auch an den anderen Erlanger „Schulen ohne Rassismus – Schulen mit Courage“ – während der zwei Wochen auf dem Schulhof zu sehen sein wird.

Am selben Tag folgte bereits unser Beitrag zur Veranstaltungsreihe der Erlanger Wochen gegen Rassismus – ein eindrucksvoller musischer Abend unter dem Motto „‘Der Geist reißt die Mauern nieder‘ – Impulse zum Nachdenken über (inter-) religiösen Respekt“. Nicht die Diskussion, sondern die Inspiration stand im Mittelpunkt des Abends stehen. Umrahmt von klangvollen und inhaltsreichen Liedern des Klezmertrios „Swinging KlezMen“ (ehemalige Schüler des CEG) wurden gemeinsam mit Gedichten, Texten und einer Sprechmotette – ausdrucksstark gelesen von Schülerinnen und Schülern aus den 8. bis 11. Klassen –  verschiedene Facetten des Themas des interreligiösen Respekts beleuchtet. Zu Gast war Frau Dr. Rajaa Nadler vom Zweckverband Synagoge Ermreuth, die im Gespräch mit Schülerinnen und Schülern aus ihrem multireligiös geprägten Leben erzählte. Bilder von der Veranstaltung finden Sie unter „CEG im Bild“.

Ein (weiterer) Höhepunkt der Wochen gegen Rassismus wird eine Kundgebung unter dem Motto „Bunt gegen Rassismus“ am Freitag, dem 27.03.2015, sein, an der wir als CEG hoffentlich – wie vor zwei Jahren schon – durch eine breite Beteiligung von Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und Eltern ein deutliches Zeichen gegen Ausgrenzung jeglicher Art setzen wollen. Die Demonstration wird um 17:30 Uhr am Rathausplatz mit einer kurzen Auftaktkundgebung starten, dann soll sich der Demonstrationszug vom Rathaus auf der Nürnberger Straße über den Hugenottenplatz bis zum Schlossplatz bewegen. Dort wird es gegen 18:15 Uhr eine Abschlusskundgebung geben, an der Vertreter der SOR-Schulen, der Stadt SMV und des Jugendparlaments sprechen werden. Danach geht es weiter ins E-Werk, wo im Anschluss im Saal und in der Kellerbühne ein Konzert unter dem Motto: „Laut gegen Rassismus“ mit lokalen Bands und Künstlern, Schulbands – auch unserer CEG-Band (!) – stattfinden wird.

Das Organisationsteam des CEG, bestehend aus dem AK „Schule ohne Rassismus“, der SMV und der Fachschaft Religion, würde sich – ebenso wie die Schulleitung – freuen, wenn die Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte unserer Schule durch ihre rege Teilnahme an den Veranstaltungen der Wochen gegen Rassismus zeigen, wie ernst es uns mit unserem Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ist. (G. Kuen)

„krea(k)tiv gegen Ausgrenzung“ – 4350 € für den Kinderfonds der Bürgerstiftung Erlangen!

Als „Schule ohne Rassismus“ engagiert sich das CEG seit einiger Zeit auch im Erlanger Netzwerk „MUTWERK Courage Erlangen“, das initiiert wurde von Pfarrer Mann von der ev.-reformierten Kirchengemeinde. Das Netzwerk hat für 2012 das Jahresthema „Aktiv gegen Ausgrenzung“ gewählt. Die zentrale Veranstaltung dazu fand am Samstag, dem 28.07.2012, in der Erlanger Innenstadt statt. Wir vom CEG haben dabei die Initiative ergriffen und unser für diesen Tag geplantes Sommerfest – in Kooperation mit den anderen „Mutwerkern“ – zu einem Aktionstag unter dem Motto „Auch DU gehörst dazu – kreaktiv gegen Ausgrenzung“ ausgeweitet.

Bei – Gott sei Dank – schönem Wetter wurden an dem Tag von Klassen, Musik- und Theaterensembles des CEG, aber auch von anderen Organisationen, die sich aktiv für Integration einsetzen (u.a. dem „Zentrum für Selbstbestimmtes Leben“, dem Ausländer- und Integrationsbeirat der Stadt Erlangen, dem Jugendparlament Erlangen, dem Seniorenbeirat, der Behindertenhilfe „Barmherzige Brüder“ in Gremsdorf, dem WEISSEN RING, dem BRK, der Polizei Erlangen) auf dem Schloss- und dem Hugenottenplatz sowie im Schlossgarten Aufführungen, Aktionen, Informationen und Kulinarisches präsentiert. Am Schulhof des CEG fand in Kooperation mit der Flugsportvereinigung Erlangen ein Eierfall-Contest statt. Mit unserer Schulpatin als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“, Katrin Müller-Hohenstein, die am Aktionstag wegen der gleichzeitig beginnenden Olympischen Spiele in London leider nicht persönlich dabei sein konnte, hatten wir in München zwei Videobotschaften aufgezeichnet, die zu Beginn der Veranstaltung am Schlossplatz und später beim Start des Sponsorenlaufs gezeigt wurden.

Höhepunkt des Aktionstags war ein „(Nordic-)-Walking-Sponsorenlauf“ durch die Stadt, bestens organisiert von den Sportkursen der Q11 sowie der Klasse 8c unter der Leitung von Frau Palder. Teilnehmen konnten Einzelpersonen, Familien und Gruppen aller Altersklassen, mit und ohne Handicap. Die Strecke war dafür bewusst barrierefrei geplant. Als prominente Teilnehmerin konnten wir Asha Noppeney gewinnen, die im Rahmen der „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ am CEG zwei Lesungen gehalten hatte. Frau Noppeney läuft trotz ihres Handicaps – sie ist seit ihrem 7. Lebensjahr beinamputiert – regelmäßig Nordic-Walking-Marathons zu Gunsten von Kinderprojekten. Außderdem beteiligten sich – neben etwa250 weiteren Läuferinnen und Läufern auch der Schirmherr des „Mutwerks Courage Erlangen“, Innenminister und MdL Dr. Joachim Herrmann sowie die „Sportbürgermeisterin“ der Stadt Erlangen, Frau Birgitt Aßmus. Am Ende wurde unter den Teilnehmern eine Reise zum Bayerischen Landtag nach München verlost, die Herr Dr. Herrmann spontan auf die ganze Klasse der Gewinnerin ausweitete! Außerdem wurden die originellsten Lauftrikots mit Eisgutscheinen prämiert.

Der Reinerlös unseres Aktionstags, incl. des Sponsorenlaufs in Höhe von 4350 € ist für den Sonderfonds „Kinderarmut“ der Bürgerstiftung Erlangen bestimmt.

Dass der Aktionstag so gut gelungen ist und so ein erfreuliches Spendenergebnis erzielt werden konnte, haben wir dem großartigen Engagement der Schülerinnen und Schüler, der Eltern und Lehrkräfte sowie unserer außerschulischen Partner zu verdanken! Außderm danken wir den Sponsoren der Veranstaltung:

Autohaus Pickel , BBBank Erlangen, Der Beck, Galeria Kaufhof, GEWOBAU, Flugsportvereinigung Erlangen, Hochtief Solutions AG, Intersport Eisert, Pusteblume Erlangen, Raiffeisen-Volksbank Erlangen, Reformhaus Kolbe, W. Schwarzmann Heizungstechnik (Eggolsheim), Sparkasse Erlangen.

Thementag „Internationales Fingerfood“

15 wagemutige Schüler/-innen packen’s im November 2011 an: im Rahmen eines Thementages bereiten sie „internationales Fingerfood“ zu. Nach einer Stunde kommt für alle Beteiligten eine leckeres Mittagessen heraus und der „harte Kern“ bereitet dann noch das Internationale Catering für den Elternsprechtag am Abend vor, das von Eltern und Lehrern mit Begeisterung angenommen wird.

Zuvor war im Oktober auf der zweiten Geburtstagsfeier des „SoR-SmC“-Gedankens am CEG auf der SMV-Fahrt der Kurs für die nächste Zeit ausgegeben worden. Das Projekt soll…

  • … Anlass für viele einzelne kreative und inhaltliche Akzente sowohl im Unterricht als auch in offenen AK-Angeboten sein.
  • … in einem längerfristigen, großen Projekt dauerhaft umgesetzt werden, um „SoR-SmC“ eine exponierte Stellung im Schulleben zu geben.
  • … in der Teilnahme an den jährlich stattfindenden „Erlanger Wochen gegen Rassismus“ erfüllt werden.