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Sozialkunde / Politik und Gesellschaft im Unterricht

 

Das Fach Sozialkunde wird im Schuljahr 2022/23 das letzte Mal ab der 10. Klasse beginnen und mit dem G8 auslaufen. Ab 2023/24 heißt es dann „Politik und Gesellschaft“ (PuG) und beginnt ebenfalls in der 10. Klasse. Es wird bis zur 13. Klasse als eigenständiges Fach fortgesetzt.

Im Fach Politik und Gesellschaft lernen Schülerinnen und Schüler, wie sie ihre Lebenswelt mitgestalten können, unter welchen Voraussetzungen wir in unserer Gesellschaft zusammenleben, wie politische Systeme funktionieren und welche internationalen Herausforderungen auf uns warten.

Dabei entwickeln sie die Kompetenzen, in demokratischer Weise gesellschaftliche Probleme aus politischer Perspektive zu analysieren, sich ein Urteil zu bilden und auf Basis eines eigenen Wertesystems aktiv an der Mitgestaltung unserer Welt teilnehmen zu können.

FAQ

 

Wird in Politik und Gesellschaft Parteipolitik betrieben?

Nein. PuG beschäftigt sich mit den grundlegenden Abläufen des politischen Betriebs sowie mit den Problemen und Herausforderungen der Gesellschaft. Dafür analysieren wir natürlich aktuelle Debatten und stellen auch Parteimeinungen vor. Dies geschieht aber immer in einer Darstellung repräsentativer Meinungen unterschiedlicher Parteien in der Diskussion. Eine abschließende Bewertung durch die Schule findet nicht statt.

Wodurch wird sichergestellt, dass Politik und Gesellschaft Politik nicht einseitig darstellt?

Alle Lehkrkräfte des Faches PuG sind dem sogenannten „Beutelsbacher Konsens“ verpflichtet. Dieser beinhaltet drei Regeln:

  • Überwältigungsverbot
    Der Unterricht indoktriniert nicht, sondern gibt ausreichend Hintergrundinformationen, die eine Analyse und Positionierung zum Thema ermöglichen.
  • Kontroversitätsgebot
    Was in der politischen Debatte kontrovers diskutiert wird, findet auch durch Darstellung unterschiedlicher Positionen im Unterricht in kontroverser Weise Platz
  • Schülerorientierung
    Der Unterricht verfolgt das Ziel, dass sich Schülerinnen und Schüler selbst zu einer politischen Frage Stellung positionieren können.
Wird die politische Meinung der Schülerinnen und Schüler benotet?

Ganz klar – Nein. Benotung findet immer nur auf Basis der Anwendung von Kompetenzen oder Reproduktion von Faktenwissen statt (Welche Fakten kennt ein/e Schülerin, wie baut er/sie die Argumentation auf, wie ist eine eventuelle Präsentation gestaltet etc.).
Politische Meinung darf im Unterricht kundgetan werden, sie wird aber nicht eingefordert.

Sie führen Projekte mit der Bundeswehr als Partner durch – wird in der Schule Werbung für das Militär betrieben?

Wir arbeiten seit Jahren mit den Jugendoffizieren der Bundeswehr in verschiedenen Veranstaltungen zusammen. Basis hierfür ist ein Kooperationsvertrag des Kultusministeriums mit der Bundeswehr. Die Jugendoffiziere sind dabei explizit keine Karriereberater („Rekrutierer“), sondern halten beispielsweise als Fachleute für Sicherheitspolitik Vorträge. Natürlich wird jede Veranstaltung auch im Unterricht kritisch vor- und nachbesprochen.

Dürfen Lehrkräfte ihre politische Meinung im Unterricht äußern?

Ja, sofern sie sich dabei an den „Beutelsbacher Konsens“ (siehe FAQ, zweite Frage) halten.

Fachschaft

 

Die Fachschaft Politik und Gesellschaft besteht momentan aus fünf Kolleginnen und Kollegen:

  • StD G. Schirmer (ständiger Stellvertreter des Schulleiters)
  • StD M. Götz (Seminarlehrer Politik und Gesellschaft / Grundfragen der staatsbürgerlichen Bildung)
  • OStRin M. Winterstein
  • StRin V. Röckelein 
  • StR W. Dorn (betreut mit den Aufgaben der Fachschaftsleitung Politik und Gesellschaft)

Lehrplan

Der Lehrplan des Faches Politik und Gesellschaft beginnt in der 10. Klasse und wird bis in die 13. Klasse fortgesetzt. Zunächst stehen dabei Mechanismen des politischen Systems und Beteiligungsmöglichkeiten im Vordergrund, bevor nationale und internationale Herausforderungen für die Politik besprochen werden.

Der Fachlehrplan der Oberstufe ist aktuell noch im Aufbau befindlich.

Interessierte können den Lehrplan auf der Homepage des ISB einsehen.

Projekte und Aktionen

In Kooperation mit mehreren externen Partnern finden am CEG jährlich mehrere Projekte im Fach Politik und Gesellschaft statt

Juniorwahl

Bei der Juniorwahl wird zu anstehenden Bundestags- und Landtagswahlen auch in der Schülerschaft gewählt – mit Wahlzetteln, die an die Originalwahlen angelehnt sind. Hier kann man den Wahlakt bereits im Vorfeld richtiger Wahlen kennenlernen, die Hintergründe zu Wahlen können besprochen werden und das Wichtigste: die Ergebnisse können im Anschluss an die echten Wahlen besprochen und analysiert werden. Nach jeder Juniorwahl ist das äußerst spannend.

Pol&IS

In Zusammenarbeit mit der Bundeswehr findet jährlich eine mehrtägige Schülerfahrt interessierter Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen statt, auf der in einem Planspiel „Politik und internationale Sicherheit“ von den Teilnehmenden die weltpolitische Situation in der UNO und im Weltsicherheitsrat nachgespielt wird. Es werden Verträge geschlossen, internationale Krisen angegangen und Reden im Plenum gehalten. Die Debatten verlaufen dabei häufig überraschend staatsmännisch, ein echter Gewinn für alle.

Konfliktplanspiel

Neu im Programm der 11. Klassen ist das „Konfliktplanspiel Syrien“, das als eintägige Veranstaltung interessierter Schülerinnen und Schüler der 11. Klasse die „Lücke“ in diesem Jahrgang schließt. Dabei wird nach einem Einführungsvortrag über die Hintergründe des Syrienkonflikts die Situation zu dessen Beginn nachgestellt und in ähnlicher Weise wie bei Pol&IS behandelt.

Sicherheitspolitischer Vortrag des Jugendoffiziers

Passend zum Lehrplan der 12. Klassen findet jährlich ein sicherheitspolitischer Vortrag durch die Jugendoffiziere statt. Die Themen sind dabei brandaktuell (z. B. Afghanistan, Syrien, Mail) und die anschließende Diskussion wird sehr kontrovers geführt.

Historisch-Politische Bildungsfahrt

Im Rahmen des G9-Lehrplans werden wir in der 11. Klasse eine Berlinfahrt mit historisch-politischem Schwerpunkt veranstalten. Die genauen Planungen sind noch am Laufen, mit Sicherheit kann hier aber genau das erwartet werden, was der Titel verspricht – Bundestag, Bundesrat, Holocaust-Denkmal, Museumsinsel. Wir sind gespannt und freuen uns schon.

Aktuelle Beiträge

 

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Indisch-Chinesischer Grenzkonflikt eskaliert…!

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Erfolgreiche Lehrerfortbildung mit der FAU

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Fünf Wochen lang beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10a intensiv mit dem Thema Terrorismus im Rahmen einer fächerübergreifenden Geschichte-Sozialkunde-Projekts. Sie setzten sich mit der Macht der Bilder und den verschiedenen...

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Hauptmann Erbrich beleuchtete für die Schülerinnen und Schüler unserer Q12 verschiedene Krisenherde - teils vor dem Hintergrund eigener Erfahrungen, die er während seiner Auslandseinsätze gesammelt hat. Das Themenspektrum reichte dabei beispielsweise von...

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Ein eher überraschender Wunsch, wenn er von zwei Menschen kommt, die in der Öffentlichkeitsarbeit tätig sind – doch alles der Reihe nach:Zwei Dozenten der bayerischen Informationsstelle gegen Extremismus waren am 11. Januar 2018 zu Gast am CEG, um mit den...

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Erlangen (ceg) – 100% Wahlbeteiligung. So oder zumindest so ähnlich würde wohl die Wahlbeteiligung ausfallen, wenn nur die Schüler des CEG an der Wahl zum Bundestag in diesem Jahr teilgenommen hätten. Im Rahmen des Sozialkundeunterrichts war es uns dieses Jahr...

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Dienstag, 20. Juni 2017 - eine 24köpfige Gruppe aus 10. und 11. Klässlern des CEG hat es geschafft, in den bayerischen Landtag eingeladen zu werden - was bei den streng limitierten Besucherzahlen gar nicht so einfach ist - und die "Politik zum Anfassen" begeisterte...

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Extrem komplex und verwirrend…

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„Ich wollte doch bloß frei sein“

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„Ich wollte doch bloß frei sein“ Mario Röllig, ein DDR-Zeitzeuge erzählt von weit mehr als vom Stasi-Knast Ein leichtes Raunen setzt ein, als die CEG-Schülerinnen und Schüler auf einen Zeitzeugen aus der ehemaligen DDR treffen. Vor ihnen steht ein jugendlicher,...

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"Sehr geehrter Herr Generalsekretär, sehr geehrte Weltbank, sehr geehrte Weltpresse, sehr geehrte Vertreter der NGOs und sehr geehrte Vertreter der Regionen!" Das ist umständlich- so die Reaktion vieler SchülerInnen, die täglich das Wort an die (simulierte)...

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Workshop Linksextremismus

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"WAS BRAUCHT ES, BIS EIN MENSCH AUSWANDERT UND ALLES HINTER SICH LÄSST?" Die Medienlandschaft ist seit Jahren voll mit Meinungen - oder sollte man besser sagen "Vorurteilen" ? - zum Thema Migration nach Deutschland. Die "Armutsflüchtlinge", wahlweise aus Rumänien oder...

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