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Projekttage

Mitte Februar finden jährlich am CEG in allen Jahrgangsstufen klassenübergreifende Projekttage statt. An drei Vormittagen (Mittwoch bis Freitag) widmen sich die Schüler/innen dabei einem übergeordneten Thema in verschiedenen Arbeitsgruppen und bei Exkursionen.

Die Rahmenthemen der einzelnen Jahrgangsstufen lauten dabei:

Jgst. Projekt
5 Thementage (Bsp. aus den letzten Jahren: Wasser / Mobilität)
6 Alltagsleben in der römischen Provinz
7 Vorbereitung auf den Skikurs
8 Kaiserreich und Erster Weltkrieg
9 Betriebspraktikum
10 Sozialpraktikum
11 Berufsinformationen (BuS / P-Seminare)
12 Abiturvorbereitung

Betriebspraktikum der 9. Klassen

Schüler/innen der 9. Jahrgangsstufe haben die Möglichkeit, im Rahmen eines dreitägigen Praktikums Erfahrungen in der Arbeitswelt Erwachsener zu sammeln. Die Tätigkeit sollte sich auf Unternehmen bzw. Betriebe und solche Einrichtungen beschränken, deren Hauptzweck eindeutig einen Bezug zu den Lerninhalten des Unterrichtsfachs Wirtschaft/Recht aufweist. Dementsprechend kommen große und mittelständische Unternehmen ebenso in Frage wie Gerichte, Anwaltskanzleien, usw. Dagegen sollten Kindergärten oder andere soziale Einrichtungen aus oben genanntem Grund außen vor bleiben und können stattdessen im folgenden Schuljahr im Sozialpraktikum besucht werden.

Die Teilnehmer sind während der Zeit des Praktikums von schulischer Seite unfallversichert, genauso wie an normalen Schultagen auch. Die Erziehungsberechtigten müssen lediglich die private Haftpflichtversicherung der Schülerinen und Schüler gewährleisten. Da das Praktikum mit den Projekttagen verknüpft ist, besteht in den darauf folgenden Winterferien die Möglichkeit, das in der Schulzeit begonnene Praktikum zu verlängern. Die Schülerinnen und Schüler suchen selbst nach geeigneten Praktikumsplätzen.

In der 9. Jahrgangsstufe bereitet das Thema Ausbildungs- und Berufswahl inhaltlich auf das Praktikum vor. Die Schülerinnen und Schüler lernen die Inhalte einer vollständigen Bewerbung ebenso kennen wie das Schreiben eines Lebenslaufs – hier ergeben sich auch Überschneidungen mit dem Fach Deutsch.

Das Praktikum wird im Unterricht vorbereitet und danach auch evaluiert. Die Lehrkraft gibt einen Praktikumsbericht an die Schülerinnen und Schüler aus, der neben den Erwartungen an das Praktikum und der Evaluation auch Raum für einen Bericht über Tätigkeiten während der drei Tage lässt. So können die gewonnenen Erfahrungen danach im Unterricht zielgerichteter ausgetauscht werden.

Sozialpraktikum der 10. Klassen

Im Rahmen der jährlichen Projekttage im Februar haben unsere Zehntklässer die Gelegenheit, ein Kurzpraktikum in einer sozialen Einrichtung (z. B. bei der Caritas, der Erlanger Tafel, der Bahnhofsmission oder einem Kindergarten) zu absolvieren, um Einblicke in besondere, teilweise schwierige Lebenssituationen, aber auch den Berufsalltag der im sozialen Bereich beschäftigten Menschen zu gewinnen.

Die Idee für dieses Praktikum geht zurück auf den Freiburger Professor für Theologie/Religionspädagogik an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe, Dr. Lothar Kuld. Er bezeichnet das Sozialpraktikum als Compassion-Projekt. Compassion meint hier soviel wie eine Haltung des Erbarmens und der Zuwendung, der Hilfsbereitschaft und Solidarität mit den Menschen, die sich nicht selbst helfen können.

Somit zielt das Sozialpraktikum in „zwei Richtungen“: Zum einen unterstützen die Schülerinnen und Schüler während ihrer drei „Arbeitstage“ in sozialen Einrichtungen behinderte Menschen, Kranke, Alte, Obdachlose, Asylsuchende, kleine Kinder und Menschen am Rand der Gesellschaft. Zum anderen sammeln sie für sich selbst wertvolle Erfahrungen im Umgang mit Menschen, mit denen sie im Alltag nicht in Berührung kommen und die auf Hilfe angewiesen sind.

Die Zusammenarbeit im Projekt erfolgt mit den Verantwortlichen der Caritas (kath. Kirche) und Diakonie (ev. Kirche) sowie mit anderen Trägern der Sozialarbeit und des Gesundheitswesens. Inzwischen haben wir dank der großzügigen und kompetenten Unterstützung dieser Träger ein großes Angebot von Praktikumsplätzen. Erfreulich ist auch, dass jedes Jahr durch das Engagement von Schülerinnen, Schülern und Eltern die Angebotspalette der Praktikumsplätze erweitert wird. Falls Eltern oder Schüler über die von uns angebotenen Praktikumsplätze hinaus Kontakte zu anderen sozialen Einrichtungen haben oder knüpfen wollen, lassen Sie uns dies bitte wissen!

Die Schüler/-innen werden im Religions- und Ethikunterricht in die Thematik eingeführt und suchen sich aus einem breiten Angebot einen Praktikumsplatz für drei Tage aus. Anschließend werden die Erfahrungen im Deutsch- und im Religions-/Ethikunterricht schriftlich und mündlich reflektiert. Für viele Schüler/-innen sind die drei Tage existenziell neue Erfahrungen, da sie erstmals ihre „heile Welt“ verlassen und feststellen, wie viel soziale Not es vor ihrer Haustür gibt.

Die Vorbereitung, Organisation und Durchführung liegt bei Frau Scheicher. Sie wird unterstützt von Kolleginnen und Kollegen der Fachschaft Religionslehre und anderer Fächer.

Projekttags-Berichte