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Große Politik im Schloss: CEG und EvBG beim Pol&iS-Planspiel in Schney

Große Politik im Schloss: CEG und EvBG beim Pol&iS-Planspiel in Schney

​Vom 22. bis zum 24. Juli 2026 verwandelte sich die Frankenakademie Schloss Schney in ein internationales diplomatisches Parkett. Gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern des Emil-von-Behring-Gymnasiums Spardorf (EvBG) tauchten unsere Jugendlichen im Rahmen einer gemeinsamen Schülerfahrt tief in das komplexe Gefüge der Weltpolitik ein. Auf dem Programm stand das renommierte Planspiel „Politik und internationale Sicherheit“ (Pol&iS), das in bewährter Kooperation mit der Bundeswehr durchgeführt wurde.

Schon bei der Ankunft auf Schloss Schney zeigte sich einmal mehr, warum dieser Veranstaltungsort bei unserer gesamten Schulgemeinschaft so geschätzt wird: Die hervorragende Betreuung vor Ort und das ausgezeichnete Essen schufen den perfekten Rahmen für drei intensive und fordernde Tage, die uns gewiss in bester Erinnerung bleiben werden.

Von UN-Generalsekretärin bis Weltbankchef: Die Vorbereitung

Nach dem Bezug der Zimmer startete das Planspiel direkt mit wichtigen Wahlen und Zuteilungen. So wurden unter anderem die Positionen der UN-Generalsekretärin, des Weltbankchefs, der internationalen Presse sowie der Nichtregierungsorganisationen (NGOs) besetzt. Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer übernahm eine verantwortungsvolle Rolle. Anschließend wurden die Staatschefs, Außenministerinnen und -minister sowie Wirtschaftsminister für insgesamt elf Weltregionen – darunter Schlüsselakteure wie die USA, die EU, Indien, Zentralasien oder Afrika – per Los bestimmt.

In den jeweiligen Landesteams hieß es zunächst: Bedürfnisse analysieren, Prioritäten setzen und eine gemeinsame Strategie entwickeln.

Die „Flugphase“: Wenn Diplomatie in Arbeit ausartet

In der darauffolgenden, hochdynamischen „Flugphase“ spürten die Jugendlichen hautnah, wie anstrengend und zugleich faszinierend globale Politik sein kann. Das Team teilte sich in fachspezifische Konferenzen auf:
Wirtschaftsminister und Wirtschaftsministerinnen feilschten um Geld, verhandelten über Handelsbeziehungen und versuchten beispielsweise für „Umweltschutz“, Müll zu verkaufen.
Außenminister und Außenministerinnen suchten nach gemeinsamen Antworten auf globale Krisen wie Terrorismus, internationale Aggressionen und drängende Weltprobleme.
Staatschefs und Staatschefinnen koordinierten die Teams, schlossen Verträge und Abkommen und bereiteten ihre Reden für das UN-Plenum vor.

Begleitet wurde das Geschehen kritisch und aufmerksam von der internationalen Presse, während die NGOs durch spitzfindige Fragen und kreative Protestaktionen für zusätzlichen politischen Druck sorgten.

Von überraschenden Allianzen und drohenden Konflikten

Die Verhandlungsrunden boten zahlreiche dramatische Höhepunkte und geopolitische Überraschungen. Besonders bemerkenswert waren unerwartete Bündnisschlüsse – etwa zwischen China und Japan sowie in den Regionen Zentral- und Südostasien. Doch die Simulation sparte auch Krisen nicht aus: So verlangten die massiven Herausforderungen des Drogenkrieges in Südamerika den Beteiligten einiges ab.

Zeitweilig stand das Planspiel sogar auf der Kippe, als ein beinahe ausgebrochener Krieg die Weltgemeinschaft in Atem hielt und Intrigen unter manchen Regionen die diplomatischen Reihen vor neue, unerwartete Aufgaben stellte. Hier zeigte sich die Stärke des Planspiels: Konflikte mussten am Verhandlungstisch und nicht auf dem Schlachtfeld gelöst werden.

Einhelliges Fazit der gesamten Teilnehmenden

Am Ende des Planspiels blickten erschöpfte, aber glückliche Jugendliche auf drei lehrreiche Tage zurück. Das Feedback der Teilnehmenden fiel durchweg positiv aus: Das Planspiel wurde von allen Seiten äußerst ernst genommen, was zu einem enorm hohen Realitätsgrad führte. Die Jugendlichen beschäftigten sich intensiv und reflektiert mit der Multiperspektivität internationaler Außenpolitik.

Ganz besonders hervorzuheben ist die äußerst kompetente Leitung und Durchführung des Planspiels durch das Betreuerteam der Bundeswehr: Unser herzlicher Dank gilt Herrn Hauptmann Glaser, Herrn Hauptmann Sahm, Herrn Hauptmann Neuner und Frau Hauptmann Wiethölter für ihre souveräne und empathische Begleitung. Auf Seiten der Schulen trugen Frau Winterstein und Herr Dorn (vom CEG) sowie Herr Hafner und Frau Teichmann (vom EvBG) gemeinsam mit den Bundeswehroffizieren dazu bei, dass diese Fahrt ein voller Erfolg für die gesamte Schulfamilie wurde.

Angesichts dieses rundum gelungenen Formats steht für uns fest: Schloss Schney und das Pol&iS-Planspiel – da kommen wir sehr gerne wieder hin!

Offen aus Tradition – und stark für die Heimat

Offen aus Tradition – und stark für die Heimat

Alljährlich begehen Mitglieder des Bundes der Vertriebenen sowie geschichtsinteressierte den „Tag der Heimat“. Bei diesem handelt es sich um ein zentrales Element der Erinnerungskultur bezüglich einer der größten Fluchtbewegungen der Menschheitsgeschichte: Die Vertreibung von knapp 16 Millionen Deutschen aus Ost-, Mittel-, und Südosteuropa nach dem zweiten Weltkrieg. Zeitgleich wird auch an die historischen Hintergründe erinnert: den Angriffskrieg des NS-Regimes und die damit verbundenen Gräueltaten.

Im Zuge des 80. Jahrestages dieser Ereignisse versuchte der Bund der Vertriebenen Erlangen erstmals, auch ein Jugendliches Publikum anzusprechen.

Und so waren neben Ehrengästen wie Dr. Konrad Körner (MdB), Walter Nussel (MdL), OB Florian Yannik sowie dem polnischen Generalkonsul Rafał Wolski auch zwei Schüler des CEG anwesend: Maximilian Schenkel und Aron Klemm vertraten das P-Seminar PuG (24/ 25) mit dem Projekttitel „Offen aus Tradition? Migrationsgeschichte(n) Erlangens im Dialog“.

Die Schüler stellten das im vergangenen Schuljahr erstellte Projekt, das sich in Form einer Wanderausstellung mit dem Thema Migration und Integration in Erlangen beschäftigt, vor. Sie betonten dabei die Vielschichtigkeit von Migrationserfahrungen, die sich – so die Schüler – nicht auf plakative politische Moralformeln reduzieren ließen. Beispielhaft wurde dieser Befund – passend zum Tag der Heimat – anhand von zwei konkreten Lebensgeschichten von aus dem Sudetenland und Schlesien geflohenen Personen vor Augen geführt. Videointerviews mit diesen Zeitzeugen, die auch Teil der Ausstellung sind, fungierten als digitale Ergänzungen.

Anschließend an die Veranstaltung wurde die ebenfalls im Redoutensaal aufgebaute Ausstellung unter regem Interesse besucht.

Insbesondere Generalkonsul Wolski und MdB Dr. Körner hoben die besondere Bedeutung der Ausstellung zur politischen Bildung und zur Geschichtskultur hervor.

Der Auftritt des P-Seminar am Tag der Heimat illustriert, wie das kulturelle Bewusstsein Deutschlands generationenübergreifend gepflegt werden kann.

Die Ausstellung „Offen aus Tradition? Migrationsgeschichte(n) Erlangens im Dialog“ kann unter www.offenaustradition.de besichtigt werden. Angesichts der internationalen Wochen gegen Rassismus im März 2026 wird die Wanderausstellung auch im CEG ausgestellt.

Planspiel Politik und Internationale Sicherheit „Pol&Is“ 2025

Planspiel Politik und Internationale Sicherheit „Pol&Is“ 2025

Vom 23. bis 25. Juli 2025 nahmen Schülerinnen und Schüler des Christian-Ernst-Gymnasiums am Planspiel Politik und Internationale Sicherheit „Pol&Is“ teil. Gemeinsam mit dem Emil-von-Bering-Gymnasium Spardorf – eine inzwischen zur Tradition gewordene Kooperation – verbrachten die Jugendlichen drei intensive Tage im Bildungshaus Schloss Schney in Lichtenfels.

Die Veranstaltung wurde von den Jugendoffizieren der Bundeswehr geleitet, die das Planspiel als reine Bildungsveranstaltung durchführten – durchgängig begleitet, unterstützt und reflektiert durch die mitgereisten Lehrkräfte. Das Bildungshaus bot mit seinem guten Service und der Verpflegung passende Rahmenbedingungen für die Arbeit.
Das Besondere an „Pol&Is“: Die Schülerinnen und Schüler übernahmen die Rollen politischer Akteure auf der Weltbühne. Als Staatschefs, Wirtschafts- und Staatsminister verschiedener Weltregionen – von Europa über Russland und China bis hin zu Südostasien, Afrika und Arabien – sowie als Vertreter des UN-Generalsekretariats, von NGOs und der Presse erhielten sie Einblicke in die Komplexität internationaler Politik.

In drei Tagen wurden vier sogenannte „Polis-Jahre“ durchgespielt. Dieser strukturierte Ablauf umfasste die Analyse der Weltlage, die Reaktion auf neue Ereignisse, interne Beratungen, Verhandlungen an der Börse und der Weltkarte sowie Reden im simulierten UN-Plenum. Dabei konnten die Teilnehmenden die Auswirkungen ihres Handelns am jeweils folgenden Polis-Jahr verfolgen.

Das Feedback am letzten Tag verdeutlichte die Lernerfolge: Die Teilnehmenden erkannten die Gleichzeitigkeit und Komplexität von Weltereignissen, lernten die Spielräume staatlicher und nichtstaatlicher Akteure kennen und entwickelten ein Verständnis für Interessenkonflikte und Lösungsansätze.

Die begleitenden Lehrkräfte beobachteten eine gute Gruppendynamik und stellten fest, dass bis spät in die Nacht über die Ereignisse des Tages diskutiert wurde. Die Jugendoffiziere hoben das Engagement der Gruppe und ihre konstruktiven Ideen hervor.

Unser Dank gilt den Jugendoffizieren für ihre professionelle Betreuung, dem Personal von Schloss Schney für die Versorgung, allen beteiligten Kolleginnen und Kollegen für ihr Engagement sowie unseren Schülerinnen und Schülern für ihr Interesse an politischen Zusammenhängen. „Pol&Is“ zeigte einmal mehr, dass politische Bildung anschaulich und nachhaltig vermittelt werden kann.

W. Dorn / M. Winterstein

Ein Stück deutscher Zeitgeschichte hautnah: Zeitzeuge Aribert Martin berichtet am Christian-Ernst-Gymnasium

Ein Stück deutscher Zeitgeschichte hautnah: Zeitzeuge Aribert Martin berichtet am Christian-Ernst-Gymnasium

Am Christian-Ernst-Gymnasium durften wir eine ganz besondere Veranstaltung erleben, die unsere Schülerinnen und Schüler beeindruckt hat: Herr Aribert Martin, ein ehemaliges Mitglied der Spezialeinheit GSG9, gab uns einen hautnahen Einblick in seine persönliche Geschichte und die dramatische Befreiung der entführten Lufthansa-Maschine „Landshut“ im Jahr 1977.

Die Veranstaltung wurde von unserem Kollegen Herrn Uschalt eröffnet, der die Entwicklung der Bundesrepublik von den 1950ern bis hin in die 1970er kurz skizzierte und dabei auf die Studentenbewegung und die Entstehung der RAF einging.
Mit den Ausführungen zu den Ereignissen des „Deutschen Herbstes“ übernahm Herr Aribert Martin selbst das Wort. Herr Uschalt moderierte das Gespräch. Herr Martin begann mit seinem persönlichen Werdegang und wie er zur GSG9 kam. Die beiden sprachen mit den Schülerinnen und Schülern auch über die schwierige Frage, wie die Gesellschaft und der Staat mit den Entführungen und Freipressversuchen der RAF umgehen sollten.
Der Kern seines Vortrages bildete jedoch die detaillierte Schilderung der Entführung der „Landshut“. Herr Martin zeichnete die tragische Route des Flugzeugs nach – von der Entführung auf Mallorca über Zwischenstopps in Italien, Zypern, Dubai und dem Süd-Jemen bis hin zur Ankunft in Mogadischu. Mit eindringlichen Worten berichtete er über die Landung in Aden und den Schock, den die Nachricht von der Ermordung des Flugkapitäns Jürgen Schumann durch die Entführer auslöste.

Spannend wurde es, als er die Situation in Mogadischu und die akribische Vorbereitung der Befreiungsaktion durch die GSG9 schilderte. Er ließ die Anwesenden teilhaben am Anschleichen an das Flugzeug und der minutiös geplanten und schließlich erfolgreichen Erstürmung, die die Geiseln rettete. Ein detaillierter, packender Bericht, der die Professionalität und den Mut der Einsatzkräfte deutlich machte.
Über den unmittelbaren Einsatz hinaus sprach Herr Martin offen über die psychischen Nachwirkungen und die fehlende Traumabewältigung für die Einsatzkräfte in der Zeit nach 1977. Besonders wertvoll für unsere Schülerinnen und Schüler war die Art und Weise, wie Herr Martin immer wieder Brücken zu ihrem eigenen Leben schlug. Er zeigte auf, welche Lehren man aus der Einstellung der GSG9, ihrem Zusammenhalt und ihrer Entschlossenheit für das eigene Handeln und für den Umgang mit Herausforderungen ziehen kann.
Die Veranstaltung schloss mit einer angeregten Fragerunde, in der die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit nutzten, ihre persönlichen Fragen an den Zeitzeugen zu richten.

Wir danken Herrn Aribert Martin von Herzen für diesen unvergesslichen und beeindruckenden Einblick in ein entscheidendes Kapitel deutscher Geschichte. Sein persönlicher Bericht hat das historische Ereignis lebendig werden lassen und unsere Schülerinnen und Schüler nachhaltig zum Nachdenken angeregt. Eine solche Begegnung mit einem Zeitzeugen ist von großem Wert für die historische und politische Bildung sowie die Persönlichkeitsentwicklung unserer jungen Menschen.

W. Dorn

Anne-Frank-Tag am CEG

Anne-Frank-Tag am CEG

Zum Gedenktag für Anne Frank am 12. Juni 2025 liegt uns ihre Geschichte am Herzen, die in einer Plakatausstellung zu sehen ist, die in den beiden Wochen vor den Pfingstferien im Schulgebäude zu finden ist.

Dank der freundlichen Unterstützung des Anne-Frank-Zentrums können wir eine informative Ausstellung präsentieren, die sich intensiv mit dem Leben von Anne Frank auseinandersetzt. Auf den bereitgestellten Plakaten können alle Schülerinnen und Schüler sowie interessierte Mitglieder unserer Schulfamilie durch Texte, Bilder und QR-Codes in das Leben und die Geschichte von Anne Frank eintauchen.

Die Ausstellung regt zum Nachdenken an, informiert und schafft ein tieferes Verständnis für die Schrecken der Verbrechen des Nationalsozialismus und die Bedeutung von Toleranz und Zivilcourage. Wir freuen uns auf eine rege Teilnahme der Schülerinnen und Schüler, die auch herzlich eingeladen sind, außerhalb des Unterrichts durch die Ausstellung zu gehen.

Herzliche Einladung zur interaktiven Ausstellung „Offen aus Tradition?“

Herzliche Einladung zur interaktiven Ausstellung „Offen aus Tradition?“

Liebe Schulfamilie!
 
Wir, das P-Seminar Politik und Gesellschaft, möchten euch herzlich zur Eröffnungsveranstaltung unserer interaktiven Ausstellung zum Thema „Migration“ einladen! 
 
Unter dem Motto „Offen aus Tradition? – Migrationsgeschichte(n) Erlangens im Dialog“ erzählt die Ausstellung die Geschichte der großen Migrationsbewegungen in und um Erlangen nach – von den Hugenotten 1686 bis zur Flüchtlingskrise 2015. 
 
Im Kernstück der Ausstellung, dem sogenannten „Dialograum“, werden die erzählten Geschichten anschließend gegenübergestellt – und laden so zur Reflexion über die Vielschichtigkeit von Migrationserfahrungen ein. 
 
Die Ausstellung basiert zudem auf interaktiven Elementen. Ihr könnt somit eure Gedanken, Geschichten und Anregungen aktiv einbringen und das Erlebnis mitformen! 
 
In der Eröffnungsveranstaltung am 06.05.2025 wird das Konzept noch einmal genauer erläutert. Zudem kommt es zu einem generationenübergreifenden Gespräch über die Auswirkung von Migration auf Familien. 
 
Als „Highlight“ fungiert eine Podiumsdiskussion, bei der Vertreter aus Politik, Journalismus und Geschichtswissenschaft über die Frage, wie „Offen“ Erlnagen tatsächlich ist, debattieren. Die Veranstaltung wird durch Herrn Lehnerers Band musikalisch umrahmt. 
 
Haben wir euer Interesse geweckt? Dann sind hier die genaueren Daten: 
 
Eröffnungsveranstaltung: 
 
Wann? 06.05.2025, 19:30 Uhr, 
Wo? Ev.-Luth. Pfarramt Altstadt, Bayreuther Str. 11
 
Zusätzliche offene Besuchszeiten:
 
07.05.2025, 17-20 Uhr
10.05.2025 10-18 Uhr 
 
 
Wir freuen uns auf euren Besuch!
 
Das P-Seminar Politik und Gesellschaft
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