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„Uns bringen alle Zeitzeugen und Dokumentationszentren nichts, wenn wir nicht selbst tätig werden.“

„Uns bringen alle Zeitzeugen und Dokumentationszentren nichts, wenn wir nicht selbst tätig werden.“

Am 06.07.2022 konnten wir endlich wieder Mario Röllig bei uns an der Schule begrüßen, der in den 10. Klassen eindrücklich seine Erfahrungen vom Leben in der DDR und der Verfolgung durch die Stasi berichtete.

Mario Rölligs Biografie ist dabei keine Einzelheit, seine Darstellung sehr nah an den Jugendlichen. Gerade im jugendlichen Alter, zwischen Schulabschluss, Berufseinstieg und erster großer Liebe, musste der gebürtige Berliner in einem krassen Einschnitt erleben, wie ihm zunächst Arbeit, dann Meinung genommen und er schließlich zum Verrat an seinen Mitmenschen gedrängt werden sollte. Äußerst mutig beschloss er dann, nicht zu kooperieren, und er versuchte zu fliehen, wurde aber an der Grenze gefangen und bekam den ganzen perfiden Unterdrückungsapparat der DDR hautnah zu spüren.

Für Schülerinnen und Schüler aus dem Jahr 2022 scheint so eine Zeit weit entfernt und fremd, umso eindrücklicher die Begegnung mit dem Zeitzeugen, der wie immer auch gerne Rede und Antwort am Ende seines Vortrags stand. Der Appell, wachsam zu sein, verhallte sicher nicht ungehört.

Wolfgang Dorn

Sicherheitspolitischer Vortrag: Afghanistan – und jetzt?

Sicherheitspolitischer Vortrag: Afghanistan – und jetzt?

20 Jahre war die Bundeswehr vor Ort in Afghanistan, immer wieder wurde das Mandat durch den deutschen Bundestag verlängert und schlussendlich ein überstürzter Abzug, der viele Fragezeichen hinterließ.

Am 25. Januar 2022 besuchten uns die Jugendoffiziere des Regierungsbezirks Mittelfranken für einen sicherheitspolitischen Vortrag. Zu (er)klären war einiges. Frau Seifert und Herr Erbrich stellten die bewegte Geschichte des Landes dar, gingen auf Ursachen und Auslöser für das deutsche Engagement vor Ort ein, berichteten von eigenen Erfahrungen und diskutierten sowohl die Sinnhaftigkeit eines solchen Einsatzes als auch die möglichen Konsequenzen aus dem Abzug sowie Alternativen zum militärischen Vorgehen.

Sehr anschaulich waren dabei vor allem die Dilemma-Situationen, denen man bei einer solchen Fragestellung ausgesetzt ist, egal ob als Mitglieder des Bundestages oder als (zukünftige) Wähler und Wählerinnen. Ergibt es Sinn, Frieden mit militärischen Mitteln herstellen zu wollen? Was aber, wenn man für friedliches Nationbuilding keine Sicherheit garantieren kann? Kann ein Nationbuilding denn überhaupt funktionieren? Sollte man Waffenlieferungen in Konfliktgebiete auf jeden Fall vermeiden? Was aber, wenn dort ein Genozid droht? Wer erhielte im Anschluss dann aber Zugriff auf die Waffen?

Erneut beeindruckt, wie schon die Jahre zuvor, waren die Jugendoffiziere über die Diskussionsfreudigkeit und Kontroversität der Debatte. Wir freuen uns, auch in Zukunft sicherheitspolitische Vorträge als festen Bestandteil unserer Oberstufenausbildung beizubehalten.

W. Dorn

Nach dem Abendessen noch schnell die Welt retten…

Nach dem Abendessen noch schnell die Welt retten…

Im Iran werden Drohnen abgeschossen, in Europa geht Freitags die Schülerschaft demonstrieren und Korea bastelt an Interkontinentalraketen, damit Atombomben die USA erreichen können – von Rassenunruhen in den USA oder dem Bundeswehreinsatz in Mali ganz zu schweigen:

Um die komplexen Zusammenhänge internationaler Politik und auch die Handlungsspielräume der beteiligten Staaten/Politiker wirklich zu verstehen, hat sich eine Schülerauswahl der 10. Jahrgangsstufe des CEG in die Rollen der Akteure der Weltpolitik begeben – èt voilá: Schon im zweiten Spieljahr z. B. konnte der UNO-Generalsekretär das „Retzbacher Klimaschutzabkommen“ aushandeln und damit den Klimawandel stoppen…

U. Keding

Impressionen von den Projekttagen 2019 der 8. Jahrgangsstufe – im Fach Geschichte

Impressionen von den Projekttagen 2019 der 8. Jahrgangsstufe – im Fach Geschichte

Drei Tage lang das „Leben im deutschen Kaiserreich“ erforschen, mit dem Schwerpunkt auf Sozial- und Wirtschaftsgeschichte – also der Industrialisierung in Deutschland.

Die Geschichtslehrer und -lehrerinnen haben dazu wieder einmal die Planungen der letzten Jahre überarbeitet, und so gab es diesmal neben „Merry Xmas“ als Filmanalyse zum ersten „industriellen“ Krieg, dem ersten Weltkrieg, an einem Tag eine Exkursion nach Nürnberg (Museum Industriekultur) bzw. ins Industriemuseum nach Lauf a.d. Pegnitz – eigentlich topp, dass hier viele Gegenstände zum „Erfassen“ und Verstehen einladen, z.B. eine 130 Jahre alte Dampfmaschine (Photo), aber die verschiedenen Rundgangsleiter haben das museale Potential unterschiedlich gut genutzt…

Der unbestrittene Höhepunkt war aber der Tag im CEG, bei dem im Rahmen eines Lernzirkels mit allen Sinnen, bei freier Zeiteinteilung, spielerisch und handlungsorientiert gearbeitet wurde – siehe Photos…

U. Keding

Das P-Seminar „Digitale Schulhausführung“ beim BR

Das P-Seminar „Digitale Schulhausführung“ beim BR

Neben vielen anderen Seminaren startete in diesem Schuljahr in der 11. Jahrgangsstufe auch das P-Seminar „Digitale Schulhausführung“ unter dem Leitfach Geschichte. Ziel unseres Seminars ist es, eine digitale Schulhausführung zu konzipieren und zu erstellen, die sich der multimedialen Möglichkeiten heutiger Technik bedient. So soll eine Brücke zwischen unserer Schul- und Schulhaustradition und dem modernen Leben unserer Schulfamilie geschlagen und ein Beitrag zur Ausgestaltung unserer Schule von und für die Schülerinnen und Schüler geleistet werden. Erfreulicherweise ist es uns gelungen, für dieses Projekt den Bayerischen Rundfunk als externen Kooperationspartner zu gewinnen und so vom hohen Kompetenzniveau im Bereich der technischen und konzeptionellen Gestaltung passender Medien und Inhalte profitieren zu können.

Zum Auftakt des Projekts wurden wir zum P-Seminar-Tag des Bayerischen Rundfunks ins Münchener Funkhaus eingeladen. Zunächst erhielten wir eine Führung durch das Funkhaus und konnten den Sendebetrieb live miterleben. Außerdem erhielten wir spannende Einblicke hinter die Kulissen der Produktion von Radioprogrammen. So konnten wir unter anderem Tonstudios erkunden. Im Anschluss stellten Schulen aus ganz Bayern im Beisein von Vertretern des BR, des Kultusministeriums und des Bayerischen Philologenverbands die Ergebnisse ihrer nun abgeschlossenen P-Seminar-Kooperationen mit dem BR vor. Auch hier war nicht nur die Bandbreite der Projekte, sondern insbesondere auch der Einblick in die Entstehungsprozesse sehr interessant.

Wir freuen uns auf die zukünftige Zusammenarbeit mit dem BR und auf die Arbeit an unserem Produkt und miteinander.

P-Seminar „digitale Schulhausführung“ (Geschichte) / StR Matthias Hohenberger

Steinzeit lebendig am CEG

Steinzeit lebendig am CEG

Am 17. und 18. September unternahmen unsere 6. Klassen im Rahmen ihres Geschichtsunterrichts eine Zeitreise in die Steinzeit. Dort lernten die Schülerinnen und Schüler nicht nur anhand anschaulicher Repliken von Ur- und Frühmenschenschädeln viel über die unvorstellbar lange Phase der Menschheitsgeschichte und die Entstehung des Menschen. Darüber hinaus erwarben die mutigen Zeitreisenden wichtige Fertigkeiten für den täglichen Überlebenskampf. Neben jungsteinzeitlichem Kochen, Töpfern und Schmuck-Anfertigen standen auch die altsteinzeitliche Werkzeugherstellung mit Feuerstein, Geweih und Holz sowie Feuermachen mit Feuerstein, Pyrit und Zunder auf dem steinzeitlichen Stundenplan. Heil und gut verköstigt konnten die Schülerinnen und Schüler ihre Rückreise in die Gegenwart antreten, wo sie nun ausgiebig auf ihre neu erworbenen Überlebenskünste zurückgreifen können. Wir danken für die Möglichkeit, dieses Projekt durchführen zu können, den Damen und Herren vom „Museum im Koffer“.

M. Hohenberger