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Das ist die beste Beschreibung für die Jugendchorfahrt nach Bozen im Mai 2019. Am Mittwoch – direkt nach der Schule – ging es auch schon los. Wir sind von Erlangen nach Nürnberg und von da über München nach Bozen gefahren. Schon alleine die Fahrt war chaotisch und aufregend, denn die Herausforderung war, mit 54 Leuten innerhalb von zehn Minuten in München umzusteigen. Nach sechs Stunden kamen wir am Hauptbahnhof in Bozen an – diese wunderschöne Stadt haben wir später natürlich auch ausführlich erkundet. Mit der Wahl der Jugendherberge hat sich Herr Barth dieses Jahr selbst übertroffen. Sie liegt direkt am Fuße der Berge, auf die man von unseren Balkons aus sehen konnte.

Am Donnerstag Punkt 8 Uhr morgens rief die Pflicht: Zwei Stunden anstrengendes Proben für unseren Auftritt bei der „Langen Nacht der Kirchen“. Doch nach der Arbeit folgte gleich das Vergnügen: Die Seilbahn brachte uns auf den Ritten, wo wir zu den Erdpyramiden wanderten. Wie schon am Donnerstag mussten wir auch am Freitag wieder pünktlich mit den Proben anfangen für den großen Auftritt, der am Abend stattfinden sollte. Das Musical „The greatest show“ des Bozener Jugendzentrum Papperlapapp mit Gesang, Schauspiel und Tanz verkürzte uns die lange Wartezeit. Die Stimmung war toll, wir haben alle fleißig mitgeklatscht und hatten großen Spaß. Wie auch in Deutschland gibt es „Fridays for Future“, Demonstrationen, bei denen zahlreiche Bozener Schüler und auch wir mitgemacht haben. Als Zeichen unserer Unterstützung haben wir uns im Gesicht blau-grün anmalen lassen.

Dann war es endlich so weit: Unser großer Auftritt, auf den wir seit Anfang des Jahres mit Mühe, aber auch viel Spaß hingeprobt haben. Wir hatten die große Ehre, die „Lange Nacht der Kirchen“ um 18 Uhr mit unserem Lied „Can you hear me“ zu eröffnen. Wie wir es uns alle erhofft hatten, war auch unser Konzert um 19:30 Uhr im Dom von Bozen ein voller Erfolg. Dabei hatten nicht nur wir Spaß, sondern auch das Publikum, was uns mit tosendem Applaus bestätigt wurde. Auch der Dekan des Doms und der Bürgermeister der Stadt Bozen waren von uns sehr angetan und freuten sich, uns als erste Jugendgruppe aus Erlangen (der neuen Partnerstadt Bozens) zu begrüßen.

Nach unserem Auftritt lauschten wir noch dem Konzert unserer Bozener Gastgeber, das uns ebenfalls begeistert hat. Am folgenden Tag besuchten wir das Ötzi-Museum und trafen anschließend unseren Partnerchor, um endlich auch gemeinsam etwas zu singen. Nach einer intensiven Probe mit Herrn Barth zeigten uns die italienischen Sängerinnen die beste Eisdiele der Stadt, wo wir uns stärkten, ehe wir die Bozener mit einem Flashmob auf dem berühmten Waltherplatz überraschten. Am Abend wurden wir zu einer leckeren Pizza in der besten Pizzeria der Stadt eingeladen, um am Ende des Tages festzustellen: Die Tage des Jugendchores in Bozen waren wirklich „the best day(s) of our lives“ (wie unser Lieblingschorlied hieß)!

Alice Hilgarth, Afsaraxanim Qasimova