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Lieder und Lichter erwärmen die Herzen in der kalten Vorweihnachtszeit. Von beidem erzählt das Lied „Silber und Gold“, mit dem das große Ensemble aller fünften Klassen (Leitung: Verena Stegemann und Christoph Steiner-Heinlein) den Reigen weihnachtlicher Konzerte am Christian-Ernst-Gymnasium eröffnete.
Festlich begann das Konzert mit dem Blechbläser-Ensemble unter der Leitung von Regina Scherer: einer frühbarocken Canzon von Hans Leo Haßler, gefolgt vom Winterklassiker „Let it snow“. Das Orchester der sechsten Klassen (Leitung: Verena Stegemann, Einstudierung der Bläser: Gerhard Schwemmer) griff mit „Frosty the Snowman“ die winterliche Thematik auf und zeigte mit dem Filmmusikstück „Somewhere in My Memory“, mit welcher Klangschönheit die Schülerinnen und Schüler bereits in der Unterstufe musizieren.
Weihnachtliche Botschaften verkündeten die Beiträge der Chöre unter der Leitung von Philipp Barth. Das Chorensemble der sechsten Klassen ließ auf das Weihnachtslied „Gabriel’s Message“ ein raffiniertes Arrangement folgen, das drei Themen aus dem berühmten „Halleluja“ von Georg Friedrich Händel verarbeitet. Der Chor der siebten und achten Jahrgangsstufe trug neben der „Winterzeit“ von Christoph Müller auch ein „Carol“ vor: „Calypso Carol“, das Kirby Shaw mit afro-kubanischen Elementen versehen hat.
Zum ersten Mal erhielten die Bläser der siebten und achten Klassen unter der Leitung von Bernd Aschmoneit ein eigenes Podium. Sie präsentierten zwei Stücke im Bigband-Sound: eine jazzige Version von „Silent Night And All That Jazz“ sowie „Santa’s Got A Brand New Bag“.
Der von Julian Bobe dirigierte Jugendchor leitete mit „Cantate Domino“ von Nancy Hill Cobb und dem Spiritual „Little David, Play on Your Harp“ über zu den barocken Klängen des Orchesters der siebten und achten Klassen unter der Leitung von Christine Barth. Dieses Ensemble berichtete in vollem Klang von alten Zeiten: Auf die berühmte Sarabande von Händel folgte vor dem gemeinsamen Schlusslied eine „mittelalterliche Legende“, ein mitreißender Orchestersatz des amerikanischen Komponisten Michael Story.

Die Schülerinnen und Schüler des Christian-Ernst-Gymnasiums verbreiteten jedoch nicht nur im Rahmen festlicher Konzerte weihnachtliche Stimmung. Auf Vermittlung der ehemaligen Kollegin Gabriele Bergmann musizierte ein von Andreas Englhardt einstudiertes Kammerensemble im Vorfeld des Weihnachtskonzertes bei einer Weihnachtsfeier des Malteserstiftes und erhellte die Herzen der dortigen Bewohnerinnen und Bewohner.

Ganz im Zeichen von „Carols and lights“ stand das Weihnachtskonzert am 18.12.2025. Neben dem roten Faden englischsprachiger Weihnachtsmusik sorgte die Technikgruppe unter der Leitung von Martin Lehnerer für eine geschmackvolle Illumination der Matthäuskirche.
Das Blasorchester unter der Leitung von Regina Scherer eröffnete unter anderem mit „A Christmas Carol“ von Alan Silvestri den Reigen englischer Weihnachtslieder. Einen starken Kontrast setzte das Cello-Ensemble unter der Leitung von Christoph Steiner-Heinlein: In der Komposition „Frostbite“ der amerikanischen Komponistin Erica Donahoe entstanden eindrucksvolle Bilder kalter Winterstürme.
Neben klassischen Carols – im Mädchenchor „Wassail“ in einem Arrangement von John Edwards sowie im Kammerorchester „The Holy Boy“ von John Ireland – feierten beide Auswahlensembles des CEG den 90. Geburtstag des estnischen Komponisten Arvo Pärt. Der Mädchenchor trug dessen Vokalsatz „Peace upon you, Jerusalem“ präzise und klangschön vor, während das Kammerorchester die Streicherversion von „Summa“ mit langem Atem gestaltete.
Englische Komponisten standen auch am Ende des Konzertes im Mittelpunkt. Der von Julian Bobe und Philipp Barth geleitete Große Chor sang „Open Thou Mine Eyes“ von John Rutter, begleitet vom Großen Orchester bei „Joy to the World“. Mit festlicher Unterstützung eines Blechbläser-Ensembles erklang die doppelchörige Motette „In dulci jubilo“.
Auch Edward Elgars Märsche „Pomp and Circumstance“ stammen aus England. Das Große Orchester unter der Leitung von Andreas Englhardt (Satzproben: Adam Lord und Bernd Aschmoneit) brachte die Märsche Nr. 1 und Nr. 4 klangvoll zu Gehör. Weniger bekannt ist, dass die Ohrwurm-Melodie des ersten Marsches als Lied mit weihnachtlicher Friedensbotschaft im katholischen Gesangbuch zu finden ist. Mit dem Text „Frieden suchen wir, wer hört unsre Bitte und den Ruf Shalom? Komm in unsre Mitte, Gott des Friedens, komm!“ stimmte schließlich das gesamte Publikum singend in die symphonische Hymne ein.

Am letzten Tag vor den Weihnachtsferien beschloss das Treppenhauskonzert mit Auftritten von Bigband und Blasorchester den Reigen der weihnachtlichen Konzerte am Christian-Ernst-Gymnasium und entließ die Schulfamilie festlich eingestimmt in die Feiertage.

Christoph Steiner-Heinlein
Fotos: Yong Min Lee, Jona Sibilitz, Diego Sindbert

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