19.01.2017 | CEG Aktuell, Fachschaft Chemie
Im Verlauf eines Jahres haben sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Seminars, ausgehend von einer ersten Sichtung des riesigen Angebotes an Chemie-Videos im Internet, intensiv mit den Lehrplänen der Chemie des Musischen Gymnasiums beschäftigt. Diese Vorarbeit ermöglichte dann die Auswahl eines zentralen Experimentes für eine professionelle Erstellung eines Videos mit Unterstützung von frisbee-Medien, ILI (Institut für Lern-Innovation) und der FAU Erlangen-Nürnberg. Darüber hinaus war damit aber auch der Ehrgeiz gelegt, sich in kleineren Gruppen zusammenzutun, um eigene Filme von selbst gewählten Experimenten zu erstellen. Bis ins Detail wurden die Experimente für eine Aufnahme vorgeplant, optimiert und schließlich aufgenommen. Dazu gehörte dann aber auch die Erstellung eines minutiösen Drehbuches, um es als Lehr-Video im Unterricht einsetzen zu können. Erklärungen mussten animiert, der Text eingesprochen werden. Schließlich sollte es auch noch von einem Intro/Outro, Musik und eigenem Logo umrahmt werden.
Das ist jetzt alles geschafft und will in die Öffentlichkeit! Deshalb freuen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Seminars schon jetzt auf die Präsentation ihrer Ergebnisse am Mittwoch, den 8. Februar 2017, ab 19 Uhr in der Aula vor hoffentlich vielen Interessierten.
13.08.2016 | CEG Aktuell, Fachschaft Biologie, Fachschaft Chemie
Die spöttische Bezeichnung „Pfeffersack“ für einen Kaufmann stammt aus dem Mittelalter: In dieser Zeit war der Pfeffer sehr teuer, von geschickten Händlern konnten hohe Gewinne erzielt werden. Die Pfefferpflanze (piper nigrum) ist eine Kletterpflanze, deren Blüten nach der Bestäubung und Befruchtung Steinfrüchte bilden, die Pfefferfrucht. Die Pflanze benötigt immerfeuchtes Tropenklima. Nur dort kann sie angebaut und geerntet werden. Bis zum Verkauf in Europa hatte der Händler mit seiner Pfefferfrucht früher eine lange und gefährliche Reise hinter sich gebracht.
„Geh dahin wo der Pfeffer wächst!“ sagt man zu jemandem, den man möglichst lange nicht wiedersehen möchte – die indischen Tropen als früheres Anbaugebiet des Pfeffers waren für normale Menschen unerreichbar. Pfeffer ist seit der Antike das meist verbrauchte Gewürz und wird weltweit hauptsächlich zum Schärfen und Aromatisieren verwendet, macht aber die Speisen auch verdaulicher. Die früheste Erwähnung des Pfeffers findet sich in alten indischen Sanskritschriften: Hier steht das Wort „pippali“ für Pfeffer.
Marie Opel, Abiturjahrgang 2014/2016, untersuchte in ihrer W-Seminararbeit (Biologie) die Gewürzpflanze Schwarzer Pfeffer. Sie erarbeitete anhand der Fachliteratur die äußeren Merkmale, ihre Taxonomie sowie die Kultivierung der Pflanze. Sie fertigte mikroskopische Schnitte der Blätter und Stängel an und konnte aus dem Bau auf die Angepasstheit der tropischen Kletterpflanze an ihren Standort schließen. Zum Nachweis bestimmter Inhaltsstoffe führte sie u. a. die Wasserdampfdestillation sowie Farbreaktionen durch.
Der Gründer der Firma Haribo (Dr. Hans Riegel, Bonn) lobt jedes Jahr Preise für Naturwissenschaften aus, zum Beispiel für W-Seminararbeiten im Fach Chemie. Reicht man sie ein, werden sie von Professoren der Universität Erlangen – Nürnberg beurteilt. So gewann Marie Opel mit ihrer Arbeit über den Schwarzen Pfeffer im Juli 2016 den dritten Preis! Wir freuen uns, dass bereits zum zweiten Mal ein(e) Schüler(in) im Fach Chemie diesen Preis gewonnen hat und gratulieren Marie zu ihrer gelungenen Seminararbeit!
Kursleiterin Barbara Schönig im Namen der Fachschaft Chemie und Biologie
11.07.2015 | Fachschaft Chemie
Yannick Wingerter aus der Q12 hatte vor Kurzem doppelten Grund zum Feiern. Zum Einen war da sein gerade bestandenes Abitur, zum Anderen zählte er zu den diesjährigen Preisträgern der Dr. Hans Riegel-Fachpreise 2014/15. Er erzielte mit seiner Arbeit „Silane und ihre Eignung als Kraftstoff“ aus dem W-Seminar „Chemie rund ums Auto“ den 1. Platz im Bereich Chemie. Der Preis wurde ihm von Prof. Dr. Jürgen Schatz (Organische Chemie der FAU) und Marco Alfter (Dr. Hans Riegel-Stiftung) überreicht.
Die Jury lobte bei diesem exotischen Thema sowohl Yannicks theoretische Abhandlung als auch seine experimentelle Sicherheit bei der Handhabung der problematischen Substanzen. Die Dr. Hans Riegel-Fachpreise werden jährlich – in Zusammenarbeit mit der FAU Erlangen-Nürnberg – in den Bereichen Chemie, Geographie, Mathemaik und Physik vergeben.
Yannick konnte sich mit seiner Arbeit gegen 30 weitere Bewerber behaupten. Zu seinen Mitbewerbern zählte auch Johannes Duggen, der ebenfalls im W-Seminar „Chemie rund ums Auto“ seine Seminararbeit zum Thema „Der Bleiakkumulator“ verfasst hatte.
Wir gratulieren zu diesem Erfolg ! Die Fachschaft Chemie