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Latein am CEG

 

Warum Latein?

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Sicher muss man in Latein genau hinschauen und Einiges lernen, wie bei jeder anderen Fremdsprache auch. Andererseits ist der Wortschatz begrenzt, eben weil sich die Sprache nicht mehr entwickelt, und die Aussprache ist kein Problem, weil man genauso spricht wie man schreibt. Die Fähigkeiten, die man für’s Lateinlernen braucht, werden beim Lernen auch eingeübt: aufmerksames, langsames Lesen, Tüfteln, zielgerichtetes Denken beim Suchen geeigneter Lösungsansätze, Genauigkeit, Ausdauer – Qualitäten, die man auch anderweitig gut brauchen kann und die später im Berufsleben gefragt sind. Latein ist übrigens die ideale Ergänzung zu Englisch. Denn im Englischunterricht lernt man beispielhaft, wie man sich eine moderne Fremdsprache mit aktiver Sprachbeherrschung eher vom Hörverstehen her aneignet, während man im Lateinunterricht lernt, wie man sich eine Sprache systematisch, mehr von der Grammatik her erarbeiten kann. Beide Sprachen zusammen sind nützliche Grundlagen, um später weitere Sprachen, nicht nur die schon erwähnten romanischen, schneller erlernen zu können.
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Und ob! Denn die Fähigkeiten, bei einer Sprache auch die Grammatik zu durchschauen, Texte sehr genau zu lesen und sie sprachlich und inhaltlich zu interpretieren, kann man gut auf das Deutsche und auf jede andere Sprache übertragen. Du wirst sicher überrascht sein, wie sich dein Gefühl für Sprache und dabei natürlich besonders das Deutsche entwickelt. Du wirst es beim Aufsatzschreiben merken!

Und auch für die anderen Fächern bringt mir Latein etwas. Latein ist so eine Art “Trimmpfad des Geistes”, der mich über den eigenen Wert der Sprache hinaus fit macht für andere Aufgaben. Latein ist, um es “neu-deutsch” (= lateinisch) auszudrücken, “multi-funktional”. In seiner Vielseitigkeit ist Latein durch kein anderes Fach so leicht ersetzbar!

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warumlatein06Es ist natürlich richtig, dass Latein nirgends mehr als Muttersprache gebraucht wird, doch sie nur deshalb als “tote Sprache” zu bezeichnen, ist sehr oberflächlich. Zum einen lebt sie ja in den romanischen Sprachen – Italienisch, Spanisch, Portugiesisch, Französisch und Rumänisch – heute noch weiter, zum anderen ist Sprache schließlich mehr als nur ein Mittel, um sich zu unterhalten. Sie ist die Grundlage für das Denken und die Kultur aller, die sie sprechen bzw. gesprochen haben. Sie in ihrer Vielfalt kennen zu lernen, darauf wird im Lateinunterricht der Schwerpunkt gelegt, weil man nicht so viel Zeit zum Üben der aktiven Sprechfertigkeit braucht wie bei modernen Fremdsprachen.

Die Inhalte der Texte, mit denen wir uns beschäftigen, handeln vom Alltagsleben, von den Mythen, der Geschichte, dem politischen und religiösen Leben der Römer – unserer Zeit scheinbar fremd und – du wirst staunen! – doch auch so vertraut, weil unsere heutige europäische Kultur ja zu einem beträchtlichen Teil aus der griechisch-römischen hervorgegangen ist. Latein hilft also, die eigenen Wurzeln kennen zu lernen.

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Du kannst Latein von der 6. bis zur 10. Klasse lernen und hast damit das (Große) Latinum, das man für manche Studienfächer braucht. Aber natürlich kannst du Latein auch in der Qualifikationsphase (11 und 12) belegen und sogar darin dein Abitur machen – schriftlich oder mündlich. Außerdem hast du die Möglichkeit, nach der 9. Klasse entweder Englisch oder Latein zu Gunsten von Italienisch in der 10. bis 12. Klasse abzulegen und dabei unmittelbar erfahren, wie wertvoll Latein als Grundlage für das Italienische ist.

Die Zeiten von nur “Buch auf, wir übersetzen!” sind heute Gott sei Dank vorbei! Zwar steht natürlich die Beschäftigung mit Texten, die sorgfältig übersetzt werden müssen, im Vordergrund, aber das Übersetzen geschieht in vielerlei Formen von Einzel- bis Gruppenarbeit sowie Freiarbeit und wird begleitet von Spielen, Rätseln, Diskussionen sowie Filmen, Bildern und Erzählungen aus dem Leben in der Antike. Um das näher kennen zu lernen, machen wir uns nach dem Motto “learning by doing” ab und zu ein römisches Frühstück und unternehmen auch Exkursionen “auf den Spuren der Römer” in die nähere und weitere Umgebung: Wir fahren z. B. zu den Thermen nach Weißenburg, nach Trier und sogar nach Rom. Du wirst sehen, Latein macht richtig Spaß!

 

Projekte und Exkursionen

Herstellung von WachstäfelchenTraditionell finden am CEG an den letzten drei Schultagen vor den Frühjahrsferien Projekttage statt. Da in der 6. Jahrgangstufe Latein als neues Fach hinzukommt, stehen diese Tage für die 6. Klassen unter dem Thema „Römisches Leben in der Provinz“. Neben verschiedenen Theoriekursen (z.B. römische Musik, römisches Schreiben) und praktischen Workshops (z.B. Herstellen von Wachstäfelchen, Legen von Mosaiken) wird auch eine halbtägige Exkursion durchgeführt. Ziele sind dabei Weißenburg mit dem Limes-Informationszentrum, das Historische Museum in Regensburg, das Germanische Nationalmuseum und der Römerpark Ruffenhofen mit dem Limeseum.

 

Grundwissen und Lehrplan Latein

Die Grundwissenskataloge Latein können Sie hier laden:

Grundkenntnisse Latein1.5 MBbisher 945-mal geladen
Grundwissen Latein Grammatik 6334.7 KBbisher 1182-mal geladen
Grundwissen Latein Grammatik 7814.0 KBbisher 1257-mal geladen
Grundwissen Latein Grammatik 8456.7 KBbisher 796-mal geladen

Hier kommen Sie direkt zu den Lehrplänen des Faches Latein:

 

Unser Lehrbuch Latein

Für die Klassen, die nach dem neuen LehrplanPLUS im neunjährigen Gymnasium unterrichtet werden, haben wir uns in der Fachschaft nach eingehender Prüfung für die Reihe “Campus C – neu” entschieden. Sie wird ab dem Schuljahr 2018/19 mit der 6. Jahrgangsstufe eingeführt.

Zu dem Lehrwerk, das neu erarbeitet wurde und nun schrittweise bis zur 8. Klasse weiterentwickelt wird, bietet der Verlag eine Reihe von Hilfsmitteln an. Sie können im Einzelfall hilfreich sein, sind aber keine Voraussetzung für eine erfolgreiche Lateinlaufbahn:

  • Training C – neu: Training C1 mit Lernsoftware (= Arbeitsheft)
  • Campus C – neu: Wortschatztraining C1
  • Campus C – neu: click & study 1 (= digitales Schulbuch)

Diese und weitere Materialien finden Sie unter www.ccbuchner.de.

Für das G8 wird in der Spracherwerbsphase die Lehrwerksreihe “Cursus B” genutzt. Das Lehrwerk läuft mit dem Schuljahr 2019/20 aus.

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Zu dem Lehrwerk sind folgende Hilfsmittel erschienen, die im Einzelfall hilfreich sein können, aber keine Voraussetzungen für eine erfolgreiche Lateinkarriere sind:

Arbeitshefte Cursus B 2, 3
Cursus Vokabelheft

Näheres bei www.oldenbourg.de/osv und www.ccbuchner.de

 

Schulaufgabenkorrektur und allgemeine Hinweise zu den Schulaufgaben

Im Sinne der Transparenz der Korrekturen von Schulaufgaben haben wir uns in der Fachschaft Latein auf einheitliche Korrekturzeichen geeinigt, damit Schüler/-innen und Eltern nicht nur die Bewertung besser nachvollziehen, sondern auch anhand der Art der Fehler individuelle Verbesserungsmöglichkeiten erkennen können. Die Korrekturzeichen mit entsprechenden Tipps zur Verbesserung können unter Service-Downloads als pdf-Datei heruntergeladen werden.

Weitere Hinweise zur Gestaltung der Schulaufgaben:

  1. Alle Schulaufgaben haben einen Aufgabenteil.
  2. Die Übersetzung zählt in der Grammatikphase (6., 7., 8. JGS) dreifach, in der Lektürephase (ab der 4. Schulaufgabe der 8. JGS) zweifach, der Aufgabenteil jeweils einfach. Bei x,5 wird aufgewertet.
  3. Der Übersetzungstext orientiert sich in der Grammatikphase eng an Lektions- und Übungstexten, die im Unterricht behandelt wurden.
  4. Der Aufgabenteil enthält aus dem Unterricht bekannte Übungsformen und Fragen zur römischen Kultur (s. Lehrbuch).
  5. In der 6./7. Klasse geht es vor allem um Genauigkeit (Singular/Plural, Zeiten, Bedeutungen).

 

Zugelassene lateinische Wörterbücher

Ab der 10. Klasse (G8) kann man für schriftliche Prüfungen eines der folgenden zugelassenen Wörterbücher verwenden:

  • Heinichen, Lateinisch-Deutsches Schulwörterbuch, 10. Auflage / Unveränderter Neudruck (zuletzt Stuttgart 1993)
  • Langenscheidts Großes Schulwörterbuch Lateinisch-Deutsch, bearbeitet v. E. Pertsch auf der Grundlage des Menge-Güthling, erweiterte Neuauflage (zuletzt Berlin/München/Wien/Zürich1983); auch: Neubearbeitung 2001
  • Langenscheidt Großes Schulwörterbuch Lateinisch – Deutsch Klausurausgabe, 1. Auflage 2009
  • Langenscheidt Abitur-Wörterbuch, Latein-Deutsch, 1. Auflage 2014
  • Stowasser, Lateinisch-Deutsches Wörterbuch (zuletzt Wien/München 1994)
  • Der kleine Stowasser, Lateinisch-deutsches Schulwörterbuch (zuletzt München 1994)
  • Stowasser, Lateinisch-deutsches Schulwörterbuch, 1. Auflage 2016
  • Pons Globalwörterbuch lateinisch-deutsch, 2., neubearbeitete Auflage 1986; korrigierter Nachdruck 1987 [vergriffen]
  • Pons Wörterbuch für Schule und Studium, lateinisch-deutsch, 2., neubearbeitete Auflage 1986 / Nachdruck 1999 / 3. neu bearbeitete Auflage 2003 (Nachdrucke 2004-2006)
  • Pons Wörterbuch für Schule und Studium, Latein-Deutsch, 1. Auflage 2007 / 1. Auflage 2012 / 1. Auflage 2016

Die Prüfungsaufgaben werden so erstellt, dass jedes der Wörterbücher gleichermaßen hilfreich ist, d. h. man hat keinen Nach- oder Vorteil durch ein bestimmtes Wörterbuch. Dennoch ist das Arbeiten im Klassenzimmer leichter, wenn die Schüler mit demselben Wörterbuch arbeiten; eure Lateinlehrer empfehlen euch daher einen bestimmten Titel zur Anschaffung. Fragt doch bei älteren MitschülerInnen oder bei Abiturientinnen / Abiturienten nach, ob jemand sein Wörterbuch verkaufen will.

 

Lerntipps Latein

Lernkarte-LateinLiebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern,

Erfolg in Latein hängt stark davon ab, dass man die Bausteine dieser Sprache sicher beherrscht. Deshalb muss man von Anfang an sorgfältig den lateinischen Wortschatz lernen und wiederholen. Hier sind einige Lerntipps dafür:

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  • Vokabelkärtchen sind eine gute Methode: Auf der einen Seite steht oben der lateinische Begriff und unten rechts die Wortschatznummer, auf der Rückseite die deutsche Entsprechung.
  • Außerdem könnt ihr in einer Vokabelkartei die Kärtchen nach Wörtern sortieren, die ihr sicher beherrscht, bis hin zu Wörtern, die noch gar nicht sitzen; aber auch Wortarten lassen sich sortieren: z. B. alle Substantive (nach Deklinationen geordnet) auf einen Stapel, alle Verben (nach Konjugationen geordnet), alle „kleinen“ Wörter usw. So kann man einzelne Problemfelder gezielt wiederholen.
  • Schreibt jedes lateinische Wort vollständig mit allen Angaben (auch in Klammern) aus dem Wortschatz ab. Notiert auch immer gleich die deutschen Bedeutungen – nicht nur die fett gedruckte Grundbedeutung!
  • Es hilft, die neuen Wörter nicht nur still zu lesen, sondern sie auch immer wieder laut aufzusagen. Manche Schüler können sich die Vokabeln besser einprägen, wenn sie sich dabei bewegen (Auf- und Abgehen kann also helfen).
  • Wenn ihr bei der Wortschatzbesprechung und bei der Abfrage schon im Unterricht gut aufpasst, wird euch das Lernen zu Hause weniger Zeit kosten.
  • Lernt die Wörter sowohl deutsch-lateinisch als auch lateinisch-deutsch! Erst, wenn ein Wort in beiden Sprachrichtungen sitzt, habt ihr es wirklich gelernt.
  • In jedem Wortschatz gibt es Wörter, die ihr euch leicht merkt, und solche, bei denen es euch schwerer fällt. Baut euch zu diesen „schweren“ Wörtern „Eselsbrücken“:
    • Die erste Eselsbrücke ist eure Muttersprache: Viele Wörter klingen im Deutschen und Lateinischen ähnlich und sind miteinander verwandt, z. B. gaudere = sich freuen – die Gaudi.
    • Die zweite Eselsbrücke: Ihr könnt häufig an schon gelernte Wörter aus derselben Wortfamilie anknüpfen, z. B. equus = das Pferd – eques = der Reiter. Aber Vorsicht: Verwechseln dürft ihr sie natürlich nicht!
    • Die dritte Eselsbrücke müsst ihr euch selbst ausdenken, z. B. zu procul = weit weg – „Broccoli mag ich nicht, der soll weit weg!“ Erfindet eine kleine Geschichte zu dem Wort. Je lustiger die Geschichte ist, desto leichter werdet ihr euch das Wort einprägen.
  • Auch Computer lassen sich zum Wörterlernen verwenden. Im Internet gibt es Apps und Software, mit denen man Vokabeln trainieren kann (z. B. phase 6 auch mit Cursus-Wortschatz, www.schlaukopf.de oder www.vokker.net).
  • Vokabeln solltet ihr lieber regelmäßig und dafür kurz (ideal: 10 Minuten pro Tag) als z. B. nur am Wochenende und dann lang (z. B. 60 Minuten am Sonntag) lernen. Überprüft am Abend immer noch einmal, was ihr behalten habt.
  • Nach dem Lernen solltet ihr nicht sofort am PC spielen, ein Fernsehprogramm anschauen oder ein spannendes Buch lesen – die Wörter brauchen Zeit, um in eurem Hirn anzukommen. Ideal ist daher die Zeit vor dem Einschlafen.
  • Lasst euch auch von Eltern, Geschwistern oder Freunden abfragen; so gewinnt ihr Sicherheit und lasst euch auch in der Schule nicht aus der Ruhe bringen.
  • Prägt euch beim Lernen nicht nur die Grundform ein, wie sie im Buch angeführt ist, sondern sagt alle Kasusformen oder Personen auf. Falls ihr unsicher seid, helfen euch die Formentabellen hinten in der Grammatik.
  • Damit ihr den Wortschatz sicher abrufen könnt, müsst ihr ihn möglichst oft wiederholen. Wenn ihr das regelmäßig tut, ist auch die Vorbereitung vor den Schulaufgaben kein Problem mehr.

Tipps zum Vokabelabfragen

  1. Fragen Sie nicht unmittelbar nach dem Lernen ab und wiederholen Sie die Abfrage in zeitlichen Abständen!
  2. Fragen Sie lieber öfters kurz als selten lang ab!
  3. Lassen Sie Ihr Kind die Vokabeln auswendig aufsagen soweit es sie kann!
  4. Fragen Sie lateinisch-deutsch und deutsch-lateinisch ab!
  5. Lassen Sie sich alle Einzelheiten sagen! (Genitiv, Geschlecht, Stammformen, spezielle Fälle, alle Bedeutungen)
  6. Fragen Sie nie der Reihenfolge nach ab!
  7. Lassen Sie Ihr Kind die Vokabeln schreiben!
  8. Regen Sie Kind dazu an, sich Eselsbrücken auszudenken!
  9. Achten Sie darauf, dass Ihr Kind die neuen Vokabeln immer gleich auf Karteikärtchen schreibt!

Viel Erfolg bei der Arbeit wünschen eure Lateinlehrerinnen und Lateinlehrer am CEG!

 

Schüler helfen Schülern im Fach Latein

Latein ist nicht “schwieriger” als ein anderes Fach, aber es erfordert eine kontinuierliche und genaue Arbeit. Die 6. und die 7. Klasse sind besonders wichtig, um sich eine gute Grundlage für eine erfolgreiche Latein-Karriere aufzubauen. Vor allem muss man sich intensiv um das Einprägen der Vokabeln kümmern. Insbesondere in den Anfangsjahren des Lateinunterrichts sind Misserfolge in Schulaufgaben sehr oft auf Wortschatzlücken und mangelnde Genauigkeit bei der Formenbestimmungzurückzuführen. Wenn die Defizite nicht selbstständig behoben werden können, erhoffen sich Eltern und Schüler/-innen Unterstützung durch professionelle Nachhilfe.

Gerade in den Fällen, bei denen es sich nicht um krankheitsbedingte Lücken handelt, ist es jedoch nicht erforderlich, viel Geld für Nachhilfeinstitute auszugeben. Am CEG gibt es – initiiert vom Elternbeirat – das Programm “Schüler helfen Schülern”, d. h. ältere Schüler geben jüngeren für ein vergleichsweise geringes Entgelt in der Schule Nachhilfe.

Es lohnt sich, einmal bei seinem Lateinlehrer/seiner Lateinlehrerin nachzufragen und sich einen Kontakt vermitteln zu lassen. Ebenso bitten wir Schülerinnen und Schüler, die bereit sind, Nachhilfe in Latein zu geben, sich bei uns zu melden.

 

Büchtipps Latein

“Klassiker”:

  • Winterfeld, Henry: Caius, der Lausbub aus dem alten Rom
    Dieser und alle anderen Caius-Bände sind sehr beliebt, da sie den Leser auf witzige und spannende Weise in die Welt eines römischen Schuljungen entführen (ab 10)
  • Stöver, Hans Dieter: Quintus geht nach Rom; Quintus in Gefahr; Quintus setzt sich durch
    Der Autor ist Geschichtsexperte und versteht es in zahlreichen Romanen meisterhaft, die Antike zum Leben zu erwecken.
    außerdem: “Die letzte Fahrt der Triton” (im Jahr 71 v.Chr., zur Zeit der Sklavenaufstände und der Piratenplage, begeben sich die Leser mit dem 17-jährigen Marcus auf gefährliche Fahrt); “Daniel und Esther. Das Geheimnis der Vestalin” (eine spannende Entführungsgeschichte, bei der nur Cornelia, die oberste Vestalin, den Zwillingen auf der Suche nach ihrer Mutter helfen kann); (ab 12)
  • Sutcliff, Rosemary: Der Adler der Neunten Legion
    Eine Erzählung aus der Zeit der römischen Besetzung Britanniens (ab 13)
    außerdem: “Die Rückkehr des Odysseus”, “Schwarze Schiffe vor Troja” (meisterhafte Nacherzählung der griechischen Mythen; spannend und treffsicher; opulente Illustrationen)
  • Baumann, Hans: Ich zog mit Hannibal (ab 13)
    außerdem: Flügel für Ikarus (die Daedalus-Sage spannend nacherzählt)
  • Lechner, Auguste: Herkules; Ilias; Aeneas
    (äußerst gelungene, da sehr lebendige Nacherzählungen griechischer und römischer Sagen)

“Krimis”:

  • In der Reihe “Verflixte Fälle aus Rom” (bzw. “…Pompeji”) führt jedes Kapitel über eine eigenständige Kriminalgeschichte in die Zusammenhänge ein: in “Pompeji” helfen zwei Kinder ihrem Onkel beim Lösen von Kriminalfällen. Der Leser erfährt dabei Wissenswertes über Thermen, Theater, Wäschereien, das Alltagsleben usw. (Im Anhang sind die Auflösung, Zeittafeln, Stadtpläne)
  • Die Reihe “Tatort Geschichte” bezieht tatsächliche historische Ereignisse und authentische Personen mit ein. Im Buch “Falsches Spiel in der Arena” wollen die Kinder des Rennfahrers Scorpus herausfinden, wer die Rennpferde vergiftet hat und damit für den Unfall ihres Vaters verantwortlich ist; außerdem: “Der Geheimbund der Skorpione”
  • Die Reihe “Detektive im alten Rom” verbindet Information und Spannung: Den Sachbüchern liegen die Krimis als Extrahefte bei; um den Fall zu entschlüsseln, muss der Leserdetektiv das neu erworbene Wissen aus dem Sachbuch anwenden.
  • Die britische Autorin Lindsey Davis hat den römischen Privatdetektiv Marcus Didius Falco kreiert, der im 1. Jahrhundert n. Chr. in Rom, oft in kaiserlichem Auftrag, ermittelt und von dem mittlerweile zwanzig Romane vorliegen (z. B. Silberschweine 1991, Bronzeschatten 1992, Kupfervenus 1993 usw.).

“Sonstiges”:

  • Katherine Allfrey: “Sie kamen nach Delos”, “Taube unter Falken”, “Die Trojanerin”, “Aktis, der Sohn der Trojanerin” (basierend auf der griechischen Mythologie)
  • Dillon, Eilis: “Im Schatten des Vesuv” (ein griechischer Sklavenjunge und sein röm. Herr erleben den Ausbruch des Vesuv; sehr spannend und mit vielen Informationen über das Leben in der antiken Stadt)
  • Kaiser, Maria: “Lukios”, “Drei Abenteuer im Römischen Reich”. (ab 12)

 

Internet im Lateinunterricht

Im Internet findet man sehr interessante und nützliche Links rund um den Lateinunterricht. Das Surfen lohnt sich! Doch Vorsicht! Gerade bei der Recherche für Referate und Übersetzungen sollte man vorsichtig sein: Zum einen gibt es viele Anbieter, die Geld für ihre Dienste verlangen. Schnell ist man durch einen Klick auf „o.k.” etliche Euro los. Zum anderen stellen manche Leute Informationen – auch über antike Themen – ins Netz, die nur halb oder gar nicht stimmen. Deshalb heißt es: Kritisch sein bei privaten Infoseiten, die keine Quellenangaben enthalten. Solche Seiten, insbesondere private Schülerseiten mit Referaten, sollte man nie ungeprüft und nicht als (einzige) Quellen für eigene Arbeiten benutzen.

Apropos Quellen: Alle Internetseiten, die Ihr für Referate, Facharbeiten o. Ä. benutzt, müssen als Quellen angegeben werden (Internetadresse und Tag, an dem Ihr sie aufgerufen habt).

Einige seriöse Internetadressen findet Ihr hier:

Allgemeines und weiterführende Links

Lateinische Texte

Übersetzungen

Grammatik

Römisches Alltagsleben

Römer in Deutschland/Ausflugstipps

Lebendiges Latein

 

Latinum

Infos zum Latinum finden Sie in der Rubrik “CEG von A bis Z”.

 

Kollegium Latein

  • Regine Burghart
  • Stephanie Fischer
  • Stefanie Frank
  • Marcus Hofmann
  • Ursula Ittner
  • PD Dr. Thomas Kellner
  • Arne Neurath
  • Stephanie Neurath
  • Gudrun Palder
  • Ferdinand Regner
  • Barbara Scheicher
  • Gudrun Schmitt
  • Dr. Christian Schöffel
  • Anton Schwarzmann

Berichte

Antike Mythen: immer wieder neu – auch auf regionaler Ebene

Die Mythen der Antike haben zu keinem Zeitpunkt der Geschichte an Aktualität und Attraktivität eingebüßt. Davon konnten sich Schülerinnen und Schüler des CEG im Kunstmuseum Erlangen abermals überzeugen. Beim Besuch der Ausstellung „Mythologie: Götter – Liebe – Abenteuer“ am 15.11.2017 (Lateiner der Klassen 10 a und b (s. Photo), A. Neurath) und am 27.11.2017 (Lateinkurse der Q 11, A. Neurath, und Q 12, S. Frank) zeigte sich, dass die in beiderlei Wortsinn phantastischen Erzählungen der Griechen und Römer nach wie vor eine äußerst inspirierende Wirkung auf zeitgenössische Künstler ausüben.

Wir hatten das besondere Glück, Dr. Herbert Kurz, den Leiter des Kunstmuseums und gleichzeitigen Kuratoren dieser Ausstellung (s. Photo, vor Michael Engelhardts Bild “Leda und der Schwan”), für eine jeweils einstündige Führung zu gewinnen, in der uns nicht nur Motive und Besonderheiten der bildlichen und plastischen Gestaltung der Kunstwerke nahegebracht wurden, sondern die uns auch einen Einblick in die Entstehung und Konzeption einer solchen Ausstellung gewährte. Diese umfasst beinahe ausschließlich Werke in Nordbayern geborener bzw. tätiger zeitgenössischer Künstler, unter denen sich neben Zeichnungen und Gemälden auch Skulpturen und Arrangements befinden. Dabei fiel auf, dass gerade Motive wie die von Apollon verfolgte und sich daraufhin in Lorbeer verwandelnde Daphne, Leda und der Schwan (alias Zeus), die von Goldregen (wiederum alias Zeus) beglückte Danae, Kentauren (Mischwesen aus Pferd und Mensch) und der Minotaurus (Mensch mit Stierkopf) die menschliche Vorstellungskraft zu unterschiedlichsten kreativen Neuschöpfungen anregen können, was auch durch die kluge Anordnung der Objekte in den einzelnen Räumen des wunderschönen Loewenichschen Palais hervorgehoben wurde.

Anlass für die Ausstellung war neben einer humorigen Tuschezeichnung des Nürnbergers Toni Burghart – einer Adaptation der antiken Anekdote der „Venus Kallipygos“ (der Venus mit dem schönen Hintern) – und der Reproduktion einer Tapete des ehemaligen Gartensaales mit dem Thema „Telemachos bei Kalypso“ vor allem das 2000. Todesjahr des römischen Dichters Ovid, der mit seinem Hauptwerk, den „Metamorphosen“, aus sämtlichen Mythen der Griechen und Römer eine zusammenhängende Erzählung (perpetuum carmen) geschaffen hat, die bis heute zu den einflussreichsten Werken der antiken Literatur gehört.

Zufällig war beim ersten Unterrichtsgang auch einer der Künstler anwesend, der sich die Ausstellung (und natürlich die Positionierung seiner eigenen Werke) ansehen wollte. Der in Erlangen und Nürnberg wirkende Thomas Richter wurde denn auch sogleich in die Führung miteingebunden und erläuterte auf Wunsch der Schülerinnen und Schüler seine abstrakte Version des „Chiron“ (s. Abbildung), die in einer Art künstlerisch-schöpferischer Meditation quasi aus Licht geboren sei. Dieses könne zusammen mit den dargestellten Grundfarben durchaus als allegorischer Bezug zur Weisheit gesehen werden, für die der antike Erzieher des Achilleus immer gestanden habe.

Zum Erfolg der beiden Exkursionen trugen jedoch insbesondere die Schülerinnen und Schüler bei, die nicht nur durch aufmerksames Zuhören und mitdenkendes Nachfragen, sondern auch durch hervorragend vorbereitete, anschauliche Nacherzählungen den alten Mythen anhand der ausgestellten Werke zu neuem Leben verhalfen.

A. Neurath

Kunstrumental des P-Seminars Kunst/Latein

kunstrumentalplakat_17-01Was bleibt, ist die Veränderung…

Eineinhalb Jahre hat sich das Kunst/Latein-P-Seminar mit Verwandlungssagen des römischen Dichters Ovid und ihrer künstlerischen Umsetzung beschäftigt. Aus ihrer persönlichen Deutung dieser Texte haben die Schülerinnen und Schüler individuelle und – bei aller thematischen Nähe – sehr unterschiedliche Kunstwerke geschaffen: Die Ergebnisse reichen von Gemälden und Collagen über figürliche Umsetzungen bis hin zu Installationen.

Sie werden am Donnerstag, dem 12. Januar 2017, um 19.00 Uhr in einem Kunstrumental in der Aula vorgestellt. Da Verwandlungen nicht nur in Texten und künstlerischen Objekten eine wichtige Rolle spielen, wird die Ausstellung umrahmt von musikalischen Deutungen der Metamorphosen-Thematik. Dass auch ohne klassische Instrumente, notfalls unter Einsatz des eigenen Körpers, Klang und Rhythmus entstehen kann, zeigt ein Gastauftritt der Rhythm ‘n Stomp-Gruppe des CEG. Der Elternbeirat umrahmt den Abend mit Gebäck und Getränken.

Ganz herzliche Einladung zu diesem ungewöhnlichen “Kunstrumental” – wir freuen uns auf alle Interessierten.

Die Schüler des Kunst/Latein-P-Seminars 2014/16

Römer in der Provinz – Projekttage 2015 der 6. Jahrgangstufe

Traditionell finden am CEG an den letzten drei Schultagen vor den Zwischenzeugnissen Projekttage statt. Da in der 6. Jahrgangstufe Latein als neues Fach hinzukommt, stehen diese Tage für die 6. Klassen unter dem Thema „Römisches Leben in der Provinz“. Eine besondere Herausforderung des laufenden Schuljahres war die hohe Zahl von Latein-Anfängern: Insgesamt musste das Programm an sechs 6. Klassen angepasst werden, für die jeweils neben verschiedenen Theoriekursen (z. B. römische Musik, römisches Schreiben) und praktischen Workshops (z. B. Herstellen von Wachstäfelchen, Legen von Mosaiken) auch eine halbtägige Exkursion durchgeführt werden sollte. Da in Weißenburg – sonst einem Standardziel – das Limes-Informationszentrum wegen Umbaumaßnahmen geschlossen war, wurden neben dem bereits vertrauten Historischen Museum in Regensburg das Germanische Nationalmuseum und der Römerpark Ruffenhofen mit dem Limeseum neu in das Exkursionsprogramm aufgenommen. Welche Eindrücke die Schüler bei den Fahrten und während der Projekttage gewonnen haben, zeigen beispielhaft die folgenden Zitate:

Herstellung von Wachstäfelchen

Herstellung von Wachstäfelchen

„Als erstes bastelten wir Wachstäfelchen, wie sie auch römische Kinder in der Schule benutzten. Sie sahen aus wie Tablets und fast jeder schrieb deshalb außen eine Tabletaufschrift (wie z. B. „iWax 1.0“) darauf. Anschließend schrieben und rechneten wir erst auf Wachstäfelchen; dann durften wir mit einem calamus (Schilfrohr) ein Stück Papyrus gestalten. In den letzten beiden Stunden spielten wir römische Spiele, z. B. Dame, Par/Impar usw.“
(Mia Wiechmann, Amelie Maex, Emilia Schütz, 6a und Tim Lührmann, Jonas Dennerlein, 6d)

„ … Im Historischen Museum in Regensburg wollten wir etwas über das alte Römerreich erfahren und wie die Römer dort gelebt haben. Unsere Führerin erzählte uns zuerst ein bisschen etwas Allgemeines über die Römer. Danach sollten wir uns in fünf Gruppen aufteilen und bekamen jeweils ein Thema für einen kleinen Vortag zugeteilt, den wir uns anhand der Infotafeln und Erklärungen in den Vitrinen erarbeiteten (Baustellen bei den Römern, Handel, Mode, Handwerk, Römische Soldaten). Nach dem Museumsbesuch liefen wir noch zur Porta Praetoria, dem Nordtor des alten römischen Legionslagers, das noch sehr gut erhalten ist. Der Tag war echt schön, ist aber leider viel zu schnell vorbei gewesen. :(“
(Marlene Horn, Alana Raab, 6a)

Limeseum Ruffenhofen

Limeseum Ruffenhofen

„Nach einer zweistündigen Busfahrt hatten wir den Römerpark Ruffenhofen endlich erreicht. Das Limeseum ist schneckenförmig aufgebaut und hat einen großartigen Panoramaausblick. Es ist, wie der Name schon verrät, ein Museum über den Limes, zeigt aber auch, wie die Frauen früher gelebt und womit die Kinder gespielt haben. Bei der Führung konnte man an Döschen schnuppern, die über Geruchsstoffe zeigten, wie es in der Siedlung in der Antike gerochen haben muss (z. B. Fisch, Hühnermist, …). Später konnten wir im Freien anschauen, wo die Gebäude gestanden hatten, denn die Umrisse waren im Gelände mit Hecken markiert. So kann man sehen, welche Ausdehnung z. B. die Thermen hatten. Im Heckenverlauf wurden auch Holzpfosten aufgestellt, die so hoch waren wie die Mauer früher selbst! Fahrt und Führung haben uns sehr gut gefallen. Es war eine schöne Erfahrung. Schade, dass es so kalt war …“
(Isabella Eikel, Elisa Navarro Preuß, 6f)

Germanisches Nationalmuseum Nürnberg

Germanisches Nationalmuseum Nürnberg

„In Nürnberg besichtigten wir zuerst die Straße der Menschenrechte. Anschließend verbrachten wir den restlichen Vormittag im Museum. Zuerst lernten wir etwas über die Totenkult der Römer: Sie begruben ihre Toten in einer Art Mini-Dach aus Tonziegeln. Außerdem legten sie den Toten eine Münze unter die Zunge, denn sie glaubten, dass der Tote an einem Ufer eines Flusses, der die Welt der Lebenden und die Welt der Toten trennte, stehen würde und einen Fährmann bezahlen musste, um in die Welt der Toten zu kommen. Dann teilten wir uns in fünf Gruppen mit folgenden Themen auf: Militär, Schmuck, Geld, Kochen und Beauty. Jede Gruppe musste an einem Ausstellungskasten Fragen zu ihrem Thema beantworten und dann ihre Ergebnisse den anderen vorstellen. So erfuhren wir viel über den Alltag der Römer, z. B. wie sie kochten, wie sie sich pflegten und kleideten. Auch römisches Geld und römischen Schmuck konnten wir kennenlernen. Danach gingen wir wieder durch den Klostergang in einem riesigen Saal, wo wir einem Mitschüler eine Toga anlegten. Um eine Toga anzulegen, brauchten wir vier Personen; da wundern wir uns nicht mehr, dass die Römer so viel Sklaven hatten! Zum Schluss erzählte uns die Museumspädagogin eine spannende Sage über Herkules. Unser Projekttag in Nürnberg war ein sehr schöner und lehrreicher Tag für uns.“
(Marlene Geissel, Alyssia Krätzer, 6c und Tim Lührmann, Jonas Dennerlein, 6d)

Nachwort – von Marcus Hofmann

Der Betrachter und Leser hat sich nun bestimmt einen guten Eindruck von diesen erlebnisreichen Tagen machen können, so dass sich ihm vielleicht auch ohne Kenntnisse der lateinischen Sprache die Bedeutung des folgenden Textes erschließt:

“Extra Bavaricam
Non est vita,
Et si vita,
Non est ita.”