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Schuljahr 2015/16 im Zeichen der Jubiläumsfestlichkeiten „50 Jahre CEG“

Mit mehreren Veranstaltungen wurde im Schuljahr 2015/16 das 50-jährige Namensjubiläum des Christian-Ernst-Gymnasiums sowie der (nahezu vollständige) Abschluss der Sanierung des Schulgebäudes gefeiert. Nachfolgend finden Sie alle Berichte zu diesem Thema.

50 Jahre Christian-Ernst-Gymnasium Erlangen – das Prinzregentenschulhaus in neuem Glanz

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Ein bunter Reigen in der Heinrich-Lades-Halle am 13. April 2016

In der voll besetzten Heinrich-Lades-Halle eröffnete die Big-Band des CEG unter der Leitung von Herrn Aschmoneit das Festaktprogramm anlässlich des 50-jährigen Namensjubiläums „Christian-Ernst-Gymnasium“ und des (nahezu vollständigen) Abschlusses der Sanierungsarbeiten am Schulgebäude. Untermalt wurde dieser beschwingte Einstieg durch eine Fotostrecke, die Schüler aller Theaterklassen und -kurse beim sogenannten „Pausen-Flash-Mob“ zeigte.
Im Anschluss begrüßte der stellvertretende Schulleiter Herr Schirmer alle Gäste und Ehrengäste. Als erster Grußredner betrat Herr OB Dr. Janik die Rednerbühne, der die Offenheit der Schule lobte und die Fertigstellung der letzten ausstehenden Arbeiten zum Abschluss der Sanierungsarbeiten am Schulgebäude versprach. Als weiteren Grußredner durfte das Publikum Herrn Innenminister Herrmann begrüßen, der die Bedeutung von Bildung für unsere Gesellschaft betonte, in die der Freistaat Bayern nach Kräften investiere.
Dem gesprochenen Wort stellte nun der Mädchenchor unter der Leitung von Herrn Adamczewski wunderbar melodische Töne entgegen. Begleitet wurden die Sängerinnen von Herrn Bobe am Klavier und der Solo-Oboistin Christina Böhm (Klasse 10b).
Nun trat der Schulleiter unseres Gymnasiums, Herr Dr. Kellner, ans Rednerpult, um auch seinerseits Worte des Dankes an das Publikum zu richten. Unter dem Motto „Das Musische und die Musen“ erläuterte er die Affinität unseres Gymnasiums zu Kunst und Musik, um im Anschluss die Bühne freizugeben für den ersten Teil der „Reise durch Zeit und Raum“, der sich auf die Zeit des Markgrafen Christian Ernst konzentrierte.
Eröffnet wurde diese Kompilation verschiedener Kunstwerke mit der Uraufführung des Stückes „Offen aus Tradition. Die Geschichte des Markgrafen Christian Ernst in musikalischer Form“, komponiert und arrangiert von Herrn Barth. In beeindruckender Weise wirkten hier der Mädchenchor und der Chor der 6. Klassen unter der Leitung von Herrn Barth sowie die Bigband unter der Federführung von Herrn Aschmoneit zusammen.
Unter dem Titel „Christian Ernst persönlich“ stellte eine Projektgruppe der Q11, die von Herrn Hohenberger und Frau Ittner betreut wurde, die fiktive Facebookseite des Markgrafen vor und ließ ihn für die Schülerschaft dadurch ungleich lebendiger wirken.
Im sich anschließenden Stück „Der Brunnen“ war der Profilkurs Theater der Q11 unter der Leitung von Frau Ittner „Auf der Suche nach Christian Ernst“ (1. Teil). In witzig gestalteten Dialogen, die von einer Forschergruppe, Verwandten des Markgrafen, einer Hugenottenfamilie und einer Familie aus unserer Zeit geführt wurden, gelang eine Annäherung.
Zur Abrundung des ersten Teils der Festaufführung kam Johann Sebastian Bachs Konzert für zwei Violinen zur Aufführung. Frau Bergmann leitete in gewohnt souveräner Art das hervorragende Kam-merorchester; den Part der Soloviolinen hatten Shania Lange (9a) und Leonie Baldauf (10b) inne. Begleitet wurde die musikalische Darbietung durch die Präsentation äußerst fantasievoll gestalteter Barock-Silhouetten und Papierhüte, die die Klasse 9d unter der Anleitung ihres Kunstlehrers Herrn Findeisen gefertigt hatte.
Eine kleine Zäsur stellte die nun folgende Preisverleihung dar, mittels derer die Sieger im Geschichtsquiz „Der Markgraf und das Prinzregentenschulhaus“ – entworfen von Frau Dr. Kilau – gekürt wurden (1. Platz: Tabea Aschoff Q11, 2. Platz: Christian Schmied 7c, 3. Platz: Rebecca Schaub 5c, Maja Siemandel und Dorothea Wenderoth Q11).
Nach diesem Einschub wurde die „Reise durch Zeit und Raum“ in einem zweiten Teil fortgesetzt, der besonders die 60er Jahre – 1966 erhielt unsere Schule den Namen „Christian-Ernst-Gymnasium“ – und die Schulhaussanierung ins Visier nahm.
Frau Ittner präsentierte mit dem Profilkurs Theater der Q12 das Stück „Stars der 60er im CEG“, klanglich treffend untermalt durch ein Beatles-Medley der Bigband.
Im Rahmen der „Suche nach Christian Ernst II – Das Schulhaus“ trafen die bereits oben erwähnten Familien und Gruppen mittels einer Zeitreise in das Jahr 1966 erneut zusammen, um die Taufe des Prinzregentenschulhauses auf äußerst amüsante Art und Weise zu erörtern.
Einen weiteren Akzent setzte die Kunstlehrerin Frau Rezac mit ihrer beeindruckenden Kunstimpression „Von den 60ern bis heute“, einer Collage mit Bildern des Schulhauses und aus den Jahresberichten seit 1966. Diese wurde musikalisch untermalt von der Bigband.
Die Projektgruppe Q11, geleitet von Herrn Hohenberger, leistete einen originell-kreativen Beitrag, indem sie durch einen Kurzfilm „Wissenswertes über die Schulhaussanierung“ vorstellte.
Der Profilkurs Theater der Q11 beendete seine „Suche nach Christian Ernst“ in einem dritten Teil schließlich auf der „Baustelle“ des Christian-Ernst-Gymnasiums und kam damit in der Jetztzeit an.
Auf der „Baustelle“ befand sich auch die „Stomp“-Gruppe unter der Leitung von Herrn Cramer, die durch mitreißende Rhythmen den gesamten Saal vibrieren ließ. Hierzu ließen die Theaterklassen 5a-c, die von Frau Frank und Frau Ittner betreut werden, sowie das Unter- und Mittelstufentheater unter der Führung von Herrn Iuga pantomimisch eine Stadt entstehen, die durch Malobjekte des Kunstadditums Q11, inspiriert von Herrn Findeisen, an Plastizität gewann.
Der Festakt gipfelte in der Teil-Uraufführung der von Herrn Strübing eigens komponierten Kantate „50 Jahre voller Ernst“. Zu hören war die Ouvertüre des Werkes, die das Große Orchester der Schule unter der Leitung von Herrn Englhardt erklingen ließ.
Vor dem letzten musikalischen Beitrag trat erneut der Schulleiter Herr Dr. Kellner ans Mikrofon, um allen Mitwirkenden herzlich zu danken.
Als die Zuschauer die Worte „Schluss damit! Es ist vorbei!“ vernehmen konnten, sahen sie sich einem imposanten Aufgebot an Musikern gegenüber, die den 9. Satz der Kantate intonierten. Unter der Gesamtleitung von Herrn Bobe präsentierten der Große Chor, der Mädchenchor und das Große Orchester einen würdigen Abschluss der Feierlichkeiten, die die Freude der Schülerschaft und des Kollegiums des CEG an künstlerisch-ästhetischer Gestaltung und Darbietung noch einmal in eindrucksvoller Form unter Beweis stellte.

Text: Stephanie Neurath; Fotos: Dr. Christian Schöffel

Impressionen vom Barockkonzert im Januar 2016

Freitag, 22. 1. 2016, 19 Uhr in der Neustädter Kirche

_DSC0369Annähernd 300 Schülerinnen und Schüler des Christian-Ernst-Gymnasiums musizierten in beeindruckender Vielfalt und Qualität Werke aus dem Barock und damit korrespondierenden Werken der Moderne. Als Auftaktkonzert zum Jubiläumsjahr der 50jährigen Namensgebung unserer Schule nach dem barocken Markgrafen Christian Ernst fand das Konzert in der barocken Neustädter Kirche statt. Diese bildete nicht nur den optisch passenden barocken Rahmen, auch die Temperaturen in der Kirche ließen erahnen, wie sich Konzertbesucher im Barock gefühlt haben werden. Aber das begeisterte und begeisternde Musizieren unserer Schüler wärmte zumindest die Ohren und das Herz.

Das Konzert wurde eröffnet mit einer festlich-barocken „Intrada“ des Posaunen-Ensembles, die Prof. Jürgen Neudert einstudiert hatte. Gleich das zweite Werk des Abends war ein spannendes Experiment: Andreas Englhardt hatte Teile von Georg Friedrich Händels Suiten „Feuerwerksmusik“ und der „Wassermusik“ mit Igor Strawinskys „Pulcinella-Suite“ kombiniert. Dabei wurden die drei Werke so geschickt zu einer „neuen“ Suite gemischt, dass man immer wieder überraschende neue Hörerlebnisse erfahren durfte. Alle Stimmgruppen waren gefordert, die Einstudierung der Bläser hatte dabei in bewährter Weise Werner Schmidbauer übernommen. Das Große Orchester des CEG hatte mit diesen Suitensätzen – die nicht zuletzt durch geschickte Überleitungstakte 200 Jahre klingend miteinander verbanden – eine besondere Herausforderung angenommen und diese bravourös gemeistert.

Es folgte der Mädchenchor der Oberstufe, der unter der Leitung von Joachim Adamczewski drei Chorsätze aus größeren Werken von Georg Friedrich Händel und Johann Sebastian Bach mit Begleitung eines solistisch besetzten Kammerorchesters sang. Die klaren, intonationssicheren Mädchenstimmen erfreuten – auf schon fast gewohnte Weise – durch ihr stets barock-musikalisches Konzertieren.

Das Kammerorchester unter Gabriele Bergmann hatte sich den ersten Satz von J. S. Bachs berühmtem „Doppelkonzert für zwei Violinen d-moll“ vorgenommen. Dabei überzeugten besonders die beiden Solistinnen Shania Lange und Leonie Baldauf mit ihrem musikalisch inspirierten und blitzsauberen Spiel.

Das Herrenensemble unter der Leitung von Julian Bobe wagte sich an Heinrich Schütz „Jubilate Deo“ aus den „Symphoniae sacrae I“. Der homogene Klang und die aufmerksame Ausstrahlung gaben Zeugnis von der beeindruckenden Arbeit mit den jungen Männerstimmen des CEGs.
Höhepunkt des Abends war sicher die Uraufführung des „Psalm 100“, der vom Dirigenten Julian Bobe extra für dieses Konzert komponiert worden war. Der Große Chor, das Große Orchester (Einstudierung: A. Englhardt) und der Mädchenchor der Unterstufe harmonierten hervorragend und meisterten die teilweise barocke Satztechnik, die mit anspruchsvoller moderner Tonsprache kombiniert war, auf imponierende Weise.

Eine direkte Verbindung zu Christian Ernst schuf das von Philipp Barth für den Großen Chor ausgewählte „Magnificat“ von Johann Philipp Krieger: der in Nürnberg geborene Komponist war zeitweise auch am Hofe Christian Ernsts in Bayreuth angestellt. In diesem abwechslungsreichen Werk konnten der Große Chor und das Kammerorchester mit der lebendigen Klangsprache barocker Musik überzeugen: kunstvolle sowie anspruchsvolle polyphone Abschnitte wechselten mit prachtvollen homophonen Lobpreisungen Marias, die beide Ensembles in beachtlicher Weise zum Klingen brachten.

Den Abschluss bildete das berühmte „Halleluja“ aus dem „Messias“ von Georg Friedrich Händel, in dem der Große Chor mit dem Großen Orchester unter der Leitung von Andreas Englhardt noch einmal die ganze barocke Herrlichkeit zum Klingen brachte.

Ein gelungenes, kurzweiliges und rundum beachtliches Konzert. Der langanhaltende Applaus der überaus zahlreichen Zuhörer unterstrich wieder einmal eindrücklich, welche hervorragenden Früchte die musikalische Arbeit mit den Schülern des Christian-Ernst-Gymnasiums trägt.

C. und P. Barth

50 Jahre Christian-Ernst-Gymnasium & das Prinzregenten-Schulhaus in neuem Glanz

Barockkonzert1Eröffnungskonzert des Festjahres 2016: Werke aus der Zeit des Markgrafen Christian Ernst im Spannungsfeld mit modernen Kompositionen

Die gesamte Schulfamilie des Christian-Ernst-Gymnasiums wird in diesem Jahr von Januar bis Juli sowohl das 50-jährige Jubiläum der Namensgebung unserer Schule als auch das Ende der Sanierung mit etlichen kulturellen Veranstaltungen feiern.

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