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Kultur ist ein weit gefasster Begriff und reicht von künstlerisch ausgestalteter Kultur über politische Kultur bis zur Genusskultur. All diese Facetten durften die Oberstufen-Schülerinnen und Schüler, die an der diesjährigen Studienfahrt nach Wien teilgenommen hatten, im Zentrum der Kultur erleben.

Als Geburtsort des Walzers war Wien auch Heimat und Arbeitsplatz für so berühmte Musiker und Komponisten wie Wolfgang Amadeus Mozart, Joseph Haydn, Ludwig van Beethoven, Franz Schubert, die Strauss-Familie, Johannes Brahms und Gustav Mahler. Daneben beherbergte die Stadt zahlreiche bildende Künstler. Besonders die als Sezession bekannte Ausprägung des Jugendstils wurde von zahlreichen in Wien ansässigen Persönlichkeiten wie Otto Wagner, Oskar Kokoschka oder Gustav Klimt geprägt. Überdies beherbergt die Metropole heute das Hauptquartier der Vereinten Nationen.

Dabei lernten sie die Staatsoper bei einer Aufführung von Ligetis Oper „Le grand macabre“ kennen, während das Ensemble des Burgtheaters Nestroys „Zu ebener Erde und erster Stock“ in einer fast musicalhaften Inszenierung mit Bühnenmusik präsentierte. Mitreißend und bunt brachte außerdem die Volksoper das Musical „Tick, Tick … Boom!“ von Jonathan Larson auf die Bühne. Neben drei Aufführungsbesuchen in den bedeutendsten Bühnenhäusern der österreichischen Hauptstadt durfte auch ein Blick hinter die Kulissen des Konzertbetriebes nicht fehlen: Im Goldenen Saal des Musikvereins, wo die traditionellen Neujahrskonzerte der Wiener Philharmoniker aufgezeichnet werden, erfuhren die Schülerinnen und Schüler Wissenswertes über die akustischen Besonderheiten des Gebäudes. Entwicklungen im Instrumentenbau hingegen wurden in einer Führung in der Sammlung alter Musikinstrumente in der Hofburg deutlich. Jugendstil und Expressionismus erfuhren die Oberstufenschülerinnen und Oberstufenschüler in Workshops der Albertina sowie im Museum Leopold auch bei praktischer Auseinandersetzung mit den Kunstepochen.

Einen tiefen Einblick in die politische Kultur ermögliche ein Besuch in der UNO-City. Bei einer Führung konnten die Schülerinnen und Schüler Sitzungsluft schnuppern und einen Ausschnitt einer Konferenz über den Transport gefährlicher Güter verfolgen.

In den freien Zeiten konnten die Schülerinnen und Schüler ausführlich das Lebensgefühl der Stadt erkunden, etwa beim Besuch eines der Kaffeehäuser, im Wiener Prater oder bei einer „Landpartie“ auf den Kahlenberg.

Letztendlich lebt der Wiener Charme auch von der prunkvollen Architektur der Kaiserzeit. So bildete ein Besuch in den Prunkräumen des Schlosses Schönbrunn den krönenden Abschluss der Reise.

Christoph Steiner-Heinlein – Fotos: Tina Hassler

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