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Zauberhafte Worte können wundervoll klingen, Assoziationen wecken, in Traumwelten entführen, glücklich machen. 
Was wäre unsere Sprache ohne die schöpferische und individuelle Sprache des Einzelnen? 
Die „Neue Fruchtbringende Gesellschaft zu Köthen/Anhalt e.V. – Vereinigung zur Pflege der deutschen Sprache“ rief in diesem Jahr Jugendliche und junge Erwachsene dazu auf, ihre Sprache kreativ einzusetzen und zu „zeigen, wie vielfältig und schöpferisch unsere schöne deutsche Sprache eingesetzt werden kann“.

Der Kunstkurs der Q11 wählte dazu die Form der Buchkunst: ab Februar 2021 entstanden Buchobjekte, die inhaltlich und visuell Rahmen und Bühne für die selbstverfassten „Zauberworte“ boten. Die Texte – Gedichte, Sinnsprüche aber auch kurze Geschichten – erklären, warum gerade das ausgesuchte und zum Objekt umgestaltete Buch ein Zauberbuch ist. Auf der Basis der Texte wurden Ideen für die Buchkunstobjekte gezeichnet und untereinander in Partnerarbeit trotz Distanzunterricht diskutiert, geändert und schließlich gefaltet, geklebt, modelliert, bemalt und vor allem mit den eigenen Texten „beschrieben“.

So faszinierende Objekte kamen dabei heraus, dass die Jury in Köthen die Bücher und Worte nun schon vor der offiziellen Jurierung aller Beiträge zauberhaft genug für eine besondere Ehrung fand. Einige der Objekte werden einen Platz in der Ausstellung „Erlebniswelt Deutsche Sprache“ im Schloss Köthen in Sachsen-Anhalt finden.

S. Seitz

Kunstbild „Zauberwörterbuch“, Marit Sieber, Q11

„Zauberwörterbuch“, Marit Sieber, Q11