Vermutlich mehr als 300 Flüchtlinge im Mittelmeer ertrunken. Boko Haram kidnappt mehrere hundert Mädchen aus Schule. Russisches U-Boot vor Schweden gesichtet? Dutzende Tote und Verletzte bei Autobombenanschlag in Bagdad.

Kunstwerk: Seidel Eva, Hoffmann Lisa, Schick Julia, Beck Hanna

Kunstwerk: Seidel Eva, Hoffmann Lisa, Schick Julia, Beck Hanna

Diese Liste der Meldungen aus den letzten Wochen könnte noch viel länger fortgeschrieben werden. Täglich erreichen uns neue, schreckliche Meldungen. Doch wie gehen wir damit um? Welche Spuren hinterlassen sie bei uns? Stumpfen wir ab? Dieser Frage gingen die Klassen 10a,b im Kunstunterreicht bei Herrn Findeisen nach.

Ausgangspunkt dieser ergreifenden Fragestellung ist die Verankerung im Lehrplan. Picasso mit Guernica-1937, Kienholz mit Das tragbare Kriegerdenkmal-1968 oder Ai Weiwei, der mit seiner kritischen Kunst das autoritäre chinesische Regime hinterfragt, stehen zur Disposition und wurden von Schülern referiert und diskutiert. Die Ukrainekrise, die Flüchtlingsströme aus dem Süden und insbesondere die Asylsuchenden in den Aufnahmestellen Zirndorf oder Fürth zeigen, dass Krieg keine Sache ist, die wir nur aus dem Fernsehen kennen, sondern unsere Wirklichkeit durchdringt.

Frank Lena, Hillmeier Fiona, Will Cornelia, Breuer Magdalena, 10 a Krieg und Frieden

Frank Lena, Hillmeier Fiona, Will Cornelia, Breuer Magdalena, 10 a Krieg und Frieden

Die Schüler kamen zu der Erkenntnis, dass Migration eine Chance für unsere überalterte Gesellschaft sein kann und die kulturelle Vielfalt auf allen Seiten Horizonte erweitert. Jeder Einzelne ist gefragt, eine Haltung zu entwickeln, die ihn befähigt in seinem alltäglichen Leben mit den Chancen und Herausforderungen dieser neuen Gesellschaft umzugehen.

(Ph. Findeisen)