Öffnungszeiten des Sekretariats in den Sommerferien 2025
Das Sekretariat ist in den Sommerferien wie folgt geöffnet:
01.08.25/04.08. bis 08.08.25 (erste Ferienwoche)
08.09. bis 12.09.25 (letzte Ferienwoche)/15.09.25
jeweils von 9.00 bis 12.00 Uhr
Am 13.08./27.08./03.09.25 ist die Schule von 10.00-12.00 Uhr telefonisch erreichbar.
Wir wünschen allen schöne und erholsame Ferien!
CEG-Talente: Rina & Aki
Beim Sommerfest standen sie auf der Bühne: Rina und Aki, ein Geschwisterpaar, das neben dem Schulalltag eigene Songs schreibt, produziert und veröffentlicht. Viele kennen sie aus dem Unterricht oder vom Pausenhof – aber wer genauer hinhört, merkt schnell: Hinter ihrer Musik steckt viel Eigeninitiative, Kreativität und Ausdauer.
Angefangen hat alles mit Coverversionen im Internet. Doch schon bald wollten die beiden eigene Musik machen. Ihre erste veröffentlichte Single Empty Heart wurde online viel gehört und positiv aufgenommen – ein beachtlicher Erfolg für ein Duo ohne professionelle Unterstützung. Auch ihre zweite Veröffentlichung Lies knüpfte daran an, wenn auch mit etwas weniger Aufmerksamkeit. Für Rina und Aki ist das jedoch kein Rückschritt, sondern ein Lernprozess. „Es gehört auch Glück dazu“, sagt Aki, „aber am Ende muss der Song überzeugen.“
Von der Idee bis zum fertigen Track übernehmen sie alles selbst: Melodie, Text, Aufnahme, Produktion. In ihrem kleinen Heimstudio arbeiten sie gemeinsam an neuen Stücken, oft mit unterschiedlichen musikalischen Ideen und Stärken. Einen ihrer aktuellen Songs stellten sie beim Sommerfest vor – ein tanzbarer Afro-House-Track, der das Publikum begeisterte.
Aktuell nehmen sie am Casting der KiKA-Sendung „Dein Song“ teil, bei der junge Musikerinnen und Musiker ihre eigenen Songs präsentieren können. Einer ihrer neuesten Titel ist bereits dafür vorgesehen, darf aber erst zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht werden. Auch bei einem überregionalen Talentwettbewerb konnten Rina und Aki bereits Erfolge feiern: Mit Empty Heart überzeugten sie die Jury und wurden erneut eingeladen, bei einer besonderen Ausgabe des Formats mitzuwirken.
Trotz aller musikalischen Projekte bleibt der Schulalltag eine Herausforderung – doch am CEG fühlen sie sich gut unterstützt. Die Lehrerinnen und Lehrer zeigen Verständnis, ermöglichen flexible Lösungen und fördern die musikalische Arbeit. Auch unter den Mitschülern und Mitschülerinnen gibt es viel Rückhalt, was es leichter macht, dranzubleiben.
Rina und Aki zeigen, wie sich Schule und Musik verbinden lassen – mit Motivation, Ausdauer und einer klaren Vision. Ihre bisherigen Songs sind erst der Anfang, und man darf gespannt sein, was noch folgt…
Julian Bobe
Extremismus-Präventionsworkshop der BIGE für die 9. Klassen
Am 30. Juli 2025 besuchte ein Coach der BIGE (Bayerische Informationsstelle gegen Extremismus) das Christian-Ernst-Gymnasium Erlangen, um mit den Schülerinnen und Schülern der 9. Jahrgangsstufe einen Workshop zum Thema Extremismusprävention durchzuführen.
In jeweils dreistündigen Sitzungen im Filmsaal arbeiteten die Klassen 9a und 9b sowie 9c und 9d gemeinsam an verschiedenen Aspekten des Themas. Die Jugendlichen beschäftigten sich zunächst mit der Bedeutung der freien Meinungsäußerung und lernten gleichzeitig die wichtigen Grenzen kennen, an denen Meinungsfreiheit in extremistische Äußerungen umschlägt.
Es folgte eine Auseinandersetzung mit den verschiedenen Formen des Extremismus – von rechts- und linksextremistischen bis hin zu islamistischen Strömungen. Die Schülerinnen und Schüler erhielten Einblicke in die typischen Kennzeichen extremistischer Organisationen und deren Rekrutierungsstrategien sowie den sozialpsychologischen Faktoren, die Jugendliche empfänglich für die Ideen solcher Gruppierungen machen können.
Einen eindrucksvollen Punkt der Veranstaltung bildete dabei beispielsweise ein Film, der drei realistische Gefahren-Szenarien eines Jugendlichen zeigte, der sich schrittweise radikalisiert. Diese Darstellung verdeutlichte den Neuntklässlern, wie subtil und gefährlich Radikalisierungsprozesse verlaufen können.
Darüber hinaus erhielten die Jugendlichen praktische Anweisungen für den Umgang mit extremistischen Äußerungen sowie wertvolle Tipps, wie sie in entsprechenden Situationen reagieren können: Ansprechen, aufklären, informieren und professionelle Hilfsangebote nutzen. Besonders relevant war auch die Auseinandersetzung mit Social Media und dem angemessenen Umgang mit extremistischen Inhalten in Chats und anderen digitalen Kommunikationsformen.
Diese Veranstaltung fand auch im Rahmen unseres langjährigen Engagements als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ statt und ist bereits zu einer alljährlichen Tradition an unserer Schule geworden – kein Lückenfüller zum Schuljahresende, sondern tatsächlich ein Zeitnehmen für wichtige Dinge.
Unser herzlicher Dank gilt der BIGE für die kompetente und engagierte Durchführung des Workshops sowie allen beteiligten Kolleginnen und Kollegen und den Schülerinnen und Schülern der 9. Klassen, die mit großem Interesse und Engagement an der Veranstaltung teilgenommen haben.
W. Dorn / M. Winterstein
Planspiel Politik und Internationale Sicherheit „Pol&Is“ 2025
Vom 23. bis 25. Juli 2025 nahmen Schülerinnen und Schüler des Christian-Ernst-Gymnasiums am Planspiel Politik und Internationale Sicherheit „Pol&Is“ teil. Gemeinsam mit dem Emil-von-Bering-Gymnasium Spardorf – eine inzwischen zur Tradition gewordene Kooperation – verbrachten die Jugendlichen drei intensive Tage im Bildungshaus Schloss Schney in Lichtenfels.
Die Veranstaltung wurde von den Jugendoffizieren der Bundeswehr geleitet, die das Planspiel als reine Bildungsveranstaltung durchführten – durchgängig begleitet, unterstützt und reflektiert durch die mitgereisten Lehrkräfte. Das Bildungshaus bot mit seinem guten Service und der Verpflegung passende Rahmenbedingungen für die Arbeit.
Das Besondere an „Pol&Is“: Die Schülerinnen und Schüler übernahmen die Rollen politischer Akteure auf der Weltbühne. Als Staatschefs, Wirtschafts- und Staatsminister verschiedener Weltregionen – von Europa über Russland und China bis hin zu Südostasien, Afrika und Arabien – sowie als Vertreter des UN-Generalsekretariats, von NGOs und der Presse erhielten sie Einblicke in die Komplexität internationaler Politik.
In drei Tagen wurden vier sogenannte „Polis-Jahre“ durchgespielt. Dieser strukturierte Ablauf umfasste die Analyse der Weltlage, die Reaktion auf neue Ereignisse, interne Beratungen, Verhandlungen an der Börse und der Weltkarte sowie Reden im simulierten UN-Plenum. Dabei konnten die Teilnehmenden die Auswirkungen ihres Handelns am jeweils folgenden Polis-Jahr verfolgen.
Das Feedback am letzten Tag verdeutlichte die Lernerfolge: Die Teilnehmenden erkannten die Gleichzeitigkeit und Komplexität von Weltereignissen, lernten die Spielräume staatlicher und nichtstaatlicher Akteure kennen und entwickelten ein Verständnis für Interessenkonflikte und Lösungsansätze.
Die begleitenden Lehrkräfte beobachteten eine gute Gruppendynamik und stellten fest, dass bis spät in die Nacht über die Ereignisse des Tages diskutiert wurde. Die Jugendoffiziere hoben das Engagement der Gruppe und ihre konstruktiven Ideen hervor.
Unser Dank gilt den Jugendoffizieren für ihre professionelle Betreuung, dem Personal von Schloss Schney für die Versorgung, allen beteiligten Kolleginnen und Kollegen für ihr Engagement sowie unseren Schülerinnen und Schülern für ihr Interesse an politischen Zusammenhängen. „Pol&Is“ zeigte einmal mehr, dass politische Bildung anschaulich und nachhaltig vermittelt werden kann.
W. Dorn / M. Winterstein
OPEN-AIR auf dem Pausenhof des CEG
Ein Novum in Konzert-Kalender des CEGs war das Open-Air am Abend des 17. Juli 2025. Unsere zahlreichen Ensembles der Unter- und Mittelstufe beeindruckten den vollbesetzten Pausenhof mit ihren musikalischen Beiträgen.
Ganz neu dabei waren die Bläser-Ensembles der 6. und der 7./8. Klassen unter der Leitung von Gerhard Schwemmer bzw. Bernd Aschmoneit. Sie begeisterten mit rhythmisch anspruchsvollen, bravourösen Darbietungen und sind eine echte Bereicherung für unsere Ensemble-Landschaft!
Neu war auch der Auftritt aller 5. Klassen, die mit ihren stimmungsvollen Liedern mit Bodypercussion-Begleitung gezeigt haben, was für ein großartiges musikalisches Potential in dieser Jahrgangsstufe vorhanden ist.
Daneben konnten der Chor und die Streicher der 6. Klassen und der Chor der 7./8. Klassen mit ihren sommerlich, schwungvollen Stücken überzeugen.
Eine echte Bereicherung und ebenfalls ein Novum waren die Darbietungen der Akrobatik-Gruppe von Tina Winkler und Martin Lehnerer. Besonders die hervorragenden Choreographien, die erstaunlichen turnerischen Einzelleistungen und die tollen Standbilder – stets passend abgestimmt zur Musik – imponierten dem Publikum.
Abgeschlossen wurde das Open-Air von unseren Auswahl-Formationen: dem Cello-Ensemble, dem Jugendchor und dem Mädchenchor. Auf gewohnt hohem Niveau und mit großer Musikalität wurde die anspruchsvolle Akustik des Konzertes unter freiem Himmel gemeistert, woran auch die kompetente Verstärkungs-Technik ihren Anteil hatte.
Zum Gelingen dieses wunderbaren Abends unter unserem alten Baum-Bestand im Pausenhof trug nicht zuletzt auch das große Engagement des Elternbeirats bei: An drei verschiedenen Ständen wurden erfrischende Getränke verkauft, so dass echtes „Festival-Feeling“ aufkam. Publikum, Musizierende und auch die Ensemble-Leiter waren sich einig, dieses stimmungsvolle Konzert-Event auch im kommenden Schuljahr zu veranstalten und fest im CEG-Konzert-Kalender zu etablieren.
Philipp Barth
72. Europäischer Wettbewerb und Siegerehrung
Im Rahmen des 72. Europäischen Wettbewerbs erzielten auch dieses Jahr unsere Schülerinnen und Schüler große Erfolge unter dem Motto „Europa? Aber sicher!“. Dabei sollten sie sich mit den Herausforderungen unserer Zeit auseinandersetzen und Ideen für ein Leben in Freiheit und Sicherheit entwickeln.
Mit dem Thema „Europa – sozial und sicher?“ hat Melina Hartmann (Q 12) einen Bundespreise gewonnen.
Wir gratulieren auch herzlich allen, die die Bayerische Landesjury überzeugt haben:
- Ana Cecilia Smykala und Anastasiia Zelikova (5. Jgst.)
- Eva Johanna Schütz und Emmy Stammler (7. Jgst.)
- Marvin Elahy, Anne Ackermann, Leon Elahy, Johanna Schmutterer und Sofiia Tymchenko (Q12)
Die regionale Siegerehrung fand am 15. Juli 2025 in Altdorf statt.
Wir freuen uns gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern und gratulieren ihnen zu ihren Erfolgen.
Die Fachschaft Kunst des CEG
Vortrag „Rentenblicker“
Am 14. Juli 2025 informierte Herr Klatt von der Deutschen Rentenversicherung den Wirtschaftskurs der 12. Jahrgangsstufe über das deutsche Rentensystem.
In seinem Vortrag erklärte er, wie die gesetzliche Rente funktioniert, welche Beiträge geleistet werden und worauf junge Menschen bereits heute achten sollten. In seinem informativen Vortrag beleuchtete er dabei nicht nur die Grundlagen des deutschen Rentensystems, sondern zeigte auch auf, wie sich verschiedene Lebenswege nach dem Abitur auf die spätere Rentenzahlung auswirken können.
Die Schülerinnen und Schüler zeigten großes Interesse und nutzten die Gelegenheit, Fragen zu stellen und sich über ihre spätere Altersvorsorge zu informieren.
Tina Hassler
Einblick in die Vergangenheit: Christian Ahnsehls Zeitzeugenbericht zur DDR-Geschichte
Am 22. Juli 2025 erhielten die zehnten Klassen des Christian-Ernst-Gymnasiums eine besondere Geschichtsstunde. Im Filmsaal folgten unsere Schülerinnen und Schüler den Ausführungen von Herrn Christian Ahnsehl, der auf Einladung der Fachschaft Geschichte über seine persönlichen Erfahrungen als Jugendlicher in der DDR und seine (zunehmend un-)freiwillige Verstrickung mit dem Ministerium für Staatssicherheit (MfS) berichtete. Sein Vortrag bot nicht nur Einblicke in die Mechanismen eines totalitären Staates, sondern auch in die Komplexität menschlicher Entscheidungen und die Notwendigkeit von Aufarbeitung.
Herr Ahnsehl, geboren in Greifswald, wuchs in der DDR auf: Der Vater, in der SED aktiv und an der Universität tätig, die Mutter – untypisch für die DDR als Hausfrau tätig – war christlich geprägt. Häufige Konflikte der Eltern und mit den Eltern prägten Christian Ahnsehls Jugend. Obwohl er in jungen Jahren ein überzeugter Kommunist war und sogar als Klassen-Agitator Wandzeitungen erstellte, führte seine kirchliche Sozialisation – Konfirmation und Religionsunterricht – zu einem inneren Zwiespalt mit der offiziellen DDR-Doktrin.
Dieser Zwiespalt und erste Zweifel an der Diskrepanz zwischen Darstellung und Realität äußerten sich auf unerwartete Weise. Als 13-Jähriger wurde er als „Agitator“ in seiner Klasse abgewählt, unter dem Vorwurf, an Gott zu glauben – eine Demütigung, die ihn paradoxerweise nur noch überzeugter von der DDR machte, da er unbedingt gefallen wollte. Ein Wendepunkt in seinem Leben ereignete sich im Alter von 15 Jahren: In einem Akt jugendlicher Rebellion und als Ausdruck seiner inneren Unruhe schlich sich Christian Ahnsehl eines Abends in den Keller, nahm einen Topf Farbe und pinselte an die Schulwand: „Wacht auf, steht auf, befreit euch! Ich will leben!“ Die Folgen waren unmittelbar spürbar: Am nächsten Tag war das Schulgelände weiträumig abgesperrt, die Kriminalpolizei lud ihn zur „Klärung eines Sachverhalts“ vor. Im Verhör gelang es ihm glaubhaft zu machen, dass es sich um jugendlichen Leichtsinn und nicht um eine politische Opposition handelte. Eine Schulstrafe – Gartenarbeit – war die Folge.
Was Christian Ahnsehl damals nicht wusste: Die Stasi hatte ihn bereits im Visier. Seine Stasi-Akte wurde bereits 1984 eröffnet, noch bevor er die Losung an die Wand schrieb. Das MfS war durch die Überwachung kirchlicher Treffen auf ihn aufmerksam geworden und suchte gezielt nach Informanten in seinem Umfeld. Seine Losung an der Schulwand war für das MfS der Auslöser für eine direkte Ansprache. Bald darauf erhielt er einen zugesteckten Zettel mit der Aufforderung, sich für eine „weitere Zusammenarbeit“ bei der Polizei zu melden. Für den 15-Jährigen war das erste Treffen mit einem Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit, aus seiner damaligen Sicht, ein „besonders cooles“ Erlebnis – er traf sich ja schließlich mit dem Geheimdienst.
Er erklärte sich zur Mitarbeit bereit. Die Stasi baute in der Folge ein „kontrolliertes Vertrauensverhältnis“ zu ihm auf, mit konspirativen Treffen in Autos und Wohnungen, die zwei Mal wöchentlich stattfanden. Sein erster Auftrag war die Beobachtung einer Kirchenveranstaltung in Rostock. Kurz darauf begann seine eigentliche Tätigkeit als Inoffizieller Mitarbeiter (IM) unter dem Decknamen „Andreas Beckmann“: Er wurde bei den Sieben-Tages-Adventisten eingeschleust. Die geheimen Treffen der Gruppe im Keller einer Villa erhöhten die Spannung für den Jugendlichen und gaben ihm das Gefühl, wichtig zu sein. Nach jedem Treffen berichtete er der Stasi detailliert über Lagepläne, Gesprächsinhalte und die Identifikation von Personen mittels Fotos.
Doch mit der Zeit wuchs der innere Widerstand. Eine beiläufige Frage seines Vaters: „Ist irgendetwas mit der Stasi?“, belastete ihn. Christian Ahnsehl versuchte, die Treffen zu „schwänzen“, doch die Stasi reagierte psychologisch geschickt. Eine Postkarte, die seine Mutter erhielt, unterzeichnet mit „Andreas Beckmann“, machte ihm die Tragweite seiner Verstrickung bewusst. Drei Monate lang rang er um seinen Ausstieg. Die Stasi setzte ihn unter Druck, appellierte an seine Person und versuchte sogar, Druck über seine Familie aufzubauen. Die entscheidende Situation war, als das MfS ihn aufforderte, Informationen über seine Bandkollegen zu sammeln. Diese moralische Grenze war es, die seinen Wunsch nach Ausstieg bekräftigte. Es gelang ihm schließlich, seine Tätigkeit für den Geheimdienst einzustellen.
Nach der Wiedervereinigung Deutschlands stellte sich Christian Ahnsehl seiner Vergangenheit. Er entschuldigte sich persönlich bei dem Leiter der Sieben-Tages-Adventisten und suchte weitere Personen aus dem bespitzelten Kreis auf, um sich auch bei ihnen zu entschuldigen und das Geschehene aufzuarbeiten. Er recherchierte auch seinen damaligen Führungsoffizier beim MfS, Herrn Schröder, und setzte sich mit dessen Biografie auseinander.
Christian Ahnsehls Vortrag traf auf großes Interesse bei den Schülerinnen und Schülern der 10. Klassen. Er sprach über seine anfängliche naive Begeisterung, die wachsende Erkenntnis der Diskrepanz zwischen Ideologie und Realität und die komplexen Folgen seiner Entscheidungen. Während und nach dem Vortrag gab es viele Fragen, die Herr Ahnsehl geduldig und differenziert beantwortete. Einzelne Schülerinnen und Schüler bedankten sich im Nachgang persönlich für die interessanten Einblicke. Solche direkten Begegnungen mit der Zeitgeschichte sind besonders wertvoll für das Verständnis unserer jüngsten Vergangenheit und die Funktionsweise einer Diktatur. Sie zeigen auf deutliche Weise, wie individuelle Lebenswege von politischen Systemen geprägt werden können und wie wichtig die Aufarbeitung ist, um aus der Geschichte zu lernen und unsere demokratischen Werte zu schützen.
Wir danken Herrn Christian Ahnsehl herzlich für seinen Mut, seine Offenheit und die bedeutsamen Einblicke, die er unseren Schülerinnen und Schülern gewährt hat. Es war eine Geschichtsstunde, die bleibende Eindrücke hinterließ.
W. Dorn / M. Winterstein
Diesmal kein Abschied: Ein freudiges Fest der Musik
Ganz im Zeichen der Freude stand das Sommerkonzert des Christian-Ernst-Gymnasiums, das am Mittwoch, den 02.07.2025, in der Heinrich-Lades-Halle einem großen Publikum einen breitgefächerten Einblick in das musikalische Leben unserer Schule gab. Charmant und gekonnt führten die Schülersprecherin Nele Plog sowie der Schülersprecher Janis Alshuth durch das Programm.
Zur Eröffnung präsentierte das Orchester der sechsten Klassen unter der Leitung von Verena Stegemann (Einstudierung der Bläser: Gerhard Schwemmer) die englischen Hymnen „Land of Hope and Glory“ von Edward Elgar sowie „Amazing Grace“ mit Überzeugung und Klangfülle.
Dass Musik niemals statisch ist, zeigte der Jugendchor (Leitung: Julian Bobe), der freudig-bewegt und von Bianca Fiegl choreografiert einerseits das traditionelle englische Lied „Scarborough Fair“ als auch den Song „Na Na Na“ von Pentatonix, eine Hymne auf Träume und Freiheit, interpretierte.
Eine große Vielfalt der Streichermusik zeigte das Kammerorchester unter der Leitung von Christoph Steiner-Heinlein. Neben klassischer Streicherliteratur wie zwei Sätzen aus Leoš Janáčeks „Idylle“ zeigten die Schülerinnen und Schüler auch die Pop-Qualitäten des Ensembles, indem sie schwungvoll Michael Jacksons Hit „Beat it“ interpretierten.
Der sich anschließende Auftritt von Mädchenchor und Großem Chor (Ltg. Philipp Barth und Julian Bobe) folgte ebenfalls der freudigen Stimmung des Abends, etwa mit dem „Himmlischen Lachen“ aus den Fünf Haikus von Julian Bobe, dem schwungvollen slowenischen Lied „Ta Na Solbici“ von Samo Vovk oder dem Pentatonix-Song „Sing“, einer Hymne auf das Singen.
Kraftvoll und klangstark führte das Orchester der 7./8. Klassen unter der Leitung von Christine Barth (Einstudierung der Bläser: Bernd Aschmoneit) das begeisterte Publikum nach der Pause unter anderem mit der Filmmusik von „The Mask of Zorro“ in die energische Klangwelt spanischer Musik.
Ebenfalls mit perkussiven Elementen konnte das Blasorchester (Leitung: Regina Scherer) aufwarten: neben einem Ausschnitt aus „Herr der Ringe“ brachte es den Klassiker „The Typewriter“ von Leroy Anderson mit viel Spielwitz zu Gehör: Benjamin Heermann brillierte hier an der Schreibmaschine als Solist.
Als Gesangs-Solisten brachte die Bigband von Bernd Aschmoneit in einem Arrangement des Jazz-Standards „Fly Me To The Moon“ Bill Xiang auf die Bühne und rahmte diesen Auftritt mit Count Basies „One O’Clock Jump“ und Victor Lopez‘ „Chick on the Grill“ ein.
Ebenfalls in die Galaxien entführte das Große Orchester (Leitung: Andreas Englhardt, Satzproben der Bläser: Bernd Aschmoneit) mit dem Jupiter-Satz aus Gustav Holsts „Planeten“. Arturo Márquez‘ „Conga del Fuego Nuevo“ bereitete mit einer neuen Spielart der Klassik aus Lateinamerika, die sich aus folkloristischen Melodien vor allem Mexikos und Kubas zusammensetzt, den krönenden Abschluss gebührend vor: mit Robert Miles‘ Song „Music“ berührten Großes Orchester, Bigband und Großer Chor gemeinsam die Gefühle des großen Publikums und entließen es euphorisch in einen warmen Sommerabend.
Ein in bisherigen Sommerkonzerten typischer Programmpunkt entfiel jedoch völlig: die Verabschiedung der Abiturientinnen und Abiturienten. Wir dürfen uns also sehr auf ein weiteres Konzert dieser Qualität im kommenden Schuljahr freuen!
Christoph Steiner-Heinlein
Fotos: Diego Sindbert
Einladung zur Sommerserenade am 17. Juli 2025
Ganz herzlich laden wir zu unserem Open-Air-Konzert ein, das am Donnerstag, den 17. Juli 2025, um 19:00 Uhr im Pausenhof des Christian-Ernst-Gymnasiums stattfindet.
Geboten wird wieder ein abwechslungsreiches, sommerliches Programm, das von verschiedenen Ensembles unserer Schule gestaltet wird. Unter anderem werden die 5. Klassen, die Chöre der 6. Klassen, der 7. und 8. Klassen, die Bläser der Orchester der 6. und der 7./8. Klassen, das Cello-Ensemble, das Herren-Ensemble sowie der Mädchenchor auftreten.
Zum ersten Mal wird es auch eine Akrobatik-Vorführung geben!
Für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt: Der Elternbeirat (unterstützt von der SMV) versorgt Sie ab 18:30 Uhr mit gekühlten Getränken. So können Sie sich auf einen stimmungsvollen Sommerabend mit viel Musik unter den alten Bäumen des Pausenhofs freuen!
Themenjahr „Faust“: ausgewählte Schülerinnen und Schüler der Q12 in der Klassikerstadt Weimar
Am Montag, den 07.07.2025, machten sich 14 Schülerinnen und Schüler des CEG auf die Reise nach Weimar, mitten hinein in die „kleine und große Welt“ von Goethes „Faust“. Dank unserer Kooperation mit der Klassik Stiftung Weimar wartete ein reichhaltiges und anregendes Programm auf alle: Besucht wurden neben dem Goethe-Wohnhaus und der dazugehörigen Dauerausstellung „Lebensfluten – Tatensturm“ auch die erst kürzlich eröffnete Ausstellung „Faust“, die insbesondere den „Faust II“ in den Blick nimmt und mit zahlreichen überraschenden und interaktiven Zugängen zu diesem komplexen Werk aufwartet. Aber auch das Goethe- und Schiller-Archiv öffnete seine Pforten für uns – hier war dem Besucher neben einer Einführung in die Archivarbeit zudem ein Blick auf die Original-Handschrift des „Faust II“ vergönnt. Einen Eindruck von den glanzvollen Zeiten der Weimarer Klassik vermittelte schließlich der Besuch des Rokoko-Saales in der Anna-Amalia-Bibliothek.
Doch die Jugendlichen waren nicht nur rezeptiv gefordert: In Kleingruppen sollten sie sich im Rahmen eines Wochenprojektes mit bestimmten Themengebieten des „Faust“ aktiv auseinandersetzen, den geistigen Input der Zeit in Weimar nutzen und ein digitales Produkt ihrer Wahl erstellen, das auf der allgemein zugänglichen Lernplattform der Klassik Stiftung namens „Youpedia“ veröffentlicht werden sollte. Das Ergebnis kann sich sehen lassen!
Entstanden sind drei sehr unterschiedliche Videos zu den Themen Natur, Liebe und künstlichem Leben bzw. künstlicher Intelligenz sowie die Titelseite einer Zeitung, die „News“ zu Faust verkündet. Doch sehen Sie selbst auf Youpedia der Klassik Stiftung Weimar.
Wir danken der Klassik Stiftung Weimar für eine sehr gelungene und erlebnisreiche Woche!
Stephanie und Arne Neurath
Lehrer am Gymnasium werden: Wie stressig ist das Referendariat?
Andy ist Lehramtsreferendar am Christian-Ernst-Gymnasium Erlangen. Studiert hat er an der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen. Heute soll er eine Lateinstunde vor den strengen Augen seiner Seminarlehrerin geben. Eine gute Übung für die drei Lehrproben, die er während seines Referendariats halten muss. Andy möchte gut abschneiden, denn Kritik wurmt ihn sehr. Doch hat er alles gut vorbereitet und werden die Schüler auch verstehen, worauf es dem jungen Lehrer ankommt?
#Lehrer #Lehramt #Referendariat #FAU
Bildrechte: BR/
„alpha Uni“ begleitet Studierende und junge Berufseinsteiger aus ganz Deutschland bei ihren Herausforderungen im Studium und ihren ersten Schritten im Beruf. Die Videos sind in der ARD Mediathek und auf dem „alpha Uni“ YouTube-Kanal, der inzwischen mehr als 91.000 Abonnenten hat, verfügbar.
alpha Uni in der ARD Mediathek – alpha Uni auf YouTube
Wie ich mich fühle
Einen interdisziplinären Blick in die aktuelle Gefühlswelt von Jugendlichen gewährt das Christian-Ernst-Gymnasium am Montag, den 21.07.2025, ab 18.00 Uhr in der Erlanger Stadtbibliothek. Nach einem multimedialen Auftakt im Eingangsbereich, der fotografische, akustische und in einer Schreibwerkstatt entstandene Schülerarbeiten zum Motto „Wie ich mich fühle“ präsentiert, entführen um 18.30 Uhr im Innenhof der Bücherei das Kammerorchester sowie das Cello-Ensemble mit einem Crossover Programm einerseits in romantische Klangwelten, andererseits zu impulsiven Rhythmen erfolgreicher Michael Jackson-Songs.
Ihren Höhepunkt findet die Veranstaltung in einer schauspielerisch-musikalisch interagierenden Interpretation des Leitthemas durch den Theaterkurs der 9.–11. Klassen sowie Schülerinnen und Schüler des Leistungsfaches Musik um 19.30 Uhr im Markgrafentheater im Rahmen der Erlanger Schultheatertage.
Die Veranstaltungen in der Stadtbibliothek sind kostenfrei, Tickets für die Abschlussveranstaltung können zum Sonderpreis direkt im CEG oder bei Schauspiel Erlangen erworben werden.
Unterstützt wird das Projekt von der Bürgerstiftung Erlangen im Rahmen des Projektes „Bühnenfuxx“.
Kreativ, kritisch, kameraerprobt – die Klasse 8c als Nachwuchsjournalistinnen und -journalisten
Vom 24. bis 26. Juni 2025 nahm die Klasse 8c an einem spannenden Seminar zum Thema Videojournalismus teil. In intensiven Workshops erfuhren die Schülerinnen und Schüler, wie journalistische Videobeiträge aufgebaut sind, was sie auszeichnet – und was sie sehenswert macht. Angeleitet von Medienprofis entwickelten sie eigene Themenideen, planten ihre Beiträge, filmten, schnitten und vertonten – alles in Eigenregie und mit großem Engagement.
Das Ergebnis: kurze, pointierte Videobeiträge zu selbstgewählten Themen, die nicht nur informieren, sondern auch überraschen. Einen kurzen Einblick darin finden Sie hier auf unserer Homepage. Viel Vergnügen beim Anschauen!
Ein Abend nur mit Streichinstrumenten
Christoph Steiner-Heinlein
Fotos: Yong Min Lee, 11c
Rollstuhlbasketball im Schulalltag – Sport, Spaß und neue Perspektiven
Am Mittwoch, den 04. Juni 2025, durften einige Schülerinnen der 7. und 11. Klassen eine ganz besondere Sporteinheit erleben: Ein inklusives Rollstuhlbasketball-Projekt, das vom RSV Bayreuth in Zusammenarbeit mit dem BVS Bayern durchgeführt wurde. Für unsere Schülerinnen war dies nicht nur eine sportliche Herausforderung, sondern vor allem eine wertvolle Gelegenheit, sich mit dem Thema Inklusion aktiv auseinanderzusetzen.
Den Anfang machten unsere Siebtklässlerinnen, die in der ersten 90-minütigen Einheit mit viel Neugier und Einsatz in den Rollstühlen Platz nahmen und erste Erfahrungen im Rollstuhlbasketball sammeln konnten. Im Anschluss hatten dann die Schülerinnen der 11. Klasse die Gelegenheit, sich in dieser besonderen Sportart auszuprobieren – ebenfalls mit großer Begeisterung und Offenheit. Mit viel Engagement und Begeisterung gingen die Schülerinnen ans Werk – erste Korbwürfe, schnelle Drehungen, intensive Pässe und ein ganz neues Gefühl für Koordination und Teamarbeit.
Besonders beeindruckt hat uns die persönliche Begegnung mit der Projektleiterin Dagmar van Hinte. In einem sehr offenen und ehrlichen Gespräch erzählte sie von ihrem Weg in den Leistungssport, von Herausforderungen und Erfolgen – und vor allem davon, wie wichtig echte Inklusion im Alltag ist. Unsere Schülerinnen hörten aufmerksam zu, stellten viele Fragen und traten in einen lebendigen, respektvollen Dialog.
Dagmar van Hinte brachte es am Ende sehr treffend auf den Punkt: „Inklusion beginnt mit Begegnung – und genau das haben wir heute erlebt: ein wertschätzender, offener Austausch und jede Menge Spaß beim gemeinsamen Spiel.“
Für uns als Schule war dieser Vormittag nicht nur sportlich bereichernd, sondern auch menschlich bewegend. Wir danken dem Team des RSV Bayreuth, dem BVS Bayern und ganz besonders Dagmar van Hinte für diese gelungene und inspirierende Veranstaltung – und freuen uns auf weitere gemeinsame Projekte.
Tina Winkler
Podcast-Projekt der Klasse 6b: Kreative Stimmen auf Sendung
Im Juni 2025 durfte die Klasse 6b unseres Gymnasiums an einem ganz besonderen Medienprojekt teilnehmen: Unter professioneller Anleitung von Pädagoginnen und Pädagogen des Medienzentrums Parabol produzierten die Schülerinnen und Schüler ihren eigenen Podcast.
Besonders spannend: Die Themen durften frei gewählt werden – und so reichten die Beiträge von spannenden Interviews über Alltagsthemen bis hin zu fantasievollen Hörspielen. Dabei lernten die Kinder nicht nur den Umgang mit Mikrofon und Schnitttechnik, sondern auch, wie man Inhalte plant, strukturiert und spannend erzählt.
Mit viel Kreativität, Teamarbeit und technischer Unterstützung entstanden abwechslungsreiche Mini-Podcasts über Haustiere, Sneaker, Quallen oder Essensgewohnheiten rund um die Welt, die am Ende des Projekts stolz präsentiert wurden. Ein tolles Erlebnis, das Medienkompetenz fördert – und Lust auf mehr macht!
Zwei Podcasts – über die Bedeutung und die Grenzen von Humor und die jugendliche Influencerin Zahide – sind hier zu hören:
Witzige Witze
Influencerin Zahide
Die Klasse 6b des CEG bedankt sich herzlich beim Medienzentrum Parabol für die engagierte Unterstützung.
Bundeswettbewerb Jugend musiziert 2025
In einem hochkarätig besetzten Teilnehmerfeld erzielten auch in diesem Jahr Schülerinnen und Schüler des Christian-Ernst-Gymnasiums Preise auf Bundesebene im Wettbewerb Jugend musiziert:
Benjamin Heermann (Mallets), Nils Decker & Thuy An Nguyen (Ensemble Alte Musik), Mathea Zentner (Duo: Klavier und ein Holzblasinstrument) sowie Jovan Sokic & Hjalte Munnecke (Gitarren-Duo).
Die Schulleitung und die Fachschaft Musik sind sehr stolz darauf, Bundespreisträgerinnen und Bundespreisträger zur Schülerschaft des CEG rechnen zu dürfen und gratuliert zudem den Lehrerinnen und Lehrern sowie den Eltern auf das Herzlichste!
Christoph Steiner-Heinlein
Öffnungszeiten des Sekretariats in den Pfingstferien 2025
10. bis 13. Juni 2025: geschlossen (aufgrund technischer Wartungsarbeiten)
16. bis 20. Juni 2025: geöffnet: MITTWOCH, 18.06.2025: 10.00 bis 12.00 Uhr
Sommerliche Konzerte im CEG
Am Mittwoch, den 02.07.2025, um 19.00 Uhr möchten wir Sie sehr herzlich zu unserem Sommerkonzert in der Heinrich-Lades-Halle einladen. Der Einlass beginnt um 18.15 Uhr. Eintrittskarten für 5,00 € liegen ab Montag, 23.06.2025 im Sekretariat bereit.
Es singen und musizieren beim Sommerkonzert die Orchester der 6. und 7./8. Klassen, das Kammerorchester, das symphonische Blasorchester, die Big Band, das große Orchester des CEGs, der Jugendchor, der acquire Mädchenchor und der große Chor. Das vielfältige und bunte Programm umfasst Highlights der Chor- und Orchestermusik, überraschende Arrangements und eine Auswahl von popig-jazzigen Nummern. Alle beteiligten Schülerinnen und Schüler sowie alle Musiklehrkräfte freuen sich sehr auf Ihren Besuch bei diesem Konzert!
Am Donnerstag, den 17.07.2025, werden wir dann zum ersten Mal ein Opern-Air-Konzert im Schulhof veranstalten, bei dem vor allem Ensembles der Unterstufe singen und spielen werden. Zudem laden wir Sie auch zu allen weiteren kulturellen Veranstaltungen des CEGs am Jahresende ein – alle Termine finden Sie auf unserer Homepage im Terminkalender.
Ein Stück deutscher Zeitgeschichte hautnah: Zeitzeuge Aribert Martin berichtet am Christian-Ernst-Gymnasium
Am Christian-Ernst-Gymnasium durften wir eine ganz besondere Veranstaltung erleben, die unsere Schülerinnen und Schüler beeindruckt hat: Herr Aribert Martin, ein ehemaliges Mitglied der Spezialeinheit GSG9, gab uns einen hautnahen Einblick in seine persönliche Geschichte und die dramatische Befreiung der entführten Lufthansa-Maschine „Landshut“ im Jahr 1977.
Die Veranstaltung wurde von unserem Kollegen Herrn Uschalt eröffnet, der die Entwicklung der Bundesrepublik von den 1950ern bis hin in die 1970er kurz skizzierte und dabei auf die Studentenbewegung und die Entstehung der RAF einging.
Mit den Ausführungen zu den Ereignissen des „Deutschen Herbstes“ übernahm Herr Aribert Martin selbst das Wort. Herr Uschalt moderierte das Gespräch. Herr Martin begann mit seinem persönlichen Werdegang und wie er zur GSG9 kam. Die beiden sprachen mit den Schülerinnen und Schülern auch über die schwierige Frage, wie die Gesellschaft und der Staat mit den Entführungen und Freipressversuchen der RAF umgehen sollten.
Der Kern seines Vortrages bildete jedoch die detaillierte Schilderung der Entführung der „Landshut“. Herr Martin zeichnete die tragische Route des Flugzeugs nach – von der Entführung auf Mallorca über Zwischenstopps in Italien, Zypern, Dubai und dem Süd-Jemen bis hin zur Ankunft in Mogadischu. Mit eindringlichen Worten berichtete er über die Landung in Aden und den Schock, den die Nachricht von der Ermordung des Flugkapitäns Jürgen Schumann durch die Entführer auslöste.
Spannend wurde es, als er die Situation in Mogadischu und die akribische Vorbereitung der Befreiungsaktion durch die GSG9 schilderte. Er ließ die Anwesenden teilhaben am Anschleichen an das Flugzeug und der minutiös geplanten und schließlich erfolgreichen Erstürmung, die die Geiseln rettete. Ein detaillierter, packender Bericht, der die Professionalität und den Mut der Einsatzkräfte deutlich machte.
Über den unmittelbaren Einsatz hinaus sprach Herr Martin offen über die psychischen Nachwirkungen und die fehlende Traumabewältigung für die Einsatzkräfte in der Zeit nach 1977. Besonders wertvoll für unsere Schülerinnen und Schüler war die Art und Weise, wie Herr Martin immer wieder Brücken zu ihrem eigenen Leben schlug. Er zeigte auf, welche Lehren man aus der Einstellung der GSG9, ihrem Zusammenhalt und ihrer Entschlossenheit für das eigene Handeln und für den Umgang mit Herausforderungen ziehen kann.
Die Veranstaltung schloss mit einer angeregten Fragerunde, in der die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit nutzten, ihre persönlichen Fragen an den Zeitzeugen zu richten.
Wir danken Herrn Aribert Martin von Herzen für diesen unvergesslichen und beeindruckenden Einblick in ein entscheidendes Kapitel deutscher Geschichte. Sein persönlicher Bericht hat das historische Ereignis lebendig werden lassen und unsere Schülerinnen und Schüler nachhaltig zum Nachdenken angeregt. Eine solche Begegnung mit einem Zeitzeugen ist von großem Wert für die historische und politische Bildung sowie die Persönlichkeitsentwicklung unserer jungen Menschen.
W. Dorn
Herzliche Einladung zum Streicherabend am 04.06.2025
Violine, Viola, Violoncello und Kontrabass – das sind die Mitglieder der Streicherfamilie. Beim traditionellen Streicherabend präsentieren Schülerinnen und Schüler des Christian-Ernst-Gymnasiums vom Anfangs- bis zum Fortgeschrittenen-Niveau in verschiedensten Ensembles die Vielfalt dieser Instrumente.
Herzlich laden wir zu unserem Streicherabend ein, der am Mittwoch, den 04.06.2025, um 18:00 Uhr in der Aula der Rückertschule am Ohm-Platz stattfinden wird. Der Eintritt ist frei.
Fachschaft Musik des Christian-Ernst-Gymnasiums
Anne-Frank-Tag am CEG
Zum Gedenktag für Anne Frank am 12. Juni 2025 liegt uns ihre Geschichte am Herzen, die in einer Plakatausstellung zu sehen ist, die in den beiden Wochen vor den Pfingstferien im Schulgebäude zu finden ist.
Dank der freundlichen Unterstützung des Anne-Frank-Zentrums können wir eine informative Ausstellung präsentieren, die sich intensiv mit dem Leben von Anne Frank auseinandersetzt. Auf den bereitgestellten Plakaten können alle Schülerinnen und Schüler sowie interessierte Mitglieder unserer Schulfamilie durch Texte, Bilder und QR-Codes in das Leben und die Geschichte von Anne Frank eintauchen.
Die Ausstellung regt zum Nachdenken an, informiert und schafft ein tieferes Verständnis für die Schrecken der Verbrechen des Nationalsozialismus und die Bedeutung von Toleranz und Zivilcourage. Wir freuen uns auf eine rege Teilnahme der Schülerinnen und Schüler, die auch herzlich eingeladen sind, außerhalb des Unterrichts durch die Ausstellung zu gehen.
Wienfahrt der Q12 vom 07. – 11. April 2025
Wie auch die letzten Jahre fanden im Frühjahr wieder die Studienfahrten der 12. Jahrgangsstufe statt. Für die kunst- und musikinteressierten Schülerinnen und Schüler standen die kulturhistorischen Highlights der Stadt Wien im Fokus.
Das dichte Programm bot ein Potpourri unterschiedlicher kultureller Veranstaltungen. Neben dem Besuch des Schlosses Belvedere, der Albertina sowie Albertina Modern, des Sezessionshauses wie auch des Natur- und Kunsthistorischen Museums bot sich die Gelegenheit, die zeitgenössischen Tendenzen in der Architektur im Campus der Wirtschaftsuniversität Wien zu erkunden. Das umfangreiche Angebot im Haus der Musik sorgte dafür, dass die Musik sowohl informativ als auch interaktiv einen Nachmittag abrundete. In einer Führung haben einige Schüler sogar die Klänge außergewöhnlicher historischer Instrumente, wie z.B. des Blechblasinstrumentes Zink, neu entdecken können.
Während der Mittagspausen hatten die Schüler die Gelegenheit, gleichzeitig neben der Jause gleichzeitig auch die Atmosphäre der Jahrhundertwende in vielen Wiener Cafés zu genießen.
Für das Abendprogramm gab es eine breite Palette an Veranstaltungen. Die Schüler konnten zwischen Oper, Ballett, Konzerten der Wiener Philharmoniker, Musicals, Kabarett oder sogar Wrestling-Theater frei wählen. Es war also definitiv für jeden etwas dabei und die Stimmung in der Gruppe war großartig.
Das Wien-Team der Q12
Zeitung und Demokratie – ein Projekt im Deutschunterricht der Klasse 8b
In den letzten Wochen haben wir uns im Deutschunterricht mit dem Thema „Zeitung“ beschäftigt. Jede/-r von euch hat wahrscheinlich schon einmal eine Zeitung in der Hand gehalten. Aber verliert man nicht schnell den Überblick, wo in der großen Menge der Nachrichten der Artikel ist, den man gerne lesen möchte? Wir jetzt nicht mehr. Denn wir haben uns mit dem Aufbau einer Zeitung befasst, in verschiedenen Zeitungen und Artikeln gestöbert und zum Abschluss noch ein großes Plakat für unser Treppenhaus gebastelt, auf dem jeder lesen kann, wie wichtig Zeitungen sind. Doch davon später.
Als Erstes hat jede/-r von uns eine Zeitung bekommen und wir durften einfach mal in verschiedene Artikel hineinlesen und schauen, was uns gefällt. Diese Artikel haben wir uns gegenseitig vorgestellt. Schließlich haben wir gesammelt, um welche Themenbereiche es in den Artikeln ging und sie den sogenannten Ressorts zugeordnet. Die wichtigsten Ressorts sind: Politik, Wirtschaft, Sport, Kultur (= Feuilleton), Lokales (und Regionales).
Aber wer formuliert journalistische Texte jetzt eigentlich? Ein Journalist, ein Redakteur, ein Korrespondent oder ein Reporter? Ein Reporter recherchiert direkt vor Ort, ein Korrespondent berichtet meist aus dem Ausland, ein Redakteur redigiert die gelieferten Berichte. Journalist ist eher ein Oberbegriff.
Außerdem haben wir uns mit den unterschiedlichen Textsorten einer Zeitung auseinandergesetzt. Kennt ihr die Unterschiede zwischen der kurzen Nachricht, dem sachlichen Bericht, dem meinungsbildenden Kommentar, der bewertenden Rezension oder der sarkastischen Glosse? Besonders interessant war es, Berichte und Kommentare zum gleichen Thema zu vergleichen. Vor allem, weil gerade die Frage, ob Handys in der Schule ganz verboten sein sollten, durch die Presse ging. Aber wir haben auch aktuelle Berichte zur Einschränkung der Pressefreiheit in anderen Ländern gelesen.
Zum Abschluss haben wir dann noch gemeinsam einen großen „Zeitungsteppich“ gebastelt, indem wir die von uns gelesenen Zeitungen nebeneinander geklebt haben. Darauf haben wir dann Papierstreifen geklebt, auf die wir Artikel 5 des Grundgesetzes geschrieben haben. In Artikel 5 des Grundgesetzes steht nämlich: „Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.“
Dieses Recht, die Pressefreiheit, ist für Journalisten beim Schreiben einer Zeitung sehr wichtig. Und dieses Recht garantiert uns, dass wir uns als Leser und Leserinnen aus verschiedenen Zeitungen informieren und uns eine eigene Meinung bilden können. Pressefreiheit ist also ein wichtiger Baustein unserer Demokratie!
Carla Rubenbauer und Pia Müller, Kl. 8b
„acquire – mädchenchor erlangen“ singt Uraufführungen beim Valentin-Becker-Kompositionswettbewerb
Am Samstag, den 10. Mai 2025, war der „acquire – mädchenchor erlangen“ des Christian-Ernst-Gymnasiums eingeladen, beim renommierten „Valentin-Becker-Kompositionswettbewerb“ in Bad Brückenau drei Uraufführungen zu singen. In den Kategorien „Original-Komposition“, „Bearbeitung / Arrangement“ und „Sonderpreis“ waren Kompositionen für Mädchenchor prämiert worden – diese ganz neuen Werke zum ersten Mal aufzuführen war für den CEG-Mädchenchor Ehre und Herausforderung zugleich.
Alle Kompositionen waren stilistisch modern gehalten und technisch und musikalisch äußerst anspruchsvoll. Die Mädchen haben diese Aufgabe (unter der Leitung von Philipp Barth) bravourös gemeistert, alle Zuhörer und speziell auch das Fachpublikum war von den Uraufführungen bei der Preisverleihung begeistert!
Besonders gefreut hat uns natürlich, dass der Preis für die beste Original-Komposition an unseren CEG-Kollegen Julian Bobe für sein Werk „Fünf Haikus“ für Mädchenchor ging und wir dieses Werk uraufführen durften!
Philipp Barth
Berlin hautnah: Eine inspirierende Reise in Geschichte und Gegenwart
Die Berlinfahrt der 11. Jahrgangsstufe Anfang April 2025 war ein voller Erfolg und bot uns Schülerinnen und Schülern eine beeindruckende Mischung aus politischer Bildung, historischer Reflexion und kulturellen Entdeckungen.
Der erste Programmpunkt unserer Reise, gleich am ersten Tag nach unserer Ankunft, war der Besuch des Reichstagsgebäudes. Die Möglichkeit, die beeindruckende Architektur des Reichstags zu erleben und mit Hilfe von Michael S. Cullen, dem Ideengeber für die Reichstagsverhüllung 1995 in die Geschichte von Christos Projekt einzutauchen, brachte uns die Bedeutung des Gebäudes näher. Die Vorträge von Mitarbeitern des Bundestages gaben wertvolle Einblicke in die parlamentarischen Abläufe und die Arbeit und Aufgaben der Abgeordneten. Dies war insbesondere auch deshalb spannend, weil wir uns mitten in den Koalitionsverhandlungen zur neuen Regierungsbildung befanden.
Gleich am zweiten Tag wartete der zweifellos emotionalste Teil der Berlin-Fahrt auf uns, der Besuch der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der uns allen die Menschenrechtsverletzungen durch das DDR-Regime veranschaulichte. Die authentischen Einblicke in die Welt des ehemaligen Stasi-Gefängnisses hinterließen einen tiefen Eindruck bei jedem von uns. Die Begegnung mit Zeitzeugen und die Auseinandersetzung mit den Methoden der politischen Verfolgung in der DDR schärften das Bewusstsein für die Bedeutung von Freiheit und Rechtsstaatlichkeit. Dieser Besuch war bewegend und trug maßgeblich zum historischen Bildungsprofil der Reise bei. Wie die meisten der Vorträge unserer Berlinwoche, war auch dieser sehr schülernah gestaltet und so konnten wir alle, trotz akuter Müdigkeit gut lauschen. Ebenso vertiefte der Besuch der Villa, in der die Wannsee-Konferenz stattfand, unser Wissen über die Planung der systematischen Ermordung der europäischen Juden, wobei insbesondere die Täterprofile im Fokus standen.
Am Mittwochnachmittag bot der Besuch des Abschnitts der Berliner Mauer an der Bernauer Straße einen weiteren wichtigen und spannenden Programmpunkt. Wir erlebten durch eine weitere Führung, diesmal an der frischen Luft, Geschichte nicht nur als Vergangenes, sondern als etwas, das den heutigen Alltag noch immer prägt.
Den kulturellen Abschluss der Fahrt bildete der Besuch der Neuen Nationalgalerie. Die beeindruckende Sammlung moderner Kunstwerke in dem von Ludwig Mies van der Rohe erbauten Gebäude bot eine willkommene Abwechslung und eröffnete neue Perspektiven auf künstlerische Ausdrucksformen des 20. Jahrhunderts. Die klare Architektur des Gebäudes schuf einen inspirierenden Rahmen für die Begegnung mit bedeutenden Werken der Malerei, unter anderem von Gerhard Richter und Francis Bacon.
Neben diesen Höhepunkten war aber auch für unterhaltsame Abende gesorgt: ob in Kleingruppen die Stadt erkunden oder in einem der Abendprogramme, von Oper bis Quatsch Comedy Club stand einiges zur Auswahl.
Insgesamt war die Berlinfahrt der 11. Jahrgangsstufe eine äußerst wertvolle und vielseitige Erfahrung. Die Kombination aus politischer Bildung, historischer Auseinandersetzung und kulturellen Eindrücken ermöglichte es uns, die deutsche Hauptstadt in ihren unterschiedlichen Facetten kennenzulernen. Diese Reise wird sicherlich noch lange in guter Erinnerung bleiben,
Vielen Dank an die Lehrkräfte (Frau Winterstein, Frau List, Frau Kilau, Herr Dorn, Herr Peters und Herr Iuga), die uns auf dieser Entdeckungsreise begleitet und das Programm für uns möglich gemacht haben.
Juliana Müller und Mia Banski (11a)
Herzliche Einladung zur interaktiven Ausstellung „Offen aus Tradition?“
Junge Preisträger
Gerne lädt die Fachschaft Musik zu einem besonderen Konzert ein: Am 3. Mai 2025 spielt um 19.00 Uhr in der Martha-Kirche Nürnberg unsere ehemalige Schülerin und inzwischen sehr erfolgreiche Solistin Alma Keilhack in der Reihe „Junge Preisträger“ des Mozartvereins Nürnberg ein anspruchsvolles und sehr interessantes Programm.
Weitere Informationen unter:
https://www.mozartverein1829.de/junge-preistraeger-i-samstag-03-05-2025/
Julian Bobe
Erfolge beim Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ 2025
Ganz herzlich gratulieren wir den Preisträgerinnen und Preisträgern des diesjährigen Landeswettbewerbs „Jugend musiziert“, dessen aktuelle Auflage 2025 in Augsburg stattgefunden hat:
Henrik Seene, Percussion
Benjamin Heermann, Mallets
Frida Moebus, Violoncello
Timotheus Li, Violine
Lisa Adam, Violoncello & Lena Pikkemaat, Klavier
Nils Decker, Violine & Thuy An Nguyen, Blockflöte
Mathea Zentner, Klavier
Yiwen Elena Han, Klavier
Christian Schwarz & Victoria Buchfelder, Gitarre
Jovan Sokic & Hjalte Munnecke, Gitarre
Besonders drücken wir Benjamin Heermann, Nils Decker & Thuy An Nguyen, Mathea Zentner sowie Jovan Sokic & Hjalte Munnecke die Daumen, die zur Teilnahme am Bundeswettbewerb nominiert wurden.
Christoph Steiner-Heinlein für die Fachschaft Musik
Von Zauberharfen, Rittern, Helden und Idyllen
Das Frühjahrskonzert des Christian-Ernst-Gymnasiums spannte am Mittwoch, den 2. April 2025, in der Altstädter Kirche einen weiten stilistischen Bogen, befasste sich jedoch immer wieder mit Themen, die sagen- und heldenhafte Züge an den Tag legten.
Mit einem Werk von Heinrich VIII. („Pastime with Good Company“) sowie einer Komposition von William Byrd („The Earle of Oxenforde’s March“) entführte das Blechbläser-Ensemble unter der Leitung von Regina Scherer zunächst mit prachtvollen Klängen in die Welt englischer Fürsten und Könige der ausgehenden Renaissance- und beginnenden Barockzeit. Anschließend lenkte Regina Scherer das Blasorchester in ganz andere Imperien: Mit „The Mandalorian“ tauchte das Ensemble mitreißend in die Star Wars-Welt ein und begeisterte das Publikum mit einem opulenten Bläser-Arrangement des Soundtracks.
Scheinbar zartere Klänge kündigte das Programm mit einem Beitrag der für den Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ qualifizierten Gitarristen Hjalte Munnecke und Jovan Sokic an. Im Duo brachten sie Paolo Bellinatis Komposition „Jongo“ zu Gehör: In der Verschmelzung von afrikanischen und brasilianischen Stilen blieb es nicht bei gezupfter Musik. Die Duopartner zeigten auch feinabgestimmt, wie gut die Gitarre als Percussioninstrument einsetzbar ist.
Mit einer Uraufführung und einem sehr populären klassischen Werk schloss das neunköpfige Celloensemble (Ltg.: Christoph Steiner-Heinlein) an die kammermusikalische Einlage der Gitarren an. Auf das klangvoll-düstere „Pezzo ostinato“ des ehemaligen CEG-Kollegen Horst Rudolf Windhagauers folgte Brahms‘ aufgeweckter und allseits bekannter fünfter „Ungarischer Tanz“, den die Celli virtuos meisterten.
Idyllische Landschaftsszenen stellte der mährische Komponist Leoš Janáček vor: Das von Christoph Steiner-Heinlein geleitete Kammerorchester präsentierte zwei dieser romantischen Impressionen aus der Komposition „Idyla“ mit weichem und einfühlsamem Klang.
Als Solist konnte sich Frederik Tangermann (Q12) auf die transparente Begleitung durch das Streichorchester verlassen: mit seinem gekonnten Vortrag eines Fagottkonzertes in C-Dur von Antonio Vivaldi lud er das Publikum ein, ihm in die Umgebung des barocken Venedigs zu folgen.
Eine heldenhafte Tat beschrieb der Violinsolist David Nüsslein (Q12) mit seinem Auftritt: Innig interpretierte er mit dem Großen Orchester (Ltg.: Andreas Englhardt) den Soundtrack zum Film „Schindler’s List“ von John Williams, der Mitmenschlichkeit im grausamen Umfeld der nationalsozialistischen Weltsicht in den frühen 1940er-Jahren darstellt.
Reine Virtuosität stand hingegen im Mittelpunkt der „Toccata“ aus dem Marimbakonzert von Alfred Reed. Der ebenfalls für den Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ qualifizierte Solist Benjamin Heermann (Q12) ließ hier zur swingenden Orchesterbegleitung seine Marimbaphonschlägel wirbeln und tanzen.
Vollendet wurde das Programm mit Schuberts Ouvertüre zum Melodram „Die Zauberharfe“. Gekonnt meisterten die Schülerinnen und Schüler des Großen Orchesters die virtuosen Passagen des Vorspiels zum leider verschollenen romantischen Ritterstück und führten musikalisch bildhafte Zauber- und Ritterszenen vor die Augen der Zuhörer.
Christoph Steiner-Heinlein
Fotos: Maximilian Schenkel, Yong Min Lee (11c)
Ciao, bella Italia – Scambio 2025
Auf nach Bella Italia hieß es für die Italienisch-Kurse der Q12 am Samstagmorgen, den 05. April 2025. Nach guten 10 Stunden Fahrt waren wir an unserem Ziel angekommen: dem kleinen Städtchen Thiene bei Vicenza in der Region Venetien. Dort wurden wir herzlich empfangen von unseren Austauschpartnern, die uns im Februar bereits in Deutschland besucht hatten. Die nächsten Tage in Italia waren voller abwechslungsreicher Erlebnisse und besonderer Erfahrungen. In den Gastfamilien, in Schülergruppen oder mit den betreuenden Lehrkräften und der gesamten Gruppe zusammen – es war immer etwas Spannendes geboten.
Bei milden Temperaturen und Sonnenschein erkundeten wir die Schönheit verschiedener italienischer Städte wie Verona, Bassano del Grappa, Marostica, Vicenza oder auch Venedig. Dabei beeindruckte uns nicht nur die atemberaubende Architektur aus zahlreichen Epochen, sondern besonders auch die reichhaltige und köstliche italienische Küche.
Ob bei Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften oder Familien, überall wurden wir mit offenen Armen aufgenommen. Wir konnten so auch lernen, dass sprachliche oder kulturelle Unterschiede keine Hindernisse für liebevolles und gemeinschaftliches Beisammensein bedeuten müssen. Das Eintauchen in die Sprache, für eine Sprachenklasse natürlich primäres Ziel, aber auch in die Kultur, bereicherte uns und brachte uns unseren europäischen Nachbarn auf ganz besondere Weise näher.
Nach nur einer knappen Woche mussten wir uns dann schweren Herzens auch schon wieder verabschieden, als wir uns Freitagmorgen auf den langen Heimweg machten.
Ciao, bella Italia, wir freuen uns schon auf das nächste Wiedersehen!
Elias Lott
Öffnungszeiten des Sekretariats in den Osterferien 2025
Liebe Eltern, liebe Schülerinnen und Schüler,
das Sekretariat ist in den Osterferien jeweils am Mittwoch (16.04.2025 und 23.04.2025) von 10.00 bis 12.00 Uhr besetzt – ansonsten sind wir jederzeit per eMail zu erreichen.
Wir wünschen allen schöne Osterferien!
„Deine Stimme zählt“ – Das CEG auf dem UNESCO-Jugendforum 2025
Das Thema Demokratie ist in diesem Schuljahr von besonderer Bedeutung: Nicht nur im Zuge der neu eingeführten Verfassungsviertelstunde, sondern auch Ereignisse wie die Bundestagswahl im Februar und das Erstarken demokratiefeindlicher Parteien und Einstellungen, nicht zuletzt auch unter Jugendlichen, sorgen für eine besondere Brisanz an Schulen.
Wie Demokratie und Partizipation Schülern aller Jahrgangsstufen vermittelt werden können und sollten, war auch die zentrale Fragestellung des UNESCO-Jugendforums 2025, auf dem auch das CEG mit zehn Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen acht bis zwölf vertreten war.
Unter dem Motto „Jugend und Partizipation – Deine Stimme zählt!“ arbeiteten die CEG-Schüler mit solchen anderer UNESCO-Projektschulen aus ganz Bayern an Workshops, die sich mit zentralen Werten der UNESCO wie Menschenrechten, Demokratie und Pluralismus sowie deren Vermittlung beschäftigten.
Veranstaltungsort waren dabei die Kaiserstallungen der Nürnberger Burg. Neben der Arbeit an den Workshops, die nicht nur neue Erkenntnisse zu Themen wie dem rechtsterroristischen NSU-Komplex, den Nürnberger Prozessen und Antidiskriminierung für die Schülerinnen und Schüler mit sich brachten, sondern auch zum lebhaften Austausch von Gedanken zur Demokratietheorie führten, nahmen die CEG-Schüler darüber hinaus auch eine führende Rolle bei der Eröffnungsveranstaltung ein.
In einer Diskussionsrunde zwischen den Veranstaltern und Teilnehmern, die während der Auftaktveranstaltung im historischen Rathaussaal der Stadt Nürnberg stattfand, debattierten auch zwei Schüler des CEGs über die Frage, wie Demokratievermittlung und Partizipation an Schulen funktionieren kann. Durch den lebhaften Diskurs konnte nicht nur unser EPAS-Kurs vorgestellt werden, sondern innovative Ansätze anderer Schulen wurden ebenfalls kennengelernt, um das Konzept in Zukunft weiter zu verbessern.
Beim abendlichen Schafkopf mit der Begleitlehrkraft Herr Peters wurden die Erkenntnisse des jeweiligen Tages von den CEG-Schülern zusätzlich reflektiert.
Die drei Tage auf der Nürnberger Burg waren für alle beteiligten eine ertragreiche Erfahrung. Aber nicht zuletzt konnte auch die politische Bildung an bayerischen Schulen durch Jugendliche reflektiert und mit neuen Ideen bereichert werden. Das wird hoffentlich zu einer flächendeckenden Weiterentwicklung der Demokratiebildung durch die UNSECO Bayern führen, die auch vom lokalen Engagement vieler Schülerinnen und Schüler bereichert wird.
Aron Klemm
CEG-Kammermusik bei DATEV und im Logenhaus
Bei der Jahres-Veranstaltung der Nürnberg Firma DATEV zur Verleihung der Spendenpreise für soziales Engagement Ende Februar umrahmte das Klaviertrio der Schule in hochqualitativer Weise. Mit Chopins „Minutenwalzer“, Mozarts „Türkischem Marsch“ aus der A-Dur-Sonate zeigte Bill Xiang sein großes Können, im Trio „Por una Cabeza“ vereinigten sich Violine (Paul Morneburg), Bratsche (Annalena Frank) und Klavier zu einem schwungvollen Ensemble. Die sechsstellige Summe an Spenden-Ausschüttung erzeugte bei den Vereinen und Initiativen eine überaus frohe Stimmung, die Musik unserer Schülerinnen und Schüler bereicherte die Veranstaltung musikalisch.
Die Freimaurer-Loge lud am 16. März zur Verleihung des Förderpreises für „humanitäres Engagement“ ein. Der Preisträger „Die Bahnhofsmission Erlangen“ konnte den Preis in der stimmungsvollen Atmosphäre des Erlanger Logenhauses entgegennehmen. Die musikalische Gestaltung übernahm das Streich-Quintett des CEGs mit Mozarts Streichquintett g-moll, dem rührseeligen „Come back to Sorento“ und einem emotionalen Tango „Tango not Fango“.
Gegen jede Krankheit ist ein Kräutlein gewachsen…
…behauptete einst Sebastian Kneipp, der auch als „Kräuterpfarrer“ und „Wasserdoktor“ bekannt geworden ist. Menschen wie er rückten die heilende Kraft von Natur und deren Kräuter in den Mittelpunkt – Erkenntnisse, die sich sowohl Pharmaindustrie als auch Kosmetikhersteller nutzbar machen. Nicht selten wird mit „Natur“ geworben, wo letztlich nur Chemie enthalten ist. Diesen Umstand nahm sich das P-Seminar Katholische Religionslehre zum Anlass, nachzuforschen und unternahm eine Exkursion zum Naturkosmetikhersteller Weleda nach Schwäbisch Gmünd. Vor Ort überraschte der Betrieb mit Demeter zertifizierten Anbauflächen und zeigte, dass seine Philosophie nicht nur reines Lippenbekenntnis ist, sondern tagtäglich auch in internationaler Kooperation gelebt wird. Das Seminar gewann einen Einblick, wie sich Nachhaltigkeit auch industriell vorantreiben lässt und lernte mit den Säulen Ökonomie – Ökologie – Soziales die Grundpfeiler für Mensch und Natur verträglichen Wirtschaftens kennen.
Thomas Bittner-Brehm, Kursleiter
Die News-WG am CEG
Der Instagram-Kanal des Bayerischen Rundfunks für Jugendliche berichtet aus unserer Schule
Wie funktioniert eigentliche eine Verfassungsviertelstunde? Diese Frage stellte sich die News-WG, ein Format des Bayerischen Rundfunks auf der Plattform Instagram.
Die News-WG besteht aus drei Moderatorinnen und Moderatoren, die politische Inhalte (nicht nur) für Schülerinnen und Schüler und alle Interessierten auf Instagram präsentierten und mit der Community diskutieren. Die Moderatorin Minusch hat bei uns an zwei Verfassungsviertelstunden teilgenommen und mit unseren Schülerinnen und Schülern, aber auch Lehrkräften über die Verfassungsviertelstunde gesprochen.
Die Verfassungsviertelstunde wurde in diesem Jahr an allen bayerischen Schulen – am Gymnasium zunächst in den Klassen 6, 8, 11 – eingeführt: Jede Woche sprechen die Klassen gemeinsam über die Grundwerte unserer Verfassung, über ein demokratisches Miteinander oder aktuelle politische Probleme. Die Viertelstunde soll Lust machen auf politische Diskussionen und den Austausch miteinander, und dadurch natürlich auch die Demokratie stärken.
Was unsere Schülerinnen und Schüler darüber denken, erfahrt ihr im Beitrag der NewsWG:
https://www.instagram.com/news_wg/
Und für uns war der Besuch der News-WG natürlich auch spannend, denn so konnten wir einmal hautnah erleben, die Beiträge in den sozialen Medien erstellt werden.
Einladung zum Frühlingskonzert am 2. April 2025
Die Fachschaft Musik freut sich, wieder zum Frühlingskonzert einladen zu dürfen. Das Konzert findet am Mittwoch, 2. April 2025 um 19.00 Uhr in der Altstädter Kirche statt.
Bei diesem Konzert musizieren die Blechbläser des CEGs, das Blasorchester, das Cello-Ensemble, das Kammerorchester und das Große Orchester. Das Programm spannt dieses Jahr den Bogen von farbig arrangierter Filmmusik über anspruchsvolle Solo-Konzerte hin zu symphonischen Klängen.
Das Konzert ist kostenlos und es werden keine Karten benötigt.
Weitere Informationen zu unseren Veranstaltungen, zusätzliche Termine und Informationen finden sich auch auf unserer Homepage.
Alle Schülerinnen und Schüler und die Musiklehrkräfte freuen sich über zahlreiche und begeisterte Zuhörerinnen und Zuhörer!
3. Platz beim Bezirksfinale Schwimmen 2025
Am 27. Februar 2025 war es wieder soweit. Wir zehn Mädchen vom CEG schwammen im Westbad das Bezirksfinale gegen sechs andere Schulen aus der Region. Mit vielen persönlichen Bestzeiten erreichten wir nicht nur einen tollen 3. Platz, wir hatten auch viel Spaß als Team und haben uns gegenseitig super unterstützt und angefeuert. Nächstes Jahr sind wir wieder dabei!
Grüße von der Wintersportwoche aus Saalbach
Sonnige Grüße von der Wintersportwoche der 7abe im März 2025 aus Saalbach! Neuschnee in der Nacht von Montag auf Dienstag und die strahlende Sonne sind perfekt für unsere Skiausflüge. Die Pisten sind in einem traumhaften Zustand, wir genießen jede Sekunde auf den Skiern.
Die Berge bieten eine atemberaubende Kulisse, und die frische Bergluft ist eine wahre Wohltat für Körper und Geist. Egal ob Anfänger oder Profi, hier findet jeder die perfekte Abfahrt. Und auch die Wintersportgruppe wagt sich auf die verschneiten Gipfel!






























































