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Exkursion des Martius-Ensembles nach Brasilien – Reiseblog

Das Martius-Ensemble war Ende August / Anfang September für zwei Wochen auf Exkursion in Brasilien. Nachfolgend berichten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von ihren Erlebnissen.

 

Samstag / Sonntag, 09. / 10.09.17

Hallo vom Expeditionsteam (ein letztes Mal…),

über die Heimreise am Samstag und Sonntag berichten Jana und Claudia:

„Abflug!“ (Herr Barth, jeden Tag beim Verlassen des Hauses) – heute galt es zum erstenmal wortwörtlich!

Ein letztes Mal recken und strecken sich die Martius-MusikerInnen in ihren Bettchen und lauschen der (ebenfalls) täglichen Morgenmusik von Herrn Barth. Der Vormittag bestand aus selbständiger Nahrungssuche bzw. Resteessen und Packen. Aufgrund von Futtermangel für die Flugreise gingen einige tapfere EntdeckerInnen in den Supermarkt zum Jagen (Bananen und andere Früchtchen). Gegen 12 Uhr befand sich in jedem Koffer das Gepäck und die Mitbringsel – so verteilt, dass keiner mehr als 23 kg hatte. Fleißige Flusensammlerinnen fegten noch einmal durchs Haus, während andere das nach zwei Wochen zum ersten Mal aufgeräumte Haus mit ihren Handykameras dokumentierten („Da ist ja noch Tisch unter dem Essen!?“).

Um 13 Uhr – nach den letzten Gruppenfotos und Abschiedsküsschen vor dem Haus – bestiegen wir den Bus und wurden von dem „Formel 1 -Busfahrer“ innerhalb weniger Stunden nach Bello Horizonte kutschiert. Am Flughafen angekommen, standen wir sehr lange am Check-in an: alles Handarbeit (aus Frankfurt waren wir den „Ikea-Check-in“ gewohnt = „Scan Deinen Pass selbst und druck Dir die Bordkarte selber aus“). Sicherheitskontrolle, Boarding – die Martius-Groupies sind bereits ein eingespieltes Team und Flugprofis. Dazwischen noch schnell eine Pommes auf die Hand.

Der Flug nach Rio war kurz, der zweite Flug nach Frankfurt dafür umso länger. Dank Touchscreen konnte jeder selber entscheiden, ob er einen Film schaut, sich mit anderen zu einem digitalen Schiffe-versenken verabredet oder vor sich hin döst. Zum ersten Mal landeten wir bei Tageslicht und genossen die Außenkameraperspektiven des Jumbos auf den Touchscreens. Der Umstieg in den Zug klappte innerhalb einer knappen Stunde, alle freuten sich auf den Empfang durch die Familien in Erlangen!

So nimmt diese Expedition auch schon ihr Ende. Es war eine wunderschöne Zeit, die wir alle sicher lange in bester Erinnerung behalten werden. Wir bedanken uns bei allen die uns diese unvergessliche Reise ermöglicht haben!

Viele Grüße vom Martius Ensemble

Freitag, 08.09.17

Hallo aus Sao Joao,

über den Freitag berichtet Soh Young:

Liebes Reisetagebuch,

am Freitag konnten wir das erste Mal richtig ausschlafen und auf dem Weg zum Frühstück (Açaí-Eis!) haben sich ein paar Martius-Groupies farbenfrohe Kleidungsstücke in einem indischen Laden gekauft. Gestärkt von dem Eis sind wir an einem Musikladen vorbeigekommen. Unser nächstes Ziel war die Markthalle, die voller Souvenirs, Früchte, Cachaça und Gewürzen war. Außerdem haben wir ein passendes Geschenk für unseren polnischen Freund Jakub gefunden.

Nach dem Einkauf zahlreicher Leckereien haben wir uns in kleinere Gruppen aufgeteilt. Die Mädels-Gruppe ist noch entspannt durch die Straßen geschlendert und hat ganz spontan mit einem brasilianischen Gitarristen musiziert.

Um 18.30 Uhr hat die Anspielprobe begonnen für das Abschlusskonzert um 20 Uhr. Das Programm bestand aus dem I. Satz der Streicher-Sinfonie in D von Mendelssohn mit uns (dem Martius Ensemble), einem Querflötentrio, einem Trompetensolo, „And so it goes“ vom Koblenzer Chor, der Hebriden-Ouvertüre von Mendelssohn, dem Villa-Lobos und dem Klavierkonzert von Chopin mit unserem WG-Mitbewohner Jacub. Das Konzert verlief hervorragend und endete mit einem tosenden Applaus (standing ovations!).

Der Abend wurde schön abgerundet mit Pizza (leider ohne Tomatensauce…) und Pommes. Die Verabschiedung von den Koblenzern und den Brasilianern kam jedoch viel zu kurz und war für alle ein wenig traurig.

Wir freuen uns alle auf ein baldiges Wiedersehen! 🙂

Sonnige Grüße,
die Martius-Groupies

Donnerstag, 07.09.17

Hallo aus Sao Joao,

über den Donnerstag berichtet Claudia:

Der dritte Konzerttag wurde genauso spannend und brasilianisch-spontan wie die beiden vorangegangenen. Am Vormittag probten wir im „blauen“ Theater (mit neuen MitspierInnen und SolistInnen), die Probe war wieder recht anstrengend. Wir wurden unter anderem durch ungewollte „Lichteffekte“ auf der Bühne unterhalten…

Mittags haben wir wieder selber gekocht: Reis mit Gemüse, für den Nachtisch sind wir wieder zum Açai-Essen gegangen. Gut gestärkt machten wir uns auf zum Konzert, wo wir als Martius Ensemble die „Batalia“ von Heinrich Ignaz Franz Biber und die „Mobilen Aktionen“ von Klaus Hinrich Stahmer spielten. Anschließend spielte das Musik-Expedition Festival-Orchester die „Hebriden-Ouvertüre“ von Mendelssohn, den I. Satz aus der „Bachianas“ von Villa-Lobos, ein recht langes „Requiem“ von dem brasilianischen Komponisten Jose Maurício Nunes und ein kleineres geistliches Stück des ebenfalls brasilianischen Komponisten Marcus Passus Pereira.

Nach dem Konzet waren alle sehr erschöpft und wir haben beschlossen als Martius Ensemble nicht mehr wie sonst üblich noch gemeinsam wegzugehen, sondern einen „WG-Abend“ zu machen. Wir haben sehr leckeren Reis mit Kokos-Ananas-Gemüse gekocht und noch lange geredet.

Viele Grüße
Euer Martius Ensemble

Mittwoch, 06.09.17

Hallo aus Sao Joao del Rei,

über den Mittwoch berichten wieder Claudia und Linus:

„Das war also der zweite Streich und der dritte folgt sogleich.“

Der Mittwoch stand unter dem Motto des zweiten von vier Festival-Orchester Konzerten. Am Vormittag probten wir noch einmal mit André unsere Percussionstücke auf der Bühne im Theater, danach gingen wir Açai bzw. Eis am Stiel essen und anschließend ins Schwimmbad – „Arschbomben-Battle“ :-)))

Die Martius-Sterneköchinnen kredenzten Reis mit Gemüse und schon ging es zur nächsten Ablaufprobe im Theater für das abendliche Konzert: Aufstellen – Stimmen – Anspielen – Applaus – Abbauen – nächste Gruppe Aufstellen – etc. Nach der langen Probe gönnte sich ein Teil der Gruppe noch ein zweites Açai (Hr. Barths Traum von zweimal Açai an einem Tag ging in Erfüllung…).

Dann der nun schon bekannte Ablauf: noch eine Kleinigkeit essen, umziehen, Anspielprobe, Konzertbeginn mit 20 Minuten Verspätung (scheint für Brasilien normal zu sein). Wir eröffneten das Konzert mit unseren Percussion-Stücken, dann folgten ein Trompeten- und ein Gesangssolo, danach spielten wir als Martius-Ensemble, anschließend ein geistliches Stück für Chor und Orchester und als Höhepunkt die „Große brillante Polonaise“ von Chopin mit unserem WG-Mitbewohner Jacub für Klavier und Orchester.

Nach dem Konzert ging ein Teil noch zum Farro-Tanzen. Insgesamt ein anstrengender aber ereignisreicher Tag!

Liebe Grüße
Euer Martius Ensemble

Dienstag, 05.09.17

Hallo aus Sao Joao,

über den Dienstag berichten Evi und Miriam:

Dienstag. Unser erster Konzerttag. In den kommenden Tagen ist Endspurt in Form von Konzerten. Ab jetzt wird’s stressig. Ach Moment… Das war’s ja schon letzte Woche… Naja egal, dafür gibt es schöne Ergebnisse und es macht ja auch Spaß 🙂

Morgens ging es mit einer weiteren Percussion-Session bei André los, in der wir die Lieder von gestern weiter für das Konzert vorbereitet haben. Langsam kriegen wir die brasilianischen Rhythmen ins Blut 🙂 Dann ging’s nach Hause, wo der eine Teil wieder im Schwimmbad gechillt hat und der andere Teil das Essen kochte. Obwohl Herr Barth durch eine spontane „Ihr seid zu langsam – alles rein in’n Topf!“- Aktion Chaos in die Küche gebracht hat, schmeckte es letztendlich allen gut.

Nachmittags ging’s zur Generalprobe für Mittwoch ins Staatstheater (gelb, mit Apollo auf dem Dach). Direkt im Anschluss mussten wir schnell zur Anspielprobe für unser eigenes Martius-Ensemble Konzert im Museum, damit wir noch genug Zeit zum Essen und fertig machen hatten. Einige haben noch schnell Açai gegessen: ein sehr leckeres Fruchtsorbet, zu dem man sich verschiedenste Obstsorten und Dressings (Kokosraspeln, Sahne, Schokostreusel etc.) aussuchen kann.

Um 20.00 Uhr sollte es losgehen. Doch dann wurde uns gesagt, dass wir erst um 20:15 Uhr beginnen sollen. Brasilianische Zeit eben… (Los ging es dann um 20:20 Uhr) Das Konzert war super besucht, der Saal musste statt für geplante 50 für über 100 Leute Platz haben und viele standen auch noch. Das erstaunliche war, dass alle von dem modernen Experimentierstück völlig begeistert waren. Nach Standing Ovations am Ende nach der Mendelssohn Sinfonie haben wir als Zugabe noch ‚Danca‘ von Modesto (ein Dirigent/Komponist, der auch in Erlangen dabei war) gespielt.

Nach diesem spannenden Tag ist die eine Hälfte sofort und die andere eben… ein bisschen später ins Bett gefallen 😉
Das war der Dienstag.

Viele Grüße
Euer Martius-Ensemble

Montag, 04.09.17

Hallo aus Sao Joao del Rei,

über den Montag berichten Jana und Franzi:

Nach einem leckerem Frühstück mit Käsebällchen und Müsli im Innenhof gingen wir zu Andrés Percussion-Workshop. Dort trafen wir auch auf die Koblenzer, sie zeigten uns zunächst ihre einstudierten Stücke und wir durften bald mitmachen und haben dann noch zwei „eigene“ brasilianische Lieder einstudiert. Obwohl es manchmal recht laut war, machte es viel Spaß. Nach dem Mittagessen haben wir im Museum den letzten Schliff an unseren Stücken gemacht, am Dienstag war ja schon unser Konzert!

Unser Abendessen haben wir im Supermarkt gekauft und im Institut Spix & Martius gepicknickt. Die abendliche Orchesterprobe mit dem Festival-Orchester im großen Probensaal des Kirchenorchesters verlief trotz eines schrecklich verstimmten Flügels schon recht gut. Da sie wieder bis kurz nach 10 Uhr dauerte, war die Probe aber auch ermüdend.

Wieder im Institut bekam jeder das neue „Musik Expeditions“-T-Shirt, zuhause haben wir noch zu Herrn Barths Ukulele-Spielen gesungen und sind dann bald ins Bett.

Liebe Grüße
Euer Martius Ensemble

Sonntag, 03.09.17

Hallo aus Sao Joao del Rei,

über den Sonntag berichten Charlotte und Eva:

Angefangen hat der Sonntag mit einem großen Geburtstagsfrühstück mit selbstgebackenem veganen Kuchen für Liv. Danach ging es gleich weiter zu einem brasilianischen Gottesdienst, bei dem wir unsere Blattspielkünste beweisen mussten. Wir spielten bei einem Orchester mit, das jeden Sonntag zusammen mit einem Chor in der sogenannten „Palmenkirche“ (Saõ Francisco) den Gottesdienst gestaltet. Das Orchester hat ein riesiges Archiv, vor jedem neuem Stück wurde das jeweilige Stück ausgeteilt und hinterher gleich wieder eingesammelt. Nach dem Gottesdienst bekam unser Geburtstagskind sogar ein Ständchen vom Chor und Orchester auf Englisch, Portugiesisch und Deutsch.

Zu Mittag kochten wir dieses Mal selber: Spaghetti mit Tomatensoße. Den Nachmittag verbrachten wir in Sao Joao mit einer kleinen Führung von Pedro, der uns zum Abschluss in seine Lieblingseisdiele brachte. Nach einer kurzen Erfrischung im Schwimmbad ging es am Abend zum Tanzkurs, wo wir Forrò tanzen gelernt haben.

Liebe Grüße
Euer Martius Ensemble

Samstag, 02.09.17

Hallo aus Sao Joao del Rei,

über den Samstag berichten Carlota und Franzi:

Liebes Reisetagebuch,

heute mussten wir früher als sonst aufstehen, da wir um 8 Uhr schon von einem Bus abgeholt wurden, der uns zwei Stunden durch die Landschaft von Minas Gerais nach Carrancas, zur „Stadt der Wasserfälle“ gefahren hat. Nach kurzer Pause in Carrancas, haben wir es dann trotz eines Motorschadens am Bus noch heile an die Wasserfälle geschafft. Ein kurzer Fußmarsch und wir haben den kleineren Wasserfall gesehen. Nachdem wir ins kühle und erfrischende Wasser gesprungen sind und uns noch in der Sonne aufgewärmt haben, ging’s weiter zum großen Wasserfall. Auf dem Weg begegnete uns ein nettes „Betreten Verboten“-Schild mit Stacheldrahtzaun davor, dass wir freundlich grüßten, aber sonst ignorierten („Sonst durfte man hier immer gehen“). Auch der zweite Wasserfall war wunderbar und noch spektakulärer als der erste. Nachdem wir den Nachmittag dort verbracht hatten, fuhren wir mit einem Ersatzbus erst zu Pedros Secret House (ein kleines Wochenendhäuschen in der Gegend) und bekamen Früchte namens „Limão Rosa“ aus dem Garten eines Freundes geschenkt. Dann ging es wieder nach Carrancas, wo wir zum Abschluss des Ausflugs lecker in einem Restaurant aßen.
Durch eine nächtliche UNO-Runde mit einem Verlierer-Sofa (unter anderem der Solo-Pianist Jakub und Herr Barth) schafften wir es noch bis 12 Uhr wach zu bleiben und in Livs 18. Geburtstag reinzufeiern. Als Überraschung mit einem Mais-Kuchen den Lucios Mutter für uns gebacken hatte und einem selbstgemachten besonderen Drink, mit den am Nachmittag gepflückten Orangen.

Liebe Grüße
Euer Martius Ensemble

Freitag, 01.09.17

Hallo aus Sao Joao del-Rei,

wir versuchen das Wochenende aufzuholen 🙂

Los geht es mit Freitag, 31. 8. 2017 und der Expeditionsleiter darf selber berichten.

Nachdem wir wie jeden Morgen wieder im Museum geprobt hatten, fahren wir um 15 Uhr mit der historischen Schmalspur-Eisenbahn (76cm Spurbreite) nach Tiradente (= nach einem real existierendem Mann, der „Zahnzieher“ war und im Freiheitskrieg gegen die Portugiesen (ca. 1790) ein großer berühmter Freiheitskämpfer war und dafür geköpft wurde).

Die Bahn war ein echtes Erlebnis, der Ort etwas touristisch aber sehr schön gelegen. Dort haben wir die Kirche mit Orgal besichtigt und ein kleines Konzert mit Orgel, Trompete und Geige bekommen und dann die Räume und das Archiv des örtlichen Orchesters besucht. Das Orchester wurde vor über 150 Jahren gegründet und spielt jeden Sonntag etwas anderes (vom Blatt) – eine ganz andere Orchesterkultur als bei uns!
Der Dirigent und der Vorsitzende des Orchester haben uns alles gezeigt und wir haben uns mit einem kleinen Konzert bedankt.

Immer noch ungewohnt ist es, dass es um 18:10 Uhr stockdunkel ist. Wir waren gegen 21 Uhr wieder in Sao Joao, was sich dann wie 23 Uhr anfühlt.

Samstag haben wir die Instrumente nicht mehr angefasst – die Erholung hatten wir uns nach einer sehr probenreichen Woche verdient! Sonntag haben wir morgens im Gottesdienst (vom Blatt) gespielt – eine tolle Erfahrung, von der wir im nächsten Post erzählen.

Herzliche Grüße
Philipp Barth

Donnerstag, 31.08.17

Hallo aus Sao Joao del Rei,

die letzten Tage war so viel los, dass wir ein wenig im Verzug sind…
Wir versuchen die letzten Tage heute aufzuholen.

Miriam fängt an:

Liebes Reisetagebuch,
heute (Donnerstag, 31. 8.) sind wir später als sonst aufgestanden. Nach halb neun! Stell dir das mal vor! Wir müssen doch noch proben! Das haben wir dann auch gemacht. Erst vormittags wieder im Museum unter uns und dann nachmittags Orchesterprobe.
Das spannendste war aber der Abend. Zuerst gab es die Ergebnisse des Klavierworkshops unseres Mitbewohner Jakub. Dann ging es weiter in einen überdachten kleinen Hof, der sehr schön aussah (Regenschirme an der Decke ^^). Dort wurde argentinische Volksmusik gespielt, wobei Musiker aus Argentinien, Brasilien und Deutschland mitwirkten. Insgesamt ein sehr cooler Tag 🙂
Da wir diesen Reisebericht etwas verspätet schreiben (es ist nicht immer so viel Zeit dafür), kommt wahrscheinlich auch schon bald der nächste ^.^
Viele Grüße und bis zum nächsten Mal!
Eurer Martius-Ensemble

Mittwoch, 30.08.17

Hallo aus Sao Joao del Rei,

heute schreibt Claudia:

Moin nach Älang, Isch grüüse oich in öia gsischt hinaiin. Iha bimst angeschbrochn! I bims, deins Glaudi. Kenn uns vong Ginasüm her. Hia loift haise Baady. morns na m dschi gonn noch halb Nackt im schwimmmbaht und danach ab in saufstimmung (haha, weil inschdrument undso): bratschaliaa zwaida sazz (is idaleänisch) (2. Satz vom Biber, Battaglia: „Die trinkenden Soldaten“ – Anm. des Dirigenten). un da Wahrn au soihe kizz un han zuguggt un gladschd mannchma in takt. awwww, vol di ciutiis. han dan au gessen wieda bai den büffee. gabs billich. bassd. Hoit nacht im Unidäd da wahrn wir mit fil geige und Cello (andre instrument war nich) und han bissi geschbihld. wan aba fil zu spädrann, wai mia no so mid acai geChilld han. Saulägga. ROfL. (sehr leckeres Frucht-Sorbet – Anm. d. D.) aba han dan haldn busverbassd ( ^0^ ). naja aba wida di bobe. ubs. haha. 1 r fagess. also War noch son Pole. deas vol krass am beeano. der hat wol noten geklaut iwo in da brasieljahnischn pamba (obvolas einglich aswennich künnt had). dea konnt aba vol gud so ind’ dasdn haun, vong fingavertichkahit. vol schöhn. warn so feddich vong kopf und denken und alles. drum han wia schbädi bisl gekwazschd, zammgesässn und reisgegässn und dann simma glaich schlafen gangen. glaub so warhs. echtwar! isso! aba jolo XDXDXD

biss denne
isch penne. jez.

Mit fröindlychen Großen
Deins Klöüdü

(Inzwischen geht es Claudia wieder sehr gut – Anm. d. D.)

Dienstag, 29.08.17

Hallo aus Sao Joao del Rei,

Heute berichtet Liv:

Gestern waren schon nach dem Frühstück die ersten par Mutigen Schwimmen. Nach einem kurzem Kraul-Lehrgang für Herrn Barth ging es jedoch schnell wieder nach Hause und von dort aus direkt ins Spix&Martius-Institut, wo unser erster Portugiesischkurs uns alle erstmal heillos überfordert hat. Weil die Lehrerin etwas früher gehen musste, hatten wir sogar am Vormittag noch Zeit um in dem schönen Stadtmuseum noch etwas zu proben. Zu Mittag gegessen haben wir in einem kleinem Restaurant, in dem extra für uns Tonnen von Essen zubereitet wurden. Gut gesättigt und gestärkt ging es gleich in die nächst Probe und gleich im Anschluss daran fand ebenfalls im Museum der sehr abwechslungsreiche Theaterworkshop statt. Dort wurde wieder hingebungsvoll getanzt, sehr engagiert massiert und sich in „slow-motion“ gekloppt. Darauf folgte – wer hätte es gedacht 😉 – wieder eine Probe, wenn auch nur eine sehr kurze, nach der die meisten von uns ihre erste Bekanntschaft mit einem brasilianischen Supermarkt hatten. Nach der allabendlichen gemeinsamen Orchesterprobe saßen wir diesmal alle noch ein bisschen gemütlich zusammen im Esszimmer unseres Hauses.

Liebe Grüße von allen!

Montag, 28.08.17

Hallo aus Sao Joao del Rei,

heute starten wir die Tradition, dass immer ein Expeditionsteilnehmer berichtet – Linus beginnt:

Nach einem sehr musikalischen und bewegungsvollen Abend mit brasilianischen Tänzen, bei denen sich manche geschickter anstellten als andere, schliefen wir nach unserer langen Hinreise. Heute morgen haben wir sehr nett im Freien gefrühstückt, in einem Theater der Musikschule geprobt (mit Hintergrund-Baubeschallung) und sehr gut und preiswert zu Mittag gegessen. Anschließend waren wir wieder im Schwimmbad – eine willkommene Erfrischung für alle von uns. Nach dem Schwimmen ging es zu einem Musiktheater-Workshop, bei dem wir Vertrauensübungen, Impro-Tanz und Ähnliches gemacht haben. Ein sehr schöner und spaßiger Workshop. Nachdem Abendessen hatten wir noch eine lange und anstrengende Orchesterprobe mit den Brasilianern und Koblenzern. Nun fallen wir alle in unsere Betten, denn morgen wartet zwar wieder ein anstrengender, aber bestimmt auch wieder sehr schöner Tag auf uns.

Liebe Grüße
Martius-Emsemble

Sonntag, 27.08.17

Hallo aus Sao Joao del Rei,

wir sind gut in Sao Joao angekommen, sind am Nachmittag gleich in das Schwimmbad, das drei Minuten von unserem Haus entfernt liegt, gegangen und haben uns erfrischt.
Dann gab es eine gemütliche Brotzeit mit allen beteiligten Brasilianern und der Gruppe aus Koblenz.
Von 18 – 20 Uhr haben wir gerade an einem Tanzworkshop teilgenommen und werden nun ins Bett fallen…
(Ortszeit: 20:15 Uhr = Erlanger-Zeit 1:15 Uhr nachts).

Herzliche Grüße von allen brasilianischen CEG’lern und
Philipp Barth

Arbeiten an der Homepage

Aufgrund von Arbeiten an der Homepage sind vorübergehend unter Umständen nicht alle Inhalte verfügbar. Wir bitten dies zu entschuldigen!

Crashkurse und Nachprüfungen 2017

In der letzten Ferienwoche vom 04. bis 08. September finden wieder unsere Wiederholungskurse („Crashkurse“) in Latein und Mathematik jeweils vormittags in Einheiten zu 90 min. statt. Die Teilnahme ist nur für angemeldete Schüler/innen möglich. Die Kurszeiten rotieren während der Woche – der Zeitplan im Einzelnen:

Zeitplan für die Crashkurse 2017

Die regelmäßige Teilnahme an den Kursen, zu denen man sich angemeldet hat, wird vorausgesetzt. Kurzfristig notwendige Änderungen können von den Schüler/innen am DSB eingesehen werden.

Die Nachprüfungen finden in diesem Jahr am Freitag, 08.09., um 14 Uhr (6. & 8. Klasse: Latein) und am Samstag, 09.09., um 10 Uhr (6. Klasse: Mathematik / 8. Klasse: Biologie bzw. ev. Religionslehre)  statt. Die betroffenen Schüler/innen finden sich bitte 15 Minuten vor Beginn der Prüfung vor dem Sekretariat ein.

Botanical Garden in Erlangen: A touch of the Tropics

The destination of our field trip was not very far away from or school but nevertheless we had the opportunity to experience a different world concerning the climate and vegetation. Of course, the guided tour through the Tropics was in English!

As soon as we entered the greenhouses of the tropical rainforest, we noticed the humid and sweltry air. At first, our guide showed us the different layers of the tropical rainforest and plants like pineapple and banana trees. She made an experiment to demonstrate the tricks plants use to either save water in dry surroundings or to shake it off their leaves (Lotus Effect) in extremely humid areas with a yearly precipitation of over 1400 mm. We even had the chance to taste the origin of our favourite “food” – i.e. chocolate. Our guide opened a big cocoa bean for us and we all ate a piece of it, which tasted bittersweet. The next assignment was to find “political plants” and to explain their “political” background. One example of many was cotton as it is grown in dry and hot surroundings but which needs a lot of irrigation water.

We also learned about the bamboo – a sustainable plant- as it grows very fast and which is even used as building material.
At the end of our tropical rainforest tour, we were glad to return to the temperate climate of Erlangen where we cooled off in the Neischl Cave – an artificial cave that is a replica of a typical element of the Franconian Jura – the dripstone cave with its stalagmites and stalactites. Overall, a very interesting and informative field trip that gave us insight into a complete different geographical world.

The students of the Bilingual Geography Class

Nachlese zum Sommerfest 2017

Wer Musik unterschiedlichster Stilrichtungen von der A-cappella- Gruppe über Songwriter, Rock, Musical oder Grooviges der Bigband genießen wollte, war beim diesjährigen Sommerfest des CEG genau richtig. Alle 5. Klassen zeigten außerdem zusammen mit ihren Lehrern an bunten und kreativen Ständen, was unsere Schule im Rahmen unserer Fairtrade-Auszeichnung zu bieten hat. Eine weitere Auszeichnung zur „Schule innovativ“ von der FAU wurde durch den Schulleiter während seiner Begrüßungsrede bekanntgegeben. Die Stadt Erlangen überbrachte hierbei auch ihre Glückwünsche durch Bürgermeisterin S. Lender-Cassens.

Eine Hüpfburg und Aktionen zu Sport und Bewegung lockten die jüngeren Schüler auf den Sportplatz. Viele Familien und Freunde konnten so einen informativen und wunderschönen Nachmittag auf dem Schulgelände verbringen. Dabei sorgten der Elternbeirat und unser Schulmensateam ACCESS für das leibliche Wohl der Gäste.

Außerdem besuchten erfreulich viele Zuschauer die „Bühne für junge Künstler“ in der Aula, bei der etliche talentierte Schüler, von Gesang, Zauberei bis hin zu Tanzvorführungen, einen abwechslungsreiches Programm auf die Beine stellten. So verging ein kurzweiliger Nachmittag am CEG, den die ganze Schulfamilie positiv in Erinnerung behalten wird.

P.-L. Scalera

Bilingualer Sachfachunterricht am CEG

Seit dem Schuljahr 2016/17 bietet das Christian-Ernst-Gymnasium einen bilingualen Zug im Fach Geographie für die 8. Klassen im Rahmen der schulinternen Begabtenförderung an, der ab dem Schuljahr 2017/18 in der 9. Klasse Geschichte fortgesetzt wird.

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iGEM am CEG

Am 11. Juli 2017 besuchten Mitglieder des iGEM-Teams Franconia der FAU Erlangen-Nürnberg einen Biologiekurs der 11. Jahrgangsstufe des Christian-Ernst-Gymnasiums. iGEM ist eine Abkürzung für international Genetically Engineered Machine. Dies ist unter anderem ein jährlicher internationaler Wettbewerb für Studenten und Schüler in der synthetischen Biologie. Ziel dieses Wettbewerbs ist es, ein Projekt aufzubauen, welches eine aktuelle Problemstellung durch Projekte, die sich der synthetischen Biologie bedienen, löst.
Neben einem Vortrag zum Thema Gentechnik erhielten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit grundlegende Arbeitstechniken eines Labors zu erproben. Abschließend konnten die Teilnehmer den Studenten Fragen zu Studium und Studiengängen stellen, um Informationen aus erster Hand zu erfragen.
Wir danken für den Besuch und die interessanten Einblicke.
A. Triebel

Einladung zum Sommerfest am 21.07.2017

„FAIRspielt“ – dieses Motto hat die SMV für unser diesjähriges Sommerfest gewählt, da wir im Rahmen des Schulfestes als Fairtrade-Schule ausgezeichnet werden.
Das Sommerfest beginnt offiziell um 15:00 Uhr mit Kaffee und Kuchen. Auf dem gesamten Schulgelände gibt es ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm (Hauptbühne und „Bühne für junge Talente“) mit verschiedenen Schülerensembles, Tanzprojekten sowie Aktionen rund um Musik, Sport und Unterhaltung.

Unsere neuen Fünftklässler/innen begrüßen wir mit ihren Eltern schon ab 14.30 Uhr in der Schulmensa mit Kaffee und Kuchen. Sie treffen sich dann um 15.00 Uhr in ihren jeweiligen Klassenzimmern und können dabei auch ihre Klassenleiter/innen kennenlernen. Listen mit der Einteilung der Klassen finden Sie am Digitalen Schwarzen Brett, am Infopoint im Schulhof sowie an den Eingangstüren.

Der Elternbeirat organisiert neben Kaffee und Kuchen auch ein reichhaltiges Salatbuffet zu Grillfleisch und Bratwürstchen. Ebenso werden wie in jedem Jahr (gekühlte) Getränke verkauft. Unser Mensateam ACCESS bietet auf der Mensaterrasse weitere Leckereien! Bitte denken Sie an die Umwelt und bringen Sie Teller und Besteck mit (Kuchen und Grill).

Wir freuen uns auf Ihren Besuch und ein gelungenes Sommerfest!

Programm:

15.00 Songs von Miriam Winkelmann, Alexander Saal
15.15 A-capella-Ensemble „SpirAmor“
15.30 Begrüßung durch den Schulleiter Herrn Dr. Kellner
Auszeichnung zur Fairtrade-Schule: Frau M. Malter
Grußworte: Susanne Lender-Cassens, Bürgermeisterin
15.50 Tanzprojekt des Studio „58“, Schülerinnen der 6. Klassen
16.05 Akrobatik- Jungs, 7b-d (T. Wittmann)
16.15 Auftritt des P-Seminars Musik (Ph. Barth, S. Sarfert)
17.00 Ehrung Känguru der Mathematik (J. Hampp)
Fürther Mathematikolympiade (M. Rümpelein)
Ehrung Sanitätsdienst, Tutoren
Ehrung des Access-Teams
17.15 Großes Orchester und Bigband (A. Englhardt, B. Aschmoneit)
17.30 – 19.00 Bigband

 

Flyer zum PDF-Download

„Ich wäre ein angepasster DDR-Bürger gewesen, wenn der Staat mich denn gelassen hätte…“

Mario Röllig spricht vor Schülern der 10. Klasse im CEG

Mario Röllig spricht vor Schülern der 10. Jahrgangsstufe

So berichtet Mario Röllig von seinem Leben in der DDR. Schon im Kindergarten beginnt die systemkonforme Erziehung, in der Grundschule wird es nicht besser: Um 8 Uhr wird zum morgendlichen Fahnenappell gebeten. Alle fein gekleidet, in blauer Uniform. Ist man anders, fällt man auf. Wie auch der heute 49jährige Mario Röllig. Stolz mit einem knallgelben, aus dem Westen stammenden Franz Beckenbauer-Fan-Trikot gekleidet, hebt er sich von der restlichen Gleichheit schon am ersten Schultag ab, weswegen er vor der Klasse gedemütigt und zum Gespräch mit dem Direktor gebeten wird.
Wer kein junger Pionier ist, darf nicht mit auf Klassenfahrt, gehört ganz einfach nicht dazu. Und vier, höchstens sechs von 30 Schülern einer Klasse bekommen die Zulassung zur Erweiterten Oberschule, um das Abitur zu machen. Intelligenz schadet hier zwar nicht, entscheidend ist aber das Elternhaus oder die eigene politische Einstellung. Mario Röllig geht also nach der 10. Klasse von der Schule ab, er wird Kellner im Restaurant des Flughafens Schönefeld in Ostberlin. Ein Job, bei dem man zu DDR-Zeiten viel mehr Geld verdient als jeder Akademiker und der in der Planwirtschaft der DDR wenig mit Service zu tun hat – siehe das DDR-Sprichwort, das die Überschrift dieses Artikels ist…

Das bis dato angenehme Leben ändert sich, nachdem Röllig im Ungarn-Urlaub seinen ersten Freund – Wirtschaftsstaatsekretär der damaligen Westberliner Landesregierung – kennen lernt und regelmäßige Treffen folgen: Die Stasi bittet ihn, regelmäßige Berichte über seinen Freund zu schreiben. Als er sich weigert, als Spitzel zu arbeiten, wollen ihn die Beamten mit einem Trabant oder einer neuen Wohnung „bestechen“. Röllig bleibt hartnäckig und verliert daraufhin seinen gut bezahlten Beruf, Überwachung und Gängelung gipfeln in einem misslungenen Fluchtversuch über Ungarn, es folgen Stasihaft und 1988 sein Freikauf durch die BRD als politischer Gefangener für immerhin 90000 DM.

Mario Röllig ist auf den ersten Blick topfit, hat seit seinem „Umzug“ in den Westen weltweit als Barkeeper gearbeitet, aber er hat ein Foltertrauma davongetragen und wird nie wieder der gleiche Mensch wie vor der Haft sein, so sagt er. Darüber zu reden hilft ihm, besser mit den Geschehnissen zu leben und sie zu verarbeiten – und auch dabei ist er mittlerweile durchaus erfolgreich, z. B. als Gastdozent an der University of Charlotte in South Carolina 2015/16 oder durch die Auszeichnung seiner filmischen Biographie auf der Biennale im März 2016.

Für die 10. Jahrgangstufe eine einzigartige Chance der Begegnung mit DDR-Geschichte, aber auch dem persönlichen Umgehen damit nach Ende dieses Staates, das die Schülerinnen und Schüler mit einer Fülle von Fragen intensiv genutzt haben…

U. Keding