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Dum Colosseum stabit, stabit et Roma

Dum Colosseum stabit, stabit et Roma

Solange das Kolosseum steht, steht auch Rom.

Die Allianzarena in München oder das Estadio Santiago Bernabéu in Madrid sind vielen durch den Fußball bestens bekannt, doch die Idee von einem Stadion, das die Massen begeistert, geht auf das Amphitheatrum Flavium zurück: das Kolosseum in Rom. Nicht nur nach seiner Einweihung um das Jahr 79 n. Chr. zog das Bauwerk mit seinen vielen Veranstaltungen und Wettkämpfen die Massen über Jahrhunderte hinweg in seinen Bann, sondern auch heute stehen jährlich Millionen von Menschen fasziniert vor und in den Ruinen dieses Prachtbaus. Die Begeisterung war auch unseren Schülerinnen und Schülern anzusehen, denen die römische Antike vor Ort zum Greifen nah war.

Für die Fachschaft Latein
Thomas Bittner-Brehm

Eine bleibende Erinnerung

Eine bleibende Erinnerung

Nicht so ganz zufällig, wohl aber auf der via sacra begaben sich unsere Schülerinnen und Schüler auf römische Spurensuche. Die einstige Prachtstraße, die vom Kolosseum hin zum Forum Romanum führt, ist Schauplatz einer der bekanntesten Satiren des Dichters Horaz, der von einer lästigen Begegnung mit einem aufdringlichen Quälgeist berichtet, der nicht so ganz begreift, dass Horaz seine Ruhe möchte. Passend zum historischen Ort versetzten sich Schülerinnen unserer Oberstufe spontan in die literarische Situation und rezitierten den Anfang der berühmten Satire I,9:

Ibam forte via sacra, sicut meus est mos,

nescio quid meditans nugarum, totus in illis:
accurrit quidam notus mihi nomine tantum…

Zufällig ging ich neulich auf der heiligen Straße, wie es meine Gewohnheit ist,
und, während ich über was weiß ich alles an Nichtigkeiten nachdachte, ganz in ihnen versunken,
da kommt einer daher, der mir nur dem Namen nach bekannt war…

Nicht nur für alle Beteiligten, sondern auch für die umherstehenden Touristen bleibt die via sacra mit Sicherheit fortan in guter Erinnerung.

Thomas Bittner
Kursleiter

Die Römer, bei uns um die Ecke?! – Ein Tag in Weißenburg

Die Römer, bei uns um die Ecke?! – Ein Tag in Weißenburg

Wer kennt sie nicht: das Kolosseum, der Circus Maximus und nicht zu vergessen das Forum Romanum!

In der ganzen Welt stehen die kolossalen Bauten Roms als Symbole für die Macht und den Einfluss des Imperium Romanum. Doch die Römer blieben nicht auf Rom und das Mittelmeer beschränkt, sondern eroberten stetig neue Gebiete, so auch nördlich der Alpen und sogar bis kurz vor unsere heutige Haustür.

Klar, dass unsere 7. Klassen sich einen Besuch nicht entgehen lassen durften! Beim Tagesausflug am 19.05.2022 besuchten wir daher neben dem Römerkastell, das als Stützpunkt für Auxiliartruppen diente, auch das Römermuseum und die römischen Thermen in Weißenburg.

Fasziniert vom Silber des 1979 entdeckten Römerschatzes und dem römischen Leben, schmeckte das Eis bei der eigenständigen Erkundungstour durch die Stadt besonders gut.

Thomas Bittner
für die Fachschaft Latein

Latein modern

Latein modern

Im Rahmen der Cäsar-Lektüre der 9. Klasse wurde die Antike in das moderne Social-Media-Zeitalter katapultiert.

Das Ergebnis: Kreative Verarbeitungen von Cäsars Leben, Wirken und Werk auf der fiktiven Social-Media-Plattform „Amici antiqui.“

Viel Spaß beim Lesen!

Tablet-Arbeit im Lateinunterricht

Tablet-Arbeit im Lateinunterricht

Vokabellernen fällt nicht immer leicht. Etwas Abwechslung bieten dabei digitale Karteikarten und verschiedene Apps, die kollaboratives und spielerisches Lernen (Stichwort „Gamification“) ermöglichen. Auch von zuhause können unsere Schülerinnen und Schüler über mebis die digitalen Tools nutzen.

Probiert es doch mal aus!

Antike Mythen: immer wieder neu – auch auf regionaler Ebene

Antike Mythen: immer wieder neu – auch auf regionaler Ebene

Die Mythen der Antike haben zu keinem Zeitpunkt der Geschichte an Aktualität und Attraktivität eingebüßt. Davon konnten sich Schülerinnen und Schüler des CEG im Kunstmuseum Erlangen abermals überzeugen. Beim Besuch der Ausstellung „Mythologie: Götter – Liebe – Abenteuer“ am 15.11.2017 (Lateiner der Klassen 10 a und b (s. Photo), A. Neurath) und am 27.11.2017 (Lateinkurse der Q 11, A. Neurath, und Q 12, S. Frank) zeigte sich, dass die in beiderlei Wortsinn phantastischen Erzählungen der Griechen und Römer nach wie vor eine äußerst inspirierende Wirkung auf zeitgenössische Künstler ausüben.

Wir hatten das besondere Glück, Dr. Herbert Kurz, den Leiter des Kunstmuseums und gleichzeitigen Kuratoren dieser Ausstellung (s. Photo, vor Michael Engelhardts Bild „Leda und der Schwan“), für eine jeweils einstündige Führung zu gewinnen, in der uns nicht nur Motive und Besonderheiten der bildlichen und plastischen Gestaltung der Kunstwerke nahegebracht wurden, sondern die uns auch einen Einblick in die Entstehung und Konzeption einer solchen Ausstellung gewährte. Diese umfasst beinahe ausschließlich Werke in Nordbayern geborener bzw. tätiger zeitgenössischer Künstler, unter denen sich neben Zeichnungen und Gemälden auch Skulpturen und Arrangements befinden. Dabei fiel auf, dass gerade Motive wie die von Apollon verfolgte und sich daraufhin in Lorbeer verwandelnde Daphne, Leda und der Schwan (alias Zeus), die von Goldregen (wiederum alias Zeus) beglückte Danae, Kentauren (Mischwesen aus Pferd und Mensch) und der Minotaurus (Mensch mit Stierkopf) die menschliche Vorstellungskraft zu unterschiedlichsten kreativen Neuschöpfungen anregen können, was auch durch die kluge Anordnung der Objekte in den einzelnen Räumen des wunderschönen Loewenichschen Palais hervorgehoben wurde.

Anlass für die Ausstellung war neben einer humorigen Tuschezeichnung des Nürnbergers Toni Burghart – einer Adaptation der antiken Anekdote der „Venus Kallipygos“ (der Venus mit dem schönen Hintern) – und der Reproduktion einer Tapete des ehemaligen Gartensaales mit dem Thema „Telemachos bei Kalypso“ vor allem das 2000. Todesjahr des römischen Dichters Ovid, der mit seinem Hauptwerk, den „Metamorphosen“, aus sämtlichen Mythen der Griechen und Römer eine zusammenhängende Erzählung (perpetuum carmen) geschaffen hat, die bis heute zu den einflussreichsten Werken der antiken Literatur gehört.

Zufällig war beim ersten Unterrichtsgang auch einer der Künstler anwesend, der sich die Ausstellung (und natürlich die Positionierung seiner eigenen Werke) ansehen wollte. Der in Erlangen und Nürnberg wirkende Thomas Richter wurde denn auch sogleich in die Führung miteingebunden und erläuterte auf Wunsch der Schülerinnen und Schüler seine abstrakte Version des „Chiron“ (s. Abbildung), die in einer Art künstlerisch-schöpferischer Meditation quasi aus Licht geboren sei. Dieses könne zusammen mit den dargestellten Grundfarben durchaus als allegorischer Bezug zur Weisheit gesehen werden, für die der antike Erzieher des Achilleus immer gestanden habe.

Zum Erfolg der beiden Exkursionen trugen jedoch insbesondere die Schülerinnen und Schüler bei, die nicht nur durch aufmerksames Zuhören und mitdenkendes Nachfragen, sondern auch durch hervorragend vorbereitete, anschauliche Nacherzählungen den alten Mythen anhand der ausgestellten Werke zu neuem Leben verhalfen.

A. Neurath

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