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Alessandria 2012: Sopra la panca la capra campa.

Sopra la panca la capra campa….

Klingt spanisch? Ist aber italienisch!

Genauer gesagt, der Beginn eines der vielen Sprichwörter, die wir aus der Q11 bei unserem diesjährigen Italienaustausch gelernt haben.

Unsere Austauschpartner hatten bereits im März eine Woche mit uns in Erlangen erlebt und durch die vielen gemeinsamen Unternehmungen wie Bowling, „diversi giri nelle cittá“ (Stadtführungen) durch Nürnberg oder Regensburg und weitere schöne Erlebnisse waren wir schon damals eine zusammengeschweißte richtige Gruppe, in der sich jeder mit jedem verstand.

Beim Abschied flossen so viele Tränen, dass wir uns gefragt haben, wie das erst am 29.4. werden solle, wenn unser Aufenthalt in Italien vorüber und der Austausch somit vollständig vorbei sein würde!

Aber daran wollte niemand denken; nach der Abfahrt der Italiener wurden erst mal ungeduldig die Tage im Kalender abgehakt, bis wir uns endlich wiedersehen würden.

Am 12.4. war es dann endlich soweit: Zu unmenschlichen Zeiten am frühen Morgen fuhren wir mit viel Gepäck und voller Vorfreude zwölf Stunden lang mit dem Bus nach Italien. Die Reise wurde durch Musik, viel Gelächter und einer zwischenzeitlichen Schneeballschlacht in den Alpen halbwegs erträglich, aber trotzdem waren wir froh, als wir endlich nach Alessandria abbogen.

Auf der „piazza“ erwartete uns ein großes Empfangskomitee: all unsere Freunde warteten ebenso ungeduldig wie wir und kaum waren die Bustüren geöffnet, fielen sich Deutsche und Italiener gegenseitig um den Hals (so wie es sich in Italien gehört mit Küsschen links und Küsschen rechts).

Von unseren Gastfamilien wurden wir aufs Herzlichste empfangen und die ganze Woche über liebevoll umsorgt und geradezu gemästet. Die Klischees über das italienische Essen sind alle wahr, bis auf das, dass man dort nur Pizza isst. Nein, das Essen war vielfältig, köstlich – und üppig!

Bei jedem Treffen tätschelten wir stöhnend unsere Bäuche und listeten auf, wie viele Gänge wir diesmal aufgetischt bekommen hatten, aber natürlich haben wir es genossen, kulinarisch so verwöhnt zu werden.

Neben der Küche haben wir auch einen Einblick in die italienische Schule  bekommen können, die sich insofern von unserer unterscheidet, als dass man täglich nur bis max. 14 Uhr Unterricht hat, aber dafür auch am Samstag! Unser Mitleid war grenzenlos, zumal wir unsere Austauschpartner drei Tage lang in die Schule begleitet haben… Auch wenn wir nur die Hälfte von dem verstanden haben, was um uns herum in atemberaubender Geschwindigkeit gesprochen wurde, war es doch interessant zu sehen, wie der dortige Schulalltag ablief.

Doch natürlich war nicht die Schule unsere Hauptbeschäftigung sondern gemeinsames Spaßhaben. Die meisten Unternehmungen haben wir zusammen unternommen, wie abendliches Pizzaessengehen oder ein „caccia al tesoro“ (Schatzsuche mit unglaublich peinlichen Aufgaben) in der Innenstadt von Alessandria, aber am Wochenende teilten sich auch mal die Wege, die einen gingen in das riesige Outlet zum Shoppen, die anderen unternahmen etwas mit ihren Familien, so z. B.  Ausflüge nach Mailand, ins „Monferrato“ , nach Alba usw..

Eins der Highlights war z. B. der Samstagabend in einer echten italienischen Disko, die einfach hundertmal besser sind als deutsche! Unter flackernden Lichtern und zu dem Remix eines Life-DJs haben wir auf der riesigen Tanzfläche zusammen gefeiert. Auch bei dem Kostümfestival, bei dem bedeutende Personen wie Sisi oder Homer und Bart Simpson vertreten waren, hatten wir unseren Spaß.

Natürlich standen neben solchen „Freizeitaktionen“ auch Kultur auf dem Programm. So haben wir beispielsweise verschiedene Museen besucht und Städte wie Genua mit Besichtigung des unglaublichen Acquariums am Hafen oder Turin, „il Salotto“ – die vornehme Stadt als ehemalige Residenz der „Savoier“,-  besichtigt. Auch wenn all diese Orte noch so verschieden waren, eins hatten sie alle gemeinsam und das war der typische italienische Flair, spürbar in den Gassen auf der Piazza, in den Bars ….

Genua an sich ist z. B. keine schöne Stadt, aber taucht man erst mal in ihr Gassengewirr ein, bei dem man viele kleine Läden und Marktstände entdecken kann, ist man unbewusst sofort davon verzaubert.

Doch nicht die Städte haben diesen Austausch zu etwas Wunderbarem für uns gemacht, nicht das Essen, auch wenn es noch so gut war: Es waren die Menschen dort. Die Menschen, die uns alle so herzlich aufgenommen und akzeptiert haben, nicht nur die Gastfamilien, sondern auch die Leute in der Schule, die Lehrer, die Verkäufer an Laden – oder Eistheken (das italienische Eis ist übrigens viel besser), die uns mit ihrer italienischen (Gast-) Freundlichkeit so viel Freude bereitet haben! Alle Italiener waren einfach so offen und herzlich, so haben wir z.B an einem Abend in einem Lokal auf den Tischen tanzen und uns gegenseitig mit Nüssen bewerfen können, ohne unangenehm aufzufallen.

Gesungen haben wir dabei das Lied „50 speciali“ von Luna Pop und das kann man wirklich auch auf uns beziehen: denn unsere ganze Gruppe bestand aus 44 „speciali“, jeder auf seine eigene Art.

Wir haben bei diesem Austausch viel gelernt und gelehrt, nicht nur verschiedene Sprichwörter und deutsche/italienische Gewohnheiten, sondern auch, dass Mut, Herzlichkeit und Offenheit zu richtiger Freundschaft führen können. Es war ein wunderbarer Austausch und deshalb wollen wir uns bei jedem bedanken, der uns dieses Erlebnis ermöglicht hat, in Deutschland wie in Italien.

Am Morgen der Abfahrt wurden mindestens dreimal so viele Tränen vergossen wie damals in Erlangen, obwohl bei dem Abschiedsfest am Abend vorher schon viel geweint wurde, was wohl hauptsächlich an der Fotoshow und dem Lied lag, das zwei unserer Mitglieder über den Austausch geschrieben und vorgesungen haben: der Titel lautete „Amicizia – Freundschaft“ und hat die gemeinsamen Unternehmungen und die Traurigkeit über den baldigen Abschied so treffend beschrieben, dass einige vor Rührung kein Wort herausbringen konnten.

Doch trotz der Tränen und vielen Fröschen im Hals, eine Zeile im Lied hat jeder von uns, ob laut oder innerlich, mitgesungen und denkt manchmal noch immer daran: „Wir wollen zurück, wir wollen zurück, wir wollen zurück…“

Mara Kirchmann , Q 11, Pia-Laura Scalera

Udine 2010: Lo scambio con „gli uccelli“

Schüleraustausch mit dem Educandato Statale Collegio „Uccellis“ in Udine

An einem verschneiten Samstagmorgen im Februar versammelte sich eine Gruppe von Schülern mit ihren Lehrerinnen am Bahnhof in Erlangen. Gespannt und mit vielen Erwartungen starteten sie ihre Reise in das hoffentlich wärmere und sonnigere Italien.

Nach einer langen, aber auch lustigen Zugfahrt, kamen wir spät am Abend in Udine an. Freudig empfingen uns unsere Austauschpartner und spätestens jetzt war das mulmige Gefühl des einen oder anderen vor dem Zusammentreffen verflogen. Doch schnell stellte sich heraus, dass es nicht so einfach war, das erlernte Italienisch auch anzuwenden. Nach diesem anstrengenden Tag fiel manch eine/r müde ins Bett, für andere ging es jedoch weiter und sie machten „Party“ in Jogginghose.

Nachdem alle am nächsten Tag erst einmal ausschlafen konnten, trafen sich sowohl Gäste als auch Gastgeber auf einem sonnigen Platz im Herzen von Udine. Um die Stadt und sich gegenseitig besser kennenzulernen, unternahmen alle zusammen eine kleine Rallye durch die Stadt. Zum Abschluss des Tages gingen alle Schüler gemeinsam Abendessen.

Am Montag um 8.00 Uhr begann der Tag mit einer Begrüßung durch die Rektorin in der Aula der gastgebenden Schule, dem Educandato Statale Collegio „Uccellis“. Anschließend durften wir italienischen Unterricht kennenlernen, der sich wesentlich von unserem unterschied.

Die folgenden Tage verbrachten wir gemeinsam mit den italienischen Austauschpartnern. Auf dem Programm standen die Besuche in den Städten Triest, Padua und Venedig.

Eindrucksvoll und bedrückend zugleich war die Besichtigung des Konzentrationslagers „Risiera di San Sabba“  in Triest. Auf dem Weg hinauf zur größten Grotte der Welt, der „Grotta Gigante“, hatten wir einen traumhaften Blick über die Stadt und das Meer.

In Padua widmeten wir uns hauptsächlich den Künsten, die es dort in Hülle und Fülle gab. Begleitet und geführt von der italienischen Kunstgeschichtslehrerin, wurde uns viel zur italienischen Kunst gezeigt und erzählt.

Trotz regnerischen Wetters erfüllte Venedig alle Erwartungen. Unser Besuch fiel in die Zeit des „Carnevale di Venezia“; überall traf man auf Venezianer in bunten und ausgefallenen Kostümen, die sich durch die Gassen drängten und auf den Plätzen für die Touristen posierten. Ganz Venedig schien von Masken eingenommen zu sein, da sie auch an jeder Ecke zum Verkauf angeboten wurden. Wie so oft um diese Jahreszeit war auch bei uns der Markusplatz überflutet. Zur allgemeinen Erheiterung trugen vor allem die Fische bei, die im mit Stegen begehbar gemachten Markusdom, ihre Kreise zogen.

Zum Abschied bekam jeder deutsche Austauschschüler einen Anstecker mit dem Wappen der Schule als Andenken. In den letzten Stunden vor unserer Abreise wurde die Aula der Schule zum Tanzsaal umfunktioniert. Schick gemachte Schüler und Lehrer genossen ein letztes Mal gutes italienisches Essen von einem liebevoll zubereiteten Bufett, bevor sie die Tanzfläche stürmten. Noch am gleichen Abend wurden wir dann zum Bahnhof gebracht und mit der Gewissheit eines Wiedersehens in Erlangen verabschiedet.

Alles in allem waren es erlebnisreiche Tage mit vielen Eindrücken, einer großen Portion Spaß und vielen neuen Freundschaften. Ein herzliches Dankeschön an die beteiligten Lehrkräfte Frau Seyfferth und Frau Sopalidou, die durch ihre Organisation und ihr Engagement diese Reise erst möglich machten.

Hannah Schäfer und Verena Wedel, K 12

Austausch mit dem Nikolaus-Kopernikus-Liceum Mielec 2013 in Polen

Am Freitag den 30. September 2013 machten wir uns bereits um fünf Uhr morgens voller Erwartungen auf den Weg nach Mielec. Nach ca.15 Stunden Fahrt kamen wir dann endlich bei unseren bereits aufgeregt wartenden Austauschpartnern an und wurden sehr herzlich in Empfang genommen. Nachdem wir auf die Gastfamilien aufgeteilt worden waren, verbrachten wir den Abend mit unseren Gastfamilien.
Tags darauf am Samstag unternahmen wir etwas mit unseren Partnern, bevor es am Abend eine Gruppenaktion gab. Wie jedes Jahr hatte sich der polnische Animator etwas Besonderes für uns ausgedacht. Unser Bus holte uns ab. Aus diesem stürmten plötzlich zwei in Camouflage gekleidete, vermummte Männer und erzählten uns, dass sie unseren Bus in ihrer Gewalt hätten. Um diesen wiederzubekommen, müssten wir erst einige Aufgaben erledigen, bei denen wir uns das Lösegeld verdienen könnten, das für den Bus benötigt wurde. Mitten im Wald wurden wir abgesetzt und wurden von den zwei geleitet. Wir mussten mehrere Gruppenspiele machen. Wenn wir eines geschafft hatten, bekamen wir Geld, um letztendlich den Bus freizukaufen. An einem Lagerfeuer im Wald ließen wir den Abend noch mit Würsten und Tee ausklingen.
Den Sonntag verbrachten wir mit unseren Austauschpartnern und konnten zum Beispiel einen Gottesdienst auf Polnisch erleben. Am Abend fand ein Konzert in Kooperation der zwei Partnerschulen statt. Es spielten Q12-Schüler des CEGs, die extra für diesen Anlass mit Herrn Schwarzmann nach Polen gekommen waren, und der Chor des Liceums sang einige Stücke für uns. Am Abend unternahmen wir größtenteils etwas mit anderen Austauschschülern, zum Beispiel gingen wir Bowling spielen.
Am Montagmorgen sind wir um 8:00 Uhr zu unserem dreitägigen Ausflug nach Krakau aufgebrochen. In diesen Tagen waren wir in einer Jugendherberge untergebracht und besichtigten ein Salzbergwerk, das polnische Luftfahrtmuseum, ein Museum über die deutsche Besatzungszeit in Krakau, das in der ehemaligen Fabrik des Emaille-Fabrikanten Oskar Schindler (Schindler’s Liste) untergebracht war und eine Felsformation, die der Legende nach eine Stadt war, jedoch von einer Hexe verflucht und zu Stein geworden war. Wir bekamen auch die Möglichkeit zu einer ausgiebigen Shoppingtour in der Innenstadt von Krakau und in einem anderen Krakauer Shoppingcenter. An den Abenden wurde uns ein Programm in Form von einer kleinen Disko und einem Karaokeabend geboten.
Am Donnerstag durften wir dann ein paar Unterrichtsstunden in einer polnischen Schule erleben. Wir bekamen auch eine Führung in der Manufaktur des Hubschrauberherstellers Sikorsky in Mielec, in der der „Black Hawk“ – Kampfhubschrauber produziert wird. Zurück in der Schule sollten wir noch Plakate damit gestalten, was wir mit dem Land Polen verbinden.
Am Freitag besuchten wir ein Freilandmuseum in der Nähe von Mielec. Dort erfuhren wir etwas über das Leben früher in Polen. Wir durften auch mithelfen, kleine Brote zu machen und stellten auch die typisch polnischen Pierogi her und konnten etwas töpfern.
Den Samstag verbrachten wir noch einmal mit unseren Gastfamilien, bevor wir uns am Abend leider wieder viel zu früh von unseren Familien, Austauschpartnern und anderen neugewonnenen Freunden verabschieden mussten.
Der Polenaustausch war wie jedes Jahr eine tolle Zeit mit vielen großartigen Erfahrungen.

Lukas Matzick, Q11

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