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Seit dem Schuljahr 2016/17 bietet das Christian-Ernst-Gymnasium einen bilingualen Zug im Fach Geographie für die 8. Klassen im Rahmen der schulinternen Begabtenförderung an, der ab dem Schuljahr 2017/18 in der 9. Klasse Geschichte fortgesetzt wird.

Was ist bilingualer Sachfachunterricht?

Vom bilingualen Sachfachunterricht spricht man, wenn ein Sachfach – an unserer Schule ist es Geographie in der 8. Klasse und Geschichte in der 9. Klasse – auf Englisch unterrichtet wird. Im Vordergrund steht dabei die Thematik des Sachfachs und nicht die Grammatik oder Rechtschreibung der Fremdsprache. Auch wenn die Sprechfertigkeit („Communication“) und das Lese- und Hörverstehen in der Fremdsprache verbessert werden können: Bilingualer Sachfachunterricht ist kein Fremdsprachenunterricht und demnach auch kein Förder- oder Nachhilfeunterricht für Schülerinnen und Schüler, die Schwierigkeiten im Fach Englisch haben.

Der bilinguale Sachfachunterricht findet parallel, also auch zweistündig, zu den Geographie- bzw. Geschichtsstunden der restlichen Klassen und überwiegend in der Fremdsprache statt. Er wird im Rahmen der schulinternen Begabtenförderung Schülern angeboten, deren Leistungen in beiden Fächern überdurchschnittlich sind, um ihre individuellen Stärken zu fördern und die weitere Entwicklung der Potenziale dieser Lernenden anzuregen.

Viele Studien belegen, dass der bilinguale Sachfachunterricht vielfältige Vorteile für die Lernenden mit sich bringt, u.a.

  • vernetzte Sachfachkenntnisse,
  • vertiefte Fremdsprachenkenntnisse und
  • einen Zugewinn an interkultureller Kompetenz

Abfragen und Stegreifaufgaben können wahlweise auf Deutsch oder Englisch abgelegt werden, so dass keine Nachteile entstehen, falls bestimmte Terminologien in der Fremdsprache nicht bekannt sein sollten. Grundsätzlich gilt: Inhalt kommt vor Sprache. Das heißt, die mündlichen und schriftlichen Leistungsnachweise werden nicht sprachlich bewertet. Es geht ausschließlich um inhaltliche Richtigkeit. Die Teilnahme am bilingualen Sachfachunterricht wird mit einem Zertifikat bestätigt.

Abschließend ist zu bemerken, dass das Angebot des bilingualen Unterrichts auf sehr großes Interesse gestoßen ist. Nach Meinung der Schüler liegen die Vorteile auf der Hand, da sie mehr Gelegenheit bekommen, Englisch zu sprechen und sich mit englischen Inhalten zu beschäftigen ohne dass eine rein sprachliche Benotung stattfindet. Somit kann auch das Selbstvertrauen der Schülerinnen und Schüler im Umgang mit der Fremdsprache wachsen und die neue Herausforderung erweist sich als äußerst motivierend.

Renate Pfaller, StRin

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