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Grundanliegen des Religionsunterrichts in einer pluralen Gesellschaft ist die Kommunikation mit den Schülerinnen und Schülern einerseits über die christliche Tradition, aber auch über das, was Jugendliche in den entscheidenden Phasen ihres Erwachsenwerdens während dieser neun/acht Schuljahre bewegt. Der christliche Glaube bietet Orientierung und Perspektiven an und will Begleitung und ein Stück Lebenshilfe sein. Dies kann in der Auseinandersetzung mit den Inhalten des christlichen Glaubens geschehen, indem Fragen und Herausforderungen unserer Zeit zur Sprache gebracht werden, es kann aber auch dadurch geschehen, dass Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zum Innehalten, zur Stille, zum Gebet und Gottesdienst eröffnet wird, um damit Halt in ihrem Leben zu finden. Gerade auch die Auseinandersetzung mit aktuellen Themen ist ein wichtiger Schritt zur Selbstständigkeit der Schülerinnen und Schüler und soll ihnen auch dazu helfen, mit bedrückenden Lebenserfahrungen umzugehen.
Dieser umfassende Anspruch braucht eine Vielfalt von Unterrichtsmethoden und Konzeptionen, die versuchen, die Bedürfnisse der Schüler, der Lehrer und der Sache in Balance zu halten.
Die „Sache“, also die Themen, die der Lehrplan vorgibt, bauen aufeinander auf und durchdringen sich gegenseitig.

Der Schwerpunkt der Unterstufe liegt auf biblischen Grundkenntnissen, also wichtigen Inhalten des Alten und Neuen Testaments und den Anfängen der christlichen Kirche. Dabei bleibt immer im Blick, was diese Texte konkret mit unserem Leben heute zu tun haben, wie unser Zusammenleben sich daran orientieren kann und welche Hilfe für die Persönlichkeitsbildung daraus erwächst.

In der Mittelstufe verlagert sich der Schwerpunkt, der Altersstufe entsprechend, auf ethische Themen wie beispielsweise Familie, Autorität, Erziehung, Freundschaft, Liebe, Sexualität, Leben und Tod. Die Informationen über die großen Weltreligionen und die Auseinandersetzung mit der neuesten Kirchengeschichte sind genauso wichtig und schließen den Lehrstoff für die Mittelstufe ab.

Die Oberstufe baut auf diesen Grundkenntnissen auf und vertieft sowohl ethische Themen wie Frieden und Gerechtigkeit, Arbeit und Wirtschaft, Ehe und Familie als auch grundlegende existentielle Themen wie die Fragen: Was ist der Mensch? Wer ist Gott? Gibt es Gott? Was gehört zu einem guten Leben? Die Positionen des Atheismus kommen genauso vor wie der Beitrag zur gesellschaftlichen Verantwortung der Christen. Dabei wird den Schülern auch methodisches Handwerkszeug mitgegeben, mithilfe dessen sie sich mit solchen Themen auseinandersetzen können.