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Musik am CEG

 

Musik als Kernfach

Am musischen Gymnasium ist Musik ein Kernfach, das heißt, pro Schuljahr werden zwei Schulaufgaben geschrieben und die Musiktheorie ist vertiefter als an anderen Gymnasien. Neben dem Erlernen eines Instruments spielt auch das Singen eine wichtige Rolle. In jeder Jahrgangsstufe wird im Klassenunterricht gesungen, an der Singetechnik geübt und es gibt darauf auch Noten.

Dies alles schlägt sich auch in der Stundenzahl des Faches nieder: im Gegensatz zu anderen gymnasialen Ausbildungsrichtungen wird Musik am musischen Gymnasium in Unter- und Mittelstufe durchgängig zweistündig unterrichtet. Hinzu kommt eine Stunde Instrumentalunterricht pro Woche.

Einen Überblick über die Inhalte des Faches Musik bieten die Fach-Lehrpläne (Erweiterungen für musische Gymnasien (MuG) entsprechend gekennzeichnet; Links führen auf externe Seiten):

Einen Grundwissenskatalog zur Musiktheorie am musischen Gymnasium können Sie hier als PDF-Datei herunterladen:

Grundwissen Musiktheorie MuG 2016-1771.9 KBbisher 861-mal geladen

Das Musizieren in der Gruppe ist ein wichtiges Anliegen der musischen Erziehung. Daher bietet das CEG für die verschiedenen Altersstufen differenzierte und vielfältige Möglichkeiten zu Chorgesang und Orchesterspiel an.

 

Instrumentalunterricht

Am musischen Gymnasium erlernt jede Schülerin und jeder Schüler ein Instrument. Zugelassen sind dabei zur Zeit folgende Instrumente für den Pflichtunterricht:

Cello, Euphonium, Fagott, Gitarre, Harfe, Horn, Klarinette, Klavier, Kontrabass, Oboe, Orgel, Posaune, Querflöte, Saxophon, Trompete, Tuba, Violine, Viola

Der Instrumentalunterricht an der Schule findet in Kleingruppen von 2 – 3 Schüler/-innen statt, wird in den Randstunden und am Nachmittag erteilt und ist kostenlos. Auf besonderen Wunsch ist es möglich, den Instrumentalunterricht außerhalb der Schule privat zu nehmen (“externer Unterricht”), wobei die Leistungserhebung an der Schule verbleibt.

Im Einzelfall wird das Erlernen eines Zweitinstruments ab der 7. Klasse von der Schule unterstützt und der Unterricht finanziert. Dies ist bei besonderer Eignung und bei Instrumenten, wo die Kapazitäten nicht ausgeschöpft wurden, möglich.

Weitere Informationen zum Instrumentalunterricht finden Sie in der Rubrik “CEG von A bis Z”.

 

Chor und Orchester

Chor

Das Singen im Chor ist eine der populärsten Möglichkeiten des gemeinsamen Musizierens. So ist es selbstverständlich, dass es am CEG in allen Jahrgangsstufen intensiv gepflegt wird. Es gibt ein breit gefächertes Angebot an Chören, in denen jeweils verschiedene Aspekte des Chorgesangs besonders hervorgehoben werden:

In (Klassen-) Chören der 5. Klassen wird mit ein- bis zweistimmigen Liedern, Kanons und kleinen Musicals das Fundament für den anspruchsvollen Chorgesang gelegt. Auf spielerische Weise werden dabei wichtige Grundlagen der Stimmbildung erarbeitet. Methoden der Singklassen (z. B. die Schulung der Tonvorstellung mit Hilfe der Solmisation) kommen dabei ebenso zum Einsatz wie Bewegungslieder, mit denen den Kindern eine ganzheitliche Körpererfahrung ermöglicht wird. Das Singen im Chor ist der ideale Einstieg, um sich beim gemeinsamen Musizieren sowohl als Individuum, als auch als Teil der Gruppe wahrzunehmen. Daher wird für jede 5. Klasse eine eigene Chorgruppe gebildet, die jeweils eine Stunde in der Woche probt.

Der Chor der 6. Klassen (Mittwoch, 12.15 – 14.00 Uhr) singt von Pop- und Rockarrangements bis zu kleinen Opern oder Musicals alles, was altersgemäß ist und Spaß macht. Am mehrstimmigen Singen und am Chorklang wird in diesem Jahr in einer wöchentlichen, zweistündigen Probe intensiv weiter geübt.

Im Chor der 7./8. Klassen (Freitag, 12.30 – 14.00 Uhr) wird in den zweistündigen Proben besonders das dreistimmige Singen (zum Teil schon mit einer Männerstimme) trainiert. Geübt wird dies vor allem an Pop- und Jazzarrangements, sowie an bekannten Melodien z. B. aus der Filmmusik. Darüber hinaus wird aber ebenfalls das klassische Chorrepertoire gepflegt. Häufig steht am Ende des Schuljahres eine Opern-, Musical- oder Revueaufführung auf dem Programm. Highlights in den letzten Schuljahren waren die aufwändige Produktion „Die Zauberflöte“ und „Persephone“, die im Markgrafentheater zu sehen waren, sowie Musical- und Filmmusikrevuen.

Im Jugendchor der Unterstufe (5. – 8. Klasse, Freitag, 14.00 – 15.30 Uhr) wird besonders ambitionierten Sängerinnen und Sängern zusätzlich die Möglichkeit gegeben, durch intensivere Stimmbildung gezielt die Entwicklung ihrer Stimme zu fördern und sich durch anspruchsvolle Arrangements vertieft mit dem Singen im Chor auseinanderzusetzen. Alle Sängerinnen und Sänger dieses Chores singen dabei noch in einem anderen Chor der Schule oder spielen im Unterstufen-Orchester mit. Im Mai fährt der Auswahlchor traditionell für drei Tage zu einer intensiven Probenphase auf die Burg Feuerstein.
Der Mädchenchor der Unterstufe, aus dem im Schuljahr 2018/19 der Jugendchor hervorging, erreichte im Schuljahr 2017/18 einen ersten Platz beim bayerischen Chorwettbewerbs und wurde im Mai 2018 beim deutschen Chorwettbewerb mit dem Prädikat “mit gutem Erfolg teilgenommen” ausgezeichnet.

Im großen Chor (9. – 12. Klasse, Dienstag, 12.30 – 14.00 Uhr) singen zurzeit über 100 Schülerinnen und Schüler. Erarbeitet werden größere Werke aus dem Bereich Oratorium, z. B. die „Carmina Burana“ von C. Orff, die Festkantate “50 Jahre voller Ernst“ von U. Strübing oder die Kantate „Lobe den Herren“ von J. S. Bach. Daneben werden traditionelle weltliche Chorsätze und -lieder, geistliche Motetten und Arrangements aus dem Bereich der Popmusik und dem Jazz gesungen. Der große Chor fährt einmal im Jahr für eine intensive Probenphase auf die Burg Feuerstein. Im Sommer 2017 brach der Chor zu seiner ersten Chorreise nach Polen auf, im Sommer 2019 steht eine Reise nach Bozen an.

Der Mädchenchor (9.-12. Klasse, Freitag, 14.00 – 15.30 Uhr) des CEG, dessen Repertoire von geistlicher und weltlicher Chormusik aller Epochen bis hin zu Chorsätzen aus dem Bereich der Pop- und Jazzmusik reicht, kann bereits auf viele außergewöhnliche Erfolge zurückblicken: Der Chor gibt viele Konzerte über die Grenzen Erlangens hinaus und gestaltete die Uraufführung der von den Schülerinnen in Zusammenarbeit mit der Theaterpädagogik selbst entwickelten Oper „Und siehe mich“ im Opernhaus Nürnberg (2011). Im Jahr 2017/18 war der Chor Preisträger im bayerischen und deutschen Chorwettbewerb. Diese Erfolge weisen auf das hohe sängerische Niveau des Chores hin, das immer wieder durch intensive und konzentrierte Chorarbeit erreicht wird.
Seit dem Jahr 2009 pflegt der Chor einen Austausch mit dem Mädchenchor der Musikschule in der Partnerstadt Wladimir. Die Chorreisen nach Wladimir, sowie die Gegenbesuche aus der Partnerstadt führten nicht nur zu bewegenden und vielseitigen Chorkonzerten, sondern schufen auch andauernde Bindungen und Freundschaften zwischen den Mädchen der beiden Partnerstädte.

Im Herrenensemble (9.-12. Klasse, Dienstag, 14.00 – 14.45 Uhr), in dem sowohl traditionelle Männerchorsätze als auch Songs bekannter A-Cappella-Gruppen (z. B. Wise Guys, Viva Voce, Comedian Harmonists) gesungen werden, wird durch mehrstimmiges Singen und Stimmbildung die Männerstimme der jungen Sänger trainiert. Dieses Ensemble dient auch als INE-Kurs für die Oberstufe.

Das Vokalensemble (11. -12. Klasse, Dienstag, 14.00 – 14.45 Uhr) kann nur in der Oberstufe gewählt werden. Im Lehrplan findet sich folgende Beschreibung: „Das Profilfach Vokalensemble bietet den Schülern […] die Möglichkeit, sich über das Fach Musik hinaus vertieft mit dem Singen auseinanderzusetzen. Die jungen Erwachsenen erweitern ihre in der Unter- und Mittelstufe erworbenen vokalen Fertigkeiten und Kenntnisse. […] Voraussetzung für die Aufnahme in das Fach Vokalensemble ist eine gesunde Stimme sowie sängerische Erfahrung.“

Hörbeispiele

Orchester

Durch das Erlernen eines Pflichtinstruments am Musischen Gymnasium bietet sich jedem Schüler die Möglichkeit, im Zusammenspiel musikalische Erfahrungen zu sammeln. Vor allem für die Streichinstrumente und die klassischen Blasinstrumente eröffnet sich im Orchester- und Ensembleangebot der Schule ein breites Erfahrungsfeld:

Im Orchester der 6. Klassen (Mittwoch, 12.15 – 14.00 Uhr) sind alle Streich-, Holz- und Blechblasinstrumente vertreten. Voraussetzungen für das Mitspielen sind eine erste grundsätzliche Sicherheit im Umgang mit dem Instrument. In diesem Orchester werden in alle Grundlagen des guten Zusammenspiels gelegt und die Freude am gemeinsamen Musizieren und dem gegenseitigem Zuhören gefördert. Dabei wird im Laufe des Schuljahres allmählich der Schwierigkeitsgrad der Stücke gesteigert und die Schülerinnen und Schüler können erste Auftrittserfahrungen sammeln.

Das Orchester der 7./8. Jahrgangstufe (Freitag, 12.15 – 14.00 Uhr) erarbeitet schwierigere Orchesterwerke und Arrangements berühmter Stücke in großer sinfonischer Besetzung. Das Orchester fährt dazu auch jedes Jahr zu einer Arbeitsphase (z. B. Burg Feuerstein), die zur Vorbereitung auf die Konzerte und zum besseren Kennenlernen untereinander dient.
Herausragende Stücke der letzten Jahre waren u. a. die „Peer Gynt Suite“ von E. Grieg, „Die fabelhafte Welt der Amelie“ von Y. Tiersen und der „Karneval der Tiere“ von C. Saint-Saens, die z. T. szenisch mit der Theatergruppe der 6. Jahrgangsstufe aufgeführt wurden. Das Orchester spielte auch in einem großen Benefizkonzert gemeinsam mit dem Erlanger Kammerorchester und regelmäßig in den großen Schulkonzerten.

Im großen Orchester (Dienstag, 12.15 – 14.00 Uhr) erarbeiten und erleben die Schülerinnen und Schüler ab der 9. Klasse die Literatur der klassischen Sinfonik, der großen Oratorien, der Solokonzerte und der Unterhaltungsmusik. Auf dem Programm standen dabei in den letzten Jahren u. a. L . v. Beethovens „Sinfonie Nr. 1“, R. Wagners Vorspiel zu „Die Meistersinger von Nürnberg“ und G. Bizets „Suite Arlesienne“, sowie etliche Werke der Film- und Unterhaltungsmusik (z. B. „Herr der Ringe“ und „Gladiator“). Mit dem großen Chor der Schule und der Kantorei der Matthäus-Gemeinde wurden z. B. „Mass of the Children“ von J. Rutter und die Kantate „50 Jahre voller Ernst“ von U. Strübing aufgeführt.
Im Sommer 2016 fand bereits die vierte Konzertreise zur Partnerschule Rom statt. Mit dem Chor der Schule kamen u. a. die Oratorien „Elias“ von F. Mendelssohn-Bartholdy und „Stabat Mater“ von C. Jenkins in den Kirchen Ara Coeli und San Andrea della Valle zur Aufführung. Ein Highlight dieser Reisen war sicher auch das legendäre Konzert auf der Spanischen Treppe, über das in der Presse berichtet wurde.
Aus dem großen Orchester bilden sich zudem regelmäßig Blechbläser- und gemischte Bläser-Gruppen, die in Konzerten z. B. mit „Intrada“ von G. Gabrieli oder „Gabriel’s Oboe“ von E. Morricone auftraten.

Das Kammerorchester des CEG besteht aus ausgewählten und besonders versierten Streichern der Schule und tritt regelmäßig auf in Schulkonzerten, CEG-Hauskonzerten sowie außerhalb der Schule in Konzerten und Kantaten-Gottesdiensten in St. Matthäus oder mit dem Partnerorchester „Camerata Franconia“, das aus internationalen jungen Profimusikern besteht. Das Repertoire des Ensembles umfasst barocke Concerti Grossi z. B. von J. S. Bach („Brandenburgische Konzerte“), A. Vivaldi und G. F. Händel, verschiedene Solokonzerte und Werke der romantischen und modernen Streicherliteratur.

 

Bigband

Bigband des CEGDie Bigband (Freitag, 14.00 – 15.30 Uhr) der Schule besteht zurzeit aus ca. 30 Bandmitgliedern (9. bis 12. Klasse). Die Arrangements reichen vom Sound der frühen Big Bands (z. B. Glenn Miller) über südafrikanische Klänge bis zu modernen Rock- und Funkrhythmen. In etlichen Auftritten z. B. in Schulkonzerten, in Mielec (Polen), in der Erlanger Öffentlichkeit (u. a. am Altstadtfest), beim Sommerfest der Fischerei Oberle und auf der Kellerbühne des E-Werks bewies sich die Big-Band über Jahre hinweg stets als attraktiver Klangkörper mit beeindruckenden Einzelleistungen bei den improvisierten Soli.

 

Kollegium Musik

Fachschaft Musik 2017

Julian Bobe, Andreas Englhardt, Gabriele Bergmann, Joachim Adamczewski, Christine Barth, Philipp Barth

 

Berichte

Once upon a time…

Den Festakt zur Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde zwischen Bozen und Erlangen am vergangenen Freitag (23.11.2018) umrahmten Schülerinnen und Schüler des großen Chores, mit dem im nächsten Jahr eine Fahrt nach Bozen in Planung ist, und vier Sprecherinnen aus dem Italienischkurs der Q11.

Als Auftakt der gut und vor allem sehr prominent besuchten Veranstaltung – so waren unter anderem der bayerische Innenminister Joachim Herrmann, die Oberbürgermeister von Bozen und Erlangen, etliche Mitglieder der beiden Stadträte, Ehrenbürgerinnen und -bürger und der Komponist Albert Mayr in das Palais Stutterheim gekommen – sang Simon Reinersmann mit kräftiger und außergewöhnlich geschmeidig-eleganter Stimme das Lied „For you, for me, for evermore“ von George Gershwin.

Anschließend führten die Bürgermeister Erlangens und Bozens in ihren Festreden aus, warum beide Städte auch geschichtlich miteinander verwoben seien: Im Jahr 1945 starb der aus Bozen stammende Josef Mayr-Nusser, der den Führereid aus Glaubensgründen verweigert hatte, auf dem Weg ins KZ Dachau in der Nähe von Erlangen in einem Viehwagen. 2017 fand nun die Seligsprechung Josef Mayr-Nussers in Bozen statt, zu der auch eine Delegation aus Erlangen eingeladen war. Im Anschluss an das Hochamt, wie OB Dr. Florian Janik und sein italienischer Kollege Renzo Caramaschi lebhaft in ihren Reden darstellten, trafen sich die beiden Bürgermeister („…der junge Bürgermeister aus Erlangen erkannte mich als Kollege an meiner Schärpe mit der italienischen Tricolore…“) und entwickelten recht schnell die Idee einer Städtepartnerschaft. Aus dieser nun offiziell vollzogenen Partner- und Freundschaft zwischen den beiden Städten sei bereits jetzt, so führten die Redner weiter aus, sowohl ein wirtschaftlicher, kultureller und auch ideeller Mehrwert entstanden, der in der Zukunft sicher noch mehr Früchte tragen werde.

Das in diesem Jahr stark gewachsene und stimmlich sehr gut disponierte Herrenensemble sang nun unter der Leitung von Julian Bobe den Song „Millionär“ von den Prinzen und feierte damit fröhlich und lebensbejahend den Beginn dieser Partnerschaft. Die Musik, die einen gewollten Kontrapunkt zur Historie bildete, wurde von den Zuhörern begeistert aufgenommen.

Nach einem kurzen Grußwort des Innenministers und der Unterzeichnung der Urkunden, lasen Schülerinnen des CEG und deren Gastschwestern aus Bozen kurze, aber ergreifende Texte von Josef Mayr-Nusser auf Italienisch und Deutsch vor. Interessanterweise hat das CEG schon seit dem Jahr 2011 regelmäßig Schülerinnen und Schüler aus Bozen, die ihre Deutschkenntnisse intensivieren möchten, für einen mehrmonatigen Aufenthalt zu Gast.

Als Abschluss des Festaktes führten acht Schülerinnen der Q11 und Q12 des VocIne-Kurses das Stück „Once upon a time“ von Johan Cage auf. In dieser anspruchsvollen Sprechkomposition von 1940 wurde mit einem Text von Gertrude Stein schon damals für die Überwindung von Grenzen und Ressentiments geworben. Dieses Stück (passend ausgesucht und sicher einstudiert von Philipp Barth) schlug damit wieder den Bogen zurück zu dem Beginn der Geschichte zwischen Erlangen und Bozen. Gerade das Stück von Cage bewegte den Komponisten Albert Mayr, der sich als Sohn von Josef Mayr-Nusser sicher besonders der aktuellen Brisanz der Botschaft dieses Stückes bewusst ist.

Am Ende wurden alle Schülerinnen und Schüler noch einmal auf die Bühne gerufen – die musikalischen Beiträge erklangen aus Platzgründen von einer seitlichen Empore – und wurden mit einem langanhaltenden Applaus bedacht.

1. Preis für Gitarrentrio

Beim Internationalen Gitarrenwettbewerb vom 16. bis 18.11.2018 in Jüchen haben unsere Schüler Diego Förster und Finn Dröder zusammen mit Leo Bernard (vom Fridericianum) als Gitarrentrio in der Ensemble-Wertung den ersten Preis erhalten. Das Trio spielte Werke von Toru Takemitsu, Isaac Albeniz und Antonio Vivaldi. Wir gratulieren den Spielern und ihrem Lehrer Herrn Campos für diese außerordentliche Auszeichnung!

„gemEINSAME SPITZE“ – Mädchenchöre des CEG erfolgreich beim Deutschen Chorwettbewerb

Die Mädchenchöre des CEGs haben inzwischen eine langjährige Tradition und versammeln im Mädchenchor der 7.-8. Klasse (“acquire”) die singbegeisterten jüngeren Mädchen. Ab der 9. Klasse dürfen sie dann im “großen” Mädchenchor mitsingen.

Das zurückliegende Schuljahr war für die CEG-Mädchenchöre ein ganz besonderes Jahr: Beide haben im vergangen November in ihren Kategorien (“Kinderchöre” bzw. “Mädchenchöre”) mit ihren Chorleitern Philipp Barth bzw. Joachim Adamczewski beim Bayerischen Chorwettbewerb den ersten Preis gewonnen. Damit hatten sie sich auch als Vertreter Bayerns für den “10. Chorwettbewerb des Deutschen Musikrates” qualifiziert, der vom 5. bis 13. Mai 2018 in Freiburg stattfand. Dass beim Deutschen Chorwettbewerb gleich zwei Chöre eines Gymnasiums antreten, dürfte in der Geschichte des Chorwettbewerbs einmalig sein und verdeutlicht das hohe Chorniveau am CEG auf eindrucksvolle Weise.

In Freiburg nahmen insgesamt circa 5000 Sängerinnen und Sänger aus ganz Deutschland unter dem Motto “gemEINSAME SPITZE” am Wettbewerb teil. Aus allen Bundesländern werden jeweils nur die besten Chöre zum Bundeswettbewerb geschickt, von Männerchören über Jazz- und Popchöre bis zu verschieden großen gemischten Chören ist jede Art von Chor vertreten. Insgesamt beeindruckte dabei natürlich das ausgesprochen hohe Niveau aller Chöre. Gleichzeitig kam es während unserer Zeit in Freiburg an allen Plätzen immer wieder zu spontanen Konzerten und die CEG-Mädchen lauschten mal staunend andächtig oder sangen selber spontan ein kleines Konzert im Park oder in der Straßenbahn.

Obwohl gerade in unseren Kategorien Chöre mit klangvollen Namen wie den “Ulmer Domspatzen” teilnahmen, erhielten unsere Mädchenchöre das Prädikat “mit gutem Erfolg teilgenommen”. Dies ist umso bemerkenswerter, als ein vierter und ein siebter Platz von insgesamt 16 Bundesländern angesichts der normalen schulischen Struktur der Chorarbeit am CEG deutlich mehr als ein Achtungserfolg ist.

Wichtiger als das Abschneiden war jedoch für alle die Erfahrung, bei den Chorwettbewerben in München und Freiburg dabei zu sein. Besonders Freiburg war für alle ein großartiges Erlebnis: Die täglichen eigenen Konzerte und die Begeisterung, die den CEG-Mädchen überall entgegen gebracht wurde, der Besuch hochkarätiger Chorkonzerte, der Austausch mit anderen Chorsängern, die gewachsene, starke Chorgemeinschaft und das Gefühl, Teil von etwas Besonderen zu sein – all dies wird noch lange in uns nachklingen!

Ph. Barth

Bundeswettbewerb Jugend musiziert 2018

Beim Bundeswettbewerb “Jugend musiziert” in Lübeck haben sich zu Beginn der Pfingstferien drei Teilnehmerinnen und Teilnehmer unserer Schule mit ihrem hervorragenden instrumentalen Können den Juroren vorgestellt. Im Einzelnen wurden folgende sehr erfreulichen Ergebnisse erzielt:

3. Preis:
Finn Laurin Dröder (8d, Gitarre)

2. Preis:
Friedrich Börstinghaus (7b, Blockflöte), Jasmina Weiss (Q11, Gitarre)

Die gesamte Schulleitung und die Fachschaft Musik sind stolz auf das hohe musikalische Niveau, das unsere Schule bei diesem wichtigsten Musikwettbewerb Deutschlands zeigen konnte, und gratuliert allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie den beteiligten Lehrkräften sehr herzlich.

J. Bobe

Landeswettbewerb “Jugend musiziert” 2018

Beim Landeswettbewerb “Jugend musiziert” in Regensburg haben sich zu Beginn der Osterferien Teilnehmerinnen und Teilnehmer unserer Schule mit ihrem instrumentalen Können den Juroren vorgestellt. Im Einzelnen wurden folgende sehr erfreulichen Ergebnisse erzielt:

3. Preis:
Marlene Morneburg (8c, Fagott)

2. Preis:
Katharina Burucker (8c, Klavierbegleitung), Manuel Ebert (8d, Querflöte), Linus Kurtenbach (Q12, Kontrabass), Claudia Rohmer (Q12, Klavier), Sonja Schneider (8b, Klavierbegleitung)

1. Preis:
Joshua Leykam (5c, Gitarre)

sowie 1. Preis mit Weiterleitung zum Bundewettbewerb:
Friedrich Börstinghaus (7b, Blockflöte), Finn Laurin Dröder (8d, Gitarre), Jasmina Weiss (Q11, Gitarre)

Die gesamte Schulleitung und die Fachschaft Musik sind stolz auf das hohe musikalische Niveau, das unsere Schule bei diesem wichtigsten Musikwettbewerb Deutschlands zeigen konnte, und gratulieren allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie den beteiligten Lehrkräften sehr herzlich.

J. Bobe

Jugend musiziert 2018

Beim Regionalwettbewerb “Jugend musiziert”, der vom 01. bis 04. Februar 2018 bei uns im CEG stattgefunden hat, haben sich Teilnehmerinnen und Teilnehmer unserer Schule mit ihrem instrumentalen Können den Juroren vorgestellt.

Im Einzelnen wurden folgende Ergebnisse erzielt:

3. Preis:
Manuel Ebert (8d, Klavier), Claudia Langner (9e, Klavier)

1. Preis:
Rosalie Balatinac (10d, Querflöte), Alina Baldauf (Q11, Querflöte), Diego Förster (7d, Gitarre), Ting Yu Mei (5c, Klavierbegleitung), Elinor Neubauer (Q11, Orgel), Felix Reutter (Q12, Oboe)

sowie 1. Preis mit Weiterleitung zum Landeswettbewerb:
Friedrich Börstinghaus (7b, Blockflöte), Katharina Burucker (8c, Klavier), Finn Laurin Dröder (8d, Gitarre), Manuel Ebert (8d, Querflöte), Linus Kurtenbach (Q12, Kontrabass), Joshua Leykam (5c, Gitarre), Marlene Morneburg (8c, Fagott), Claudia Rohmer (Q12, Klavier), Sonja Schneider (8b, Klavierbegleitung), Jasmina Weiss (Q11, Gitarre)

Die gesamte Schulleitung und die Fachschaft Musik sind stolz auf das hohe musikalische Niveau, das unsere Schule bei diesem wichtigsten Musikwettbewerb Deutschlands zeigen konnte, und gratulieren allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie den beteiligten Lehrkräften sehr herzlich.

Julian Bobe

Workshop und Konzert des Brasilianischen Gitarrenduos “Guanduo” am 19./20. Januar 2018

Juliano Camara und Eduardo Pinheiro bilden zusammen das Gitarrenduo “Guanduo”, das sich bereits durch erste Preise bei verschiedenen Wettbewerben sowie einer CD-Produktion und
Fernsehauftritten in ihrem Heimatland Brasilien einen Namen gemacht hat. Nach dem abgeschlossenen Studium der klassischen Musik in Brasilien studieren die beiden jungen Gitarristen momentan an der Hochschule für Musik Dresden in der Masterclass “Jazz/Rock/Pop”.

Der Workshop am CEG umfasste vier Einheiten: Zunächst wurden verschiedenen Klassen des CEGs in zwei Gesprächskonzerten typische brasilianische Rhythmen erläutert und deren Umsetzung in brasilianischer Gitarrenmusik gezeigt. Die CEG-Schüler waren erstaunt über die Vielfalt brasilianischer Musik, die eindrucksvolle Virtuosität der beiden Gitarristen begeisterte alle. Am Nachmittag fand ein vierstündiger Gruppenunterricht statt, statt, in dem 14 Gitarristen des CEG, des Erlanger Musikinstituts EMI und der Städtischen Musikschule Erlangen und auch einige Gitarrenlehrkräfte gemeinsam in die Eigenheiten brasilianischer Musik eingeführt wurden und diese dann anhand von drei extra für den Workshop erstellten Arrangements vertieften.

Am Abend erklangen im Konzert in der voll besetzten Aula die erarbeiten Arrangements mit den Workshop-Teilnehmern. Danach begeisterten die beiden Gäste mit eigenen Kompositionen und bekannten brasilianischen Klassikern. Der Einblick in die von raffinierten Rhythmen geprägte brasilianische Musikwelt und das brillante Zusammenspiel der beiden Gitarristen war für alle Konzertbesucher ein beeindruckendes Erlebnis.

Am Samstag Vormittag fand mit dem Einzelunterricht für die Workshop-Teilnehmer der vierte Teil des Besuches statt. Viele der teilnehmenden Gitarrenschüler brachten ihre bereits sehr gut einstudierten Stücke für den kommenden „Jugend Musiziert“-Wettbewerb mit und waren erstaunt, dass die jungen Brasilianer ihnen noch einige neue, anregende musikalische Ideen zu ihren Stücken geben konnten – aber so soll ein guter Kurs ja auch sein!

Die Idee eines gemeinsamen Workshops mit Schülern der drei Institutionen CEG, EMI und Musikschule empfanden alle als überaus gelungen, nicht zuletzt natürlich dank der herausragenden Dozenten. In diesem Sinne wurde von vielen Teilnehmern der Wunsch geäußert, den Workshop im kommenden Jahr zu wiederholen.

Ph. Barth

Erste Preise für die Mädchenchöre des CEG beim Bayerischen Chorwettbewerb

Am vergangenen Wochenende fand in den Räumen des Bayerischen Rundfunks in München der 10. Bayerische Chorwettbewerb statt. Beide Mädchenchöre des CEG hatten sich dort beworben und teilgenommen.
Am Samstag, den 18.11. trat “acquire” – der Mädchenchor der 6. – 8. Klassen in der Kategorie “Kinderchöre – gleiche Stimmen” an und gewann “mit sehr gutem Erfolg” einen 1. Preis. Am Sonntag, den 19.11. sang dann der Mädchenchor der 9. – 12. Klassen ebenfalls in München in der Kategorie “Mädchenchöre – gleiche Stimmen” und gewann ebenfalls einen 1. Preis “mit hervorragendem Erfolg”.

Somit dürfen beide Mädchenchöre des CEG im Mai 2018 beim Deutschen Chorwettbewerb in Freiburg als Vertreter Bayerns antreten! Das CEG ist die einzige Schule, die in zwei verschiedenen Kategorien mit zwei Chören einen ersten Preis mit Weiterleitung zum Deutschen Chorwettbewerb erhalten haben!

Herzlichen Glückwunsch!

Link zum Beitrag des Bayerischen Rundfunks

Exkursion des Martius-Ensembles nach Brasilien – Reiseblog

Das Martius-Ensemble war Ende August / Anfang September für zwei Wochen auf Exkursion in Brasilien. Nachfolgend berichten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von ihren Erlebnissen.

 

Samstag / Sonntag, 09. / 10.09.17

Hallo vom Expeditionsteam (ein letztes Mal…),

über die Heimreise am Samstag und Sonntag berichten Jana und Claudia:

„Abflug!“ (Herr Barth, jeden Tag beim Verlassen des Hauses) – heute galt es zum erstenmal wortwörtlich!

Ein letztes Mal recken und strecken sich die Martius-MusikerInnen in ihren Bettchen und lauschen der (ebenfalls) täglichen Morgenmusik von Herrn Barth. Der Vormittag bestand aus selbständiger Nahrungssuche bzw. Resteessen und Packen. Aufgrund von Futtermangel für die Flugreise gingen einige tapfere EntdeckerInnen in den Supermarkt zum Jagen (Bananen und andere Früchtchen). Gegen 12 Uhr befand sich in jedem Koffer das Gepäck und die Mitbringsel – so verteilt, dass keiner mehr als 23 kg hatte. Fleißige Flusensammlerinnen fegten noch einmal durchs Haus, während andere das nach zwei Wochen zum ersten Mal aufgeräumte Haus mit ihren Handykameras dokumentierten („Da ist ja noch Tisch unter dem Essen!?“).

Um 13 Uhr – nach den letzten Gruppenfotos und Abschiedsküsschen vor dem Haus – bestiegen wir den Bus und wurden von dem „Formel 1 -Busfahrer“ innerhalb weniger Stunden nach Bello Horizonte kutschiert. Am Flughafen angekommen, standen wir sehr lange am Check-in an: alles Handarbeit (aus Frankfurt waren wir den „Ikea-Check-in“ gewohnt = “Scan Deinen Pass selbst und druck Dir die Bordkarte selber aus“). Sicherheitskontrolle, Boarding – die Martius-Groupies sind bereits ein eingespieltes Team und Flugprofis. Dazwischen noch schnell eine Pommes auf die Hand.

Der Flug nach Rio war kurz, der zweite Flug nach Frankfurt dafür umso länger. Dank Touchscreen konnte jeder selber entscheiden, ob er einen Film schaut, sich mit anderen zu einem digitalen Schiffe-versenken verabredet oder vor sich hin döst. Zum ersten Mal landeten wir bei Tageslicht und genossen die Außenkameraperspektiven des Jumbos auf den Touchscreens. Der Umstieg in den Zug klappte innerhalb einer knappen Stunde, alle freuten sich auf den Empfang durch die Familien in Erlangen!

So nimmt diese Expedition auch schon ihr Ende. Es war eine wunderschöne Zeit, die wir alle sicher lange in bester Erinnerung behalten werden. Wir bedanken uns bei allen die uns diese unvergessliche Reise ermöglicht haben!

Viele Grüße vom Martius Ensemble

Freitag, 08.09.17

Hallo aus Sao Joao,

über den Freitag berichtet Soh Young:

Liebes Reisetagebuch,

am Freitag konnten wir das erste Mal richtig ausschlafen und auf dem Weg zum Frühstück (Açaí-Eis!) haben sich ein paar Martius-Groupies farbenfrohe Kleidungsstücke in einem indischen Laden gekauft. Gestärkt von dem Eis sind wir an einem Musikladen vorbeigekommen. Unser nächstes Ziel war die Markthalle, die voller Souvenirs, Früchte, Cachaça und Gewürzen war. Außerdem haben wir ein passendes Geschenk für unseren polnischen Freund Jakub gefunden.

Nach dem Einkauf zahlreicher Leckereien haben wir uns in kleinere Gruppen aufgeteilt. Die Mädels-Gruppe ist noch entspannt durch die Straßen geschlendert und hat ganz spontan mit einem brasilianischen Gitarristen musiziert.

Um 18.30 Uhr hat die Anspielprobe begonnen für das Abschlusskonzert um 20 Uhr. Das Programm bestand aus dem I. Satz der Streicher-Sinfonie in D von Mendelssohn mit uns (dem Martius Ensemble), einem Querflötentrio, einem Trompetensolo, “And so it goes” vom Koblenzer Chor, der Hebriden-Ouvertüre von Mendelssohn, dem Villa-Lobos und dem Klavierkonzert von Chopin mit unserem WG-Mitbewohner Jacub. Das Konzert verlief hervorragend und endete mit einem tosenden Applaus (standing ovations!).

Der Abend wurde schön abgerundet mit Pizza (leider ohne Tomatensauce…) und Pommes. Die Verabschiedung von den Koblenzern und den Brasilianern kam jedoch viel zu kurz und war für alle ein wenig traurig.

Wir freuen uns alle auf ein baldiges Wiedersehen! 🙂

Sonnige Grüße,
die Martius-Groupies

Donnerstag, 07.09.17

Hallo aus Sao Joao,

über den Donnerstag berichtet Claudia:

Der dritte Konzerttag wurde genauso spannend und brasilianisch-spontan wie die beiden vorangegangenen. Am Vormittag probten wir im “blauen” Theater (mit neuen MitspierInnen und SolistInnen), die Probe war wieder recht anstrengend. Wir wurden unter anderem durch ungewollte „Lichteffekte“ auf der Bühne unterhalten…

Mittags haben wir wieder selber gekocht: Reis mit Gemüse, für den Nachtisch sind wir wieder zum Açai-Essen gegangen. Gut gestärkt machten wir uns auf zum Konzert, wo wir als Martius Ensemble die „Batalia” von Heinrich Ignaz Franz Biber und die „Mobilen Aktionen“ von Klaus Hinrich Stahmer spielten. Anschließend spielte das Musik-Expedition Festival-Orchester die „Hebriden-Ouvertüre“ von Mendelssohn, den I. Satz aus der „Bachianas“ von Villa-Lobos, ein recht langes „Requiem“ von dem brasilianischen Komponisten Jose Maurício Nunes und ein kleineres geistliches Stück des ebenfalls brasilianischen Komponisten Marcus Passus Pereira.

Nach dem Konzet waren alle sehr erschöpft und wir haben beschlossen als Martius Ensemble nicht mehr wie sonst üblich noch gemeinsam wegzugehen, sondern einen „WG-Abend“ zu machen. Wir haben sehr leckeren Reis mit Kokos-Ananas-Gemüse gekocht und noch lange geredet.

Viele Grüße
Euer Martius Ensemble

Mittwoch, 06.09.17

Hallo aus Sao Joao del Rei,

über den Mittwoch berichten wieder Claudia und Linus:

“Das war also der zweite Streich und der dritte folgt sogleich.”

Der Mittwoch stand unter dem Motto des zweiten von vier Festival-Orchester Konzerten. Am Vormittag probten wir noch einmal mit André unsere Percussionstücke auf der Bühne im Theater, danach gingen wir Açai bzw. Eis am Stiel essen und anschließend ins Schwimmbad – “Arschbomben-Battle” :-)))

Die Martius-Sterneköchinnen kredenzten Reis mit Gemüse und schon ging es zur nächsten Ablaufprobe im Theater für das abendliche Konzert: Aufstellen – Stimmen – Anspielen – Applaus – Abbauen – nächste Gruppe Aufstellen – etc. Nach der langen Probe gönnte sich ein Teil der Gruppe noch ein zweites Açai (Hr. Barths Traum von zweimal Açai an einem Tag ging in Erfüllung…).

Dann der nun schon bekannte Ablauf: noch eine Kleinigkeit essen, umziehen, Anspielprobe, Konzertbeginn mit 20 Minuten Verspätung (scheint für Brasilien normal zu sein). Wir eröffneten das Konzert mit unseren Percussion-Stücken, dann folgten ein Trompeten- und ein Gesangssolo, danach spielten wir als Martius-Ensemble, anschließend ein geistliches Stück für Chor und Orchester und als Höhepunkt die “Große brillante Polonaise” von Chopin mit unserem WG-Mitbewohner Jacub für Klavier und Orchester.

Nach dem Konzert ging ein Teil noch zum Farro-Tanzen. Insgesamt ein anstrengender aber ereignisreicher Tag!

Liebe Grüße
Euer Martius Ensemble

Dienstag, 05.09.17

Hallo aus Sao Joao,

über den Dienstag berichten Evi und Miriam:

Dienstag. Unser erster Konzerttag. In den kommenden Tagen ist Endspurt in Form von Konzerten. Ab jetzt wird’s stressig. Ach Moment… Das war’s ja schon letzte Woche… Naja egal, dafür gibt es schöne Ergebnisse und es macht ja auch Spaß 🙂

Morgens ging es mit einer weiteren Percussion-Session bei André los, in der wir die Lieder von gestern weiter für das Konzert vorbereitet haben. Langsam kriegen wir die brasilianischen Rhythmen ins Blut 🙂 Dann ging’s nach Hause, wo der eine Teil wieder im Schwimmbad gechillt hat und der andere Teil das Essen kochte. Obwohl Herr Barth durch eine spontane “Ihr seid zu langsam – alles rein in’n Topf!”- Aktion Chaos in die Küche gebracht hat, schmeckte es letztendlich allen gut.

Nachmittags ging’s zur Generalprobe für Mittwoch ins Staatstheater (gelb, mit Apollo auf dem Dach). Direkt im Anschluss mussten wir schnell zur Anspielprobe für unser eigenes Martius-Ensemble Konzert im Museum, damit wir noch genug Zeit zum Essen und fertig machen hatten. Einige haben noch schnell Açai gegessen: ein sehr leckeres Fruchtsorbet, zu dem man sich verschiedenste Obstsorten und Dressings (Kokosraspeln, Sahne, Schokostreusel etc.) aussuchen kann.

Um 20.00 Uhr sollte es losgehen. Doch dann wurde uns gesagt, dass wir erst um 20:15 Uhr beginnen sollen. Brasilianische Zeit eben… (Los ging es dann um 20:20 Uhr) Das Konzert war super besucht, der Saal musste statt für geplante 50 für über 100 Leute Platz haben und viele standen auch noch. Das erstaunliche war, dass alle von dem modernen Experimentierstück völlig begeistert waren. Nach Standing Ovations am Ende nach der Mendelssohn Sinfonie haben wir als Zugabe noch ‘Danca’ von Modesto (ein Dirigent/Komponist, der auch in Erlangen dabei war) gespielt.

Nach diesem spannenden Tag ist die eine Hälfte sofort und die andere eben… ein bisschen später ins Bett gefallen 😉
Das war der Dienstag.

Viele Grüße
Euer Martius-Ensemble

Montag, 04.09.17

Hallo aus Sao Joao del Rei,

über den Montag berichten Jana und Franzi:

Nach einem leckerem Frühstück mit Käsebällchen und Müsli im Innenhof gingen wir zu Andrés Percussion-Workshop. Dort trafen wir auch auf die Koblenzer, sie zeigten uns zunächst ihre einstudierten Stücke und wir durften bald mitmachen und haben dann noch zwei „eigene“ brasilianische Lieder einstudiert. Obwohl es manchmal recht laut war, machte es viel Spaß. Nach dem Mittagessen haben wir im Museum den letzten Schliff an unseren Stücken gemacht, am Dienstag war ja schon unser Konzert!

Unser Abendessen haben wir im Supermarkt gekauft und im Institut Spix & Martius gepicknickt. Die abendliche Orchesterprobe mit dem Festival-Orchester im großen Probensaal des Kirchenorchesters verlief trotz eines schrecklich verstimmten Flügels schon recht gut. Da sie wieder bis kurz nach 10 Uhr dauerte, war die Probe aber auch ermüdend.

Wieder im Institut bekam jeder das neue „Musik Expeditions“-T-Shirt, zuhause haben wir noch zu Herrn Barths Ukulele-Spielen gesungen und sind dann bald ins Bett.

Liebe Grüße
Euer Martius Ensemble

Sonntag, 03.09.17

Hallo aus Sao Joao del Rei,

über den Sonntag berichten Charlotte und Eva:

Angefangen hat der Sonntag mit einem großen Geburtstagsfrühstück mit selbstgebackenem veganen Kuchen für Liv. Danach ging es gleich weiter zu einem brasilianischen Gottesdienst, bei dem wir unsere Blattspielkünste beweisen mussten. Wir spielten bei einem Orchester mit, das jeden Sonntag zusammen mit einem Chor in der sogenannten “Palmenkirche” (Saõ Francisco) den Gottesdienst gestaltet. Das Orchester hat ein riesiges Archiv, vor jedem neuem Stück wurde das jeweilige Stück ausgeteilt und hinterher gleich wieder eingesammelt. Nach dem Gottesdienst bekam unser Geburtstagskind sogar ein Ständchen vom Chor und Orchester auf Englisch, Portugiesisch und Deutsch.

Zu Mittag kochten wir dieses Mal selber: Spaghetti mit Tomatensoße. Den Nachmittag verbrachten wir in Sao Joao mit einer kleinen Führung von Pedro, der uns zum Abschluss in seine Lieblingseisdiele brachte. Nach einer kurzen Erfrischung im Schwimmbad ging es am Abend zum Tanzkurs, wo wir Forrò tanzen gelernt haben.

Liebe Grüße
Euer Martius Ensemble

Samstag, 02.09.17

Hallo aus Sao Joao del Rei,

über den Samstag berichten Carlota und Franzi:

Liebes Reisetagebuch,

heute mussten wir früher als sonst aufstehen, da wir um 8 Uhr schon von einem Bus abgeholt wurden, der uns zwei Stunden durch die Landschaft von Minas Gerais nach Carrancas, zur “Stadt der Wasserfälle” gefahren hat. Nach kurzer Pause in Carrancas, haben wir es dann trotz eines Motorschadens am Bus noch heile an die Wasserfälle geschafft. Ein kurzer Fußmarsch und wir haben den kleineren Wasserfall gesehen. Nachdem wir ins kühle und erfrischende Wasser gesprungen sind und uns noch in der Sonne aufgewärmt haben, ging’s weiter zum großen Wasserfall. Auf dem Weg begegnete uns ein nettes “Betreten Verboten”-Schild mit Stacheldrahtzaun davor, dass wir freundlich grüßten, aber sonst ignorierten (“Sonst durfte man hier immer gehen”). Auch der zweite Wasserfall war wunderbar und noch spektakulärer als der erste. Nachdem wir den Nachmittag dort verbracht hatten, fuhren wir mit einem Ersatzbus erst zu Pedros Secret House (ein kleines Wochenendhäuschen in der Gegend) und bekamen Früchte namens “Limão Rosa” aus dem Garten eines Freundes geschenkt. Dann ging es wieder nach Carrancas, wo wir zum Abschluss des Ausflugs lecker in einem Restaurant aßen.
Durch eine nächtliche UNO-Runde mit einem Verlierer-Sofa (unter anderem der Solo-Pianist Jakub und Herr Barth) schafften wir es noch bis 12 Uhr wach zu bleiben und in Livs 18. Geburtstag reinzufeiern. Als Überraschung mit einem Mais-Kuchen den Lucios Mutter für uns gebacken hatte und einem selbstgemachten besonderen Drink, mit den am Nachmittag gepflückten Orangen.

Liebe Grüße
Euer Martius Ensemble

Freitag, 01.09.17

Hallo aus Sao Joao del-Rei,

wir versuchen das Wochenende aufzuholen 🙂

Los geht es mit Freitag, 31. 8. 2017 und der Expeditionsleiter darf selber berichten.

Nachdem wir wie jeden Morgen wieder im Museum geprobt hatten, fahren wir um 15 Uhr mit der historischen Schmalspur-Eisenbahn (76cm Spurbreite) nach Tiradente (= nach einem real existierendem Mann, der „Zahnzieher“ war und im Freiheitskrieg gegen die Portugiesen (ca. 1790) ein großer berühmter Freiheitskämpfer war und dafür geköpft wurde).

Die Bahn war ein echtes Erlebnis, der Ort etwas touristisch aber sehr schön gelegen. Dort haben wir die Kirche mit Orgal besichtigt und ein kleines Konzert mit Orgel, Trompete und Geige bekommen und dann die Räume und das Archiv des örtlichen Orchesters besucht. Das Orchester wurde vor über 150 Jahren gegründet und spielt jeden Sonntag etwas anderes (vom Blatt) – eine ganz andere Orchesterkultur als bei uns!
Der Dirigent und der Vorsitzende des Orchester haben uns alles gezeigt und wir haben uns mit einem kleinen Konzert bedankt.

Immer noch ungewohnt ist es, dass es um 18:10 Uhr stockdunkel ist. Wir waren gegen 21 Uhr wieder in Sao Joao, was sich dann wie 23 Uhr anfühlt.

Samstag haben wir die Instrumente nicht mehr angefasst – die Erholung hatten wir uns nach einer sehr probenreichen Woche verdient! Sonntag haben wir morgens im Gottesdienst (vom Blatt) gespielt – eine tolle Erfahrung, von der wir im nächsten Post erzählen.

Herzliche Grüße
Philipp Barth

Donnerstag, 31.08.17

Hallo aus Sao Joao del Rei,

die letzten Tage war so viel los, dass wir ein wenig im Verzug sind…
Wir versuchen die letzten Tage heute aufzuholen.

Miriam fängt an:

Liebes Reisetagebuch,
heute (Donnerstag, 31. 8.) sind wir später als sonst aufgestanden. Nach halb neun! Stell dir das mal vor! Wir müssen doch noch proben! Das haben wir dann auch gemacht. Erst vormittags wieder im Museum unter uns und dann nachmittags Orchesterprobe.
Das spannendste war aber der Abend. Zuerst gab es die Ergebnisse des Klavierworkshops unseres Mitbewohner Jakub. Dann ging es weiter in einen überdachten kleinen Hof, der sehr schön aussah (Regenschirme an der Decke ^^). Dort wurde argentinische Volksmusik gespielt, wobei Musiker aus Argentinien, Brasilien und Deutschland mitwirkten. Insgesamt ein sehr cooler Tag 🙂
Da wir diesen Reisebericht etwas verspätet schreiben (es ist nicht immer so viel Zeit dafür), kommt wahrscheinlich auch schon bald der nächste ^.^
Viele Grüße und bis zum nächsten Mal!
Eurer Martius-Ensemble

Mittwoch, 30.08.17

Hallo aus Sao Joao del Rei,

heute schreibt Claudia:

Moin nach Älang, Isch grüüse oich in öia gsischt hinaiin. Iha bimst angeschbrochn! I bims, deins Glaudi. Kenn uns vong Ginasüm her. Hia loift haise Baady. morns na m dschi gonn noch halb Nackt im schwimmmbaht und danach ab in saufstimmung (haha, weil inschdrument undso): bratschaliaa zwaida sazz (is idaleänisch) (2. Satz vom Biber, Battaglia: „Die trinkenden Soldaten“ – Anm. des Dirigenten). un da Wahrn au soihe kizz un han zuguggt un gladschd mannchma in takt. awwww, vol di ciutiis. han dan au gessen wieda bai den büffee. gabs billich. bassd. Hoit nacht im Unidäd da wahrn wir mit fil geige und Cello (andre instrument war nich) und han bissi geschbihld. wan aba fil zu spädrann, wai mia no so mid acai geChilld han. Saulägga. ROfL. (sehr leckeres Frucht-Sorbet – Anm. d. D.) aba han dan haldn busverbassd ( ^0^ ). naja aba wida di bobe. ubs. haha. 1 r fagess. also War noch son Pole. deas vol krass am beeano. der hat wol noten geklaut iwo in da brasieljahnischn pamba (obvolas einglich aswennich künnt had). dea konnt aba vol gud so ind’ dasdn haun, vong fingavertichkahit. vol schöhn. warn so feddich vong kopf und denken und alles. drum han wia schbädi bisl gekwazschd, zammgesässn und reisgegässn und dann simma glaich schlafen gangen. glaub so warhs. echtwar! isso! aba jolo XDXDXD

biss denne
isch penne. jez.

Mit fröindlychen Großen
Deins Klöüdü

(Inzwischen geht es Claudia wieder sehr gut – Anm. d. D.)

Dienstag, 29.08.17

Hallo aus Sao Joao del Rei,

Heute berichtet Liv:

Gestern waren schon nach dem Frühstück die ersten par Mutigen Schwimmen. Nach einem kurzem Kraul-Lehrgang für Herrn Barth ging es jedoch schnell wieder nach Hause und von dort aus direkt ins Spix&Martius-Institut, wo unser erster Portugiesischkurs uns alle erstmal heillos überfordert hat. Weil die Lehrerin etwas früher gehen musste, hatten wir sogar am Vormittag noch Zeit um in dem schönen Stadtmuseum noch etwas zu proben. Zu Mittag gegessen haben wir in einem kleinem Restaurant, in dem extra für uns Tonnen von Essen zubereitet wurden. Gut gesättigt und gestärkt ging es gleich in die nächst Probe und gleich im Anschluss daran fand ebenfalls im Museum der sehr abwechslungsreiche Theaterworkshop statt. Dort wurde wieder hingebungsvoll getanzt, sehr engagiert massiert und sich in „slow-motion“ gekloppt. Darauf folgte – wer hätte es gedacht 😉 – wieder eine Probe, wenn auch nur eine sehr kurze, nach der die meisten von uns ihre erste Bekanntschaft mit einem brasilianischen Supermarkt hatten. Nach der allabendlichen gemeinsamen Orchesterprobe saßen wir diesmal alle noch ein bisschen gemütlich zusammen im Esszimmer unseres Hauses.

Liebe Grüße von allen!

Montag, 28.08.17

Hallo aus Sao Joao del Rei,

heute starten wir die Tradition, dass immer ein Expeditionsteilnehmer berichtet – Linus beginnt:

Nach einem sehr musikalischen und bewegungsvollen Abend mit brasilianischen Tänzen, bei denen sich manche geschickter anstellten als andere, schliefen wir nach unserer langen Hinreise. Heute morgen haben wir sehr nett im Freien gefrühstückt, in einem Theater der Musikschule geprobt (mit Hintergrund-Baubeschallung) und sehr gut und preiswert zu Mittag gegessen. Anschließend waren wir wieder im Schwimmbad – eine willkommene Erfrischung für alle von uns. Nach dem Schwimmen ging es zu einem Musiktheater-Workshop, bei dem wir Vertrauensübungen, Impro-Tanz und Ähnliches gemacht haben. Ein sehr schöner und spaßiger Workshop. Nachdem Abendessen hatten wir noch eine lange und anstrengende Orchesterprobe mit den Brasilianern und Koblenzern. Nun fallen wir alle in unsere Betten, denn morgen wartet zwar wieder ein anstrengender, aber bestimmt auch wieder sehr schöner Tag auf uns.

Liebe Grüße
Martius-Emsemble

Sonntag, 27.08.17

Hallo aus Sao Joao del Rei,

wir sind gut in Sao Joao angekommen, sind am Nachmittag gleich in das Schwimmbad, das drei Minuten von unserem Haus entfernt liegt, gegangen und haben uns erfrischt.
Dann gab es eine gemütliche Brotzeit mit allen beteiligten Brasilianern und der Gruppe aus Koblenz.
Von 18 – 20 Uhr haben wir gerade an einem Tanzworkshop teilgenommen und werden nun ins Bett fallen…
(Ortszeit: 20:15 Uhr = Erlanger-Zeit 1:15 Uhr nachts).

Herzliche Grüße von allen brasilianischen CEG’lern und
Philipp Barth

Erster Auftritt des “Martius-Ensembles”

Das “Martius-Ensemble” des Christian-Ernst-Gymnasiums hat unter der Leitung von Philipp Barth im Botanischen Garten der FAU die Ausstellungseröffnung “Expedition ins Unbekannte – 200 Jahre Brasilienreise des Erlanger Naturforschers Martius” musikalisch umrahmt.

Im September wird das “Martius-Ensemble” im Rahmen eines musikalischen Austausches auf ein Musikfestival in Sao Joao del Rei nach Brasilien reisen.

Text: Ph. Barth / Fotos: K.P. Frank

Konzert-Tournee des Großen Chores durch Mielec

Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des Schüleraustausches mit Mielec in Polen hat der Große Chor des Christian-Ernst-Gymnasiums vom 20. – 25. 6. unter der Leitung von Julian Bobe und Philipp Barth eine Konzert-Tournee durch Polen gemacht. Die Konzerte in der Kirche “St. Peter und Paul” in Krakau und in Mielec waren für alle eine spannende und bereichernde Erfahrung.

Mit seinem Programm mit Chorliedern von Brahms und Herzogenberg brachte der Chor typisch deutsche Romantik nach Polen, verschiedene “Ave Maria”-Vertonungen begeisterten die polnisch-katholischen Herzen und bei der Jahresabschlussfeier der Schule kamen natürlich die Popsongs des Chores am besten an.

Sparkasse unterstützt deutsch-brasilianischen Kulturaustausch

Spendenübergabe mit Herrn Barth, Herrn Dr. Kellner, Frau Vykydal und einer Schülerin des CEGDie Vertreter vom Christian-Ernst-Gymnasium Erlangen, Herr Dr. Kellner, Herr Barth und eine Schülerin, freuten sich über die großzügige Spende der Sparkasse Erlangen in Höhe von 1.000 Euro. Damit unterstützt die Sparkasse ein Konzert- und Vortragsprogramm, das an die Brasilienexpedition des Erlanger Forschers Carl Friedrich Philipp Martius vor 200 Jahren erinnert. Das Christian-Ernst-Gymnasium sowie die Universität Sao Joao del Rei (Brasilien) sind an den Veranstaltungen beteiligt, die im Rahmen eines unter anderen von der Stadt Erlangen unterstützten Kulturaustausches stattfindet.

Simone Vykydal von der Geschäftsstelle Hugenottenplatz überreichte den großen Spendenscheck und wünschte für die Konzerte am 8. und 9. Juli 2017 viel Erfolg.

P. Barth

Einladung zum “CEG-Hauskonzert” am 27.06.17

Am Dienstag, dem 27.06. 2017, veranstalten wir ein Konzert in der Aula des CEG mit Werken von Beethoven (Eintritt frei). Der Geiger Reto Kuppel und die Pianistin Amy Lin spielen um 19 Uhr drei Violinsonaten von Ludwig van Beethoven (Programm zu Download):

Sonate Nr. 1 in D-Dur, Op. 12 Nr. 1 (1798)
Sonate Nr. 4 in a-Moll, Op. 23 (1800/01)
Sonate Nr. 7 in c-Moll Op. 30 Nr. 2 (1802)

Eine Woche später konzertieren die beiden Künstler mit diesem Programm im Historischen Reitstadel in Neumarkt/ in d. Opf. und befinden sich in den Vorbereitungen zur Produktion einer CD Aufnahme.

Einige Infos zu den Künstlern:

Reto Kuppel gilt als einer der angesehensten deutschen Geiger seiner Generation. Musiker wie Mariss Jansons loben seine geigerische Souveränität und musikalische Intelligenz. Er studierte an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg bei Andreas Röhn und an der Juilliard School in New York bei Erick Friedman und Dorothy DeLay. Er gewann den Internationalen Violinwettbewerb Chateau de Courcillon, und erhielt Einladungen zum Schleswig-Holstein Musik Festival, zum Richard-Strauss-Festival, zum Tonkünstlerfest Baden-Württemberg, zum Kissinger Sommer und zum Rheingau-Musikfestival.
Fast zwei Jahrzehnte lang war Reto Kuppel Konzertmeister im Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Neben seinen solistischen Auftritten unterrichtete er an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar. Er studierte Musikpädagogik und Musikwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und promovierte an der Universität Augsburg. Seit 2012 ist Reto Kuppel Professor für Violine an der Hochschule für Musik Nürnberg.

Die Pianistin Amy Lin wurde geboren in Taiwan und kam als Kind mit ihrer Familie in die USA. Zunächst studierte sie Mathematik an der John Hopkins Universität in Baltimore. Nebenbei besuchte sie die Meisterklassen des berühmten amerikanischen Pianisten Leon Fleisher. Sie schloss Ihr Studium am Peabody Conservatory mit dem Konzertexamen ab und studierte 2 Jahre lang bei Prof. Gerhard Oppitz an der Münchener Hochschule für Musik bis zum Abschluß mit Meisterklassendiplom. Heute ist sie Professorin für Klavier am Straßburger Conservatoire, gefragte Solistin und Kammermusikerin und gibt Meisterkurse in vielen Ländern.

Frühjahrskonzert 2017

Das Frühjahrskonzert bietet jedes Jahr Raum für die Abiturienten ihr solistisches Können zu zeigen. Auch dieses Jahr stand am 29. März in der Herz Jesu Kirche ein Solokonzert im Mittelpunkt: Alexander Saal spielte den zweiten Satz des Klavierkonzerts von Maurice Ravel. Gefühl gestaltete er den impressionistisch zerbrechlichen Klang in überzeugender Weise.

Ein zweites Klavier-Konzert, das als „5. Brandenburgisches Konzert“ bekannt ist erklang im großen Kirchenraum. Claudia Rohmer aus der 11. Klasse spielte mit den Geigen- und Flötensolistinnen Shania Lange und Alina Baldauf souverän die virtuose Partie. Begleitet wurden sie vom Kammerorchester geleitet von Frau Bergmann.

Den Auftakt des Frühjahrskonzertes machte Johannes Schroll mit der Orgel-Intrada und das Bläser-Ensemble der Oberstufe.

Der Auswahlchor der Oberstufen-Mädchen wagte sich an die anspruchsvollen Sätze in moderner Satzweise. Vielstimmig und klangvoll bewältigten sie unter Leitung von Herrn Adamczewski die Herausforderungen.

Das Vokalensemble der Oberstufe unter Leitung von Herrn Barth ließ den Frühling mit „April is my mistress‘ face“ in die Kirche. Den Abschluss bildete die eingängige Melodie aus Thomas Tallis Psalmen-Vertonung. Zuerst stellte das Vokalensemble der Oberstufe unter Leitung von Herrn Bobe die Melodie im vierstimmigen Satz vor.

Anschließend bot das Große Orchester unter Leitung von Herrn Englhardt die Bearbeitung durch den englischen Komponisten Vaughan Williams. In großer Besetzung und breiter Aufstellung musizierten die Spielerinnen und Spieler in abgedunkelter Kirche das atmosphärisch dichte Stück.

Der verdiente Applaus brachte ein frühlings-frohes Lächeln in die Gesichter der Solistinnen und Solisten.

A. Englhardt (für die Fachschaft Musik)

CEG-Hauskonzert am 24.03.2017

In der Konzertreihe CEG-Hauskonzerte gab es bei schönstem Frühlingswetter ein besonderes Geburtstags-Frühlingskonzert.

Das Kammerorchester spielte unter der Leitung von Gabriele Bergmann Werke von Komponisten, die alle am 21.03. ihren Geburtstag feiern: Johann Sebastian Bach, Modest Mussorgsky und Andrew Lloyd Webber. Dazwischen wurden Texte gelesen von Jean Paul, der ebenfalls am 21.03. geboren wurde. Das Programm kann hier als PDF-Datei heruntergeladen werden. Solisten waren Schüler, Lehrer und Eltern.

Im Anschluss an das Konzert gab es einen Geburtstagsempfang mit köstlichen Leckereien aus der Schulmensa. Dazu konnte man die Ausstellung „Farben“ des Kunst-Additumskurses bewundern.

Gabriele Bergmann (für die Fachschaft Musik)

Weihnachtskonzert der Unterstufe 2016

Zum traditionellen Konzert für unsere jüngeren Musikerinnen und Musiker trafen sich am 18. Dezember 2016 in der weihnachtlich geschmückten, barocken Neustädter Kirche die Ensembles der Unterstufe.

Den Auftakt blies das große Blechbläser-Ensemble von Herrn Schmidbauer mit traditionellen Melodien.

Der erste Höhepunkt war mit dem Beitrag „Chor der 5. Klassen“ erreicht: jast 100 Sängerinnen und Sänger der 5. Klassen gaben gekonnt drei Stücke aus Europa und Afrika zum Besten. Herr Adamczewski und Herr Bobe leiteten die große Gruppe.

Das jüngste Orchester der Schule unter Leitung von Frau Barth spielten in großer Besetzung eine klangvolle Fanfare.

Jazzig und schwungvoll ging es mit dem Chor der 6. Klassen Herrn Barths weiter. Das Bläser-Ensemble der 7. und 8. Klassen boten barocke Bläsermusik unter Leitung von Frau Barth.

Mit rhythmischer Unterstützung und Violinsolo stellte der Chor der 7. und 8. Klassen schon ein gutes, sängerisches Niveau unter Beweis: Herr Bobe leitete die vier eingängigen Stücke aus dem englischen Raum. Weihnachten und Blechbläser gehören zusammen, das bewies die Posaunengruppe mit Herrn Neudert mit traditionellen Sätzen.

Der Mädchenchor der Unterstufe ist eine Auswahl der besten Sängerinnen und Sänger. Herr Barth zeigte die sängerischen Fähigkeiten des Chores an modernen Chorstücken im A-capella-Satz.

Das Mittelstufen-Orchester verlieh dem Konzert die weihnachtliche Atmosphäre mit den bekannten „Drei Haselnüssen für Aschenbrödel“. Frau Bergmann leitete das zahlreich besetzte Orchester.

Den Höhepunkt bildete die Aufstellung des „O du Fröhliche“-Arrangements unter Leitung von Herrn Barth: alle Schüler der 5. Klassen sangen begleitet von einer großen Blechbläser-Gruppe und dem Mittelstufen-Orchester. Mit vollen Haus wurde der Schluss-Applaus zum ersten CEG-Familien-Erlebnis der neuen 5.-Klässer und die Weihnachtsstimmung war geschaffen.

A. Englhardt (für die Fachschaft Musik)

Don’t stop the Music

Der Mädchenchor der Unterstufe (Ltg. Philipp Barth) und der Chor der 7. und 8. Klassen (Ltg. Julian Bobe) präsentieren am Donnerstag, 14.07.2016 und Freitag, 15.07.2016 um 19.00 Uhr in der Aula des CEG die Chor-Revue „Don´t stop the music“:

Ein Musikprofessor erklärt die weite und komplexe Welt der Harmonielehre: Subdominatenparallelen, mittelalterliche Modi und erweiterte Jazzakkorde – doch zu Wort kommt er nur mit Unterbrechungen: ständig fallen ihm die Sängerinnen und Sänger mit bekannten Musical- und Popsongs ins Wort…

Eintrittskarte (3,– € / erm. 2,– €) im Sekretariat des CEG und an der Abendkasse.

Impressionen vom Barockkonzert im Januar 2016

Freitag, 22. 1. 2016, 19 Uhr in der Neustädter Kirche

_DSC0369Annähernd 300 Schülerinnen und Schüler des Christian-Ernst-Gymnasiums musizierten in beeindruckender Vielfalt und Qualität Werke aus dem Barock und damit korrespondierenden Werken der Moderne. Als Auftaktkonzert zum Jubiläumsjahr der 50jährigen Namensgebung unserer Schule nach dem barocken Markgrafen Christian Ernst fand das Konzert in der barocken Neustädter Kirche statt. Diese bildete nicht nur den optisch passenden barocken Rahmen, auch die Temperaturen in der Kirche ließen erahnen, wie sich Konzertbesucher im Barock gefühlt haben werden. Aber das begeisterte und begeisternde Musizieren unserer Schüler wärmte zumindest die Ohren und das Herz.

Das Konzert wurde eröffnet mit einer festlich-barocken „Intrada“ des Posaunen-Ensembles, die Prof. Jürgen Neudert einstudiert hatte. Gleich das zweite Werk des Abends war ein spannendes Experiment: Andreas Englhardt hatte Teile von Georg Friedrich Händels Suiten „Feuerwerksmusik“ und der „Wassermusik“ mit Igor Strawinskys „Pulcinella-Suite“ kombiniert. Dabei wurden die drei Werke so geschickt zu einer „neuen“ Suite gemischt, dass man immer wieder überraschende neue Hörerlebnisse erfahren durfte. Alle Stimmgruppen waren gefordert, die Einstudierung der Bläser hatte dabei in bewährter Weise Werner Schmidbauer übernommen. Das Große Orchester des CEG hatte mit diesen Suitensätzen – die nicht zuletzt durch geschickte Überleitungstakte 200 Jahre klingend miteinander verbanden – eine besondere Herausforderung angenommen und diese bravourös gemeistert.

Es folgte der Mädchenchor der Oberstufe, der unter der Leitung von Joachim Adamczewski drei Chorsätze aus größeren Werken von Georg Friedrich Händel und Johann Sebastian Bach mit Begleitung eines solistisch besetzten Kammerorchesters sang. Die klaren, intonationssicheren Mädchenstimmen erfreuten – auf schon fast gewohnte Weise – durch ihr stets barock-musikalisches Konzertieren.

Das Kammerorchester unter Gabriele Bergmann hatte sich den ersten Satz von J. S. Bachs berühmtem „Doppelkonzert für zwei Violinen d-moll“ vorgenommen. Dabei überzeugten besonders die beiden Solistinnen Shania Lange und Leonie Baldauf mit ihrem musikalisch inspirierten und blitzsauberen Spiel.

Das Herrenensemble unter der Leitung von Julian Bobe wagte sich an Heinrich Schütz „Jubilate Deo“ aus den „Symphoniae sacrae I“. Der homogene Klang und die aufmerksame Ausstrahlung gaben Zeugnis von der beeindruckenden Arbeit mit den jungen Männerstimmen des CEGs.
Höhepunkt des Abends war sicher die Uraufführung des „Psalm 100“, der vom Dirigenten Julian Bobe extra für dieses Konzert komponiert worden war. Der Große Chor, das Große Orchester (Einstudierung: A. Englhardt) und der Mädchenchor der Unterstufe harmonierten hervorragend und meisterten die teilweise barocke Satztechnik, die mit anspruchsvoller moderner Tonsprache kombiniert war, auf imponierende Weise.

Eine direkte Verbindung zu Christian Ernst schuf das von Philipp Barth für den Großen Chor ausgewählte „Magnificat“ von Johann Philipp Krieger: der in Nürnberg geborene Komponist war zeitweise auch am Hofe Christian Ernsts in Bayreuth angestellt. In diesem abwechslungsreichen Werk konnten der Große Chor und das Kammerorchester mit der lebendigen Klangsprache barocker Musik überzeugen: kunstvolle sowie anspruchsvolle polyphone Abschnitte wechselten mit prachtvollen homophonen Lobpreisungen Marias, die beide Ensembles in beachtlicher Weise zum Klingen brachten.

Den Abschluss bildete das berühmte „Halleluja“ aus dem „Messias“ von Georg Friedrich Händel, in dem der Große Chor mit dem Großen Orchester unter der Leitung von Andreas Englhardt noch einmal die ganze barocke Herrlichkeit zum Klingen brachte.

Ein gelungenes, kurzweiliges und rundum beachtliches Konzert. Der langanhaltende Applaus der überaus zahlreichen Zuhörer unterstrich wieder einmal eindrücklich, welche hervorragenden Früchte die musikalische Arbeit mit den Schülern des Christian-Ernst-Gymnasiums trägt.

C. und P. Barth

Gelungenes Weihnachtskonzert der Unterstufe

Am Freitag, dem 18. Dezember 2015, fand abends, umringt vom belebten Mittelaltermarkt, das Weihnachtskonzert des Christian-Ernst-Gymnasiums in der Neustädter Kirche statt. Obwohl die Mitwirkenden “nur” aus der Unter- und unteren Mittelstufe stammten, war die Kirche doch bis auf den letzten Platz gefüllt. Entsprechend begeistert wurden auch die verschiedenen Ensembles aufgenommen.
Traditionell machten die Blechbläser mit (teils virtuos gesetzten) weihnachtlichen Sätzen den Auftakt. Im Anschluss wechselten sich Chor- und Orchestergruppen ab, denen immer wieder Solisten (wie z. B. Jana Grenz und Jasmin Kreutzer an der Geige) zur Seite standen. Einen verlässlichen Gegenpart hatten sie in Christoph Cramer am Schlagzeug und Julian Bobe, Philipp und Christine Barth am Klavier, die bei verschiedenen Stücken nicht nur ihre Chöre, sondern alle Besucher zum Swingen brachten.
Am Ende des Konzerts standen die drei Strophen von “O du Fröhliche”, die, mit vollem Orchester begleitet, das Publikum in die Weihnachtszeit entließen.

Ch. Schöffel

Papierblüten für Augen und Ohren

Kunstrumental Papierblüten

Die „neue“ Musik ist gar nicht mehr neu, sondern schon etliche -zig Jahre alt. Genauso wie die Erweiterung des Kunstbegriffs und die Frage, ob das überhaupt noch Kunst ist.
Aber für jeden Schüler gibt es den Moment, wo er über die gewohnten Harmonien und Sehgewohnheiten hinaus mit ungewohnten Klängen und Kunstformen konfrontiert wird. Im Additum Musik ist dies das Thema im dritten Halbjahr. Im Additum Kunst im vierten.

Ulrich Gasser hat mit seinen „Papierblüten“ eine reizvolle Folge von 24 Flötenstücken geschaffen, mit denen man ungewohnte Rhythmen und Klänge kennenlernen und üben kann. Der Titel und die Bezeichnungen der „Papierblüten“ laden dazu ein, sich auch eine visuelle Vorstellung zu machen. Was liegt also näher, als die Kunst und die Musik zusammen zu bringen? Das Additum Kunst Q12 hat sich der Titel von Gasser angenommen und für die Hälfte der Flötenstücke Entwürfe gemacht. Technisch völlig frei – wie die Erweiterung des Kunstbegriffs ermöglicht – entstanden so Ideen, wie „Müpfig und tüpfig“ oder „Schlüpfrig schleifend und trüllend“ in der Kunst aussehen könnten. Plastiken, Fotos, Malereien – alles wird vertreten sein, wenn Kunst und Musik ihre jeweiligen Interpretationen zusammen vorführen werden, die der andere bis dahin noch gar nicht kennt.

Für das kulinarische Wohl sorgt auch bei diesem Abend der Elternbeirat.

Herzliche Einladung zum Kunstrumentalabend am 02.12.2015 um 19 Uhr in der Aula des CEG.

H. Feist

CEG-Mädchenchor in Wladimir (25.06. – 1.07.2015)

wladimir1Eine kleine Reisegruppe von 18 Personen, 15 Chormädchen mit Herrn Adamczewski und zwei Begleitpersonen, machte sich am 25. Juni für eine einwöchige Chorreise auf den Weg in die russische Partnerstadt Wladimir. Es ist der dritte Besuch im Rahmen der jungen Partnerschaft zwischen dem Auswahl-Mädchenchor des CEG und dem Mädchenchor der Musikschule Nr. 3 aus Wladimir. Alle Mädchen sind in Privatfamilien untergebracht, viele können die neu geknüpften Freundschaften des letzten Besuchs der Russen bei uns in Erlangen fortsetzen und vertiefen.

Schon am nächsten Tag hat unser Chor seinen ersten Auftritt: Die Abschlussveranstaltung des Ferienlagers „IKAR“ präsentiert uns als besondere kulturelle Attraktion. Die Feierlichkeiten entwickeln sich dann auch in regem Austausch mit den Jugendlichen des Ferienlagers, Fragen werden gestellt, gemeinsam wird gespielt und getanzt!

Die folgenden beiden Tage sind von Besichtigungen in Wladimir und der weiteren Umgebung geprägt. So machen die Mädchen intensive Bekanntschaft mit der russischen Kultur und Geschichte.

Musikalischer Höhepunkt unserer Reise war dann ein großes Konzert in der neuen Konzerthalle. Hier konnten die Mädchen noch einmal für großem Publikum ihre Sangeskunst zeigen und ernteten dafür großen Applaus! (J. Adamczewski)

Papageno barfuß – Eine Tragödie am Esstisch

Was wäre, wenn Charaktere, die wir bisher nur als schillernde Opernfiguren kennen, plötzlich mit dem grauen Alltag konfrontiert werden? Wenn Carmen auf einmal Papagenos Enkelin ist, und Don Giovanni als französischer Austauschschüler alle Frauen der Familie aufmischt?

Das P-Seminar von Herrn Bobe „Szenische Interpretation von Musiktheater“ der Q12 lädt herzlich zu einem Revue-Abend mit Schauspiel und Musik ein, an dem bekannte Opern mal aus einer ganz anderen Perspektive betrachtet werden. Die Veranstaltung findet am Montag, 26. Januar um 19.00 Uhr in der Aula des CEG statt. Der Eintritt ist kostenlos.

(Julian Bobe)

Jauchzen und Frohlocken im CEG-Weihnachtskonzert

Weihnachtskonzert 2014Nachdem am 5. Dezember der Advent mit einem Konzert der 5. bis 8. Jahrgangstufe eingeleitet worden war, markierte am vergangenen Freitag (19.12.2014) ein zweites Konzert mit den „großen“ Ensembles des CEG das bevorstehende Weihnachtsfest. Trotz der großen Zahl an Mitwirkenden, die den Chorraum der Matthäus-Kirche bis hinauf zur die Orgel füllten, gelang ein kompaktes Programm, das zwischen großem Orchester-Pomp und kammermusikalischer Finesse auch viel Adventsstimmung aufkommen ließ.

Den traditionellen Auftakt machten die klaren Fanfarentöne des Trompeten-Ensembles unter Werner Schmidbauer, die das zahlreich erschienene Publikum (darunter auch viele „Ehemalige“) auf das Festkonzert einstimmten. Im Anschluss bot das von Julian Bobe dirigierte Herrenensemble zwei kunstvoll gesetzte Vertonungen von traditionellen Liedsätzen dar; besondere Wirkung erzielte hier das Mit- und Nebeneinander von Solisten und klangvollen Tuttieinsätzen, die auch in der tiefen Lage eines russischen Volksliedes und im Piano nie ihren Klang verloren.

Ein Element von schalkhaftem Humor brachten danach sechs Tanzminiaturen aus Tschaikowskys Nussknacker-Suite in die weihnachtlich geschmückte Kirche: Rasante Marschrhythmen und mitreißende Bravurpassagen wurden unterlegt mit Disneys genialer Visualisierung aus dem Film Fantasia, die Elfen, Blumen und Pilze zum Tanzen brachte und im Jahr 1940 den Videoclip um ein knappes halbes Jahrhundert vorwegnahm.

Den Bogen zurück in den Advent schlug der Mädchenchor mit zwei Chorsätzen, die unter dem Dirigat von Joachim Adamczewski mit viel Einfühlungsvermögen und absoluter klanglicher Präzision vorgetragen wurden. Ein kurzes weihnachtliches Divertimento ließ darauf das Posaunen-Ensemble von Jürgen Neudert erschallen, das einen modernen Bläsersatz des 20. Jahrhunderts und mit einem klassischen aus der Feder Haydns kontrastierte.

Nach einem ersten, noch spätromantisch angehauchten Chorsatz aus England am Beginn des Programms (Ralph Vaughan Williams „I saw three ships“ mit dem Herrenensemble) nahm sich kurz vor dem Schluss der Große Chor ein Werk des genialen englischen Komponisten Benjamin Britten vor, das dieser im Alter von 17 Jahren im Stil eines doppelchörigen Antiphon geschrieben hatte: Philipp Barth postierte beide Chöre mit dem größtmöglichen Abstand in der Kirche, so dass ein überwältigender, durch das präzise Dirigat absolut überzeugender Wechselgesang entstand, der zwischen zartem Pianissimo und achtstimmiger Klangfülle changierte.

Der Abschluss des Konzertprogramms war wieder orchestral: In flüssigen Tempi mit klarem, tragendem Klang ließ das Kammerorchester unter Gabriele Bergmann Bachs berühmte Air aus der dritten Orchester-Suite erklingen, wobei das souveräne Zusammenspiel der beiden Solisten Shania Lange (Violine) und Soh-Young Park (Cello) mit viel Beifall honoriert wurde.

Wirkungsvoller Abschluss waren drei Stücke aus Bachs 1725 in Leipzig entstandene Choralkantate „Lobe den Herren“, deren festlicher Charakter auch in der Besetzung mit Trompeten und Pauken unterstrichen wurde. Neben den feinen Tönen der chorisch besetzten Alt-Arie konnten Großer Chor, Kammerorchester und Blechbläser-Ensembles unter Julian Bobe auch im schmetternden Eingangs- und Schlusschor überzeugen. Mit langanhaltendem Applaus bedankte sich das Publikum bei den Ausführenden für die gelungene Einführung in das vierte Advents-Wochenende. (C. Schöffel)

Vielseitiges Adventskonzert

Nach der Konzertpause im letzten Advent war am Nikolausabend diesen Jahres die Neustädter Kirche wieder bis auf den letzten Platz gefüllt. Mehr als zweihundert Akteure aus der 5. bis 8. Jahrgangsstufe, die in Chören, Orchestern und Bläserensembles engagiert waren, boten im traditionellen Adventskonzert des CEG ein buntes und vielfältiges Programm, in dem adventliche und weihnachtliche Kompositionen vom Barock bis in die Gegenwart zum Klingen kamen.

Den Rahmen bildete das bekannte „Tochter Zion“ aus der Feder von Georg Friedrich Händel, das zu Beginn vom Trompetenensemble intoniert und am Konzertende von den Zuhörern unter Begleitung des Orchesters gemeinsam gesungen wurde.

Die Bläserensembles unter der Leitung von Herrn Schmidbauer und Herrn Neudert boten ein Panorama internationaler Weihnachtslieder.

Sehr ambitioniert wagte sich Herr Barth mit seinem Chor der 5. Klassen und einem Projektorchester an das doppelchörige „In dulci iubilo“ von Michael Praetorius, das unsere Jüngsten bravourös meisterten.

Der Chor der 6. Klasse verschrieb sich unter der Leitung von Herrn Adamczewski mit „Ubi caritas“ und „Neigen sich die Stunden“ Kompositionen des 20. Jahrhunderts und gefiel durch einen homogenen und ausgefeilten Chorklang.

Frau Bauer führte die Schüler/innen der 5. und 6. Klassen engagiert an das Orchesterspiel mit der Volksweise „Away in a manger“ und Händels „Joy tot he world“ heran.

Dem swingend-barocken „Sound the trumpet“ von Henry Purcell mit einer kleinen Combo stelle Herr Barth mit dem Mädchenchor der Unterstufe das romantische „O magnum mysterium“ des Gegenwartskomponisten Ivo Antognini gegenüber. Beide Kompositionen brachte der Chor beeindruckend zu Gehör.

Traditionelle Weihnachtslieder aus Frankreich und jazzige Christmas-Songs aus den USA bildeten das kontrastreiche Repertoire des Chores der 7. und 8. Jahrgangsstufe, der unter dem Dirigat von Herrn Bobe eindrucksvoll sein Können unter Beweis stellte.

Den Abschluss bildete „Christmas Carnival“ aus der Feder des 1969 geborenen Benedikt Brydern, der in seiner Komposition mehrere traditionelle Weisen aufgriff und umarbeitete. Herrn Bobes Chor fusionierte mit dem Orchester der 7. und 8. Jahrgangsstufe unter der Leitung von Frau Bergmann. So setzten über 100 Musiker/innen einen stimmungs- und qualitätsvollen Schlusspunkt unter das diesjährige Adventskonzert, das wieder einmal unter Beweis stellte, welche Fähigkeiten in unseren Schüler/innen stecken, die unsere Musiklehrkräfte gekonnt und motivierend herausarbeiten. (Anton Schwarzmann)

Bilder vom Adventskonzert (dankenswerterweise zur Verfügung gestellt von Herrn Götzelmann), finden Sie hier.

“Wir schenken uns nichts…”

vivavoce - Wir schenken uns nichts“Wir schenken uns nichts…” – oh doch, und ob! Die berühmte A Cappella Band VivaVoce schenkt dem CEG exklusiv die Möglichkeit die Generalprobe zum Konzert „Wir schenken uns nichts“ am 2. Advent (Sonntag, 07.12.2014) in der Lades-Halle zu besuchen. Der Treffpunkt ist um 13.20 Uhr am Künstlereingang. Der Probenbesuch dauert bis ca. 14.30 Uhr und ist natürlich kostenlos.

Eingeladen sind alle Mitglieder der Chöre und der Orchester des CEG, aber natürlich auch alle anderen interessierten Schülerinnen und Schüler! (J. Bobe)

Kunstrumental “Gefühle”

Alice Heidenreich: Filmstill aus „Nähe“

Alice Heidenreich: Filmstill aus „Nähe“

Nach dem gelungenen ersten Kunstrumental-Abend im Juli 2014 folgte 25.11.2014 die zweite Ausstellung des Additums Kunst der inzwischen 12. Klasse.

Als das Thema des Abends waren die Gefühle. Von Futterneid und Erhabenheit, Großherzigkeit und Übermut erzählten Kurzfilme, die die SchülerInnen in hunderten Einzelzeichnungen erstellt hatten. Aber auch Dreidimensionales war zu sehen: Einige SchülerInnen erstellten Skulpturen und Plastiken in Stein, Holz, Gips, Pappmaché und anderen Materialien, die für sie Emotionen wie Bedauern oder Vorfreude symbolisieren oder illustrierten.

Chiara Martin: „Mitgefühl“, Pappmache und Holz

Chiara Martin: „Mitgefühl“, Pappmache und Holz

Für das leibliche Wohl der Vernissagebesucher sorgten die AdditumsschülerInnen und der Elternbeirat gemeinsam.

Musikalisch begleitet wurde die Ausstellung von SchülerInnen von Frau Feist, Frau Klinger, Frau Kürten mit Flöten, Klarinetten und am Klavier. Außerdem sangen Cosima Fischlein und Mia Grote aus dem Kunstadditum, begleitet von Valentin Brückner von der Sehnsucht und dem Seelenschmerz in der Kunst und sorgten so für einen gelungenen umfassend musischen Abend für alle Sinne.

„Karneval der Tiere“ – Würzburger Musikstudenten verzaubern die Aula des CEG

Karneval der Tiere

Karneval der Tiere

Karneval der Tiere

Karneval der Tiere

„Kommt jetzt der Schwan??“ – gebannt erwarteten in der vollbesetzten Aula Schülerinnen und Schüler der Unterstufe sowie Grundschüler aus der Loschgeschule nicht nur den vielzitierten Schwan sondern auch den Tanz der legendären Elefantendame und all der anderen Tiere, denen Saint-Saens in seinem herrlichen „Karneval der Tiere“ ein Denkmal gesetzt hat.

Eine Gruppe ambitionierter Schulmusikstudenten der Musikhochschule Würzburg hatte den Weg nach Erlangen gefunden, um den Schülern diese abwechslungs-reiche und unterhaltsame Karnevals-Show zu bieten. Gespickt mit Überraschungen, szenischen Ideen, abwechslungsreichen Kulissen, Kostümen und Lichteffekten boten sie eine kurzweilige und musikalisch ganz großartige Vor- und Verführung! Ein Sprecher führte mit den bekannten Loriottexten ganz kurzweilig und launisch durch die einzelnen Sätze der Karnevalsmusiken. Großer Beifall für dieses Erlebnis, das noch lange und recht ohrwurmverdächtig nachhallte!