Deutsch am CEG

 

Der Lehrplan Deutsch

„Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt.“ (Ludwig Wittgenstein)

Selbstverständnis des Faches Das Selbstverständnis des Faches Deutsch gründet in der Sprache, die Menschsein ausmacht, Voraussetzung für Kommunikation und Kultur ist und zu verantwortungsbewusstem Handeln befähigt. Der Deutschunterricht am Gymnasium ermöglicht durch die intensive Beschäftigung mit Sprache und Literatur kulturelle und ästhetische Bildung sowie Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Er strebt die Erweiterung, Differenzierung und Vertiefung des Vermögens an, die deutsche Sprache in mündlicher und schriftlicher Form als Mittel der Darstellung und Verständigung sowie als Medium und Gegenstand des Denkens und der Erkenntnis zu begreifen und zu gebrauchen. Er verhilft den Schülern dazu, Phantasie auszubilden und Probleme kreativ zu lösen. Damit schafft der Deutschunterricht wesentliche Voraussetzungen für den Unterricht und den Lernerfolg in allen Fächern und Jahrgangsstufen. Auf Grund der intensiven Beschäftigung mit der deutschen Sprache und der Auseinandersetzung mit wertbezogenen Fragen von Individuum, Gesellschaft und Welt bestimmt das Fach Deutsch die Persönlichkeitsbildung wesentlich mit, fördert vernetztes Denken und erfüllt vielfältige fächerübergreifende und integrative Funktionen. Neben der Sprachkompetenz sind Haltungen wie Selbstreflexion, Aufgeschlossenheit für Literatur, kulturelle Identität, Verständnis und Verantwortungsbereitschaft für Mensch und Welt Leitziele des Faches. (…) Seit dem Schuljahr 2003/04 gilt der Lehrplan für das achtjährige Gymnasium, im Schuljahr 2018/19 noch ab Jahrgangsstufe 7 (für Jahrgangsstufe 5/6 LehrplanPLUS). Mit oben zitierten Worten werden das Fach Deutsch und seine Ziele im sog. Fachprofil des Lehrplans beschrieben. Der Lehrplan unterscheidet für alle Jahrgangsstufen sechs (statt bisher vier) Bereiche:

  • Sprechen
  • Schreiben
  • Sprache untersuchen, verwenden und gestalten – Sprachbetrachtung
  • Sich mit Literatur und Sachtexten auseinander setzen
  • Medien nutzen und reflektieren
  • Methoden kennen und anwenden

Dabei bauen die Inhalte eines jeden Bereiches in den aufeinander folgenden Jahrgangstufen jeweils aufeinander auf (sog. Progression). Diese Progression zeigt sich im Bereich des Schreibens an den verschiedenen Schreibformen:

5 6 7 8 9 10 11
    Zusammenfassen von Texten Wiedergeben des Inhalts von Texten Erschließen und Analysieren von Texten Erschließen und Analysieren von Texten Erschließen und Analysieren von Texten, vergleichendes Analysieren von Texten
    Verfassen von Dialogen und Streitgesprächen Begründet Stellung nehmen Erörtern einfacher Sachverhalte Erörtern von Sachverhalten, Charakterisieren von Figuren Erörtern von Sachverhalten und literarischen Themen
Erzählen Erzählen Erzählen und Schildern gestalterisch Schreiben gestalterisch Schreiben gestalterisch Schreiben gestalterisch Schreiben
Berichten und Beschreiben, auch in Briefform Berichten und Beschreiben, auch in Briefform Beschreiben Anfertigen von Niederschriften Anfertigen von Niederschriften, Lebenslauf und Bewerbung Mitschreiben und Protokollieren Impliziert in anderen Schreibformen

Im Lehrplan für das G8 wird zudem ab der 8. Jahrgangsstufe eine Liste mit Lektürevorschlägen bzw. Themenkreisen für die Lektüre angeboten.

 

Arbeitsmaterialien Deutsch (Unterstufe)

Rechtschreibung

  • Koch, Fit in Diktaten, Übungsheft 5/6 (507-41700-6 gh)
  • Ehrlich, Richtig schreiben, Übungsheft (507-41005-2 FE)
  • Eichler, Jungke, Roth, Stöber, Rechtschreiben, Arbeitshefte zur Rechtschreibung und Zeichensetzung (507-41024-9 usw.)
  • Kohrs, Übungsdiktate, Diktatübungen (68004-5)
  • Jakobs, Abschreiben erwünscht (61812-9 usw.)
  • Borringo, Rechtschreibkurs (861092-6 usw.)
  • Rechtschreibtrainer (Klassen 5-9) 2 Disketten (90802-X)
  • ULK (Klassen5-7), 2 Disketten (91882-3)
  • Rechtschreiben lernen (Klassen 5-8) (217810-9 usw.)
  • Der neue Rechtschreibbegleiter (Klassen 5-8) (217258-5 usw.)
  • Training Deutsch, Rechtschreibung (12-927005-1 usw.)
  • Stratego, Übungen zum Rechtschreiben (Klassen 5-10) (14-123075-7 usw.)
  • OKiDOKi -Training Rechtschreiben (507-22117-9 br)
  • Greil, Wortprofi, Schulwörterbuch Deutsch (17504-1)
  • Essner, Jungke, Richtig schreiben, Das Wörterbuch (507-41005-2 FE)
  • Lübke, Fehlerfrei schreiben, Wörterbuch für die Schule (60537-X)
  • Melzer, Auf einen Blick, Rechtschreibung und Zeichensetzung (BN 4190)
  • Deutsche Rechtschreibung, 5.-10. Klasse (90402)

Grammatik

  • Topfit Deutsch, Grammatik 1-3 (87012-2 usw.)
  • Wietusch, Grundkurs Grammatik-Neue Ausgabe (ab Klasse 7) (61805-6)
  • Stammel, So funktioniert Grammatik (Klassen 5-10) (507-41073-7 gh)
  • Training Deutsch, Deutsch Grammatik (12-927009-4 usw.)
  • Lübke, Schulgrammatik Deutsch (61829-3)
  • Tietz, Basisgrammatik Deutsch plus, mit Hinweisen auf das Englische (61818-8)
  • Schoebe, Elementargrammatik (88263-5)
  • Sauer, Basiswissen Grammatik (507-41038-9 gh)
  • OKiDOKi- Zum Nachschlagen, Deutsche Grammatik (Klassen 5-10) (507-22146-2 Sp)
  • Melzer, Auf einen Blick, Kurzgrammatik (BN 4192)
  • Rötzer, Grammatische Grundbegriffe (BN 4191)
  • Trainingskurs Rechtschreibung und Grammatik (Windows 95) (61827-7)

Aufsatz

  • Training Deutsch, Aufsatz (12-927011-6 usw. für verschiedene Aufsatzarten)
  • Bowie, Aufsatzkartei (60529-9 usw.)
  • Aufsatz, 5./6. Klasse (90401), 7./8. Klasse (90403)
  • OKiDOKi Lernhilfen (Rechtschreibung, Grammatik und Aufsatz) (507-22209-4 br usw.)
  • Maxi Training Das große Trainingsbuch (Rechtschreibung, Grammatik, Aufsatz, 5./6. Klasse) (12-922038-0)
  • Alles klar! (Rechtschreibung, Grammatik, Aufsatz (3685-5 usw.)
  • Gezielt lernen Neue Lern- und Übungshefte zu ausgewählten Bereichen der deutschen Schriftsprache (62600-8 usw.)
  • Schmitt, Ganz einfach Deutsch- Der Deutschtest in der 6.Klasse (BN 4168)
  • Der Deutschtest in der 8.Klasse (BN 4167)

 

Kreatives Schreiben

Nachfolgend sind einige Beispiele aufgeführt.

Nach einer Vorlage arbeiten

Ein vorgegebenes Gedicht (hier ein Herbstgedicht von Günter Eich) wird frei nachgestaltet und zu einem Sommergedicht (7. Klasse).

Verlassene Alm

Regenwasser
in den Trittspuren der Kühe.
Ratlose Fliegen
nah am November.

Der rote Nagel wird den Wind nicht überstehen.
Der Laden wird in den Angeln kreischen,
einmal an den Rahmen schlagen,
einmal an die Mauer.

Wer hört ihn?

(Günter Eich)

 

Sommerliche Alm

Sonnenstrahlen
auf der grasgrünen Alm.
Fröhliche Kühe
eifrig beim Kauen.

Ein volles Wirtshaus,
mit befestigten Läden.
Schaut man hinein, sieht man
im Stübchen glückliche Wanderer
und hört, wie sie ein Lied anstimmen.

(Kira Heider)

 

Schilderung im Gedicht

Die Schilderung im Prosatext ist als Aufsatzart in der 7. Klasse zu behandeln. Ansätze dazu können in themenbezogenen Gedichten gemacht werden.

 

Auf dem Sofa

Auf dem weichen Sofa liege ich.
Ich schaue ins blendende Licht der Sonne.
Deutlich höre ich das gleichmäßige Ticken der Uhr.
Die warme Sonne scheint auf mich herab,
während ich der langsamen Klaviermusik lausche.
Durch die dreckigen Fenster sehe ich eine dunkle Wolke,
die sich vor die Sonne schiebt.
Eine Fliege umkreist die Lampe.
Schokolade zergeht mir auf der Zunge.
Dann schließe ich die Augen…

(Ronja Deisel)

 

In der Ruhe liegt die Kraft

Das Bett ist weich, drin sitze ich.
Durch das offene Fenster höre ich
die Bäume rauschen.
Langsam fahre ich mit der Zunge
durch meinen Mund und schmecke
die Reste von Keksen.

Ich rieche die frische Luft,
die von draußen durchs Zimmer weht.
Neugierig höre ich der Klaviermusik zu,
die meine Schwester spielt.
Angenehm, diese Ruhe.

Ich schließe die Augen
und kann noch erkennen, dass das grelle Licht
durch mein Zimmer scheint.
Frieden.

(Elena Kirchgessner)

Ausgewählte Gedichte zu verschiedenen Themen

Leben

Wie ein Ahornblatt im Wind,
mitten im Wirbelsturm des Lebens,
umhergewirbelt und getrieben
ohne Ziel
ohne Beständigkeit.

Zu Boden gedrückt
und durch einen Windstoß emporgehoben,
höheren Sphären entgegen.
Dann wieder fallen gelassen
ohne Grund
ohne Sinn.

Ein ständiges Auf und Ab,
wehrlos ausgesetzt den Launen der Natur.
Nichts tun können,
abhängig vom Schicksal sein,
das bestimmt wird
irgendwie
irgendwo.

Begrenzte Zeit,
beschränktes Leben.
Es könnte aus sein.
Jetzt.
Später.

(anonym, 11. Klasse)

 

Das Spielzeug

Es liegt dort in der Ecke
Verstaubt und schon alt geworden.
Jeder Kratzer eine Erinnerung an Verachtung,
jede Furche ein Beweis für Zorn.
Weggeschmissen und
Herbeigeholt nach Belieben
Nicht gewünscht, nicht gewollt.

Doch es hinterlässt seine Spuren
Jedes Mal, wenn es auf den Boden trifft,
auf den Schrank, auf die Kante.
Erst blättert der Lack, dann splittert das Holz
Bis es unmerklich
Leise
Einfach zerbricht.

(Kathrin Gollwitzer)

 

Das ist alles

Ein paar Milliarden Menschen,
zig Millionen Städte,
viele tausend Länder,
einige hundert Staaten,
wenige Kontinente, aber nur eine Welt
für das alles.

Nur ein Leben,
nur ein Versuch,
nur eine Chance,
aber keine Lösung,
keine Rettung
für das alles.

(Markus Werner)

 

Gedichtmord

Tag für Tag
werden Gedichte
grausam misshandelt.

Erbarmungslos gequält,
zerstückelt,
ausgepresst wie ein Schwamm.

Der Ort des Schreckens
ist im Allgemeinen
die Schule

Wo Lehrer und Schüler
gemeinsam
dem Gedicht die Seele spalten.

Am Ende bleibt meist
nur ein Haufen Stücke,
ein machtloses Etwas.
So erschlagen
Lehrer und Schüler
die Poesie.

(Alexa Rickert)

 

Herbstgedicht

Als ob ich mich nicht kenne
gehe ich bergauf.
Hoffe Aufnahme zu finden im Wind
und Schutz im rauschenden Blättermeer.
Aber es ist schwer
und weigert sich, mir als Versteck zu dienen.
Die Kühle umspült meine Sinne,
bringt Klarheit in meinen Geist,
Auf dem feuchten Moos, das mich hinausbegleitet,
werden meine Schritte weicher, mein Gehen sanfter.
Mit kalten Fingern und warmem Herzen
kehre ich zurück auf die graue Straße.
Ich habe gefunden, was ich verloren habe.
Ich habe mich wiedergefunden im Herbst.

(Anja Kerl)

Lesen

1996 erschien im Cornelsen-Verlag das zweibändige „Lesebuch Geschichte. Das historisch-politische Jugendbuch im kreativ-handlungsorientierten Unterricht“. Es war das Ergebnis eines mehrjährigen Projektes der Akademie für Lehrerfortbildung Dillingen und der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur e.V. Volkach, an dem Lehrer von verschiedenen Schularten mitgearbeitet hatten. Das Lehrerhandbuch enthielt außer Unterrichtsvorschlägen eine kommentierte Liste mit mehr als 300 historischen Jugendbüchern. Da das Angebot auf dem Jugendbuchmarkt sehr schnell wechselt, ältere Werke oft schon bald vergriffen sind und ständig neue Titel erscheinen, wird die kommentierte Bücherliste im Historischen Forum fortgesetzt. Eine überarbeitete Auswahl aus den Besprechungen der Jahre 2001 – 2004 finden Sie hier ebenso wie Übersicht über die seit dem Schuljahr 1994/95 in der Unterstufe gelesenen Lektüren.

 

Autorenlesungen

Alle sind sich einig, dass Lesen für die Persönlichkeitsentwicklung eine entscheidende Bedeutung zukommt. Gleichzeitig muss man feststellen, dass immer weniger gelesen wird: Während 1980 die Deutschen noch 56 Minuten pro Tag für Bücher erübrigten, waren es 1995 unter 25 Minuten, und es steht zu befürchten, dass das Zeitbudget für die Lektüre weiter zusammengeschrumpft ist. Eine Möglichkeit, die Heranwachsenden zum eigenständigen Lesen zu verführen, besteht darin, ihnen etwas vorzulesen. Besonders reizvoll kann dies sein, wenn Autoren selbst in die Schule kommen und den Kindern und Jugendlichen ihre Werke vorstellen und Passagen daraus rezitieren.

Am CEG wird diese Form der Leseförderung besonders intensiv betrieben, denn an unserer Schule finden jährlich mehrere Autorenlesungen statt. Darüber hinaus besuchen manche Klassen Lesungen an anderen Schulen. Damit wird den Schülern eine unmittelbare Teilhabe am literarischen Leben ermöglicht. Sie können sich eingehend mit Leben und Werk eines Autors befassen, den sie „live“ erleben und dem sie die unterschiedlichsten Fragen stellen können. Vor- und Nachbereitung gewährleisten eine umfassende und fundierte Auseinandersetzung mit dem Dargebotenen und der Person des Künstlers (z. B.: Referate zum Schriftsteller, Gestaltung eines Leseheftes, Formulieren eines Briefes an den Autor nach der Lesung, Verfassen von Berichten für die Lokalpresse, die Schülerzeitung und den Jahresbericht).

Manchmal wird gefragt, ob Dichterlesungen tatsächlich nützlich und notwendig sind. Zweifellos ist es wichtig und richtig angesichts des vielfältigen Bildungsangebots, der nahezu unübersehbaren Informationsflut, der Unmenge dessen, was man heutzutage lernen kann und soll, stets auch nach dem Sinn von zusätzlichen Veranstaltungen zu fragen. Bildung ist sicherlich mehr als die Schüler auf die Universität oder das Berufsleben vorzubereiten, sie fit zu machen für die Anforderungen der Wirtschaft, ihnen das Rüstzeug mitzugeben, damit sie im schnelllebigen Medien- und Computerzeitalter bestehen können. Wer sich im Leben zurechtfinden will, seinen Sinn erfassen und Glück erfahren will, muss viel umfassender „gebildet“ und vorbereitet werden. Kinder und Jugendliche müssen lernen, die Dinge differenziert und kritisch zu betrachten, sie müssen imstande sein, angemessene Qualitätsurteile zu fällen und Geschmacklosigkeiten zu erkennen, sie müssen fähig sein, mit ästhetischen Erfahrungen umzugehen sowie Werte und Normen zu reflektieren, damit sie ihr Leben verantwortungsvoll gestalten können.

Einen nicht unerheblichen Beitrag dazu leisten auch Dichterlesungen, wie sie am CEG durchgeführt werden. Denn Dichterlesungen sind wichtig, damit der schwindenden Leselust entgegengewirkt wird und sich die Diagnose von Hans Magnus Enzensberger, für den Literatur mittlerweile „wieder zu dem geworden ist, was sie von Anfang an war: eine minoritäre Angelegenheit“, als nur vorübergehend zutreffend erweisen wird.

Wie hochkarätig die Lesungen am CEG sind, belegt die Tatsache, dass z.B. 2004 zwei Gewinner des Deutschen Jugendliteraturpreises 2003 bei uns zu Gast waren und aus ihren prämierten Werken vorlasen: Holly-Jane Rahlens („eine Erzählerin von Teufels Gnaden“) rezitierte aus ihrem Buch „Prinz William, Maximilian Minsky und ich“ und Klaus Kordon, der zurzeit wohl renommierteste deutschsprachige Jugendbuchautor, stellte seinen neuesten, in den Feuilletons geradezu enthusiastisch gefeierten Roman „Krokodil im Nacken“ vor.

Lesungen am CEG in den letzten Schuljahren

Schuljahr 1999/2000

  • Josef Reding
  • Harald Grill
  • Sergio Vesely
  • Helmut Haberkamm
  • Karl H. Demuß

Schuljahr 2000/2001

  • Tilman Röhrig
  • Theodor Weißenborn
  • Guntram Vesper
  • Walle Sayer
  • Margit Vollertsen-Diewerge mit Gästen aus Wladimir

Schuljahr 2001/2002

  • E. W. Heine
  • Tessa Korber
  • Ewald Arenz

Schuljahr 2002/2003

  • Elmar Tannert
  • Holly-Jane Rahlens
  • Peter Henning
  • Hussain Al-Mozany

Schuljahr 2003/2004

  • Klaus Kordon
  • E. W. Heine

Schuljahr 2004/2005

  • Holly-Jane Rahlens

Schuljahr 2005/2006

  • Franziska Gerstenberg
  • Horst Schwarz

 

Interessantes aus dem „Gästebuch“

Die Autoren, die an unserer Schule lesen, „verewigen“ sich meist im „Gästebuch“ des CEG. Eine kleine Auswahl:

„Mensch Tier das Zivilcourage hat Mensch Tier das den Mitschmerz kennt Mensch Tier das Gedichte schreibt Gedicht das Unmögliches verlangt.
Hilde Domin, 23.10.1978

„Erziehung iich sooch ders im goudn: halt blouß dai maul sunst däschloochi di nu‘ schäi wohrs, die Kinder hamm glachd ….
herzlichst Fitzgerald Kusz (15.7.1980)

„Habe mit großem Vergnügen von Kafkas Motorrad und Wohnzimmereinrichtung berichtet!
Mit herzlichem Dank: Klaus Wagenbach (28.6.1983)

„Schlankheitskur Wer gegen den Strom schwimmt Verliert schnell an Gewicht Aber: Er bekommt Muskeln. In diesem Sinne bitte weiter Bücher propagieren.
Mit herzlichen Grüßen Klaus Kordon (9.11.1983)

„Nach einem ‚tierischen‘ Lesevormittag in Erlangen, erschöpft + zufrieden
Rudolf Herfurtner (17.11.1989)

„In guter Erinnerung
Rafik Schami , 1.10.1990

„Mit Dank für die Möglichkeit, in Ihrer schönen Schule lesen zu dürfen und so aufgeschlossene, aufmerksame und kunstverständige Zuhörer zu finden
Juri Elperin, 14.11.1994

„Zwei schöne Stunden in Ihrer Schule mit wachen, aufmerksamen Schülern! Herzliche Grüße
Gesa Will, 29.05.1998

„‚Fragt, fragt, fragt bis man euch gesagt warum ein Neinsager nicht nickt warum die Sonnenuhr nicht tickt…‘ Diesen Auszug aus meinen ‚Gutentagtexten‘ habe ich vor den 6. Klassen dieses Gymnasiums vorgelesen. Erfolg: Es kamen sehr viele zuende gedachte Fragen.
Dank dafür. Josef Reding, 14.10.1999

„‚Meine Gedichte meine gedichte sind suchmeldungen manchmal suche ich mich mit ihnen in dir‘
Harald Grill. Herzlichen Dank für die Einladung! 12. April 2000

„‚Ausgangspunkt Die Herkunft lang schon vor mir da. Koordinaten: auf etwas zu, von etwas weg. Ein Zirkelstrich, in dem der Ort versinkt. Ein Happy-End, das schlecht ausgeht. Damit ließ es sich beginnen.‘
Walle Sayer, 12.2.01

„Nicht allein sein ist ein Anfang …
Tilman Röhrig, 30.03.01

„Lesung am 6.11.01 Alle Kultur kommt aus nicht allzu großen Städten: Florenz, Weimar, Erlangen
E. W. Heine: Vielen Dank für die Gastfreundschaft“

„Vielen Dank für die Einladung! Sie haben das Kunststück fertiggebracht, jemanden, der nie hat Lehrer werden wollen, in einer Schule sich wohlfühlen zu lassen.
Tessa Korber, 08.04.02

„Literatur muß in jungen Menschen leben, sonst lebt sie oft gar nicht. Mit vielem Dank für die Einladung:
Ewald Arenz, Juni 2002

„What a great audience! I enjoyed reading for the 7th grade, and hope to come again. Thanks.
Best wishes, Holly-Jane Rahlens, 6. May 2003

„Nach zwanzig Jahren am selben Ort – und wieder war es eine sehr schöne Lesung. Ich gratuliere zu diesen Schülern. Danke!
Klaus Kordon, 28.11.03

 

Kollegium Deutsch

  • Dr. Stefan Applis
  • Sabiha Bozbel
  • Christoph Cramer
  • Wolfgang Dorn
  • Andrea Huttner
  • Elke Duschl
  • Stefanie Frank
  • Matthias Götz
  • Helmut Haberkamm (Fachschaftsleitung)
  • Marcus Hofmann
  • Ursula Ittner
  • Claudiu Iuga
  • Dr. Mona Kilau
  • Judith Korndörfer
  • Elisabeth Meißner
  • Christiane Merdes-Braun
  • Arne Neurath
  • Stephanie Neurath
  • Angelika Oehling
  • Pia-Laura Scalera
  • Günter Schirmer
  • Evelyn Träger
  • Klaus Will
  • Monika Winterstein

 

Das Seminar

Am CEG werden seit der Etablierung eines Studienseminars im Jahre 1978 Referendarinnen und Referendare auch im Fach Deutsch ausgebildet. Die Fächerkombinationen sind sehr vielfältig, so kann das Zweitfach Englisch, Geographie, Geschichte, Sozialkunde oder Sport/weiblich sein (auch andere Fächerverbindungen sind möglich, z. B. mit Evangelische Religionslehre, doch findet die Ausbildung in diesen Fächern an einer anderen Seminarschule statt). Manchmal erweist sich die Erweiterung um ein drittes Fach als vorteilhaft (relativ häufig wird die Kombination D/G/Sk gewählt).

Die Inhalte der Ausbildung sind in den „Ausbildungsplänen für die Seminarausbildung am Gymnasium in Bayern“ beschrieben (herausgegeben vom Staatsinstitut für Schulpädagogik und Bildungsforschung, publiziert im Auer Verlag Donauwörth). Die für die Referendarausbildung relevanten Gesetze und Verordnungen finden sich im Bayerischen Lehrerfortbildungsgesetz (BayLBG), in der LPO II (Lehramtsprüfungsordnung), in der ZALG (Zulassungs- und Ausbildungsordnung) sowie in den Anweisungen zum Studienseminar (ASG).

Auskünfte zum Fachseminar Deutsch am Christian-Ernst-Gymnasium erteilt StD Klaus Will, Seminarlehrer für Deutsch, zugleich Seminarleiter und stellvertretender Seminarvorstand.

 

Berichte

Projekt „Medien-Champ“ im Rahmen der Medienerziehung im Deutschunterricht

„Medien-Champ“ ist ein Kooperationsprojekt mit dem Lehrstuhl für Entwicklungspsychologie und Pädagogischen Psychologie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Lehramts-Studierende kommen dreimal in die Schule und führen mit den Schülerinnen und Schülern einer Klasse ein Coaching zur Förderung von Medienkompetenzen im schulischen Kontext durch. In den drei Modulen von „Medien-Champ“ geht es um die Reflexion der eigenen Mediennutzung, um das Spannungsfeld Medien-Motivation-Lernen und um das Thema Cybermobbing. Die Schülerinnen und Schüler werden dazu angeregt, ihre Mediennutzung selbstreguliert zu gestalten und adäquat mit der Lernumwelt Schule zu vereinbaren.

Das Mediencoaching wird mit Lehramtsstudierenden für Gymnasium und Realschule im Rahmen eines Projektseminars an der FAU erarbeitet und dann unter Supervision in der Praxis umgesetzt. Sowohl die Lehramtsstudierenden als auch die Schülerinnen und Schüler profitieren von diesem anwendungsorientierten Seminarkonzept und das Feedback zu „Medien-Champ“ war bislang sehr positiv. Am Christian-Ernst-Gymnasium wurde das Projekt bereits vor zwei Jahren in einer 6. Klasse durchgeführt und aktuell findet das Projekt im Schuljahr 2017/2018 in einer 8. Klasse statt.

Dr. Sandra Gabler (FAU) / OStR Christoph Cramer

Ymir oder aus der Hirnschale der Himmel – Ein ungewöhnlicher Abend in der Stadtbibliothek

Wir, das P-Seminar Deutsch „Literatur auf dem Weg zum Leser“, besuchten gemeinsam die Lesung des „Homunculus Verlags“ in der Stadtbibliothek Erlangen.

Das erste, was uns auffiel? Das Bier. Passend zum ersten Programmpunkt, einer Duo-Lesung von Tobias Roth und Julius David Walther aus ihrer satirisch zu verstehenden „Bayerischen Biergartenordnung“, war der Innenhof der Bibliothek biergartenmäßig dekoriert und natürlich getränkemäßig entsprechend ausgestattet. Der Text selbst, eine Kombination aus der realen Biergarten-Verordnung vom 1. Mai 1999 und satirisch-poetischen sowie juristischen Kommentaren dazu, war auf einer Tischdecke gedruckt, die dank ISBN zu 100% als Buch gilt. Anmoderiert von Laura Jacobi vom Homunculus-Verlag, lasen die Autoren abwechselnd von dieser vor.

Danach war Philip Krömer mit seinem Debütroman „Ymir oder aus der Hirnschale der Himmel“ an der Reihe und gab uns einen kurzen, aber wirklich interessanten Einblick in sein Buch. Nach und auch während seiner Lesung hatten wir die Chance, Fragen zu der Geschichte über Nazis, Island und germanische Riesen beantwortet zu bekommen und einige Details über den Hintergrund, der diesem Roman als Vorlage diente, zu erfahren. Ehrlich gesagt eine ziemlich schräge Geschichte, aber schräg ist das Motto des Verlags, schräg, neu und innovativ.

Zum letzten Programmpunkt setzten sich die Verlagsgründer zusammen auf die Bühne und plauderten sozusagen „aus dem Nähkästchen“, wie das Leben hinter dem Buch so aussieht und funktioniert. Natürlich durften wir auch hier wieder Fragen stellen oder uns mit eigenen Gedanken an dem Gespräch über die Entstehung von Büchern beteiligen.

Insgesamt sind wir uns einig, dass es ein gelungener Abend war und es sich gelohnt hat, auch außerhalb der Schule etwas mit dem Seminar zu unternehmen. Das Konzept des Verlages und auch der Roman von Phillip Krömer haben uns sehr angesprochen, sodass wir uns freuen, den Jungautor bei unserem Projekt – der Organisation eines literarischen Abends am CEG – an Bord zu wissen.

Lisa Höhn, Q12

Frühlingsluft und Bücherduft

IMG_3277Unter diesem Motto gestaltete das P-Seminar „Literatur auf dem Weg zum Leser“ eine bunte Luftballon-Aktion im Pausenhof. Denn pünktlich zum Welttag des Buches (23.4.2016) sollte den Schülerinnen und Schülern des CEG mit kleinen „Appetithäppchen“ Lust aufs Lesen gemacht werden.
Dazu hatten die Teilnehmerinnen des P-Seminars im Vorfeld 50 Bücher dafür ausgewählt, die sie ihren Mitschülern zur Lektüre empfehlen wollten. Neben Klassikern der deutschen Jugendliteratur waren auch Neuerscheinungen und Übersetzungen aus dem Englischen dabei. Aus jedem Buch wurde ein aussagekräftiges Zitat ausgewählt, das einer selbst verfassten Kurzbeschreibung des Inhalts vorangestellt wurde, so dass man sich als Interessent schnell ein Bild davon machen konnte, ob einem das Buch gefallen könnte.
IMG_3273Diese „Appetithäppchen“ flatterten – an heliumgefüllte Luftballons gebunden – fröhlich im Frühlingswind. Viele Schülerinnen und Schüler, ja ganze Klassen kamen in den Pausenhof, um sich auf diese Weise Leseanregungen zu holen und auch über die eigene Lieblingslektüre zu plaudern.

Stefanie Frank

Die 60er durch Raum und Zeit (Performance-Theater)

Plakat: Die 60er durch Raum und ZeitAm Montag, den 14.3.16, um 19 Uhr präsentiert der Profilkurs Theater Q12 (Leitung Ursula Ittner) seine Abschlussproduktion.

Impuls war das Jubiäum der Schule – vor 50 Jahren bekam das Christian Ernst Gymnasium seinen Namen … mitten in den 60er Jahren. Eine spannende Zeit voller Widersprüche und vor allem Berühmtheiten, die bis heute weiterleben – aber selten Gelegenheit haben, zu sagen, wie es Ihnen wirklich ging.
Wir geben sie ihnen und holen sie in unser Schulhaus. Das Gebäude gab den zweiten Impuls – vor allem die Treppen wurden zum praktischen und symbolischen Gestaltungselement, das nun zum Teil direkt im Schulhausflur und dann auch auf der Bühne von Marilyn Monroe, Martin Luther King, Walt Disney und anderen genutzt wird. Manchmal allein, oft miteinander, auch ohne Worte.
Eintritt frei – Spenden willkommen.

U. Ittner

Einladung zum literarischen Abend: Schüler präsentieren eigene Texte

Am Donnerstag, den 5.3.2015, findet um 19.30 Uhr in der Aula ein literarischer Abend statt, zu dem wir herzlich einladen. Dabei tragen Schülerinnen und Schüler der 8.-12. Jahrgangsstufe Texte vor, die sie am Vormittag im Rahmen einer interkulturellen Schreibwerkstatt unter Leitung des renommierten und vielfach preisgekrönten Schriftstellers Dr. Haberkamm verfasst haben.

Außerdem präsentieren Schülergruppen aus der 11. Jahrgangsstufe kurze szenische Lesungen zu drei berühmten Frauen aus der Zeit um 1800: Christiane von Goethe (geb. Vulpius), Charlotte von Schiller und Herzoginnenmutter Anna Amalia. Die Texte wurden während eines Studienaufenthalts in Weimar in Kooperation mit der Stiftung Klassik Weimar erarbeitet.

(S. Frank und K. Will)

Kreative Textinterpretation

Bei der Besprechung der Lektüre: Der Sandmann von E.T.A. Hoffmann in der 11. Klasse gab es verschiedene Arbeitsgruppen, die sich mit Schwerpunkten dieser romantisch-phantastischen Erzählung auseinandergesetzt haben. Eine Gruppe hat Motive dieser Erzählung medial gestaltet. Die dabei entstandenen, wirklich sehenswerten  und hörenswerten Ergebnisse haben die ganze Gruppe so begeistert, dass wir diese einem breiteren Publikum vorstellen wollen. Den Rap haben kreiert und eingespielt: Dominik Opielka, Andre Rosenberger und Daniel Steiger. Den Kurzfilm haben Marlit Krafft und Rebecca Prell mit Gaststar Dominik Opielka gestaltet. Viel Vergnügen beim Hören und Sehen !

Rap: Der Sandmann (mp3-Datei, ca. 9 MB)

Kurzfilm: Der Sandmann (mp4-Datei, ca. 18 MB)