Christian-Ernst-Gymnasium Erlangen

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Religionslehre

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Die Fachschaft stellt sich vor

Der Religionsunterricht

Das Sozialpraktikum

Spirituelle Angebote

 

 

Die Fachschaft stellt sich vor

Seit mehreren Jahren gehören der evangelischen Fachschaft Frau Krebs (Ev/D, z.Zt. im Auslandsschuldienst), Frau Merdes (Ev/D), Frau Schindler-Grucza (Ev/M), Frau Korndörfer (Ev/D), Frau Träger (Ev/D) und Herr Frank (Ev) an, der katho­lischen Frau Pluschke (K/D, z.Zt. beurlaubt), Frau Dorn (K/D), Frau Dr. Kuen (K/L/G/Sk/It), Frau Dr. Nagengast (K/L), Frau Scheicher (K/L)), Herr Dorscht (K/Sm) und Herr Schwarzmann (K/L).
Uns ist innerhalb der gemeinsamen "Fach­schaft Religionslehre" die ökumenische Zusammenarbeit sehr wichtig. Dieses Anliegen kommt beispielsweise in ökumenischen Schulgottesdiensten und in gemeinsam veranstalteten Projekten von evangelischen und katholischen Schülerinnen und Schülern zum Tragen.

 

 

Der Religionsunterricht

Grundanliegen des Religionsunterrichts in einer pluralen Gesellschaft ist die Kommunikation mit den Schülerinnen und Schülern einerseits über die christliche Tradition, aber auch über das, was Jugendliche in den entscheidenden Phasen ihres Erwachsenwerdens während dieser neun/acht Schuljahre bewegt. Der christliche Glaube bietet Orientierung und Perspektiven an und will Begleitung und ein Stück Lebenshilfe sein. Dies kann in der Auseinandersetzung mit den Inhalten des christlichen Glaubens geschehen, indem Fragen und Herausforderungen unserer Zeit zur Sprache gebracht werden, es kann aber auch dadurch geschehen, dass Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zum Innehalten, zur Stille, zum Gebet und Gottesdienst eröffnet wird, um damit Halt in ihrem Leben zu finden. Gerade auch die Auseinandersetzung mit aktuellen Themen ist ein wichtiger Schritt zur Selbstständigkeit der Schülerinnen und Schüler und soll ihnen auch dazu helfen, mit bedrückenden Lebenserfahrungen umzugehen.
Dieser umfassende Anspruch braucht eine Vielfalt von Unterrichtsmethoden und Konzeptionen, die versuchen, die Bedürfnisse der Schüler, der Lehrer und der Sache in Balance zu halten.
Die "Sache", also die Themen, die der Lehrplan vorgibt, bauen aufeinander auf und durchdringen sich gegenseitig.
Der Schwerpunkt der Unterstufe liegt auf biblischen Grundkenntnissen, also wichtigen Inhalten des Alten und Neuen Testaments und den Anfängen der christlichen Kirche. Dabei bleibt immer im Blick, was diese Texte konkret mit unserem Leben heute zu tun haben, wie unser Zusammenleben sich daran orientieren kann und welche Hilfe für die Persönlichkeitsbildung daraus erwächst.
In der Mittelstufe verlagert sich der Schwerpunkt, der Altersstufe entsprechend, auf ethische Themen wie beispielsweise Familie, Autorität, Erziehung, Freundschaft, Liebe, Sexualität, Leben und Tod. Die Informationen über die großen Weltreligionen und die Auseinandersetzung mit der neuesten Kirchengeschichte sind genauso wichtig und schließen den Lehrstoff für die Mittelstufe ab.
Die Oberstufe baut auf diesen Grundkenntnissen auf und vertieft sowohl ethische Themen wie Frieden und Gerechtigkeit, Arbeit und Wirtschaft, Ehe und Familie als auch grundlegende existentielle Themen wie die Fragen: Was ist der Mensch? Wer ist Gott? Gibt es Gott? Was gehört zu einem guten Leben? Die Positionen des Atheismus kommen genauso vor wie der Beitrag zur gesellschaftlichen Verantwortung der Christen. Dabei wird den Schülern auch methodisches Handwerkszeug mitgegeben, mithilfe dessen sie sich mit solchen Themen auseinandersetzen können.

 

Das Sozialpraktikum der 10. Klassen

Das Sozialpraktikum der 10. Jahrgangsstufe findet jährlich während der schulweiten Projekttage im Februar statt.

Die Idee für dieses Praktikum geht zurück auf den Freiburger Professor für Theologie/Religionspädagogik an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe, Dr. Lothar Kuld. Er bezeichnet das Sozialpraktikum als Compassion-Projekt. Compassion meint hier soviel wie eine Haltung des Erbarmens und der Zuwendung, der Hilfsbereitschaft und Solidarität mit den Menschen, die sich nicht selbst helfen können.
Somit zielt das Sozialpraktikum in "zwei Richtungen": Zum einen unterstützen die Schülerinnen und Schüler während ihrer drei "Arbeitstage" in sozialen Einrichtungen behinderte Menschen, Kranke, Alte, Obdachlose, Asylsuchende, kleine Kinder und Menschen am Rand der Gesellschaft. Zum anderen sammeln sie für sich selbst wertvolle Erfahrungen im Umgang mit Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind.
Die Zusammenarbeit im Projekt erfolgt mit den Verantwortlichen der Caritas (kath. Kirche) und Diakonie (ev. Kirche) sowie mit anderen Trägern der Sozialarbeit und des Gesundheitswesens. Inzwischen haben wir dank der großzügigen und kompetenten Unterstützung dieser Träger ein großes Angebot von Praktikumsplätzen. Erfreulich ist auch, dass jedes Jahr durch das Engagement von Schülerinnen, Schülern und Eltern die Angebotspalette der Praktikumsplätze erweitert wird. Falls Eltern oder Schüler über die von uns angebotenen Praktikumsplätze hinaus Kontakte zu anderen sozialen Einrichtungen haben oder knüpfen wollen, lassen Sie uns dies bitte wissen!

Detaillierte Informationen finden Sie hier.

Die Vorbereitung, Organisation und Durchführung liegt bei Frau OStR Barbara Scheicher. Sie wird unterstützt von Kolleginnen und Kollegen der Fachschaft Religionslehre und anderer Fächer.

 

Spirituelle Angebote

Gedanken am Morgen

Da die Frühschichten im Advent so gut aufgenommen wurden, kam von den Schülern die Anfrage, ob eine solche Besinnung auch weiterhin einmal in der Woche stattfinden könnte. So treffen sich jetzt an jedem Donnerstag von 7.45 - 7.55 Uhr im ehemaligen Religionszimmer Schüler aller Jahrgangsstufen, um gemeinsam in Stille, Nachdenken und Gebet den Tag zu beginnen. Jeder ist herzlich willkommen.

Schülerbibelkreis

Für Schüler, die sich über ihre Erfahrungen im Glauben austauschen wollen, gibt es den Schülerbibelkreis, der sich hier kurz vorstellen möchte:
"Manch einer hat sich vielleicht schon gefragt, was sich dahinter verbirgt, wenn er die Durchsage : Der Schülerbibelkreis trifft sich... hört. Der Schülerbibelkreis, das sind Schüler von der 5. bis zur 13.Klasse. Wir treffen uns einmal in der Woche, um gemeinsam zu beten, zu singen und uns über einen kurzen Impuls oder Gedanken auszutauschen. Wir wollen damit die Woche in ihrem normalen Schultrott unterbrechen und auch versuchen, unseren Glauben in der Schule nicht zu verbergen, sondern diesen offen zu leben. Du bist herzlich eingeladen, einfach einmal vorbeizuschauen. Wir treffen uns jeden Montag von 13.00 - 13.15 Uhr im Zimmer 136."

 

Schulgottesdienste

Zu Beginn des Schuljahrs finden traditionell zwei ökumenische Gottesdienste statt - einer für die neuen Fünftklässerinnen und Fünftklässer mit ihren Eltern und einer für die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 6-13. Weitere Schulgottesdienste werden vor Weihnachten, vor Ostern (in Form einer Meditation) sowie am letzten Schultag angeboten.

 

Texte zum Weihnachstgottesdienst zum Nachlesen und Nachdenken:

Im Weihnachtsgottesdienst 2007 "Das Licht scheint in der Finsternis" in der Neustädter Kirche, der musikalisch vom Kammerchor mitgestaltet wurde, deuteten Schüler der 10. Klasse das Bildwort "Das Licht scheint in der Finsternis" aus der "Weihnachtsgeschichte" des Johannes, indem sie symbolisch vier Kerzen entzündeten und verschiedene konkrete Beispiele dafür fanden, wie Licht in der Finsternis unseres Alltags scheinen kann:

Wir zünden Lichter an im Namen Gottes.
Gott hat die Welt erhellt und will uns daran teilhaben lassen.

Wir haben teil am Licht, wenn wir es weitergeben, wenn wir Menschen das geben, was sie brauchen.
Es tut Schülern der 5. Klassen gut, wenn sich Tutoren um sie kümmern, ihnen helfen, sich zurechtzufinden, wenn sie ihnen ihr Herz ausschütten können über Noten, Enttäuschungen, die erste Liebe. Jugendliche nehmen sich Zeit und nehmen jüngere Schüler ernst. So geben sie ein Licht weiter.

Wir zünden Lichter an im Namen Jesu Christi.
Als Mensch kam Jesus zu uns Menschen, um Licht der Welt zu werden.

Jesus ist das Licht der Welt, ist das Licht in uns und möchte, dass wir diese Licht nicht verstecken, sondern es hell leuchten lassen.
Es tut gut, wenn mitten in der Hektik des Alltags ein Freund, eine Freundin sich Zeit nimmt für mich und mir einfach zuhört. Bei einer Tasse Tee die eigene Angst und den Kummer auszusprechen und zu wissen, der andere schaut nicht ständig auf die Uhr, sondern ist ganz bei mir, vertreibt die Angst und den Kummer, zündet ein Licht in meinem Leben an. Sich Zeit nehmen für einen Menschen, der meine Hilfe braucht, ist das größte Geschenk, das ich einem Menschen machen kann.

Wir zünden Lichter an im Namen des Heiligen Geistes.
Die Kraft des Geistes durchleuchtet die Welt, um uns den Weg zu zeigen.

Das Licht des Geistes weist mir den Weg, zeigt mir, wo es lang geht. Das Licht, das in mein Leben kommt, zieht Kreise, es füllt den ganzen Raum, alle Bereiche meines Lebens. Da gebe ich einen Teil meines Taschengeldes für ein Patenkind im Sudan oder in Südafrika, damit es auch im Leben dieses Kindes ein bisschen heller wird und es eine Schule besuchen kann. Und wenn dann ein Brief zurückkommt und ich das glückliche Gesicht sehe, strahlt das Licht wieder auf mich zurück. Oder ein anderes Beispiel, das zeigt, wie Licht Kreise zieht. Ich nutze meine Begabung, um anderen eine Freude zu machen, indem ich Flöte spiele. Der Ertrag dieses Konzertes geht an ein Waisenhaus in Ghana. Das Licht weist mir den Weg zum anderen.

Wir zünden Lichter an in Namen der Liebe :
Gott über uns - Gott neben uns - Gott unter uns, Gott in uns: Der Anfang, das Ende, Gott in Ewigkeit. Amen.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 22. November 2011 um 06:57 Uhr  

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